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Die Implementierung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG

Stand der betriebswirtschaftlichen Diskussion und der Umsetzung aus der Sicht betroffener Aktiengesellschaften und Wirtschaftsprüfer

Die Implementierung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrée Gliese
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 156 Seiten
  • Dateigröße: 11,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3272-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3272-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3272-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gliese, Andrée Januar 2001: Die Implementierung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: KonTraG, Risikomanagement, Empirische Untersuchung, Risikomanagementsystem

Diplomarbeit von Andrée Gliese

Einleitung:

Es handelt sich beim KonTraG (Artikelgesetz) nicht um ein Gesetz im eigentlichen Sinne, sondern um ein Gesamtwerk von Gesetzesänderungen und -ergänzungen, die sich vornehmlich im Aktiengesetz und Handelsgesetzbuch niedergeschlagen haben.

Das KonTraG versucht durch ein System zur Unternehmensüberwachung und entsprechende Kontrollmechanismen kritische Unternehmensentwicklungen rechtzeitig aufzuzeigen und zu korrigieren (Kontrolle). Über eine Verbesserung der Transparenz durch verstärkte Unternehmenspublizität (Transparenz) soll versucht werden, eine Reform des deutschen Rechnungslegungsrechts zu erreichen.

Eine der wichtigsten Änderungen im Rahmen der Unternehmensüberwachung betrifft den neugeregelten Verantwortungsbereich des Vorstands von AG (§ 91 Abs. 2 AktG) und die damit verbundene Erweiterung der Jahresabschlußprüfung bei börsennotierten AG (§ 317 Abs. 4 HGB). Der Gesetzgeber hat in das GmbH-Gesetz keine entsprechende Regelung aufgenommen, geht allerdings davon aus, daß für GmbHs je nach Größe, Komplexität und ihrer Struktur nichts anderes gilt als für Aktiengesellschaften und daß von einer Ausstrahlungswirkung der aktienrechtlichen Regelung auf den Pflichtrahmen der Geschäftsführer anderer Gesellschaftsformen ausgegangen werden kann.

Seit Beginn der Verpflichtung für Vorstände zur Einrichtung eines Risikomanagementsystems sind fast drei Jahre vergangen. Im Rahmen der Arbeit wird die betriebswirtschaftliche Literatur die zu dem Thema „Stand der Umsetzung von Risikomanagementsystemen“ verfasst wurde diskutiert und versucht ein Überblick über den aktuellen Stand der Umsetzung von Risikomanagementsystemen ab zu gegeben. Zu diesem Zweck wurden börsennotierte Aktiengesellschaften und Wirtschaftsprüfer im Rahmen einer Umfrage zu gleichen Sachverhalten befragt und eine abschließende Wertung der Sichtweisen vorgenommen. Die Ergebnisse wurden kritisch hinterfragt und in einem letzten Schritt abschließend gewürdigt und dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsangabe II
Abbildungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VIII
A. Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmens-bereich (KonTraG)
Entstehungsgeschichte und Entwicklungsgründe für einGesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmens-bereich (KonTraG) in Deutschland 1
II. Problemstellung und Gang der Untersuchung 5
B. Das Risikomanagementsystem nach § 91 Abs. 2 AktG
I. Anforderungen an Vorstände, Aufsichtsräte und Abschlußprüfer im Rahmen des zu implementierenden Risikomanagementsystem nach KonTraG 6
1. Die Verantwortung des Vorstands zur Implementierung desÜberwachungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG 7
1.1 Die Implementierung eines konzernweiten Überwa- chungssystems durch den Vorstand 7
1.2 Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat 8
1.3 Der Lagebericht und der Konzernlagebericht 8
1.4 Haftung des Vorstands nach § 93 AktG 9
2. Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 1 AktG 10
3. Die Prüfung des Risikomanagementsystems und Beurteilungder Lage des geprüften Unternehmens durch den Abschlußprüfer 11
3.1 Die Prüfung des Überwachungssystems nach § 317 Abs. 4 HGB 11
3.2 Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des geprüften Unternehmens 12
4. Fazit 12
II. Grundlagen des Risikomanagementsystems – Abgrenzung der Begriffe Risiko und Risikomannagement im Sinne des KonTraG 13
1. Der Begriff „Risiko“ 13
1.1 Ursprung des Risikobegriffs 13
1.2 Entscheidungstheoretisches und betriebswirtschaftliches Risikoverständnis 14
1.3 „Risiko“ nach dem Verständnis des KonTraG 19
1.4 Fazit 20
2. Die Systematisierung von „Risikomanagement“ 20
2.1 Aufgabe des Risikomanagements 21
2.2 Das Risikomanagement im Sinne des KonTraG 22
3. Fazit 25
III. Die Ausgestaltung des Überwachungssystems nach KonTraG – Der Risikomanagement-Prozeß und die Teilsysteme des Überwachungssystems 26
1. Das Risikofrühwarnsystem als Risikomanagement-Prozeßim Unternehmen 27
1.1 Die Grundlage des Risikomanagement-Prozesses – Bildung einer unternehmensspezifischen und unternehmensweiten Risikostrategie 28
1.1.1 Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen im Rahmen der Risikostrategie 30
1.1.2 Festlegung von Maßnahmen des Risikomanagement-Prozesses 30
1.1.3 Die Risikostrategie als Endpunkt des Risikomanagement-Prozesses 31
1.2 Die Risikoidentifikation als zweiter Schritt im Risikomanagement-Prozeß 31
1.2.1 Förderung des Risikobewußtsein der Mitarbeiter 32
1.2.2 Methoden und Verfahren der Risikoidentifikation 33
1.3 Die Risikomessung und Risikoanalyse 34
1.3.1 Die Risikomessung 34
1.3.2 Die Risikoanalyse 35
1.4 Die Risikobewertung 36
1.4.1 Bewertung durch quantitative Maßzahlen 37
1.4.2 Bewertung durch qualitative Klassifikation 38
1.5 Die Risikosteuerung 40
1.5.1 Risikovermeidung 41
1.5.2 Risikominderung 41
1.5.3 Risikoüberwälzung 42
1.5.4 Risikokompensation 43
1.5.5 Risikobegrenzung 44
1.5.6 Krisenplanung 44
1.6 Die Risikoberichterstattung 45
1.7 Dokumentation der getroffenen Maßnahmen 46
2. Das Überwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG als Teilsystem des Risikofrüherkennungssystems 47
2.1 Organisatorische Sicherungsmaßnahmen 48
2.1.1 Personelle Funktionstrennung als organisatorische Sicherungsmaßnahme 49
2.1.2 Organisatorische Sicherungsmaßnahmen in der EDV 50
2.1.3 Organisatorische Sicherungsmaßnahmen durch Arbeitsanweisungen 50
2.1.4 Organisatorische Sicherungsmaßnahmen im Bereich des innerbtrieblichen Belegwesens 51
2.2 Prozeßabhängige Überwachung durch Kontrollen 51
2.3 Prozeßunabhängige Überwachung durch die Interne Revision 52
2.4 Die Bedeutung des internen Überwachungssystems im Rahmen des Risikofrühwarnsystems 54
3. Das Risiko-Controlling als Instrument zur Überwachung des Risikofrüherkennungssystems 55
3.1 Risikoorientierte Planung 56
3.2 Risikoorientierte Kontrolle 57
3.3 Risikoorientierte Steuerung 58
3.4 Risikoorientierte Informationsversorgung 59
3.5 Die Stellung des Risiko-Controllings innerhalb des Unternehmens 60
4. Das Frühwarnsystem als Teilsystem des Risikofrüherkennungssystems
4.1 Definition und Systematisierung von Frühwarnsystemen 61
4.2 Arten von Frühwarnsystemen 62
4.2.1 Unternehmensexterne Frühwarnsysteme 62
4.2.2 Unternehmensinterne Frühwarnsysteme 62
4.2.3 Frühwarnsysteme auf Basis von Kennzahlen 63
4.2.4 Indikatororientierte Frühwarnsysteme 63
4.3 Der Aufbau eines Frühwarnsystems 64
4.4 Die Bedeutung von indikatororientierten Frühwarnsystemen für das Risikofrüherkennungssystem nach KonTraG 66
5. Zusammenfassung 67
C. Stand der Umsetzung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG aus Sicht börsennotierter Aktiengesellschaften und Wirtschaftsprüfern
I. Gegenstand der Untersuchung 69
1. Angaben zu den Aktiengesellschaften 70
1.1 Angaben zum Unternehmen 70
1.2 Angaben zur Person des Unternehmensvertreters 71
2. Angaben von seiten der Wirtschaftsprüfer 72
2.1 Angaben zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 72
2.2 Angaben zur Person des Wirtschaftsprüfers 73
3. Zusammenfassung 75
II. Ergebnisse der Umfrage 75
1. Vorhandensein eines Überwachungssystems vor der Regelung des KonTraG 75
2. Die Einrichtung des nach KonTraG geforderten RMS bei börsennotierten AG 77
3. Problembereiche bei der Implementierung 78
4. Innerbetriebliche Abteilungen und ihr Anteil am implementierten RMS 80
5. Die Bedeutung interner und externer Risikoarten unter dem Aspektder Existenzbedrohung 81
5.1 Interne Risikoarten unter dem Aspekt der Existenzbedrohung 81
5.2 Externe Risikoarten unter dem Aspekt der Existenzbedrohung 82
6. Dokumentation des implementierten RMS 82
6.1 Dokumentation von Gegenmaßnahmen für erkannte Risiken 83
6.2 Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen in den Unternehmen 84
6.3 Dokumentation von Gegenmaßnahmen zur Bewältigung von Existenzbedrohenden Risiken 85
7. Reaktionsfähigkeit des RMS auf unerwartete und bekannte Risiken 86
7.1 Reaktionsfähigkeit beim Auftreten bekannter Risiken 86
7.2 Reaktionsfähigkeit beim Auftreten unerwarteter Risiken 87
8. Darstellung der spezifischen Risikosituation 88
9. Dokumentation über die Ausgestaltung des RMS 89
10. Beurteilung des RMS gemäß § 321 Abs 4 HGB durch den Abschlußprüfer 90
11. Mithilfe des Abschlußprüfers bei der Verbesserung des RMS 91
12. Gremien oder Hilfsmittel und ihr Anteil an dem implementierten RMS 92
13. Würdigung der gesetzlichen Verpflichtung zur Implementierung eines RMS durch die AG 93
Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse 95
D. Stand der Umsetzung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG aus Sicht börsennotierter AG und Wirtschaftsprüfer 100
Zusammenfassung der theoretischen und empirischen Ergebnisse 100
Ausblick 102
Anhang zu Teil B 104
Anhang zu Teil C 110
Literaturverzeichnis IX
Eidesstattliche Erklärung XVI

Arbeit zitieren:
Gliese, Andrée Januar 2001: Die Implementierung von Risikomanagementsystemen nach § 91 Abs. 2 AktG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
KonTraG, Risikomanagement, Empirische Untersuchung, Risikomanagementsystem

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