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Hydraulisch-hydrochemische Charakterisierung der Grundwasser im Untergrund der Stadt Oppenheim

Hydraulisch-hydrochemische Charakterisierung der Grundwasser im Untergrund der Stadt Oppenheim
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Volker Gehrmann
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 12,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0968-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0968-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0968-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gehrmann, Volker Februar 1998: Hydraulisch-hydrochemische Charakterisierung der Grundwasser im Untergrund der Stadt Oppenheim, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Grundwasserverhältnisse im versiegeltem Stadtgebiet, problematischer Baugrund

Diplomarbeit von Volker Gehrmann

Zusammenfassung:

Das Arbeitsgebiet umfaßte den Altstadtbereich von Oppenheim, der von Untergrundeinbrüchen und Setzungsschäden betroffen ist. Unter der Altstadt befindet sich ein weitläufiges Kellersystem, daß über Jahrhunderte angelegt wurde. Diese historisch wertvolle Anlage ist oft mehrgeschossig ausgebildet und teilweise durch ein Gangsystem miteinander verbunden. Ein Faktor der Setzungsschäden und Einbrüche ist der Einfluß von Wässern auf den Löß, der den Baugrund in Oppenheim darstellt und der durch die Kelleranlagen destabilisiert ist.

Ziel der Diplomarbeit war es, die hydrogeologischen Verhältnisse im Altstadtbereich zu erfassen. Ein Ansatz dabei war die geologische Aufnahme des Anstehenden, die Informationen konnten durch Bohrungen der Grundwassermeßstellen und Brunnen gewonnen werden. Daneben wurden die hydraulischen Parameter kf-Wert und Transmissivität mit Pumpversuchen an Grundwassermeßstellen und Brunnen ermittelt. Zur Erfassung der hydraulischen Parameter zählte ebenfalls die wöchentliche Messung der Grundwasserstände, in Kombination mit den Niederschlagsdaten sollte ein Zusammenhang von Niederschlägen und Grundwasserganglinie erstellt werden. Ein weiterer Faktor war die chemische Analyse der grundwasserführenden Schichten. Die Probennahme erfolgte an den Brunnen und Grundwassermeßstellen. Mit diesen drei Ansätzen sollte die Ausbildung der hydrogeologischen Untergrundverhältnisse dargestellt werden, wobei der Einfluß von Störungen ebenfalls berücksichtigt wurde, da Störungen die Grundwasserverhältnisse beeinflussen können. Oppenheim liegt am westlichen Oberrheingrabenrand, aufgrund dieser geologischen Situation ist von einem durch Störungen beeinflußten Untergrund auszugehen.

Die Untersuchungen ergaben für den Oppenheimer Altstadtbereich zwei grundwasserführende Schichten. Als oberen Grundwasserleiter können die Kalksteine des Kalktertiärs (Hydrobien-, Corbicula- Cerithienschichten/Landschneckenkalke) betrachtet werden. Diese grundwasser- führenden Schichten sind Kluft/Karstgrundwasserleiter. Im Hangenden dazu steht Löß an, der Chemismus der Sickerwässer wird durch den Löß und die Kalksteine geprägt. Mittels PIPER- und Vertikaldiagrammen konnten für die Wässer ein höherer Hydrogencarbonat- und Nitratgehalt nachgewiesen werden, dieser begründet sich durch den anthropogenen Eintrag von Düngemitteln aus den intensiv genutzten Hanglagen (Weinbau) westlich von Oppenheim. Im Liegenden dazu stehen die trennenden Süßwasserschichten an mit unterschiedlichem Grundwasserchemismus. Diese Wässer sind geprägt durch niedrige Nitratgehalte und hohe Sulfatgehalte. Die Hauptkomponenten der Süßwasserschichten sind Tone und Schluffe, die Grundwasserführung erfolgt in Feinsandlagen/linsen in den Süßwasserschichten, die als Porengrundwasserleiter bezeichnet werden können. Der kf-Wert der Feinsande beträgt ca. 10-6 m/s. Im Altstadtbereich konnten sowohl die Wässer aus dem Kalktertiär als auch Wässer der Süßwasserschichten nachgewiesen werden. Mit Hilfe der chemischen Analysedaten konnten im Altstadtbereich daneben Wässer nachgewiesen werden, deren Chemismus nicht aus den Wässern des Kalktertiärs und der Süßwasserschichten rekonstruiert werden kann. Diese Wässer sind gekennzeichnet durch auffallend hohe Kalium/Chloridgehalte und beschränken sich auf den Bereich der Mainzer Straße und die Hasenbrunnengasse. Die Herkunft dieser Wässer wurde auf eine anthropogene Beeinflussung durch eine Leckage einer heute nicht mehr genutzten Zisterne im Innenstadtbereich zurückgeführt. Die Wässer dieser Zisterne weisen ebenfalls hohe Konzentrationen gelöster Stoffe auf, die die Grundwasserdaten begründen. Aufgrund der hydrogeologischen Ergebnisse ergeben sich für den Altstadtbereich Grundwasserverhältnisse, die eine Beeinflussung des Grundwassers auf den Baugrund Löß nicht ausschließen, da die Grundwasserstände zum Teil relativ nahe an der Oberfläche anstehen. Da im Innenstadtbereich hohe Sulfatgehalte auftraten, die geogenen Ursprungs sind und als betonaggressiv eingestuft wurden, ist dies bei einer Sanierung des Unter-grunds zu berücksichtigen, um eine Langzeitschädigung der Fundamente zu vermeiden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort/Historischer Überblick
Danksagung 1
Eidesstattliche Erklärung 2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung 3
1.2 Zielsetzung 4
1.3 Geographie und Geomorphologie des Untersuchungsgebietes 5
1.4 Die Geologie und Hydrogeologie des Oberrheingraben 7
1.5 Die Geologie und Hydrogeologie des Mainzer Becken 9
1.6 Die Geologie des Untersuchungsgebietes 12
1.7 Der Löß 15
1.7.1 Korngrößenspektrum 15
1.7.2 Mineralische Zusammensetzung 15
1.7.2.1 Der Kalkgehalt 15
1.7.2.2 Tonminerale 15
1.7.2.3 Quarz 16
1.7.2.4 Nebenkomponenten 16
1.7.3 Genese des Lösses 16
1.7.4 Der Löß als Baugrund 17
2. Grundlagen
2.1 Grundwasserhaushalt 19
2.1.1 Niederschlag 19
2.1.2 Evapotranspiration 19
2.1.3 Abfluß 20
2.2 Pumpversuche 21
2.3 Wasseranalysen 23
2.4 Physikalische Parameter 24
2.4.1 Der pH-Wert 24
2.4.2 Elektrische Leitfähigkeit 24
2.4.3 Redoxpotential und Sauerstoffgehalt 24
2.4.3.1 Berechnung des Eh-Werts 25
2.4.3.2 Berechnung des Eh-Werts für Mangan 25
2.4.3.3 Berechnung des Eh-Werts für Eisen 25
2.4.4 Die Aktivität 25
3. Methodik
3.1 Geologische Aufnahme 26
3.2 Hydrologie 26
3.3 Grundwasserchemismus 26
3.4 Bohrverfahren/ Bohrung der Grundwassermeßstellen 27
3.4.1 Das Minute Man Bohrgerät 27
3.4.1.1 Schneckenbohrverfahren 27
3.4.1.2 Kernbohrverfahren in Kombination mit der Außenverrohrung 27
3.4.1.3 Rollenmeißel in Kombination mit der Außenverrohrung 28
3.4.1.4 Grundwassermeßstellenausbau 28
3.4.2 Abbildungen zu den Bohrverfahren 29
3.5 Pumpversuche 30
3.5.1 Berechnung des kf-Werts aus der Fördermenge 30
3.5.2 Berechnung des kf-Werts im instationären Strömungszustand 31
3.5.3 Berechnung des kf-Werts aus der Wiederanstiegskurve 31
3.6 Grundwasserganglinien 32
3.7 Wasseranalysen 33
3.7.1 Feldmessungen 33
3.7.2 Laboruntersuchungen 34
3.7.3 Laboranalysegeräte 34
3.7.3.1 Spektralphotometer 34
3.7.3.2 Flammenspektrometer 34
3.7.3.3 Atom-Absorptionsspektrometer 35
3.8 Grundwasserprobennahme 36
4. Ergebnisse
4.1 Grundwassermeßstellen 39
4.1.1 Bohrprofile 40
4.1.2 Legende 45
4.1.3 Abbildungen zum Probenmaterial 46
4.2 Pumpversuche 49
4.2.1 Grundwassermeßstelle 1 51
4.2.2 Grundwassermeßstelle 2 51
4.2.3 Grundwassermeßstelle 4 52
4.2.4 Grundwassermeßstelle 5 52
4.2.5 Grundwassermeßstelle Feuerwehr, 2138 52
4.2.6 Grundwassermeßstelle Brunnen Marktplatz, Mainzer Str. 22 53
4.3 Grundwasserganglinien 54
4.3.1 Grundwasserganglinie der GWMSt 1 54
4.3.2 Grundwasserganglinie der GWMSt 2 54
4.3.3 Grundwasserganglinie der GWMSt 5, 2138, Feuerwehr, Altenwohnheim 55
4.4 Wasseranalyse 57
4.4.1 Physikalische Parameter 58
4.4.1.1 PH-Wert 58
4.4.1.2 Elektrische Leitfähigkeit 58
4.4.1.3 Temperatur 59
4.4.1.4 Redoxpotential und Sauerstoffgehalt 60
4.4.2 Chemische Parameter/Wasseranalyse 62
4.4.2.1 Ionenbilanz 62
4.4.2.2 Klassifizierung der Wasserproben/Wasseranalyse 63
4.4.2.3 Klassifizierung der Wasserproben (PIPER-Diagramm) 63
4.4.2.4 Klassifizierung der Wasserproben mittels Vertikaldiagramm in Anlehnung nach SCHOELLER 66
4.4.2.5 Jahreszeitliche Schwankungen von Wasserinhaltsstoffen 71
5. Diskussion und Interpretation
5.1 Geologische Aufnahme 73
5.1.1 Einteilung der Schichten: Grundwassermeßstelle 7 73
5.1.2 Einteilung der Schichten: Grundwassermeßstelle 8 74
5.1.3 Einteilung der Schichten: Grundwassermeßstelle 9 74
5.1.4 Einteilung der Schichten: Grundwassermeßstelle 10 74
5.1.5 Einteilung der Schichten: Bohrung 11 75
5.1.6 Vergleich der Bohrprofile 75
5.2 Pumpversuche 78
5.2.1 Grundwassermeßstelle 1 78
5.2.2 Grundwassermeßstelle 2 78
5.2.3 Grundwassermeßstelle 4 79
5.2.4 Grundwassermeßstelle 5 80
5.2.5 Grundwassermeßstelle Feuerwehr, 2138 80
5.2.6 Grundwassermeßstelle Brunnen Marktplatz 80
5.2.7 Grundwassermeßstelle Brunnen Mainzer Straße 22 80
5.3 Grundwasserganglinien 82
5.3.1 Grundwassermeßstelle 1, 2 82
5.3.2 Grundwassermeßstelle 5, Feuerwehr, Altenwohnheim und 2138 82
5.4 Wasseranalyse 84
5.4.1 Physikalische Parameter 84
5.4.1.1 Redoxpotential und Sauerstoffgehalt 84
5.4.2 Chemische Parameter 86
5.4.2.1 Ionenbilanz/Fehlerbetrachtung 86
5.4.2.2 Jahreszeitliche Schwankungen der Wasserinhaltsstoffe 89
5.5 Hydrogeologische Verhältnisse 90
5.6 Hydrogeologische Situation unter der Berücksichtigung der Störungen 96
6. Zusammenfassung 101
7. Ausblick 103
8. Literaturverzeichnis 105
8.1 Veröffentlichte Literatur 105
8.2 Unveröffentlichte Unterlagen 107
9. Anhang

Arbeit zitieren:
Gehrmann, Volker Februar 1998: Hydraulisch-hydrochemische Charakterisierung der Grundwasser im Untergrund der Stadt Oppenheim, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Grundwasserverhältnisse im versiegeltem Stadtgebiet, problematischer Baugrund

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