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Identitätsentwicklung in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung sozialer Einflüsse

Identitätsentwicklung in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung sozialer Einflüsse
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Bettina Langegger
  • Abgabedatum: Oktober 2007
  • Umfang: 194 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • Bibliografie: ca. 100
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0756-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Langegger, Bettina Oktober 2007: Identitätsentwicklung in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung sozialer Einflüsse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Identität, Attachment, Selbstwert, Beliebtheit, Adoleszenz

Magisterarbeit von Bettina Langegger

Einleitung:

Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit entstand aus einer Reihe von Überlegungen. Primär interessierte mich, wie die Identitätsentwicklung von Jugendlichen in der Adoleszenz, die zeitgleich mit der Pubertät beginnt, vonstatten geht. Gerade die Adoleszenz ist eine Phase der menschlichen Entwicklung, in der es zu großen Umwälzungen, Entscheidungen und auch Unsicherheiten kommt. Die Eltern der Jugendlichen verlieren langsam an Einfluss, während der Freundeskreis und die Gruppe der Gleichaltrigen langsam an Einfluss gewinnen.

Gut untersucht wurden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Zusammenhänge z.B. zwischen der Bindung zu den Eltern, der elterlichen Beziehungsqualität und Depressionen bei den Jugendlichen. Auch Zusammenhänge zwischen der Bindung zu den Eltern und Substanzmissbrauch in der Adoleszenz, sowie Zusammenhänge zwischen der Identitätsentwicklung nach Erikson und Depressionen wurden erforscht.

Wichtige Ergebnisse dieser Studien waren unter anderem, dass die Beziehungsqualität der Eltern einen Einfluss auf die Entwicklung von Depressionen bei Jugendlichen hat, dass eine sichere Bindung zu den Eltern auf Seiten der Jugendlichen mit einem höheren Selbstwert einhergeht und dass eine weiter entwickelte Identität normalerweise auch mit einer besseren psychosozialen Anpassung und geringeren Depressionswerten einhergeht.

Dass die Gleichaltrigengruppe in der Adoleszenz eine wichtige Rolle spielt wird in der Literatur oft erwähnt. Wie sich aber die Beziehungen zu den Gleichaltrigen auf die Identitätsentwicklung -und damit auch auf die Entwicklung einer ‚stabilen’ Persönlichkeit- auswirken, wurde bis jetzt nur ansatzweise bearbeitet. Auch Erikson, der eine Theorie der psychosozialen Entwicklung aufstellte, die weiter unten besprochen wird, sprach im Zusammenhang mit Identität (mit deren Entwicklung er sich beschäftigte) von der ‚gesunden Persönlichkeit’. Seine Theorie einleitend meinte er folgendes:

„Das menschliche Wachstum soll hier unter dem Gesichtspunkt der inneren und äußeren Konflikte dargestellt werden, welche die gesunde Persönlichkeit durchzustehen hat und aus denen sie immer wieder mit einem gestärkten Gefühl innerer Einheit […] hervorgeht…“.

Dem obigen Zitat entsprechend war Erikson der Meinung, dass sich auch die Identität durch Krisen und Konflikte entwickelt und stabilisiert.

Um auf Einflüsse der Gleichaltrigengruppe auf die Identitätsentwicklung zurückzukommen, so kann man sagen, dass diese in zweierlei Richtungen denkbar sind:

Einerseits wäre es möglich, dass das Vorhandensein von guten Freunden oder einer Peergroup, in der man sich wohl fühlt, als protektiver Faktor (gegen Depressionen, Unsicherheiten, etc.) fungiert und einem Jugendlichen über die möglichen Probleme der Adoleszenz hinweghilft. Die in der Literatur gefunden Ergebnisse zu diesem Thema sind nicht eindeutig: In einer Studie von Tarrant et al. konnte nachgewiesen werden, dass Jugendliche, die sich mit einem Freundeskreis identifizieren konnten, ein höheres Selbstbewusstsein hatten.

In einer Studie von Margolese, Markiewicz und Doyle, in der der Zusammenhang zwischen der Beziehungsqualität zu den Eltern, besten Freunden und dem oder der PartnerIn und Depressionen empirisch erforscht wurden, konnte jedoch eine unsichere Bindung zum besten Freund oder bester Freundin nicht mit Depressionen in Zusammenhang gebracht werden.

Meeus wiederum konnte anhand einer Studie zeigen, dass Jugendliche, die von ihren Peers mehr Unterstützung erhielten als andere, eine weiter entwickelte Identität hatten.

Die Ergebnisse könnten so gedeutet werden, dass eine sichere Beziehung zum Freundeskreis zwar durchaus positive Folgen (wie etwa einen höheren Selbstwert) nach sich zieht, dass aber gleichzeitig eine unsichere Bindung zu Freunden nicht notwendigerweise mit massiven Problemen, wie etwa depressiven Symptomen, einhergehen muss.

Weiters, auf der Seite der negativen Einfüße der Peergroup, ist es oft der Fall, dass gerade unsichere Jugendliche auch unter den Normen und Vorstellungen der Gleichaltrigengruppe zu leiden haben, dass sie unter Konformitätsdruck leiden. Jaffe hat unter anderem darauf hingewiesen, dass das Selbstkonzept der Jugendlichen stark von der Peergroup, den Vergleichen mit diesen und den Rückmeldungen, die von Seiten anderer Jugendlicher kommen, abhängt. Wenn Jugendliche von den Gleichaltrigen nicht anerkannt werden, kann dies zu einer schmerzvollen Erfahrung werden.

Anhand der oben kurz dargestellten Überlegungen ist es wahrscheinlich, dass die Gruppe der Gleichaltrigen auch einen maßgeblichen Einfluss auf die Identitätsbildung im Verlauf der Adoleszenz hat. Um ein wenig Licht in die vielfältigen Zusammenhänge zwischen sozialen Einflüssen und der Identitätsentwicklung von Jugendlichen zu bringen, wurde die vorliegende Diplomarbeit konzipiert.

Problemstellung:

Die Fragestellung dieser Diplomarbeit kann man also wie folgt formulieren:

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Beziehung zu der Gruppe der Gleichaltrigen und der Identitätsentwicklung (und damit auch auf das psychische Wohlbefinden und die Stabilität, die gesunde Persönlichkeit) in der Adoleszenz?

Relevante Aspekte:

Da die Beziehungen zu den Gleichaltrigen nach Rubin, Bukowski und Parker mit Beginn der Adoleszenz an subjektiver Bedeutung für den Jugendlichen zunehmen, um gegen Ende der Adoleszenz wieder etwas an Bedeutung zu verlieren und da die Identitätsentwicklung besonders in der mittleren bis späten Adoleszenz forciert wird, wird in dieser Arbeit besonders auf die mittlere Adoleszenz Bezug genommen werden- eine Zeit, in der sowohl der Einfluss der Peergroup stark ist, als auch die Identitätsentwicklung langsam in Gang kommt.

Zuzüglich zu der Frage des Zusammenhangs zwischen der Identitätsentwicklung und der Peerbeziehungen, will ich in dieser Arbeit ergründen in welcher Weise dieser Zusammenhang entsteht- d.h. in welcher Weise die Gleichaltrigen auf den einzelnen Jugendlichen einwirken und dies im Lichte relevanter Theorien beleuchten.

Auch die Beziehungen zu den Eltern werden in die Betrachtung mit einbezogen, da diese sich sowohl auf die social skills der Jugendlichen als auch auf das psychosoziale Wohlergehen und die Identitätsentwicklung auswirken.

Weiters wird der Frage, in wie weit der Selbstwert der Adoleszenten mit sozialen Beziehungen auf der einen und mit der Identitätsentwicklung auf der anderen Seite zusammenhängt, nachgegangen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
THEORETISCHER TEIL
1. Allgemeine Fragestellungen 4
2. Adoleszenz 5
2.1 Entwicklungen während der Adoleszenz 5
2.2 Psychosoziale Probleme in der Adoleszenz 7
2.3 Selbstkonzept und Selbstwert in der Adoleszenz 8
2.4 Bedeutung und Einfluss der Familie 10
2.4.1 Beziehung der Eltern 11
2.4.2 Bindung zu den Eltern 11
2.5 Kontextfaktoren 13
3. Identität 13
3.1 Stabilisierung von Identitäten 15
3.2 Eriksons Identitätsbegriff 16
3.2.1 Stufen der psychosozialen Entwicklung 17
3.2.2 Identitätsentwicklung 20
3.3 Marcias Konzept 22
3.4 Empirische Untersuchungen 25
3.4.1 Zu Eriksons Theorie 25
3.4.2 Untersuchungen zu den Identitätsdomänen 27
3.4.3 Untersuchungen zu den 4 Identitätsstatus 27
3.4.3.1 Persönlichkeitsmerkmale 27
3.4.3.2 Geschlechtsunterschiede 31
3.4.3.3 Interessen 32
3.4.4 Verteilung der Status 32
3.4.5 Stabilität der Identitätsstatus 32
3.4.6 Gründe für eine Identitätsstatusveränderung 34
3.4.7 Identität, Bindung und Beziehungen zur Umwelt 36
3.5 Zusammenfassung 39
3.6 Messinstrumente 41
3.6.1 Interviews nach Marcia (1993) 41
3.6.2 Revision des Extended Objective Measure of Ego Identity Status (EOMEIS-2- R) nach Bennion und Adams (1986) 41
3.6.3 Ego Identity Process Questionnaire (EIPQ) nach Balistreri, Busch-Rossnagel und Geisinger (1995) 42
3.6.4 Utrecht-Groningen Identity Development Scale (U-GIDS) nach Meeus (1996) 43
4. Beziehungen zu Gleichaltrigen 44
4.1 Freundschaften von Kindheit bis Adoleszenz 47
4.1.1 Geschlechtsunterschiede 47
4.2 Crowds 48
4.3 Gruppen, Cliquen und Netzwerke 49
4.4 Soziometrie 49
4.5 Social Identity Theory (SIT) 53
4.6 Soziale Vergleiche 55
5. Einfluss von Gleichaltrigen auf die Identitätsentwicklung 57
5.1 Annahmen über die Zusammenhänge zwischen der Beziehung zu den Gleichaltrigen und dem Identitätsstatus 59
EMPIRISCHER TEIL
1. Fragestellungen 62
2. Methodik 65
2.1 Versuchsplan 65
2.2 Untersuchungsstichprobe 66
2.3 Messinstrumente und Materialien 67
2.3.1 Identitätsstatus 67
2.3.2 Beziehung zu Eltern und Freunden 71
2.3.3 Selbstwert 73
2.3.4 Selbstkonzept der Beliebtheit und Wichtigkeit der Meinung anderer 74
2.3.5 Häufigkeit und Art der Vergleiche mit anderen Jugendlichen 75
2.3.6 Vorhandensein und Größe des Freundeskreises 76
2.3.7 Soziodemographische Fragen 77
2.4 Durchführung der Untersuchung 78
3. Hypothesen 78
4. Ergebnisse 82
4.1 Stichprobenbeschreibung 82
4.2 Überprüfung der Hypothesen 84
4.2.1 Identität 84
4.2.1.1 Verteilung der Identitätsstatus 84
4.2.1.2 Exploration und Commitment 88
4.2.1.3 Übereinstimmung der beiden Instrumente 94
4.2.1.4 Geschlechtsunterschiede in den Identitätsstatus 95
4.2.1.5 Verteilung der Identitätsstatus in verschiedenen Altersgruppen 96
4.2.1.6 Unterschiede zwischen den Schultypen 97
4.2.1.7 Differentialpsychologische Betrachtung der Identitätsstatus 98
4.2.2 Beziehungen zu Eltern und Freunden 106
4.2.2.1 Geschlechtsunterschiede 107
4.2.2.2 Altersunterschiede 109
4.2.2.3 Zusammenhänge 109
4.2.3 Selbstwert 110
4.2.3.1 Geschlechtsunterschiede 111
4.2.3.2 Selbstwert in verschiedenen Altersgruppen 111
4.2.3.3 Zusammenhänge 113
4.2.4 Selbstkonzept der Beliebtheit 116
4.2.4.1 Geschlechtsunterschiede 116
4.2.4.2 Altersunterschiede 116
4.2.4.3 Offene Frage 117
4.2.5 Wichtigkeit der Meinung anderer 118
4.2.5.1 Geschlechtsunterschiede 118
4.2.5.2 Altersunterschiede 118
4.2.6 Soziale Vergleiche 119
4.2.6.1 Geschlechtsunterschiede 119
4.2.6.2 Altersunterschiede 120
4.2.6.3 Offene Frage 121
5. Diskussion 123
6. Zusammenfassung 138
7. Ausblick und Reflexion 142
8. Literaturverzeichnis 145
9. Anhang 158

Textprobe:

Kapitel 3.4.7, Identität, Bindung und Beziehungen zur Umwelt:

Es ist nahe liegend Zusammenhänge zwischen der Identitätsentwicklung und der Bindung zu den Eltern zu erheben- allein da es einen Identitätsstatus, die übernommene Identität, gibt, dessen besonderes Merkmal das Übernehmen von Anschauungen und Orientierungen ist, die von wichtigen Bezugspersonen offeriert werden.

Marcia stellte die Vermutung an, dass eine sichere Bindung zu den Eltern das Erreichen der erarbeiteten Identität fördern sollte, da sicher gebundene Adoleszente genug Selbstbewusstsein haben, um frei zu explorieren. In dem Sinne konnten Meeus, Oosterwegel und Vollebergh bei Kindern nachweisen, dass eine sichere Bindung dazu führt, dass die Kinder ihre Umwelt mehr erforschen als unsicher gebundene Kinder. Marcia berichtete außerdem, dass Jugendliche im Status des Foreclosure eine enge Beziehung zu ihren Eltern hätten.

Matos und Barbosa meinten allerdings, dass bisherige Forschungen eine Vorhersage des Identitätsstaus anhand der Bindungsqualität nicht eindeutig unterstützen konnten. In ihrer Untersuchung konnte nur der Status der übernommenen Identität durch die Bindung zu den Eltern vorhergesagt werden. Allerdings dürfte diese allgemein positive Beziehung zu den Eltern mit Trennungsangst und Unsicherheit assoziiert sein:

„Our findings also show that relational anxiety is important in predicting identity foreclosure, both in girls and boys. Indeed, the parent-adolescent relationships associated with identity foreclosure seem to be characterized by high levels of separation anxiety and dependence, suggesting that foreclosure is related to emotional enmeshment with parents, as found in other studies.“ Matos et al. konkludieren, dass ein hohes Ausmaß an Trennungsangst exploratives Verhalten- aus Angst die Eltern zu verlieren- unterbindet.

Marcia beschrieb neben der bereits erwähnten positiven Beziehung von Jugendlichen im Foreclosure zu ihren Eltern, dass während die Jugendlichen im Status der Diffusion über die größte Distanz zu ihren Familien berichteten, Jugendliche im Moratorium und im Achievement ihren Eltern gegenüber relativ kritisch eingestellt waren und über Konflikte mit ihren Familien beschrieben.

Eine Interpretation dieser Ergebnisse, die in die Richtung geht, dass die Beziehungsqualität zwischen den Eltern und Jugendlichen mit der Identitätsentwicklung zusammenhängt, ist nahe liegend. So scheint es wahrscheinlicher, dass Jugendliche, die eine positive Beziehung zu ihren Eltern haben, deren Einstellungen übernehmen, im Vergleich zu Jugendlichen, die ihren Eltern gegenüber kritisch eingestellt sind und deren Meinungen und Verhaltensweisen hinterfragen. Dies muss aber nicht bedeuten, dass sich alle Jugendlichen mit einer positiven Beziehung zu ihren Eltern im Status der übernommenen Identität befinden.

Von diesen Ergebnissen kann man nach Waterman nicht auf eine Kausalbeziehung zwischen der Beziehung zu den Eltern und dem Identitätsstatus der Jugendlichen schließen. Es wäre denkbar, dass es für Eltern auch einfacher ist eine unterstützende Beziehung zu den Kindern aufzubauen, wenn diese sich stark mit den Eltern identifizieren und auch deren Verhalten nicht aktiv hinterfragen.

Reis und Youniss weisen darauf hin, dass wechselseitige Beziehungen zwischen der Umwelt und dem Individuum wesentlich für die Identitätsentwicklung sind. Identität wird über das Feedback von anderen Personen (Familie und Peers) und Institutionen (z.B. Schule) konstruiert. Reis und Youniss interpretierten die Daten ihrer Studie, in der sie die Zusammenhänge zwischen der Identitätsentwicklung und den Beziehungen zu Müttern und Freunden anhand von Faktoren wie Kommunikation, Konflikte, Vermeidung und Unterstützung untersuchten, dahingehend, dass eine negative Identitätsentwicklung, sprich ein Wechsel von einem ‚höheren’ zu einem ‚niedrigeren’ Status (also etwa vom Achievement zum Moratorium), mit überdauernden Konflikten mit Freunden und fehlender Kommunikation mit Müttern im Zusammenhang steht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Adoleszenz ein sensibler Punkt für die Identitätsentwicklung ist, und dass hierbei neue Kontexte (wie etwa der Kontext der Schule und der Gleichaltrigen) bedeutungsvoll werden.

Weiters verweisen Forscher darauf, dass unterschiedliche Beziehungen für die Entwicklung unterschiedlicher Identitätsbereiche wichtig sind. Die Untersuchung von Meeus et al. konnte belegen, dass die Beziehungen zu Freunden sich besonders auf die soziale Identität und die Freizeitgestaltung auswirken, während die Beziehungen zu den Eltern einen Einfluss auf schulische beziehungsweise berufliche Aspekte der Identität haben.

Auch Adams und Marshall (1996) verweisen auf die Einflüsse des sozialen Systems auf die Identitätsentwicklung. Sie kommen hierbei zu folgendem Schluss:

„Identity is a social-psychological construct that reflects social influences through imitation and identification processes and active self-construction in the creation of what is important to the self and to others.” In dieser Definition des Identitätsbegriffs wird deutlich, dass die persönliche Identität einerseits selbst konstruiert und somit auch selbst wähl- und lenkbar ist, dass andererseits aber sie und die „Identitätswahlen“, die man im Verlauf der Zeit trifft, nicht unabhängig von sozialen Einflüssen und den Möglichkeiten, die man in der sozialen Umwelt vorfindet (etwa der Kultur und der Schichtzugehörigkeit), zu sehen sind.

Arbeit zitieren:
Langegger, Bettina Oktober 2007: Identitätsentwicklung in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung sozialer Einflüsse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Identität, Attachment, Selbstwert, Beliebtheit, Adoleszenz

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