Humankapitalbewertung über Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen
Das Beispiel europäischer Luftfahrtunternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexandros Milanowski
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 119 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9748-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9748-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9748-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Milanowski, Alexandros März 2006: Humankapitalbewertung über Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Airline, Human Capital, Saarbrücker Formel, Unternehmenswert, Personalmanagement
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Diplomarbeit von Alexandros Milanowski
Problemstellung:
Im Wandel von einer industriellen zu einer Wissens- und Dienstleistungsökonomie ist eine der wichtigsten Ressourcen das Wissen. Das immaterielle Vermögen an den Produkten und Dienstleistungen entscheidet letztendlich, ob ein Wettbewerbsvorteil errungen und zukünftige Wertschöpfung erreicht werden kann.
Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter. Mit dieser Aussage wird die zunehmende Bedeutung der Mitarbeiter unterstrichen. Der Mensch muss daher als Kapital, in das es zu investieren gilt, gesehen werden anstatt als Kostenverursacher. Dieser Trend ist quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen festzustellen. Aus Sicht vieler Wissenschaftler setzt sich ein Unternehmenswert nicht nur aus dem reinen Bilanzvermögen zusammen.
Daneben werden Kundenbeziehungen, das Markenimage, Allianzen und das Humankapital als wertsteigernde Faktoren anerkannt. Neuerdings scheinen neben dem Unternehmen auch Kunden, Investoren, Analysten, Wirtschaftsprüfer und Controller auf den Mitarbeiter als Erfolgsfaktor aufmerksam geworden zu sein.
Unternehmen agieren dabei in vernetzten, immer globaler werdenden Märkten. Neue Absatz- und Arbeitsmärkte werden kontinuierlich erschlossen, die bei allen Beteiligten eine immer größer werdende Flexibilität und Mobilität sowie Innovation und Kreativität erfordern. Um auf diesen schnellen Wandel angemessen reagieren zu können, spielt der Mensch eine entscheidende Rolle. Dabei ist aber nicht nur das Wissen des einzelnen von Bedeutung, sondern auch dessen Fähigkeit, Bereitschaft und Möglichkeit, dieses einzusetzen.
Aus diesem Grund muss das Management der Unternehmen optimale Rahmenbedingungen und Anreizsysteme für die Mitarbeiter schaffen. Das Human Capital Management hat die Aufgabe, den Wert der Ressource Mensch zu steigern und zu erhalten. Um den Wert zu steigern, muss dieser erkannt und bestimmt werden. Wichtig scheint dabei, neben den klassischen quantitativen Messgrößen und Werten wie Mitarbeiterzahl, Personalkosten und Fluktuation, auch qualitative Faktoren wie Personalentwicklung und Motivation mit einfließen zu lassen. Diese sollen die oben genannte Fähigkeit, Bereitschaft und Möglichkeit, dass vorhandene Wissen anzuwenden und zu erweitern, widerspiegeln.
Die Frage, ob Humankapital gemessen werden soll, ist dabei beantwortet. Vielmehr geht es um das „wie“ der Messung. Vor dem Hintergrund, dass nicht nur das eigene Unternehmen an der Messung des Humankapitals interessiert ist, sondern auch Analysten, Kunden, künftige Allianzpartner und Wettbewerber, stellt sich die Frage nach einer externen Bewertung, die den Faktor Mensch, das Humankapital, berücksichtigt.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Arbeit wird analysiert, ob eine Humankapitalbewertung von Unternehmen über Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen möglich ist.
Darüber hinaus will diese Arbeit untersuchen, wie diese Unternehmen bewertet werden können und ob man nach einer generellen Ermittlungsmethodik vorgehen kann.
Die Praxisbeispiele der Luftfahrt-Konzerne Deutsche Lufthansa AG, British Airways Plc, Air France S.A. und KLM N.V. untersuchen, ob das Humankapital anhand der entwickelten Methoden ermitteln werden kann.
Der Abschluss der Arbeit zeigt auf, inwiefern eine Korrelation zwischen den extern ermittelten Humankapitalergebnissen und anderen wirtschaftlichen Kennzahlen der Unternehmen besteht.
Die Arbeit gliedert sich gemäß den im vorhergehenden Abschnitt formulierten Fragestellungen in vier essentielle Teile mit anschließendem Fazit.
Zunächst wird das Humankapital definiert und beschrieben. Die Humankapitalbewertung wird dabei in den Vordergrund gestellt und deren Nutzen in der Wirtschaft erläutert. Ebenfalls in diesem Kapitel wird die Entwicklung der Luftfahrt in Europa mit zukünftigen Trends aufgezeigt. Daraus resultierend wird die Relevanz der Humankapitalbewertung in der Luftfahrtbranche als hochdynamisches Marktsegment aufgezeigt. Außerdem werden hier Gründe veranschaulicht, warum besonders die Luftfahrt einem starken und schnellen Wandel unterworfen ist.
Das dritte Kapitel zeigt Ermittlungsmethoden für verschiedene Komponenten auf, die zur Humankapitalbewertung genutzt werden können. Dabei werden ausschließlich Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen herangezogen und ausgewertet.
Die praktische Umsetzung der Ermittlungsmethoden wird anhand der Luftfahrtunternehmen Deutsche Lufthansa AG, British Airways Plc, Air France S.A. und KLM N.V. dargestellt. Einige Komponenten werden in diverse Bewertungsformeln eingesetzt und das Humankapital der Unternehmen ermittelt.
Das fünfte Kapitel zieht ein Fazit und zeigt Anknüpfungspunkte zur weiteren Humankapitalbewertung auf.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | II |
| II. | Abbildungsverzeichnis | VI |
| III. | Tabellenverzeichnis | VII |
| IV. | Abkürzungsverzeichnis | IX |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 1.3 | Vorgehensweise der Untersuchung | 3 |
| 2. | Theoretische Ansätze zur Humankapitalbewertung in der Luftfahrtindustrie | 4 |
| 2.1 | Human Capital Management (HCM) | 4 |
| 2.1.1 | Definition des Begriffs Humankapital | 4 |
| 2.1.2 | Ansätze zum Human Capital Management | 7 |
| 2.1.3 | Humankapitalbewertung als wesentlicher Bestandteil des HCM | 9 |
| 2.1.4 | Klassifizierung verschiedener Ansätze zur HC-Bewertung | 10 |
| 2.1.4.1 | Aktuelle Klassifizierungen | 10 |
| 2.1.4.2 | Monetäre vs. Nicht-monetäre Wertmessung | 13 |
| 2.1.4.3 | Input- vs. Outputmodelle | 14 |
| 2.1.5 | Bedeutung des Humankapitals | 16 |
| 2.1.5.1 | Bedeutung für Unternehmen | 16 |
| 2.1.5.2 | Bedeutung für Mitarbeiter | 17 |
| 2.2 | Wettbewerb im Luftverkehr | 19 |
| 2.2.1 | Deregulierung des Luftverkehrs in den USA und Europa | 19 |
| 2.2.2 | Auswirkungen der Liberalisierung in Europa | 20 |
| 2.2.3 | Trends und Prognosen für den Luftverkehr in Europa | 21 |
| 2.3 | Nutzen der HC-Bewertung in einem hoch dynamischen Marktsegment Luftfahrt | 23 |
| 3. | Untersuchungsrahmen zur Messung über öffentlich zugängliche Quellen | 26 |
| 3.1 | Untersuchungsbasis | 26 |
| 3.2 | Ermittlungsmethoden von Berechnungskomponenten | 26 |
| 3.3 | Beschreibung und Ermittlung der Komponenten | 28 |
| 3.3.1 | Beschäftigtengruppen | 28 |
| 3.3.2 | Full Time Equivalent | 29 |
| 3.3.3 | Gehälter | 30 |
| 3.3.4 | Markt- und Buchwert | 31 |
| 3.3.5 | Wissensrelevanzzeit | 32 |
| 3.3.6 | Betriebszugehörigkeit | 33 |
| 3.3.6.1 | Unternehmensspezifische Betriebszugehörigkeit | 33 |
| 3.3.6.2 | Beschäftigtenspezifische Betriebszugehörigkeit | 35 |
| 3.3.7 | Personalentwicklungsmaßnahmen | 36 |
| 3.3.8 | Motivation | 37 |
| 3.3.8.1 | Commitment | 38 |
| 3.3.8.2 | Context | 41 |
| 3.3.8.3 | Retention | 42 |
| 4. | Anwendung auf europäische Luftfahrtunternehmen | 43 |
| 4.1 | Unternehmensunabhängige Ermittlung der Komponenten | 43 |
| 4.1.1 | Beschäftigtengruppen | 43 |
| 4.1.1.1 | Cockpit | 44 |
| 4.1.1.2 | Kabinen | 44 |
| 4.1.1.3 | Boden | 45 |
| 4.1.1.4 | Administration | 45 |
| 4.1.2 | Gehälter | 45 |
| 4.1.2.1 | Cockpit | 46 |
| 4.1.2.2 | Kabine | 47 |
| 4.1.2.3 | Boden | 47 |
| 4.1.2.4 | Administration | 47 |
| 4.1.3 | Wissensrelevanzzeit | 48 |
| 4.1.3.1 | Cockpit | 48 |
| 4.1.3.2 | Kabine | 49 |
| 4.1.3.3 | Boden | 50 |
| 4.1.3.4 | Administration | 51 |
| 4.1.4 | Betriebszugehörigkeit | 51 |
| 4.1.5 | Personalentwicklungsmaßnahmen | 52 |
| 4.1.6 | Motivation | 54 |
| 4.2 | Deutsche Lufthansa AG | 56 |
| 4.2.1 | Full Time Equivalent | 56 |
| 4.2.2 | Markt- und Buchwert | 58 |
| 4.2.3 | Betriebszugehörigkeit | 58 |
| 4.2.4 | Personalentwicklungsmaßnahmen | 60 |
| 4.2.5 | Motivation | 63 |
| 4.2.5.1 | Commitment | 64 |
| 4.2.5.2 | Context | 64 |
| 4.2.5.3 | Retention | 64 |
| 4.2.6 | Ermittlungsmethoden der Komponenten | 66 |
| 4.3 | British Airways Plc | 66 |
| 4.3.1 | Full Time Equivalent | 67 |
| 4.3.2 | Markt- und Buchwert | 67 |
| 4.3.3 | Betriebszugehörigkeit | 67 |
| 4.3.4 | Personalentwicklungsmaßnahmen | 69 |
| 4.3.5 | Motivation | 71 |
| 4.3.5.1 | Commitment | 71 |
| 4.3.5.2 | Context | 72 |
| 4.3.5.3 | Retention | 72 |
| 4.3.6 | Ermittlungsmethoden der Komponenten | 73 |
| 4.4 | Air France KLM | 73 |
| 4.4.1 | Full Time Equivalent | 74 |
| 4.4.2 | Markt- und Buchwert | 77 |
| 4.4.3 | Betriebszugehörigkeit | 77 |
| 4.4.4 | Personalentwicklungsmaßnahmen | 80 |
| 4.4.5 | Motivation | 82 |
| 4.4.5.1 | Commitment | 83 |
| 4.4.5.2 | Context | 84 |
| 4.4.5.3 | Retention | 85 |
| 4.4.6 | Ermittlungsmethoden der Komponenten | 86 |
| 4.5 | Berechnung des Humankapitals | 87 |
| 4.5.1 | Zusammenfassung der Komponenten | 88 |
| 4.5.2 | Saarbrücker Formel | 89 |
| 4.5.3 | Human Capital Market Value | 90 |
| 4.5.4 | Vergleichende Darstellung | 91 |
| 5. | Fazit | 93 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 95 |
| V. | Anhang | 102 |
| Eidesstattliche Erklärung | 110 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832497484
Arbeit zitieren:
Milanowski, Alexandros März 2006: Humankapitalbewertung über Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Airline, Human Capital, Saarbrücker Formel, Unternehmenswert, Personalmanagement



