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Imagetransfer

Eine wirtschaftsimagologische Betrachtung zu Möglichkeiten und Grenzen

Imagetransfer
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jochen Hensle
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 130 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6290-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6290-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6290-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hensle, Jochen September 2002: Imagetransfer, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Marke, Markentransfer, Image

Diplomarbeit von Jochen Hensle

Einleitung:

Derzeit werden über 50.000 Markenprodukte in Deutschland angeboten und diese Zahl erhöht sich jährlich um ca. 4.000 neue. Hiervon werden über 3.500 mit mehr als einer Millionen Euro pro Jahr beworben. Eine Floprate zwischen 70% und 95% bestätigt die deutlich wahrnehmbaren Veränderungen im Konsumentenverhalten. Die Kunden des 21. Jahrhunderts sind sehr viel kritischer und wählerischer gegenüber neu eingeführten Produkten geworden.

Aber nicht nur das Konsumentenverhalten unterliegt einer stetigen Veränderung, sondern ist vielmehr Ausdruck des sich ändernden Markenumfelds.

Die zu einem Großteil gesättigten Märkte, der erhöhte Wettbewerbsdruck, die daraus resultierende Schwierigkeit, sich aktiv gegenüber dem Wettbewerb abzugrenzen und der Drang nach mehr Individualität durch den Konsumenten sind nur einige Faktoren, welche die Unternehmen mit ihren Marken vor enorme Probleme und Herausforderungen stellen. Das Überangebot an Informationen jeglicher Art führt zusätzlich zu einer Überforderung des Konsumenten, der nur etwa 3% davon wahrnehmen kann. Um dieser gesunkenen Aufnahmebereitschaft des Kunden gerecht zu werden und dennoch wirkungsvoll für neue Produkte werben zu können, verfolgen die Hersteller häufig die Strategie des sogenannten Imagetransfers. Hierbei soll das Vertrauen der Verbraucher in eine etablierte erfolgreiche Marke durch den Transfer des Markennamens bzw. des dahinter stehenden Images auf die neuen Produkte übertragen werden.

Die vorgelegte Arbeit hat das Ziel, einen Überblick über die gängigen Theorieansätze und die praktische Relevanz zu dem Themenkomplex Image und Imagetransfer zu geben. Auf Grundlage dieser Ausarbeitung sollen offene Fragen und Probleme aufgezeigt werden, welche als Ausgangspunkt für weiterführende interdisziplinäre Forschungsprojekte dienen können.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. MARKENTERMINUS 2
1.1 Die Marke und ihre Ursprünge 2
1.2 Definition der Marke 4
1.2.1 Juristischer Definitionsansatz 5
1.2.2 Funktionen und Merkmale von Marken 6
1.3 Zusammenhang von Marke und Image 9
1.4 Schlussbetrachtungen zur Marke 10
2. DAS MARKENIMAGE 12
2.1 Definition des Images 13
2.1.1 Allgemeiner Definitionsansatz 14
2.1.2 Markengeprägter Definitionsansatz 15
2.1.2.1 Identitätsgestaltung, Image, Markenpersönlichkeit 16
2.2 Das Konsumentenverhalten 18
3. DER IMAGETRANSFER 22
3.1 Definition des Imagetransfers 23
3.1.1 Psychologischer Definitionsansatz des Imagetransfers 25
3.1.2 Wesentliche Merkmale des Imagetransfers 26
3.2 Imagetransferstrategien 27
3.2.1 Produktaufladung durch den Transfer eines unabhängigen Images 27
3.2.2 Übertragung des Firmen- bzw. Markenimages auf ein neues Produkt 29
3.2.2.1 Identifikationsstrategie 30
3.2.2.2 Integrationsstrategie 31
3.2.2.3 Desintegrationsstrategie 33
3.2.2.4 Isolationsstrategie 33
3.2.3 Imagetransfer zwischen unterschiedlichen Produktklassen 35
3.2.4 Product Line Extension und Diversifikationsstrategie 36
3.2.5 Sponsoring – Transfer des Erfolgs 38
3.2.6 Transfer auf ein Nachfolgeprodukt 43
3.2.7 Der weitgreifende Imagetransfer 44
3.2.7.1 Imagetransfer durch gemeinsamen Produkt-Marken-Auftritt 47
3.3 Mögliche Zielsetzungen des Imagetransfers 48
3.3.1 Die Reduktion von Markteintrittsbarrieren 49
3.3.2 Die vereinfachte Erschließung von (Auslands-) Märkten 53
3.3.3 Die Erhöhung der Marketingeffizienz 53
3.3.4 Die Ausbeutung einer Marke 54
3.3.5 Imagetransfer zur Unterstützung der Marke 56
3.3.6 Werbemöglichkeit trotz Werbebeschränkung 57
3.3.7 Der Schutz des Markenzeichens 58
3.3.8 Die Steigerung des immateriellen Firmenwertes 58
3.4 Imagetransfer und seine Blüten 59
3.4.1 Verwechslung oder der ungewollte Transfer 60
3.4.2 Imagetransfer durch gemeinsamen Produkt-Marken-Auftritt 62
3.4.3 Imagetransfer durch Piraterie und Plagiate 66
3.4.4 Die Lizenzierung 68
3.4.5 Schadensbilanz des ungewollten Imagetransfers 69
3.4.6 Imagetransfer und Markenterrorismus 71
3.5 Imagetransfer im Marketing-Mix 72
3.5.1 Produktpolitik 73
3.5.2 Kommunikationspolitik 75
3.5.3 Preispolitik 77
3.5.4 Distributionspolitik 79
3.6 Erfolgsprognosen des Imagetransfers 80
3.6.1 Zusammenhang zwischen Marken- und Konsumentenpersönlichkeit; Transfermodell nach Schweiger 81
3.6.2 Bestimmung der Kongruenz zwischen Stamm- und Transferprodukt 82
4. SCHLUSSBETRACHTUNG ZUM IMAGETRANSFER 85
Glossar 88
LITERATURVERZEICHNIS 94
ANHANG: 111

Automatisiert erstellter Textauszug:

ð Entfall der Namenssuche durch bereits eingeführte Markennamen Der vielleicht profan und nebensächlich erscheinende Punkt der Namensgebung nimmt vor allem dann Gestalt an, wenn man sich vor Augen führt, wie viele markenrechtlich geschützte Namen bereits in die Patentrollen eingetragen sind und welcher zeitliche Aufwand getrieben werden muss (bis zu zwei Jahren) um einen neuen Namen abgesichert einführen zu können. Bedenkt man den finanziellen Schaden, der aus einer voreiligen Namensgebung resultieren kann, wird dies zusätzlich verständlich. M. Gotta treibt die Prägnanz noch auf die Spitze, indem er sagt: „Es ist nicht die Kampagne, nicht das Design, nicht die PR-Aktivität, nicht die Verkaufsförderung, nicht der Preis, ja noch nicht einmal das Produkt selbst, das unveränderbar ist, es ist einzig und allein der Name, der nach einer Einführung nie wieder änderbar ist!“.136 Die Namensfindung beschränkt sich außerdem nicht nur auf die reine [...]

Kaufbereitschaft, Gewinn, Deckungsbeitrag etc.), sondern die Wirkung des Relaunch auf den Konzern DaimlerChrysler, die Marke Mercedes-Benz oder die verschiedenen Baureihen. Um auf die möglichen Transfereffekte zurückzukommen, muss man den Blick auf die marketingseitigen Vorteile richten. Wer profitiert von der Wiederbelebung? Geht es tatsächlich nur um die Abschöpfung des erstarkenden Luxussegments? Oder sind es auch die Imagetransfereffekte auf die DaimlerChrysler abzielt? Eine abschließende Beantwortung dieser Fragen kann nur mittels einer ausführlichen Studie gegeben werden (und wie sich im weiteren Verlauf dieser Arbeit herausstellen wird, ist auch dies ein durchaus aufwendiges und schwieriges Unterfangen). In jedem Fall sind Beweggründe, welche Imagetransfereffekte mit ins Kalkül ziehen, nachvollziehbar und sollen im Weiteren aufgezeigt werden. Liest man einige Ausführungen in Pressemitteilungen, Broschüren und Statements zum Maybach aus dem Hause DaimlerChrysler, so sticht dem Leser die permanente Präsenz der Marke Mercedes-Benz als auch des Konzernnamens DaimlerChrysler ins Auge. Fasst man die Kerneigenschaften des Maybach zusammen, so ist auch hier die Verwandtschaft mit Mercedes-Benz typischen Charakterzügen deutlich erfahrbar. Während die Marke Maybach für: [...]

Teilaspekten der Kommunikationspolitik, versucht man bei der indirekten Einflussnahme vorrangig andere Personen als die eigentliche Zielgruppe zusätzlich zu informieren123 und damit den Erfolg auf mehrere Produkte oder Unternehmensbereiche zu übertragen. Durch die Einführung der Marke Maybach sind mir diese weitreichenden Zusammenhänge deutlich vor Augen getreten, weswegen ich dies auch als Beispiel anführen möchte. Zum Konzern DaimlerChrysler gehörend, jedoch als selbstständige strategische Geschäftseinheit operierende Produktausprägung, gehört der Maybach zu den exklusivsten Fahrzeugen, welche derzeit im Markt angeboten werden. Die Frage nach den Beweggründen, ein solches Segment in Zukunft zu bedienen, stellt sich natürlich. Worauf es mir in diesem Abschnitt ankommt, ist weniger die Frage nach den ökonomisch messbaren Größen (Segmentgröße, [...]

Arbeit zitieren:
Hensle, Jochen September 2002: Imagetransfer, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Marke, Markentransfer, Image

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