Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Humanvermögensrechnung im Strukturwandel zum wissensorientierten Unternehmen

Humanvermögensrechnung im Strukturwandel zum wissensorientierten Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Coors
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Darmstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7900-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7900-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7900-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Coors, Christian November 2003: Humanvermögensrechnung im Strukturwandel zum wissensorientierten Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Humankapital, Mitarbeiterbewertung, Unternehmensbewertung, Human Resource Accounting, Immaterielle Vermögensgegenstände

Diplomarbeit von Christian Coors

Einleitung:

Im Strukturwandel der Wirtschaft zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft, lassen sich starke Veränderungen im Aufbau und der Zusammensetzung von Unternehmen erkennen. Vergleicht man die Struktur der New-Economy, anhand des TecDax mit der Old-Economy, anhand des Dax 30 in ihrem Anlagevermögen und dem dazugehörigen Börsenwert, so stellt sich ein deutlicher Kontrast heraus. Die New-Economy ist vornehmlich in den aufstrebenden Sektoren der Informations- und Dienstleistungsbereiche wieder zu finden. Das Anlagevermögen der Old-Economy ist in der Regel sehr viel höher als das der New-Economy, die ihren Investitionsschwerpunkt im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände hat.

Dieser Vergleich macht deutlich, wie wichtig und notwendig immaterielle Güter, insbesondere das dazu zählende Humankapital (HK), für den Erfolg von Unternehmen in der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft sind. Die OECD untersucht seit Anfang der 1990er Jahre die Bedeutung von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere auch der beruflichen Bildung. Die starken Kursschwankungen der letzten Jahre an den weltweiten Finanzmärkten haben deutlich gezeigt, dass reine Umsatzzahlen heute nicht mehr ausreichen, um ein Unternehmen marktgerecht zu bewerten.

Die Erkenntnis, dass sich immaterielle Vermögensgegenstände zunehmend auf Unternehmenswachstum, Produktivitätssteigerung, Rentabilität und Vermögensbildung auswirken, lässt ihre Bedeutung für die Eingliederung in ein anerkanntes Berichtssystem immer wichtiger erscheinen. Wirtschaftszweige mit einer minimalen Sachanlage wie z.B. die Softwarebranche gehen dazu über, Mitarbeiterstatistiken in ihren Geschäftsberichten auszuweisen. Kennzahlen zu Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterfluktuation, Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung und Umsatz pro Mitarbeiter sollen dem Wert des Unternehmens zusätzlich Ausdruck verschaffen.

Der Nachteil, den diese Kennzahlen in sich bergen, gilt auch für die gesamte Finanzbuchhaltung in ihrer Vergangenheitssicht auf den geschaffenen Wert. Für die Ermittlung einer Wertschöpfung in der Zukunft ist die Sichtweise der Finanzbuchhaltung daher unbrauchbar.

Gerade für junge Unternehmen ist der Börsengang finanzpolitisch oft die einzige Möglichkeit, die steigende Attraktivität internationaler Kapitalmärkte zu nutzen, um sich größere Volumina an Finanzmitteln zu günstigen Konditionen beschaffen zu können. Mit einem Börsengang verbinden sich auch weitere Vorteile für das Unternehmen. So steigen der Bekanntheitsgrad und das Image des Unternehmens, aber auch für Führungskräfte und Führungskräftenachwuchs steigt die Attraktivität in einem solchen Unternehmen Karriere zu machen.

Mit dem Ziel einer einheitlichen Bewertung und der damit resultierender Vergleichbarkeit von börsennotierten Kapitalgesellschaften wird seit einigen Jahren die Vereinheitlichung der gängigen Rechnungslegungsinstrumente wie HGB, IFRS und US-GAAP auf das IFRS System, sowohl von Kapitalgebern als auch Kapitalnehmern angestrebt.

Vor dem soeben beschriebenen Hintergrund ist das Ziel dieser Arbeit zu bestimmen, inwieweit eine adäquate finanzielle Erfassung von HK für die Wirtschaftssubjekte möglich ist und sinnvoll erscheint. Weiterhin soll die Bedeutung einer Ausweisung von HK auf Wirtschaft und Gesellschaft skizziert werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis IV
Anhangsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Entwicklung der Bewertungsverfahren von Humankapital 3
1.3 Begriff und Wesen der Humanvermögensrechnung 6
1.4 Abgrenzung zum Social Accounting 8
2. Die Bedeutung von Humankapital 10
2.1 Humankapital in der Entwicklung zur globalen Weltwirtschaft 10
2.2 Humankapital als Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg 13
3. Grundlagen für die Bewertung von Humankapital 20
3.1 Grundgedanke und Konzept der Humanvermögensrechung 20
3.2 Humankapital in den Rechnungslegungsstandards 23
3.2.1 Grundlegende Problematik 23
3.2.2 Zielsetzung der Rechnungslegungsstandards 24
3.2.3 Leitlinien der Rechnungslegungsstandards 28
3.3 Messgrößen und Indikatoren von Humankapital 33
3.3.1 Anforderungen an Messsysteme 33
3.3.2 Ansätze für eine Messung 33
3.3.3 Grenzen einer Messung 36
3.3.4 Anforderungen in der Praxis 38
3.4 Grundlegende Modelle zur Bewertung von Humankapital 39
3.4.1 Inputorientiertes Modell 40
3.4.2 Outputorientiertes Modell 42
3.4.3 Vergleichswert-Modell 44
3.4.4 Indikator Modell 46
4. Humankapital in der externen Berichterstattung 48
4.1 Anforderungen für eine externe Berichterstattung 48
4.2 Anwendung von Humankapitalbewertung in der Praxis 51
4.2.1 Der Skandia Navigator 52
4.2.1.1 Ziele des Skandia Navigators 53
4.2.1.2 Aufgaben und Ziele der Bewertung 54
4.2.1.3 Aufgaben und Ziele der Navigation 55
4.2.1.4 IK-Management bei Skandia 57
4.2.1.5 Die Messung 57
4.2.1.6 Die Berechnung 59
4.2.2 Regierungsbemühungen in Dänemark 61
4.2.2.1 Die Entwicklung eines Intellectual Capital Statements 61
4.2.2.2 Leitlinien für Dänemark 62
4.2.2.3 Das Beispiel Carl Bro 63
4.2.3 DIN EN ISO 9001:2000 66
4.2.4 Humankapital Balanced Scorecard 67
4.2.4.1 Beispiel einer Humankapital Balanced Scorecard 69
4.2.4.2 Die Balance Scorecard bei der Deutschen Bank 70
4.2.5 Sonderstellung der Fußballvereine 71
4.3 Schlussbetrachtung 73
5. Zusammenfassung 76
Quellenverzeichnis 77
Literatur 77
Zeitschriften 84
Rechtsquellenverzeichnis 89
Interviews 90
Anhang 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Sinnvoll ist eine HVR allerdings nur, wenn die resultierenden Ergebnisse wesentliche Informationen enthalten, die nicht schon durch andere Quellen abgedeckt werden. Der Aufwand für eine HVR muss zudem erheblich geringer als der daraus zu erwartende Nutzen sein, um eine breite Akzeptanz und praktische Anwendung zu erwarten. Eine weitere Frage stellt sich hinsichtlich der Relevanz der verschiedenen Messverfahren in ihrer Objektivität und Treffgenauigkeit.158 Abgesehen von der Frage der Erstellung und Übermittlung können Informationen nur dann als wesentlich betrachtet werden, wenn sie von den Adressaten nachgefragt werden und sich auf einen relevanten Sachverhalt beziehen. Das heißt, sie müssen bedarfsorientiert sein.159 Im Verlauf der letzten 35 Jahre ist eine Vielzahl von Bewertungsmodellen entstanden, die jedoch zum Teil nur geringfügig von der jeweiligen grundlegenden Betrachtungsweise abweichen. Nachfolgende Abbildung soll eine Klassifizierung der Modelltypen verdeutlichen. [...]

Messkriterien werden nie vollkommen korrekt sein. In der komplexen Wirtschaftswelt wird es nie möglich sein, alle wichtigen Indikatoren zu erkennen und zu fassen. Indikatoren von HK sollten daher eher zum Erkennen von Strukturen für neue Wege und Aktivitäten dienen, die zur Ermittlung von Wertangaben über den Unternehmenserfolg führen.148 Dazu sollten sie nicht zu genau, aber auch nicht zu allgemein formuliert werden. Es sollte immer eine kreative Ausgewogenheit zwischen einem detailgetreuen Bewertungsmitte und einer abstrakteren Bewertungsebene aufrechterhalten werden.149 Es besteht sonst die Gefahr, sich in der Vielfalt von Bewertungen zu verlieren und den Versuch zu unternehmen, das wirklich Ungreifbare noch in Zahlen ausdrücken zu wollen.150 So wird deutlich, dass nicht die absolute Genauigkeit zum Hauptgrundsatz der HVR wird, vielmehr ist eine Entwicklung relativer Normen anzustreben.151 Bewertungsmodelle, die nur absolute Messgrößen zum Ergebnis haben, können nicht die Vergleichbarkeit der Ursache von Humankapitalbildung, bei der Bestimmung eines absoluten Humankapitalwertes gewährleisten. Gleiches gilt ebenfalls für den realen Wertzuwachs im Unternehmen.152 Bei einem Vergleich von absoluten Werten besteht die Gefahr, die einzelnen Zusammenhänge zu vernachlässigen. Nur ein relativer Vergleich führt die Beurteilung der unterschiedlichen Zielgruppen im Unternehmen zum richtigen Ergebnis. [...]

Die Richtlinien zur Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände (Intangible Assets) sind seit 1998 erstmals in IAS 38 beschrieben. Dieser Standard betrifft explizit alle nicht materiellen Wirtschaftsgüter, die nicht schon in anderen Standards behandelt worden sind. Geschäfts- oder Firmenwerte sind also beispielsweise nicht betroffen, wohl aber solche Faktoren wie Werbung und die öffentliche Meinung, Training, Kosten der Gründung und Ingangsetzung von Forschung und Entwicklung. Der Standard definiert einen immateriellen Vermögenswert als identifizierbaren, nicht monetären Vermögenswert ohne physische Substanz, der für die Herstellung von Erzeugnissen oder Erbringung von Dienstleistungen, die Vermietung an Dritte oder Zwecke der eigenen Verwaltung genutzt wird. Gemäß dieser Definition umfasst der Begriff auch Computersoftware, Patente, Urheberrechte, Lizenzen und Kundenlisten. [...]

Arbeit zitieren:
Coors, Christian November 2003: Humanvermögensrechnung im Strukturwandel zum wissensorientierten Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Humankapital, Mitarbeiterbewertung, Unternehmensbewertung, Human Resource Accounting, Immaterielle Vermögensgegenstände

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren