Immobilienanlagen im Private Banking
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Rosemarie Denk-Schumann
- Abgabedatum: August 2000
- Umfang: 85 Seiten
- Dateigröße: 505,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3114-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3114-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3114-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Denk-Schumann, Rosemarie August 2000: Immobilienanlagen im Private Banking, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Portfolio, Financial Planing, Real Estate Management, Immobilienanlagen, Private Banking
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Diplomarbeit von Rosemarie Denk-Schumann
Problemstellung:
Private Banking – ein Geschäftsfeld, das für Banken hohe Rentabilität bei geringem Risiko verspricht. In Verbindung mit den hohen Wachstumsraten, die für das Marktvolumen in diesem Segment prognostiziert werden, erscheinen die Aussichten mehr als erfolgversprechend. So ist es nicht verwunderlich, dass der Wettbewerb um die Gunst der vermögenden Privatkunden von Jahr zu Jahr zunimmt.
Diese einseitige Sichtweise vernachlässigt jedoch die vielfältigen Veränderungen auf Seiten der Nachfrager und damit einhergehend für die Kreditinstitute. Die Kunden sind informierter, kritischer, preis- und auswahlbewußter und orientieren sich zunehmend mehr an der Rendite einer Anlage. Für die Banken bedeutet dies schon seit längerem eine Verschiebung von problemlosen, losgelöst von der Gesamtsituation des Kunden verwalteten „Stand-alone“-Depots zu integrierten, komplexen Betreuungsaufgaben. Diese neuen Anforderungen müssen auch für den Bereich der Immobilienanlagen gelten, in dem sie bisher nur unzureichend beachtet wurden. Vor allem bedarf es der Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen und Konzepte für ein ganzheitliches Immobilienmanagement der privaten Vermögensportfolios.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick des Private Banking-Marktes und stellt grundlegende Ansätze für ein „Private Real Estate Management“ vor.
Private Banking als strategisches Geschäftsfeld für deutsche Großbanken hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Unterschiede in den angebotenen Leistungen nehmen ständig ab, so dass eine Unterscheidung immer mehr in Richtung Servicequalität, persönliche Betreuung und Mehrwertschaffung durch die intellegente Bündelung von Dienstleistungen geht. Besonders in der Anlagekategorie Immobilien wurden diese Aspekte noch nicht berücksichtigt und verwirklicht.
Die vorliegende Diplomarbeit gibt zunächst einen Überblick des Private Banking-Marktes in Hinsicht auf dessen Akteure. Im zweiten Abschnitt erfolgt die Vorstellung des immobilienspezifischen Angebotes an Produkten und Dienstleistungen sowie daran anknüpfend die Darstellung der Notwendigkeit einer Einbindung derselben in die ganzheitliche Betreuungsorientierung des Financial-Planning-Ansatzes. Mit den Auswirkungen bei einer Realisierung des zuvor erarbeiteten Konzeptes eines Private Real Estate Managements befaßt sich abschließend der dritte Abschnitt.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Index | VIII | |
| 1. | Abschnitt: Der Markt des Private Banking | 1 |
| A. | Anbieter von Private Banking Leistungen | 2 |
| I. | Privatbanken | 2 |
| II. | Großbanken | 3 |
| B. | Vermögende Privatkunden als Nachfrager | 4 |
| I. | Abgrenzung der Private Banking-Kunden | 4 |
| a) | Theoriebezogene Darstellung des Kundenstammes | 4 |
| b) | Praxisbezogene Erfassung des Kundenpotentials in Deutschland | 6 |
| II. | Kundensegmentierung innerhalb des gehobenen Privatkundengeschäfts | 7 |
| a) | Segmentierung nach Bedürfnissen | 8 |
| b) | Segmentierung nach Lebensphasen und Lifestyles | 9 |
| III. | Kundenziele hinsichtlich der Anlage | 10 |
| a) | Basisziele des Magischen Anlagedreiecks | 10 |
| 1. | Sicherheit | 11 |
| 2. | Rentabilität | 11 |
| 3. | Liquidität | 12 |
| b) | Weiterführende primäre Ziele vermögender Privatkunden | 13 |
| 1. | Steuerliche Optimierung | 13 |
| 2. | Altersvorsorge | 14 |
| IV. | Kundenerwartungen an die Bank | 15 |
| a) | Persönliche Beziehung | 16 |
| b) | Service- und Beratungsqualität | 17 |
| c) | Performance | 18 |
| d) | Diskretion und Sicherheit | 18 |
| e) | Image | 19 |
| 2. | Abschnitt: Immobilienspezifisches Leistungsangebot im Private Banking | 20 |
| A. | Produktorientierung | 21 |
| I. | Standardisierung des Produktangebotes | 22 |
| a) | Direkte Immobilienanlage | 22 |
| 1. | Immobilienvermittlung | 22 |
| 2. | Immobilienverwaltung | 23 |
| b) | Indirekte Immobilienanlagen | 23 |
| 1. | Immobilienfonds | 25 |
| i) | Offene Immobilienfonds | 25 |
| ii) | Geschlossene Immobilienfonds | 27 |
| 2. | Immobilienaktien | 27 |
| c) | Innovative Immobilienanlageformen | 28 |
| II. | Individualisierung des Produktangebotes | 28 |
| B. | Betreuungsorientierung | 30 |
| I. | Grundlegende strategische Entwicklungsansätze | 30 |
| a) | Erweiterung des Magischen Dreiecks der Vermögensanlage | 30 |
| 1. | Financial Planning | 31 |
| 2. | Wealth Management | 33 |
| 3. | Fun und Lifestyle | 34 |
| b) | Maßgeschneiderte Exklusivlösungen | 34 |
| c) | Der Privatkundenbetreuer als Schlüsselfigur | 35 |
| 1. | Anforderungen an das Profil des Kundenbetreuers | 35 |
| i) | Fachliche Kompetenz | 35 |
| ii) | Soziale Kompetenz | 36 |
| 2. | Anforderungen an die Arbeitsbedingungen des Kundenbetreuers | 37 |
| II. | Operative Umsetzung im Bereich der Immobilienanlagen | 39 |
| a) | Immobilienspezifisches Mitarbeiterprofil | 39 |
| 1. | Aquisition von Immobilienspezialisten | 39 |
| 2. | Aus- und Weiterbildungsinitiative im Immobilienbereich | 40 |
| b) | Private Real Estate Management | 41 |
| 1. | Durchführung des Konzeptes bei direkten Immobilienanlagen | 42 |
| i) | Erhebung der Anlageziele/immobilienspezifischen Ziele des Kunden | 42 |
| ii) | Analyse des bestehenden Immobilienportfolios | 43 |
| iii) | Entwicklung und Umsetzung einer Investmentstrategie | 44 |
| 2. | Einordnung der indirekten Immobilienanlagen in das Konzept | 45 |
| 3. | Abschnitt: Folgen einer ganzheitlichen Immobilienbetreuung im Private Banking | 47 |
| A. | Auswirkungen auf die Beziehung Kunde – Bank | 47 |
| I. | Mehrwert für den Kunden | 47 |
| II. | Vorteile für die Bank | 48 |
| B. | Auswirkungen auf die Leistungserstellung | 49 |
| I. | Eigenleistungen | 49 |
| II. | Kooperationen zur Erweiterung der eigenen Leistungsfähigkeit | 50 |
| C. | Auswirkung auf die Einnahmen der Bank | 52 |
| Schlußbemerkung | 55 | |
| Anhang 1: Erbschaften in Deutschland | LVII | |
| Anhang 2: Immobilienlebenszyklusbezogene Dienstleistungen | LVIII | |
| Abstract | LIX | |
| Quellenverzeichnis | LX | |
| Lebenslauf | LXVIII | |
| Eidesstattliche Erklärung | LXIX |
Die aufgezeigten Produkte und Angebote können im Einzelfall auf die persönlichen Interessen des Anlageinteressenten zugeschnitten werden, was auch zunehmend prktiziert wird. Zum Beispiel bietet im Bereich des unmittelbaren Erwerbs von Immobilienvermögen die Deutsche Grundbesitz, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, mit dem Anspruch einheitlicher Regie exakt geschneiderte Komplettlösungen für den Direktinvestor unter dem Slogan „geplant, gebaut, vermarktet, betreut“117 an. Eine andere maßgeschneiderte Beteiligungsform, die zwischen Direktanlage und Fonds steht, ist das Private Placement - hinsichtlich der Vertriebsform eine recht junge Anlagekategorie. Hierbei werden ein oder einige wenige Immobilienobjekte in eine Personengesellschaft eingebracht, welche dann einer begrenzten Zahl von Anlegern direkt und privat zur Zeichnung angeboten wird. [...]
Innovationen auf dem Gebiet der Immobilienanlagen sind bisher kaum anzutreffen, jedoch werden sich Banken in Zukunft auch auseinandersetzen müssen. Einen Anfang machte die Privatbank Berenberg mit Zertifikaten auf europäische Immobilienaktien. Eingang fanden hier vor allem englische und spanische, jedoch keine deutschen Immobilienaktiengesellschaften. Ein erfolgreich kreiertes neues Produkt kann bei gutem Marketing zu einer erheblichen Imagesteigerung und Abhebung von Mitkonkurrenten um die Gunst des Kunden führen. Auch werden die Banken wegen der erhöhten Markttransparenz gezwungen sein, ihr Angebot für Drittprodukte der Konkurrenz zu öffnen, wie dies unabhängige Finanzdienstleister bereits tun.116 In diesem Zusammenhang werden besonders Haftungsfragen an Relevanz gewinnen und detailliert zu klären sein. [...]
Das Angebot an Immobilienaktien, also Anteilen an Unternehmen, die im Immobiliensektor operieren, ist in Deutschland derzeit noch recht niedrig. Die existierenden deutschen Immobilienaktien korrelieren aufgrund ungenügender Informationen über den Immobilienbestand der Gesellschaften, anstatt mit den Entwicklungen auf den Immobilienmärkten, stark mit den Aktienindizes und weisen eine hohe Risikoprämie aus.113 Das Bankhaus Ellwanger & Geiger erstellte 1995 den DIMAX, den deutschen Immobilienaktienindex, indem nur Gesellschaften enthalten sind , deren Umsätze bis zu 90% aus dem Immobiliengeschäft114 stammen. Einige der bekanntesten und bezogen auf das Grundkapital größten sind die Allgemeine Anlagenverwaltung AG (95,9 Mio DM), die Concordia Bau und Boden AG (65,0 Mio DM), die GWBAG Bayerische Wohnungs AG (65,0 Mio DM), die MG Vermögensverwaltungs AG (91,0 Mio DM) und die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG (318,2 Mio DM). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832431143
Arbeit zitieren:
Denk-Schumann, Rosemarie August 2000: Immobilienanlagen im Private Banking, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Portfolio, Financial Planing, Real Estate Management, Immobilienanlagen, Private Banking



