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Immobilienbewertung mit einem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren

Die Studie erzielte den 1. Platz des Werner-Lehmann-Preises 1999 des Verbandes der privaten Bausparkassen e.V. Bonn.
Immobilienbewertung mit einem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Steffen Metzner
  • Abgabedatum: Mai 1998
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0939-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0939-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0939-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie erzielte den 1. Platz des Werner-Lehmann-Preises 1999 des Verbandes der privaten Bausparkassen e.V. Bonn.
  • Arbeit zitieren: Metzner, Steffen Mai 1998: Immobilienbewertung mit einem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: cash flow, Immobilien, Bewertung, Rendite, Ertragswert

Diplomarbeit von Steffen Metzner

Zusammenfassung:

Die Diplomarbeit "Immobilienbewertung mit einem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren" wurde am Stiftungslehrstuhl für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft an der Universität Leipzig erstellt. Sie analysiert kritisch das Ertragswertverfahren zur Wertermittlung für Immobilien, welches in der Wertermittlungsverordnung (WertV) definiert ist und allgemein Anwendung findet.

Aufgabe der Wertermittlung ist es, die preisrelevanten Einflußfaktoren, so zu quantifizieren, daß der ermittelte Wert den wirtschaftlichen Interessen von Käufern und Verkäufern gerecht wird.

Das auf eine gleichmäßige Marktentwicklung ausgelegte Ertragswertverfahren nach WertV kann jedoch Einflüsse wie hohe Leerstandsraten, Mietpreiseinbrüche, wechselhafte politische Rahmenbedingungen sowie auch besondere demographische, soziale und psychologische Faktoren nur bedingt würdigen. Hauptprobleme sind hierbei neben der Vergangenheitsorientierung, welche die Einbeziehung neuer Informationen erschwert, vor allem auch die spezifischen Größen Liegenschaftszins und nachhaltiger Ertrag. Jeder nur irgendwie gleichmäßige Ertragstrend läßt sich auch als nachhaltiger (=konstanter) Ertrag darstellen. Ein dennoch gültiger Ertragswert (=Barwert aller künftigen Erträge) wird dann über eine Zinssatzmodifikation erreicht, die das tatsächliche Wachstum auf den Zinssatz verlagert.

Ein solches Verfahren ist jedoch nur bei Vorliegen einer einzigen Ertragssituation und stabilen Märkten sicher anwendbar. Die Arbeit stellt fest, daß Abweichungen, z.B. aufgrund von Staffelmietvereinbarungen oder Sozialbindung, in der amtlichen Wertermittlung häufig zu ökonomisch unsinnigen Ergebnissen führen. Die Probleme, die sich aus den Rechentechniken der WertV ergeben, sind den Verfassern und Anwendern dieses juristischen Konstruktes offenbar weitgehend unbekannt.

Ausgehend vom allgemeinen Ertragswertbegriff und von Prinzipien der internationalen Wertermittlungspraxis werden in der Arbeit Prämissen aufgestellt, welche eine leistungsfähige und ökonomisch exakte Alternative zum Ertragswertverfahren nach WertV beachten muß. Die Umsetzung dieser Anforderungen ergibt ein cash-flow-orientiertes Ertragswertverfahren. Dieses weist im Grundfall eine Ergebnisidentität mit der WertV-Rechnung auf, besitzt aber nicht mehr deren Fehlerquellen (wie Tests beweisen) und ist flexibler anwendbar. Die Darstellung und Interpretation wird durch den Cash-Flow-Ansatz erleichtert. Die Rendite wird explizit ausgewiesen.

Inhalt und Aufbau des Verfahrens haben Parallelen zur Investitiosrechnung. Deshalb bestehen günstige Schnittstellen zu weiteren Rechnungen, wie z.B. der Liquiditätsplanung, Renditeermittlungsmethoden, Wertentwicklungsprognosen, der Unternehmensbewertung und dem Benchmarking.

Kapitalanleger und Gutachter erhalten mit dem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren ein leistungsfähiges Instrument, womit das Investitionsgut Immobilie auch in der heutigen Situation hinsichtlich seiner grundlegenden Determinanten Rentabilität, Sicherheit und Liquidität sachgerecht beurteilt werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkung I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
Index XI
1. Abschnitt: Kritik am Ertragswertverfahren nach Wertermittlungsverordnung 1
A Aktuelle Einflüsse auf den Wert von Immobilien 1
I. Leerstand und Mietenrückgang 2
II. Einflüsse durch politische Rahmenbedingungen 3
a) Steuern und Fördermittel 3
b) Bau- und Bodenrecht 5
c) Mietrecht als Mieterschutzrecht 5
d) Sonstige Einflüsse der öffentlichen Hand 6
III Demographische, soziale und psychologische Faktoren 7
IV Verhalten der Investoren 9
B Berücksichtigung wertrelevanter Faktoren im Ertragswertverfahren 11
I. Allgemeiner Bewertungsansatz 11
II. Spezifische Ausgestaltung des Verfahrens nach Wertermittlungsverordnung 13
a) Grundmodell 13
b) Erweiterbarkeit und Flexibilität 14
III. Eignung des Verfahrens nach WertV für die heutigen Anforderungen 14
a) Vergangenheitsbezogenheit der Datenerhebung 14
1 Wertfestschreibung durch historische Liegenschaftszinssätze 15
2. Diskussion der Prämisse "Nachhaltigkeit" beider Bewertung veränderlicher Erträge 16
b) Fehlerhafte Rechentechniken 17
c) Schwierigkeiten in der Darstellung und Interpretation 19
2. Abschnitt: Entwicklung eines cash-flow-orientierten Ertragswertverfahrens 21
A Prämissen für ein neues Ertragswertverfahren 21
I. Wertbegriff des neuen Verfahrens 21
a) Marktpreis als Menge möglicher Preise 21
b) Typisierung des Eigentümereinflusses 22
II. Grundlegende Prinzipien 23
a) Äquivalenzprinzip 23
b) Relativitätsprinzip 24
c) Objektivierung 24
d) Flexibilität 25
III. Cash-Flow-Ansatz 25
IV. Darstellung 26
a) Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit 27
b) Mehrwertigkeit durch Szenarien 27
V. Akzeptanz 27
B. Herleitung eines cash-flow-orientierten Ertragswertverfahrens ausgehend vom Ertragswertverfahren nach Wertermittlungsverordnung 29
I. Modifikation des Verfahrens nach Wertermittlungsverordnung 29
a) Erklärung des Formelinhaltes durch eine Tabellendarstellung 30
b) Umstellung zur Berücksichtigung der Liquiditätswirksamkeit des Faktors Boden 30
II. Parallele Umformung von Ertragsgrößen und Zinssätzen 32
a) Eliminierung von Wertsteigerungsannahmen aus dem Zinssatz 32
b) Umstellung auf Nominalzahlungen und Nominalzinssatz 33
III. Bandbreiten statt einwertiger Erwartungsgrößen 37
IV. Varianten für spezielle Bewertungsfälle 39
a) Feste Mietzinsvereinbarung 39
b) Rechte und Belastungen 40
c) Wirkungen des Steuerrechts 41
V. Verringerung der Berechnungsschritte durch komprimierende Formeldarstellung 43
C. Aussagekraft des neuen Verfahrens und Einordnung in die internationale Bewertungspraxis 44
D Verfahrensanwendung am Beispiel eines Wohnmietshauses 45
I. Objektdarstellung 45
a) Lage 46
b) Bauwerksmerkmale 47
II. Datenerhebung 47
a) Einnahmen 48
1. Laufende Einnahmen 48
i) Feststellung und Prognose 49
ii) Besonderheiten 51
iii) Anzusetzende Werte 52
2. Einmalige und aperiodische Einnahmen 53
b) Ausgaben 54
1. Laufende Ausgaben 54
2. Einmalige und aperiodische Ausgaben 55
c) Wirtschaftliche Restnutzungsdauer 56
1. Gewöhnliche Nutzungsdauer 56
2. Verlängerung der Nutzungsdauer 57
d) Ermittlung des Immobilienzinssatzes 57
1. Kalkulationsbasis Liegenschaftszins 57
i) Einbeziehung von Inflationswirkungen 58
ii) Eliminierung von Realwertsteigerungsannahmen 60
iii) Berechnung des Immobilienzinssatzes 60
2. Kalkulationsbasis Kapitalmarktzins 61
3. Anzuwendende Kalkulationsbasis 62
e) Plausibilitätskontrollen 63
III. Ertragswertberechnung 63
a) Rechnung mit dem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren 63
1. Aufstellung der Zahlungsreihen 63
2. Ergebnisberechnung 64
b) Vergleichsrechnung nach Wertermittlungsverordnung 65
IV Marktanpassung 67
V. Darstellung und Begründung der Ergebnisse gegenüber dem Auftraggeber 69
E Modifikationen der Beispielrechnung 70
I. Alternative Berechnung ohne Staffelmieten 70
II. Alternative Berechnung mit Wechsel von preisgebundener zur Vergleichsmiete 70
3. Abschnitt: Leistungsfähigkeit und Grenzen des cash-flow-orientierten Ertragswertverfahrens 73
A Eignung für spezielle Wertermittlungszwecke 73
I. Marktpreisermittlung 73
II. Immobilientypen und Nutzungsarten 73
III Wertschätzung entsprechend individueller Renditeerwartungen 74
B. Basis für weitere Rechnungen 75
I. Renditeberechnung 75
a) Statische Verfahren 75
b) Dynamische Modelle 75
II. Prognose der Wertentwicklung 76
III. Liquiditätsplanung und Finanzierungen 77
IV. Benchmarking 78
V. Immobilien in Unternehmensbesitz 79
a) Unternehmensbewertung 79
b) Vollständige Finanzpläne 80
C Überprüfbarkeit von Gutachten 80
D Anwendungsprobleme 81
I. Ermittlung einer geeigneten Datenbasis 81
a) Handhabung der Variablenvielfalt 81
b) Kalkulation des Immobilienzinssatzes 82
II. Komplexitätsreduktion 83
III. Auswirkungen von Fehlprognosen 83
E Abschließende Wertung 85
Anhang XIII
Zusammenfassung XXI
Quellenverzeichnis XXII
Lebenslauf XXXI
Eidesstattliche Erklärung XXXIII

Arbeit zitieren:
Metzner, Steffen Mai 1998: Immobilienbewertung mit einem cash-flow-orientierten Ertragswertverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
cash flow, Immobilien, Bewertung, Rendite, Ertragswert

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