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Imageanalyse von Wellnessmineralwässern

Am Beispiel von Markus Body & Soul, Nestlé Wellness, Rauch Nativa Active, Römerquelle Emotion, Vöslauer Balance

Imageanalyse von Wellnessmineralwässern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Elisabeth Ort
  • Abgabedatum: März 2004
  • Umfang: 164 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8130-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8130-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8130-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ort, Elisabeth März 2004: Imageanalyse von Wellnessmineralwässern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Image, Einstellung, Österreich, Mineralwasser, Polaritätsprofil

Diplomarbeit von Elisabeth Ort

Zusammenfassung:

Dem Boom von Wellness-Produkten kann man sich heutzutage in Österreich nur schwer entziehen. Vom Wellness-Weekend im Thermenhotel, Wellness-Kosmetikartikel, Wellness-Joghurts, Wellness-Kleidung bis hin zur Wellness-WC-Anlage in Shopping Zentren (z.B. im Millenium Tower in Wien) werden gewisse Produktgruppen vom Marketing immer mehr mit dem Wort Wellness verbunden.

So geschieht es auch bei alkoholfreien Getränken, dass es anscheinend nicht mehr reicht, ein Mineralwasser mit Geschmack zu sein, sondern der prickelnde Genuss wird in der Werbung angepriesen mit Assoziationen wie Emotion, Balance, Body&Soul, Wellness, Light etc. Die Absatzzahlen, vor allem im Marktsegment der Wellness Mineralwässer, verzeichneten im Sommer 2003 ein Umsatzplus, von denen andere Branchen nur träumen können. Doch warum ist dem so? Kaufen wir mit diesen Produkten ganz bewusst das Image beziehungsweise die Illusion der Wellness dazu? Oder erleichtern die Rezipienten ihre Geldbörsen deshalb gerne, weil es einfach nur schmeckt?

Diesem kontroversen Thema möchte ich mich anhand einer empirischen Untersuchung wissenschaftlich widmen: Imageanalyse von Wellness Mineralwässern, am Beispiel von Römerquelle Emotion, Vöslauer Balance, Rauch Nativa active, Markus Body & Soul, Almdudler guarana light und Nestlé Wellness.

Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Wasser ganz allgemein wird der Versuch der Klärung der Begriffe Image und Wellness unternommen. Anschließend werden ausgehend von der Systemtheorie in der Kommunikationswissenschaft anhand einer schriftlichen Befragung, die mit zwei Vergleichsgruppen zu jeweils 40 Personen (n1=40 Sportliche Personen, n2=40 Nicht Sportliche Personen) in Wien vom 12.12.2003 bis 10.01.2004 durchgeführt wurde, die entwickelten Hypothesen verifiziert bzw. falsifiziert.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Produkte, die bekannt sind und konsumiert werden, einen besseren Imagewert erhielten, als jene, die unbekannt sind. Führende Imagewerte haben die Submarken Römerquelle Emotion und Vöslauer Balance. Positiv bewertet wurde auch der Imagewert der Produkte von Rauch Nativa Active. Markus Body&Soul sowie Nestlé Wellness konnten sich aufgrund der niedrigeren Bekanntheit eher im Mittelfeld der semantischen Differenziale positionieren. Am schlechtesten wurde Almdudler Light bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
1.1 Kulturgeschichte von Mineralwasser 5
1.2 Aufgaben von Wasser im Körper 7
1.3 Lebenselixir Nr. 1 = Wasser als Ware? 7
2. Begriffsdefinitionen 9
2.1 Image 9
2.1.1 Image versus Einstellung 11
2.1.2 Markenimage 13
2.1.2.1 Markenaufbau 14
2.1.2.2 Markenpositionierung 15
2.1.2.3 Markenidentität 17
2.1.2.4 Markenpersönlichkeit 18
2.1.2.5 Markenbekanntheit 18
2.2 Mineralwasser 19
2.2.1 Natürliches Mineralwasser 19
2.2.2 Quellwasser 20
2.2.3 Tafelwasser 20
2.2.4 Abgefülltes Trinkwasser 21
2.2.5 Heilwasser 21
2.3 Wellness 21
2.3.1 Wellness Mineralwässer oder Functional Mineralwässer 22
2.3.2 Wellness Getränke Segmente 23
2.3.3 Differenzierung zwischen Functional Drinks und Functional Food 24
2.3.4 Konsumfalle „Wellness“ 26
2.3.5 Exkurs: Functional Drinks je nach Geschlecht 28
2.3.6 Exkurs: weitere Konsumtrends 29
2.3.6.1 Light 29
2.3.6.2 Fitness 29
2.3.6.3 Bio 29
2.3.6.4 Novel Food 29
2.3.6.5 Convenience 30
2.3.6.6 Ethnic 30
2.4 Gesetzliche Bestimmungen 30
3. Imagetheoretischer Ansatz in der Kommunikationswissenschaft 31
3.1 Sozialwissenschaftliche Wurzeln der Image-Konzepte 31
3.2 Systemtheoretischer Image-Ansatz 34
3.3 Image ist 38
4. Untersuchungsgegenstand - Wellness Mineralwässer 39
4.1 Der Österreichische Mineralwassermarkt 39
4.2 Marktanteile der Mineralwasserhersteller in Österreich 40
4.3 Marktanteile von Wellnessgetränken 40
4.4 Gesetzliche Regelungen des österreichischen Mineralwassermarkts 42
4.4.1 Codex Alimentarius Austriacus 42
4.4.2 Lebensmittelkennzeichnung 43
4.4.3 Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln 43
4.4.3.1 Angabe 44
4.4.3.2 Nährstoffe 44
4.4.3.3 Nährwertbezogene Angabe 44
4.4.3.4 Wirkungsbezogene Angabe 45
4.4.3.5 Gesundheitsbezogene Angabe 45
4.4.3.6 Angaben bezüglich einer Wirkungsverbesserung 45
4.4.3.7 Angabe bezüglich der Reduzierung eines Risikofaktors 45
4.5 Mineralwasserbestandteile 46
4.5.1 Nährwertangaben von Wellness Mineralwässern 47
4.6 Mineralwasser Pro-Kopf-Konsum 49
4.7 Imagewandel von Mineralwasser 50
4.7.1 Heilwasser 50
4.7.2 Elitegetränk 51
4.7.3 Wellnesswässer 51
4.7.4 Zuckerwasser 53
5. Forschungsfragen 54
6. Hypothesen 55
7. Operationalisierung 56
7.1 Schriftliche Befragung 56
7.2 Untersuchungsgegenstand 56
7.3 Datenerhebung 59
7.3.1 Variable Sportlich/Nicht Sportlich 59
7.3.2 Korrelation Forschungsfragen und tatsächliche Erhebung durch den Fragebogen 64
7.3.3 Polaritätsprofile 68
7.4 Adaptierung des Fragebogens 70
8. Ergebnisse und statistische Auswertung der Befragung 71
8.1 Demografische Erhebung 71
8.1.1 Alter, Geschlecht 71
8.1.2 Bildung, Berufstätigkeit 71
8.1.3 Wohnsitz 72
8.2 Variable Sportlich/Nicht Sportlich 72
8.3 Konsum von Wellness Mineralwässern 74
8.4 Spontane Begriffsassoziation „Wellness Mineralwasser“ 77
8.5 Unterschiede im Konsum von Antialkoholischen-Getränken 81
8.6 Bewusstsein über Inhaltsstoffe und Kilokalorie von Wellness Mineralwässern 83
8.7 Image von Wellness Mineralwässern 85
8.7.1 Allgemeine Bewertung von Wellness Mineralwässern 85
8.7.2 Spezielle Image von Wellness Mineralwässern 86
9. Resümee und Schlussbetrachtung 95
10. Zusammenfassung 97
11. Literaturverzeichnis 98
12. Abbildungsverzeichnis 103
13. Tabellenverzeichnis 104
14. Anhang 105
Pretest
Fragebogen
SPSS Tabellen
Polaritätsprofile
Lebenslauf

Automatisiert erstellter Textauszug:

felwässer für zukunftsträchtiger, da man sich durch sie dem Image des „Krankengetränks“, das dem Mineralwasser anhaftete, entziehen konnte.“74 4.7.2 Elitegetränk Es gab jedoch auch Zeiten (Ende des 19. Jahrhunderts), in denen Mineralwässer einen Preis und ein Image vergleichbar mit Champagner gehabt haben mussten und nur für eine kleine, wohlhabende Minderheit der Aristokratie und der großbürgerlichen Elite zugänglich gewesen sind. Dieser Renaissance einer beginnenden Wassereuphorie standen in der beginnenden Neuzeit auch viele Wasserskeptiker gegenüber. Stellvertretend dafür, kann das 1905 von Pater Johann Donat Holzmann erschienene „Buch für Kranke und Gesunde“ das den Titel „Wasserfreund“ trägt und den „verehrungswürdigen Aerzten (…) in Furcht und Ehrfurcht“ gewidmet ist, erwähnt werden. Kurärzte, die teures Mineralwasser verschreiben, scheinen dem k.k. Hofkapellan kontraproduktiv zu seinem Ansinnen, dass Leute Alkohol abschwören sollen und Wasser trinken sollen, zu sein. „Wunderbar! dass man ganz etwas anderes als Wasser zu trinken glaubt, wenn man Mineralwasser trinkt. – In der That, es macht unser Philosophie keine besondere Ehre, daß man Mineralwässer verordnen muß, um uns zum Wassertrinken zu bewegen; - es sieht ungefähr aus, als wenn wir noch in der Kindheit wären, wo man uns die Arznei in Bisciut und Lebkuchen bringen musste. Es diene daher zur Nachricht, dass ich keine Mineralwässer verordne. – Wer Geld hat, der trinke sie.“75 [...]

4.7.1 Heilwasser Wie Gerald Josef Fleck in seiner Diplomarbeit über den „Heil- und Mineralwassermarkt in Österreich“ resümiert, hat sich das Image von Mineralwasser stark geändert: „Jahrelang (bis zum Mineralwasser- bzw. Tafelquellwasserboom in den siebziger Jahren) wurden Mineralwässer im Sog therapeutischer Erwartungen lanciert. Es wurde daher eine Segmentierung nach Zielgruppen durchgeführt. Man bediente sich des Begriffes der Heilwirkung. Auf Grund der Unsicherheiten um die schwindende Gesundheit und die verschiedenen krankheitsbedingten Störungen im körperlichen Wohlbefinden hatten plötzlich emsige Gutachter und Rechtsbeistände Hochkonjunktur, als es vor allem darum zu gehen schien, jeder noch so bescheidenen fließenden Quelle besondere Heilwirkungen zu attestieren. In dieser Zeit (sechziger Jahre) was das Mineralwasser vor allem in Österreich schon immer ein sehr beliebtes Erfrischungsgetränk (…) In Westösterreich hingegen stieg der Mineralwasserverbrauch durch den zunehmenden Touristenstrom (…) erst an. Allerdings war es um die Heilwirkung dieser Quellen nicht so gut bestellt, sodaß viele Prozesse verloren wurden und ernüchternde Einsichten um das Verbraucherverhalten und die Trinkmotivationen eintraten. Aus diesen Gründen kam es zu Anfang der siebziger Jahre zu einem Umdenken in der Getränke- bzw. Mineralwasserbranche. Man hielt plötzlich die Ta50 [...]

fikant höhere Flüssigkeitsaufnahme auf. (Im Mittel 861 ml/d bei Frauen, bei Männern 734 ml/d) Auch die Verteilung der verschiedenen Getränkearten ist unterschiedlich. Diese Tatsache schlägt sich besonders bei alkoholischen Getränken nieder, die eine klare Männerdomäne darstellte. Hier interessant ist jedoch, dass Wasser, bei Frauen und Männern die größte Menge der verzehrten Flüssigkeit ausmachen. Frauen trinken nach Wasser am häufigsten Tee und Kaffee. Alkoholfreie Getränke wie Vitaminsäfte bzw. Limonaden folgen. Bei Männern belegen alkoholische Getränke den zweiten Platz, nach Wasser. Gefolgt von Kaffee und erst an vierte Stelle stehen klassische nichtalkoholische Getränke wie Limonaden und Tee. In dieser Studie nicht detailliert auf die Art des konsumierten Wassers eingegangen. Ob es sich um Leitungswasser, Mineral- oder Tafelwasser etc. handelt, geht daraus nicht hervor. [...]

Arbeit zitieren:
Ort, Elisabeth März 2004: Imageanalyse von Wellnessmineralwässern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Image, Einstellung, Österreich, Mineralwasser, Polaritätsprofil

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