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Implementierung einer IT-gestützten Hilfeplanung im Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück

Implementierung einer IT-gestützten Hilfeplanung im Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Elmar Chriske
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 3,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0155-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0155-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0155-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Chriske, Elmar Juli 2006: Implementierung einer IT-gestützten Hilfeplanung im Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Verwaltungsmanagement, Bedarfsanalyse, Anwendungssoftware, Sozialarbeiter, Hilfeplanverfahren

Diplomarbeit von Elmar Chriske

Einleitung:

Der Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück führte im Januar2004 eine in eigener Regie entwickelte Software für die Hilfeplanung im Bereich der Hilfen zur Erziehung ein. Dieser ungewöhnliche Lösungsweg wurde bestritten, da es aus Sicht des Fachdienstes kein hinreichendes Produkt für die fachliche Bearbeitung bei den Erziehungshilfen auf dem Softwaremarkt gibt.

Unter Beteiligung der späteren Anwender (der sozialpädagogischen Fachkräfte)in Form einer Arbeitsgruppe, wird eine Software(Hilfeplantransfer)mit vielfachen Möglichkeiten zur Unterstützung der fachlichen Aufgaben zur Erziehungshilfe entwickelt. Die Entwicklung und Einführung von Hilfeplantransfer im Fachdienst Jugend wurde in ungewohnt kurzer Zeit zu einem erfolgreichen Vorhaben, an dem auch andere Jugendämter Interesse zeigten.

Nicht zuletzt das Beratungsbüro Römisch hat im Rahmen einer Organisationsberatung die IT-gestützte Hilfeplanung als „richtungsweisend und vermutlich einmalig in Deutschland“ hervorgehoben und den Fachdienst aufgefordert „dieses Programm bundesweit zur Verfügung zu stellen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätsverbesserung der Jugendhilfe in anderen Landkreisen zu leisten.“ Neben diesem Anklang zur grundsätzlichen Entwicklung der Software liegen bislang aber keine konkreten Angaben vor, welche Auswirkungen und Entwicklungen die Implementierung von Hilfeplantransfer auf die praktische Arbeit mit sich bringt. Von besonderer Bedeutung wird dabei sein, welche Erfahrungen und Beobachtungen die sozialpädagogischen Mitarbeiter des Fachdienstes als praktische Anwender mit der IT-gestützten Hilfeplanung sammeln.

Gang der Untersuchung:

Zweieinhalb Jahre nach Einführung von Hilfeplantransfer im Fachdienst Jugend widmet sich die vorliegende Arbeit der Frage, welche Auswirkungen die Implementierung von Hilfeplantransfer auf die Hilfeplanung hat. Die Erfahrungen der praktischen Anwender sollen zusammen mit den Entwicklungen im Hilfeplanprozess im Lichte der ursprünglichen Zielsetzung zur Einführung des Verfahrens betrachtet werden.

Eine mögliche Weiterentwicklung der Software soll den praktischen Anforderungen und Zielvorstellungen aus der Praxis gerecht werden. Hierzu werden zum Abschluss der Arbeit Vorschläge und Ideen unterbreitet.

Im 1. Kapitel wird die Ausgangslage im Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück vor Einführung von Hilfeplantransfer beschrieben. Darin werden in Kürze die rechtlichen Rahmenbedingungen und die bisherige Praxis der Hilfeplanung beschrieben, bevor die Veränderungsnotwendigkeit aufgezeigt wird. Eine Organisationsberatung durch die Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V. (GISS) hatte den Fachdienst Jugend und die freien Träger der Jugendhilfe im Hilfeplanprozess bei den Sozialpädagogischen Familienhilfen beraten. Die Ergebnisse dieser Arbeit, die für die Softwareentwicklung eine inhaltliche Bedeutung haben, werden in ihren Einzelheiten dargestellt. Abschließend wird daraus die Notwendigkeit für eine Softwareentwicklung abgeleitet und die Zielsetzung der Entwicklungsarbeitbestimmt.

Im 2.Kapitelwird die Entstehung von Hilfeplantransfer beschrieben. Dabei wird auf den Arbeitskreis eingegangen, der zur Begleitung des Vorhabens installiert wurde. Und das Konzept vorgestellt, das Grundlage für die Softwareentwicklung war und die Zielsetzungen umsetzen sollte. Das Kapitel schließt mit einer Produktbeschreibung von Hilfeplantransfer. Darin werden die besonderen Merkmale aufgezeigt, die Hilfeplantransfer von anderer Jugendamtssoftware unterscheidet.

Im 3. Kapitel werden die Veränderungen und Auswirkungen in der täglichen Arbeit der Hilfeplanung analysiert, die durch den Einsatz von Hilfeplantransfer ausgelöst wurden. Anhand von Ergebnissen aus einer Befragung bei den Softwareanwendern und den tatsächlichen Entwicklungen nach dem Implementierungsprozess wird untersucht, ob die Ziele erreicht wurden, die Anlass für die Entwicklung des IT-gestützten Hilfeplanverfahrens waren.

Zum Abschluss dieser Arbeit werden im 4.Kapitel Optimierungsvorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung eines IT-gestützten Hilfeplanverfahrens unterbreitet.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VII
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis VIII
Kapitel 1
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 1
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Ausgangslage im Fachdienst Jugend 3
2.1 Funktion und Inhalt des Hilfeplanverfahrens 3
2.2 Subjektivität in der sozialpädagogischen Diagnostik 4
2.3 Grundzüge des Hilfeplanverfahrens (vor der IT-Unterstützung) 5
2.4 Zusammenarbeit mit den freien Trägern 6
2.5 Umstellung von der Fachleistungsstunde auf die Fallpauschale 6
2.5.1 Ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung des Kreishaushalts 6
2.5.2 Neuausrichtung der Zusammenarbeit mit den freien Trägern 7
3. Hilfeplanprozess - Ablauf der Hilfen zur Erziehung im Landkreis Osnabrück 8
3.1 Ressourcen- und Bedarfsanalyse durch Beratung im Vorfeld 8
3.2 Hilfeplanaufstellung und Zieldefinition 8
3.2.1 Die Anamnese – Eine strukturierte Informationssammlung 8
3.2.2 Diagnose-Tabellen des Bayerischen Landesjugendamtes 9
3.2.3 Bedeutung der Diagnose-Tabellen für die Praxis des Fachdienstes 9
3.2.4 Erweiterung der Betrachtungsebenen 10
3.3 Fachliche Bewertung der fallzuständigen Fachkraft 12
3.4 Entscheidung über die Hilfeart in der Fallbesprechung 13
3.5 Gestaltung der Hilfe 13
3.5.1 Anpassung der Kooperationsstrukturen zwischen Fachdienst und freien Trägern nach einer Studie der GISS 13
3.5.2 Kooperation im Hilfeverlauf 15
3.5.3 Zielvereinbarung als Kontrakt zwischen Fachdienst und freien Trägern 15
3.6 Überprüfung der Hilfe 17
3.6.1 Analyse der Zielerreichung 17
3.6.2 Berichtserstattung mit dem Kombibogen 18
3.6.3 Ergebnisprotokolle des Fachdienstes 19
3.6.4 Veränderungsanzeigen über die Zwischenmeldung 20
3.7 Beendigung der Hilfe 20
3.8 Struktur und Instrumente erfordern Softwareunterstützung 21
4. Softwareangebot zur Unterstützung des Hilfeplanverfahrens 21
4.1 Bisherige IT-Unterstützung im Fachdienst 21
4.2 Analyse der bisherigen Softwareentwicklung zur Hilfeplanung 22
5. Schlussfolgerung und Ableitung einer Arbeitshypothese 24
Kapitel 2.
1. Entstehung des Vorhabens Hilfeplantransfer 26
1.1 Arbeitsgruppe zur Begleitung der Softwareentwicklung 26
1.1.1 Weiterentwicklung des Kategoriensystems 27
1.1.2 Definition von Items 28
1.2 Konzept für die Entwicklung von Hilfeplantransfer 30
2. Aktueller Versionsstand – Eine kurze Programmerläuterung 34
2.1 Vom Datentransfer unabhängige Programmmodule 34
2.1.1 Das Programmmodul ‚Stammdaten’ 34
2.1.2 Die Programmnavigation 35
2.1.3 Das Programmmodul ‚Auslöser für das Tätigwerden’ 35
2.1.4 Das Programmmodul ‚Chronologie’ 36
2.1.5 Das Programmmodul ‚Anamnese’ 37
2.1.6 Das Programmmodul ‚Fachliche Bewertung des Sozialarbeiters’ 39
2.1.7 Das Programmmodul ‚Protokoll der Fallbesprechung’ 39
2.2 Vom Datentransfer abhängige Programmmodule 40
2.2.1 Allgemeines zum Datentransfer 40
2.2.2 Das Programmmodul ‚Zielvereinbarung’ 42
2.2.3 Das Programmmodul ‚Kontrolle der Zielerreichung’ 43
2.2.4 Das Programmmodul ‚Zwischenmeldung’ 43
Kapitel 3
1. Würdigung von Hilfeplantransfer 46
2. Erfahrungen der sozialen Fachkräfte 46
2.1 Voraussetzungen der Untersuchung 46
2.2 Methodik der empirischen Untersuchung 47
2.3 Vorbereitung und Durchführung der Untersuchung 48
2.4 Ergebnisse aus der Befragung
2.4.1 Ergebnisse aus Abschnitt 1 des Fragebogens – Allgemeine Angaben zum Einsatz von Hilfeplantransfer 50
2.4.2 Ergebnisse aus Abschnitt 2 des Fragebogens – Bewertungen von Hilfeplantransfer 52
2.4.3 Ergebnisse aus Abschnitt 3 des Fragebogens – Aussagen über Hilfeplantransfer und allgemeiner Software zur Hilfeplanung 59
3. Entwicklungen in der IT-gestützen Hilfeplanung 64
4. Analyse der IT-gestützten Hilfeplanung 64
4.1 Nutzwert von Hilfeplantransfer im Prozess der Hilfeplanung 64
4.2 Tatsächlicher Einsatz von Hilfeplantransfer 64
4.3 Integration von Hilfeplantransfer im täglichen Arbeitsablauf 66
4.3.1 Den Prozess der Hilfeplanung im Wirkungsbereich des Fachdienstes optimieren 66
4.3.2 Die Qualität in der Hilfeplanung verbessern 71
4.3.4 Der Erfolgsfaktor der Mitarbeiterzufriedenheit beim Softwareeinsatz 79
4.4 Allgemeine Einschätzung zum Einsatz von Software bei der Hilfeplanung 80
4.5 Zusammenfassung 80
Kapitel 4
1. Optimierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Hilfeplantransfer 84
2. Optimierungsvorschläge an den jetzigen Modulen 85
2.1 Vermeidung von Programmabstürzen 85
2.2 Programmmodule auf Einsatz von Papierdokumente einstellen 85
2.3 Integration eines Moduls zur Rechtschreib- und Grammatikprüfung 86
2.4 Möglichkeit von standardisierten Auswertungen der Hilfepläne 86
2.5 Prozessunterstützte Chronologie 87
3. Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Hilfeplantransfer 87
3.1 Implementierung weiterer Arbeitsunterlagen aus der GISS-Studie 87
3.1.1 Implementierung des ‚Kombibogen’ 87
3.1.2 Implementierung des ‚Ergebnisprotokolls’ 87
3.2 Elektronische Aktenführung 88
3.3 Entwicklung einer Übersicht über dieBezugspersonen 88
Literaturverzeichnis 90
Anhang 93
Fragebogen zur IT-gestützten Hilfeplanung Hilfeplantransfer 93
Ergebnisse aus der Befragung der Mitarbeiter vom 22. Mai 2006 99
Auswertungsergebnis der Items zu 3.1.1 Erziehung – Bezugspersonen – Kontinuität 107

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VII
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis VIII
Kapitel 1
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 1
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Ausgangslage im Fachdienst Jugend 3
2.1 Funktion und Inhalt des Hilfeplanverfahrens 3
2.2 Subjektivität in der sozialpädagogischen Diagnostik 4
2.3 Grundzüge des Hilfeplanverfahrens (vor der IT-Unterstützung) 5
2.4 Zusammenarbeit mit den freien Trägern 6
2.5 Umstellung von der Fachleistungsstunde auf die Fallpauschale 6
2.5.1 Ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung des Kreishaushalts 6
2.5.2 Neuausrichtung der Zusammenarbeit mit den freien Trägern 7
3. Hilfeplanprozess - Ablauf der Hilfen zur Erziehung im Landkreis Osnabrück 8
3.1 Ressourcen- und Bedarfsanalyse durch Beratung im Vorfeld 8
3.2 Hilfeplanaufstellung und Zieldefinition 8
3.2.1 Die Anamnese – Eine strukturierte Informationssammlung 8
3.2.2 Diagnose-Tabellen des Bayerischen Landesjugendamtes 9
3.2.3 Bedeutung der Diagnose-Tabellen für die Praxis des Fachdienstes 9
3.2.4 Erweiterung der Betrachtungsebenen 10
3.3 Fachliche Bewertung der fallzuständigen Fachkraft 12
3.4 Entscheidung über die Hilfeart in der Fallbesprechung 13
3.5 Gestaltung der Hilfe 13
3.5.1 Anpassung der Kooperationsstrukturen zwischen Fachdienst und freien Trägern nach einer Studie der GISS 13
3.5.2 Kooperation im Hilfeverlauf 15
3.5.3 Zielvereinbarung als Kontrakt zwischen Fachdienst und freien Trägern 15
3.6 Überprüfung der Hilfe 17
3.6.1 Analyse der Zielerreichung 17
3.6.2 Berichtserstattung mit dem Kombibogen 18
3.6.3 Ergebnisprotokolle des Fachdienstes 19
3.6.4 Veränderungsanzeigen über die Zwischenmeldung 20
3.7 Beendigung der Hilfe 20
3.8 Struktur und Instrumente erfordern Softwareunterstützung 21
4. Softwareangebot zur Unterstützung des Hilfeplanverfahrens 21
4.1 Bisherige IT-Unterstützung im Fachdienst 21
4.2 Analyse der bisherigen Softwareentwicklung zur Hilfeplanung 22
5. Schlussfolgerung und Ableitung einer Arbeitshypothese 24
Kapitel 2.
1. Entstehung des Vorhabens Hilfeplantransfer 26
1.1 Arbeitsgruppe zur Begleitung der Softwareentwicklung 26
1.1.1 Weiterentwicklung des Kategoriensystems 27
1.1.2 Definition von Items 28
1.2 Konzept für die Entwicklung von Hilfeplantransfer 30
2. Aktueller Versionsstand – Eine kurze Programmerläuterung 34
2.1 Vom Datentransfer unabhängige Programmmodule 34
2.1.1 Das Programmmodul ‚Stammdaten’ 34
2.1.2 Die Programmnavigation 35
2.1.3 Das Programmmodul ‚Auslöser für das Tätigwerden’ 35
2.1.4 Das Programmmodul ‚Chronologie’ 36
2.1.5 Das Programmmodul ‚Anamnese’ 37
2.1.6 Das Programmmodul ‚Fachliche Bewertung des Sozialarbeiters’ 39
2.1.7 Das Programmmodul ‚Protokoll der Fallbesprechung’ 39
2.2 Vom Datentransfer abhängige Programmmodule 40
2.2.1 Allgemeines zum Datentransfer 40
2.2.2 Das Programmmodul ‚Zielvereinbarung’ 42
2.2.3 Das Programmmodul ‚Kontrolle der Zielerreichung’ 43
2.2.4 Das Programmmodul ‚Zwischenmeldung’ 43
Kapitel 3
1. Würdigung von Hilfeplantransfer 46
2. Erfahrungen der sozialen Fachkräfte 46
2.1 Voraussetzungen der Untersuchung 46
2.2 Methodik der empirischen Untersuchung 47
2.3 Vorbereitung und Durchführung der Untersuchung 48
2.4 Ergebnisse aus der Befragung
2.4.1 Ergebnisse aus Abschnitt 1 des Fragebogens – Allgemeine Angaben zum Einsatz von Hilfeplantransfer 50
2.4.2 Ergebnisse aus Abschnitt 2 des Fragebogens – Bewertungen von Hilfeplantransfer 52
2.4.3 Ergebnisse aus Abschnitt 3 des Fragebogens – Aussagen über Hilfeplantransfer und allgemeiner Software zur Hilfeplanung 59
3. Entwicklungen in der IT-gestützen Hilfeplanung 64
4. Analyse der IT-gestützten Hilfeplanung 64
4.1 Nutzwert von Hilfeplantransfer im Prozess der Hilfeplanung 64
4.2 Tatsächlicher Einsatz von Hilfeplantransfer 64
4.3 Integration von Hilfeplantransfer im täglichen Arbeitsablauf 66
4.3.1 Den Prozess der Hilfeplanung im Wirkungsbereich des Fachdienstes optimieren 66
4.3.2 Die Qualität in der Hilfeplanung verbessern 71
4.3.4 Der Erfolgsfaktor der Mitarbeiterzufriedenheit beim Softwareeinsatz 79
4.4 Allgemeine Einschätzung zum Einsatz von Software bei der Hilfeplanung 80
4.5 Zusammenfassung 80
Kapitel 4
1. Optimierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Hilfeplantransfer 84
2. Optimierungsvorschläge an den jetzigen Modulen 85
2.1 Vermeidung von Programmabstürzen 85
2.2 Programmmodule auf Einsatz von Papierdokumente einstellen 85
2.3 Integration eines Moduls zur Rechtschreib- und Grammatikprüfung 86
2.4 Möglichkeit von standardisierten Auswertungen der Hilfepläne 86
2.5 Prozessunterstützte Chronologie 87
3. Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Hilfeplantransfer 87
3.1 Implementierung weiterer Arbeitsunterlagen aus der GISS-Studie 87
3.1.1 Implementierung des ‚Kombibogen’ 87
3.1.2 Implementierung des ‚Ergebnisprotokolls’ 87
3.2 Elektronische Aktenführung 88
3.3 Entwicklung einer Übersicht über dieBezugspersonen 88
Literaturverzeichnis 90
Anhang 93
Fragebogen zur IT-gestützten Hilfeplanung Hilfeplantransfer 93
Ergebnisse aus der Befragung der Mitarbeiter vom 22. Mai 2006 99
Auswertungsergebnis der Items zu 3.1.1 Erziehung – Bezugspersonen – Kontinuität 107

Textprobe:

Kapitel 1.2, Konzept für die Entwicklung von Hilfeplantransfer: Sozialpädagogen sind per se keine Computerspezialisten und müssen es auch nicht werden. Hilfeplantransfer sollte so aufgebaut werden, dass möglichst alle Mitarbeiter die Software optimal und nahezu selbstverständlich als „Handwerkszeug“ einsetzen können. Die Überzeug zum Einsatz der Software kann nur dadurch erfolgen, in dem die Anwender den Nutzen aus der Softwarebenutzung für sich selber erkennen und eine bequemere Erledigung der Aufgaben ermöglicht wird.

Hilfeplantransfer soll ausschließlich zur Unterstützung des Hilfeplanverfahrens entwickelt werden. Auf Funktionen wie z.B. die Erstellung von amtlichen Statistiken, die Ereignis Verwaltung, Administration usw. wurde verzichtet, da die bereits durch die Jugendamtssoftware Info51 bereitstellt werden. Hilfeplantransfer soll ausschließlich mit Funktionalitäten ausgestattet werden, die bei der fachlich-inhaltlichen Arbeit der Hilfeplanung relevant sind und die von der Jugendamtssoftware Info51 nicht bereitgestellt werden.

Unter Funktionalitäten wird die Bereitstellung entsprechender Eingabefelder sowie die Verarbeitung der erfassten Daten in Form von textlichen, grafischen oder tabellarischen Zusammenführung z.B. in Form von Berichten gemeint. Da im Hilfeplanprozess eine Falldokumentation von hoher Wichtigkeit ist, steht diese Funktionsentwicklung im Vordergrund. Das Ergebnis der GISS-Studie, ein aufeinander abgestimmtes Organisieren und Dokumentieren des Hilfeplanprozesses von Fachdienst und freien Trägern, soll in die Software einfließen.

Die Dokumentationsfunktion von Hilfeplantransfer soll dabei so angelegt werden, dass nicht nur Daten erfasst und in Texte ausgegeben werden, sondern das die Daten untereinander ausgetauscht und weiterverwendet werden können. Letztendlich wird eine durchgängig elektronische Fallbearbeitung angestrebt. Nach Möglichkeit sollte auch eine Analysefunktion zur Bewertung des Hilfeverlaufs von einer Software bereitgestellt werden. Diese soll durch die Entwicklung einer Funktion zur qualitativen Evaluation des Hilfefalles realisiert werden.

Da alle Daten auf einer Datenbank verfügbar sind, ließen sich die Datenbestände unter fachlichen Gesichtspunkten auswerten. So ließe sich z.B. die Frage beantworten, ob in bestimmte Familienverhältnisse z.B. Kinder aus Scheidungs- und Trennungsfällen in einem Zusammenhang zum Vorliegen von traumatischen Erlebnissen steht oder nicht. Darüber hinaus könnten z.B. auch Zusammenhänge von Familienproblemen zu wirtschaftlichen Verhältnissen untersucht werden. Konkret soll Hilfeplantransfer folgende Funktionen für die Hilfeplanung bereitstellen:

Dokumentation entscheidungsrelevanter Fakten (Familienstruktur, Biografie usw.), Dokumentation der Einschätzungen der sozialen Fachkraft und weiterer Beteiligter wie z.B. der Leistungsempfänger oder die Personensorgeberechtigten zur Situation (z.B. Risiken, Ressourcen, Handlungsbedarf, Erwartungen und Zielen), Dokumentation von Ergebnissen der Fallbesprechungen, Zusammenstellung und Ausgabe des Hilfeplans, Zielvereinbarung zwischen Fachdienst und freien Trägern, allbezogene Evaluation der Zielerreichung und historische Darstellung des gesamten Hilfeverlaufs.

Aufgrund der alleinigen Regieführung durch den Landkreis Osnabrück wird sich die Entwicklung der Software ausschließlich am eigenen Hilfeplanungsprozess orientieren. Die Unterstützung im Arbeitsprozesses soll dadurch erfolgen, dass die Bildschirmmasken in einer prozesslogischen Reihenfolge der Arbeitschritte angeordnet werden und diese in einer festen Abfolge zu durchlaufen und Sprünge an andere Stellen nicht möglich sind.

Arbeit zitieren:
Chriske, Elmar Juli 2006: Implementierung einer IT-gestützten Hilfeplanung im Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Verwaltungsmanagement, Bedarfsanalyse, Anwendungssoftware, Sozialarbeiter, Hilfeplanverfahren

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