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Immobilienbewertung im Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie

Am Beispiel einer Ferienanlage auf Teneriffa

Immobilienbewertung im Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Scholz, Jutta Müller
  • Abgabedatum: September 1999
  • Umfang: 144 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2565-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2565-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2565-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Michael Scholz, Jutta Müller September 1999: Immobilienbewertung im Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Umwelt, Immobilienbewertung, Qualitätsmanagement, Tourismus

Diplomarbeit von Michael Scholz, Jutta Müller

Einleitung:

Das Interesse dieser Diplomarbeit gilt der Bewertung einer großräumigen, nicht ganz alltäglichen Tourismusanlage. Dabei erwächst der Anspruch ökologische und ökonomische Gesichtspunkte in Einklang zu bringen. Hierbei sollten gewachsene soziale Strukturen, der Schutz bestimmter Pflanzenarten und Lebensformen ebenso im Vordergrund stehen, wie der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Um in dieses Thema tiefer einsteigen zu können, mussten Erfahrungen an einem Ort gesammelt werden, dessen Leben hauptsächlich durch den Tourismus bestimmt wird.

Durch einen Kooperationsvertrag der Fachhochschule Frankfurt mit der Gesellschaft „Jardin Rural del Sur S.L.” auf Teneriffa konnten wir während eines achtwöchigen Aufenthaltes vor Ort der Materie näherkommen. Das von einem seit dreißig Jahren auf Teneriffa lebenden Mallorquiner gegründete Projekt „Jardin Rural” steht im Zeichen des alternativen Tourismus, der jedoch nicht mit „Ökosandalen” und einer „Hippiementalität” in Verbindung gebracht werden soll.

Diese neue sanfte Art des Tourismus soll eine homogene Einheit der betroffenen Personengruppen bilden. Nicht nur die Natur steht hier im Vordergrund, sondern jeder kleinste Teil soll gleichwertig seinen Nutzen aus dem Projekt ziehen. Für dieses Modell wurde seitens des Initiators der Name „turismo integrado”- integrierter Tourismus- geprägt, der rechtlich geschützt ist.

Durch Besuche in touristisch erschlossenen Gebieten wie Playa de las Américas oder Los Cristanos konnten wir uns ein Bild über die negativen Seiten des wirtschaftlichen Aufschwunges und der Auswüchse des Tourismus machen, die eine Gegenüberstellung mit der beschriebenen Softtourismusanlage vereinfachte.

Die bislang erlangten Grundlagen im Bereich Grundstückswertermittlung waren für einen Teil der Ausarbeitung wichtig.

In der Hauptsache musste man sich jedoch mit Themenbereichen aus verschiedenen Studienbereichen auseinandersetzen. Hierbei war es wichtig, betriebswirtschaftliches Denken ebenso zu berücksichtigen, wie die Einflüsse der Kultur und verschiedener Umweltfaktoren. Durch dieses interdisziplinäre Arbeiten konnten objektive Sichtweisen geformt werden, die bei der Erstellung der Diplomarbeit hilfreich waren.

Gang der Untersuchung:

Im Ursprung sollte in dieser Diplomarbeit eine Tourismusanlage bewertet werden. Jedoch wurde sehr schnell klar, daß reine mathematische Formeln oder Vergleichswerte hier nicht greifen würden. So entschlossen wir, uns die Themenstellung etwas komplexer zu gestalten. Basierend auf der Frage „Wie wirtschaftlich und nachhaltig ist eine Ferienanlage ohne die dazugehörige Landschaft?” haben wir eine Checkliste erarbeitet. Zunächst wurden die Einflußgrößen derer, die an einem solchen Projekt beteiligt sind, ausfindig gemacht. Das heißt, es gibt drei Interessengruppen an einer Ferienanlage. Da wäre zum einen der Investor, der aus wirtschaftlicher Sicht ein solches Projekt betrachtet. Zum anderen sind da die Einheimischen, die von dem Urlaubstreiben der Fremden ganzjährig und über lange Zeit hinweg beeinflußt werden.

Als dritte Gruppe sind schließlich die Touristen zu nennen, die für einen kurzen Zeitraum Erholung suchen. Jede der drei Gruppen hat ihre eigenen Interessen. Anhand eines Punktekataloges, in welchem alle gleichermaßen berücksichtigt sind, lässt sich herausfinden, ob eine Ferienanlage langfristig den Idealen einer „alternativen Tourismusanlage” entspricht. Nur wenn der Punktespiegel auf einem hohen Niveau ausgeglichen ist, also alle Beteiligten annähernd die gleichen Ergebnisse erzielen, dann kann man von einem zufriedenstellenden Resultat reden. Letztenendes läßt sich mit dieser Checkliste ein Qualitätsstandard aufbauen, der weltweit übertragbar ist. Denn überall wo Tourismus betrieben wird, gilt es, eine Natürlichkeit und Ursprünglichkeit zu bewahren, sowie das problemlose Miteinander mit der einheimischen Bevölkerung nachhaltig zu ermöglichen.

Bestehende Ferienanlagen lassen sich nach den Gesichtspunkten des integrierten Tourismus bewerten und neue Anlagen könne gezielter geplant werden.

Den größten Teil der Diplomarbeit nimmt die Bewertung der Ferienanlage aus Sicht des Investors in Anspruch. Hierbei wurden drei Bewertungsmethoden mit verschiedenen Miet -und Kostenansätzen berücksichtigt. Aufgrund der Tatsache, daß zum Zeitpunkt der Diplomarbeit noch nicht mit dem Bau der Ferienanlage begonnen wurde, stellten wir anhand des Residualwertverfahrens und des Discounted-Cash-Flow Verfahrens eine für den Investor wichtige Renditeberechnung auf. Als dritte Berechungsgrundlage wurde eine Ertragswertberechnung durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis:

0. Einleitung 1
1. Integrierter Tourismus 3
1.1 Problem Tourismus 3
1.2 Analyse der Einflußfaktoren 5
1.3 Aufgabenstellung 5
1.4 Lösungsweg am Beispiel Teneriffa 5
2. Die Kanarischen Inseln 8
3. Teneriffa 9
3.1 Geographie 9
3.2 Wirtschaft 10
3.3 Verkehr 11
3.4 Verwaltungsaufbau 11
3.5 Geschichte 12
3.6 Die Guanchen 13
3.7 Bevölkerung 14
3.8 Soziale Probleme 15
3.9 Landschaft 16
3.10 Klima 16
4. Tourismus 18
4.1 Entwicklung 18
4.2 Wirtschaftliche Bedeutung 20
4.3 Auswirkungen 21
5. Beschreibung des Projektes 23
5.1 Makrolage 23
5.2 Mikrolage 24
5.2.1 Das Grundstück allgemein 24
5.2.2 Ist - Situation 25
5.2.3 Planvorhaben 30
6. Rechtliche Gegebenheiten 36
6.1 Eigentumsrecht 36
6.1.1 Immobilienerwerb in Spanien 36
6.1.2 Was ist bei Immobilienkaufverträgen zu beachten? 36
6.1.3 Anfallende Kosten beim Erwerb einer Immobilie 37
6.1.4 Erwerb von Teileigentum 40
6.2 Baurecht 41
6.2.1 Planungsaufbau 41
6.2.2 Die Urbanisation 43
6.3 Wasserrecht 44
7. Bewertung 47
7.1 Der Gastgeber 47
7.1.1 Bewertungsparameter des Gastgebers 47
7.1.2 Ökonomischer Gedanke und Identität 47
7.1.3 Ökologischer Gedanke 50
7.1.4 Absichten im Projekt „Jardin Rural“ 53
7.2 Der Investor 56
7.2.1 Bewertungsparameter des Investors 56
7.2.2 Absichten im Projekt „Jardin Rural“ 57
7.2.3 Der Immobilienmarkt auf Teneriffa 60
7.2.3.1 Allgemeine Marktsituation 60
7.2.3.2 Baukosten 61
7.2.3.3 Vergleichspreise für unbebaute Grundstücke 61
7.2.3.4 Vergleichspreise für Fincas, Appartements und Wohnungen 63
7.2.3.5 Marktsituation für Büroräume 65
7.2.3.6 Mietpreise für Ferien-Appartements 66
7.2.4 Berechnungen 66
7.2.4.1 Gesetzliche Grundlagen und Definitionen 67
7.2.4.2 Ertragswertverfahren 68
7.2.4.3 Discounted-Cash-Flow Verfahren 72
7.2.4.4 Residualwertverfahren 75
7.2.4.5 Erläuterung der Berechnungen 80
7.2.4.6 Modellrechnungen 83
7.2.4.7 Beurteilung der Berechnungsergebnisse 89
7.3 Der Tourist 90
7.3.1 Touristentypen 90
7.3.2 Bewertungsparameter des Touristen 92
7.3.3 Der Tourist im Projekt „Jardin Rural“ 93
7.4 Schnittmenge Integrierter Tourismus 95
8. Integrierter Bewertungsrahmen 96
8.1 Der Weg zur Bewertung des Integrierten Tourismus 96
8.2 Bewertungsbogen 101
9. Übertragbarkeit 103
10. Agenda 21 105
11. Resümee 108

Arbeit zitieren:
Michael Scholz, Jutta Müller September 1999: Immobilienbewertung im Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Umwelt, Immobilienbewertung, Qualitätsmanagement, Tourismus

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