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Human Resource Management in nachhaltigen Unternehmen (sustainable businesses)

Human Resource Management in nachhaltigen Unternehmen (sustainable businesses)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Assaf Ilan
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 571,1 KB
  • Institution / Hochschule: Universität Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7694-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7694-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7694-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ilan, Assaf März 2002: Human Resource Management in nachhaltigen Unternehmen (sustainable businesses), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskultur, Personalpolitik, Personalentwicklung, Anreizsystem, Wissen

Diplomarbeit von Assaf Ilan

Einleitung:

Die Sustainability- bzw. Nachhaltigkeits-Idee wird seit der UN-Konferenz von 1992 in Rio gesellschafts-, wissenschafts- und bildungspolitisch diskutiert. Dabei besteht Einvernehmen, dass ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen nicht voneinander getrennt oder gegeneinander ausgespielt werden dürfen und dass eine intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit angestrebt wird.

Seit Ende der achtziger Jahre gilt „sustainable development“ als Schlüsselbegriff in der umwelt- und entwicklungspolitischen Diskussion. Trotzdem mangelt es aber an einheitlichem Begriffsverständnis und Umsetzungsvorstellungen. Als aktuelles Beispiel für die unterschiedlichen Umsetzungsvortellungen sei das Kyoto-Protokoll erwähnt. Die letzte Verhandlungsrunde über die Umsetzung dieses Ziels scheiterte im November 2000, weil sich die USA und Europa nicht einigen konnten, wie weit ein Land zur Erfüllung seiner Reduktionsverpflichtung an den in Wäldern und Böden gespeicherten Kohlenstoff anrechnen darf.

Die Vorstellung der Nachhaltigkeit lässt sich nicht isoliert von den Human Resources d.h. der Mitarbeiter betrachten. Wenn Nachhaltigkeit ein Teil der Unternehmensstrategie darstellt, müssen sich einerseits die Mitarbeiter dieser Idee auch verpflichtet fühlen, andererseits gilt es, aus Sicht des Unternehmens die Mitarbeiter als Teil des Stakeholder-Konzeptes und somit als wirklich strategische Ressourcen anzuerkennen.

Das Ziel dieser Arbeit ist es einerseits festzustellen, welche Aufgaben und Rolle dem HRM bei der Umsetzung von Sustainability zukommen und andererseits, welche personalpolitischen Instrumente bei der Implementierung von Sustainability eingesetzt werden können.

Diese Arbeit gliedert sich in vier Hauptteile. Der erste Teil liefert eine Erklärung, was unter Sustainability zu verstehen ist. Anschließend werden verschiedene Indikatoren vorgestellt, welche Nachhaltigkeit in Unternehmen untersuchen und bewerten. Gewisse Kriterien, die in direkter Beziehung zum HRM stehen, dienen den folgenden Kapiteln als Leitfaden, um die Fragestellungen in dieser Arbeit zu beantworten.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit Rollen und Aufgaben des HRM, wenn es darum geht, Sustainability in Unternehmen zu ermöglichen, zu entwickeln und zu verstärken. Der vierte Teil stellt drei personalpolitische Instrumente vor. Dieser ist sogleich an den fünften Teil gekoppelt, da diese personalpolitischen Instrumente anhand dreier Fallbeispiele in Beziehung gesetzt werden. Untersuchungsgegenstand waren dabei drei in der Schweiz tätige internationale Unternehmen, die in drei unterschiedlichen Branchen tätig sind.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
BKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND AUSGANGSLAGE 1
1.2 ZIELSETZUNG 2
1.3 VORGEHEN 2
1.4 ABGRENZUNG DES THEMAS 3
2. DEFINITION DER BEGRIFFE 4
2.1 HUMAN RESOURCE MANAGEMENT (HRM) 4
2.2 SUSTAINABILITY (NACHHALTIGKEIT) 5
2.2.1 Idee und Definition 5
2.2.2 Elemente 6
2.2.3 Allgemeine Aspekte einer nachhaltigen Unternehmung 8
2.2.4 Prinzipien von Sustainability 9
2.2.5 Ausgewählte HRM-Aspekte von Sustainability 10
2.2.6 Indikatoren für nachhaltige Unternehmen 12
2.2.6.1 Dow Jones Sustainability Group Index (DJSGI) 12
2.2.6.2 Das Index Konzept 12
2.2.6.3 Die Dimensionen nach SAM GmbH 13
2.2.6.4 Gewichtete Kriterien zur Bewertung von nachhaltigen Unternehmen 14
2.2.6.5 Corporate Responsible Rating 15
2.2.6.6 Die ISO Normenserie 14001 17
2.2.6.7 SA 8000 Standard for Social Accountability 19
3. DIE ROLLEN UND AUFGABEN DES HRM BEZÜGLICH SUSTAINABILITY 21
3.1 RAHMENBEDINGUNG HRM 21
3.1.1 7-S-Konzept 21
3.1.2 Strategie und Kultur 22
3.2 DETERMINANTEN ZUR ERMÖGLICHUNG VON SUSTAINABILITY 24
3.2.1 Die Unternehmenskultur 24
3.2.1.1 Definition und wissenschaftliche Ansätze 24
3.2.2 Die Unternehmenskultur und Sustainability 25
3.2.3 Gleichstellung und Diskriminierung 27
3.2.3.1 Der Begriff der Diskriminierung 28
3.2.3.2 Formen der mittelbaren Diskriminierung 29
3.2.3.3 Das LAMBDA-Modell 30
3.2.3.4 Corporate Identity als interne und externe Kommunikationsform 31
3.2.4 Die Gesundheit und Arbeitsplatzsicherheit 32
3.2.4.1 Zweck eines Gesundheitsmanagements 33
3.2.4.2 Ziele 34
3.3 DETERMINANTEN ZUR ENTWICKLUNG VON SUSTAINABILITY 35
3.3.1 Die Bedeutung des Humankapitals im HRM 36
3.3.2 Die Ressource Wissen 37
3.3.2.1 Begriffe 38
3.3.2.2 Das Wissensmanagement 39
3.3.2.3 Die Arten von Wissen 40
3.3.2.4 HRM als Wissenscenter 41
3.4 DETERMINANTEN ZUR VERSTÄRKUNG VON SUSTAINABILITY 42
3.4.1 Die Balanced Scorecard (BSC) 43
3.4.1.1 Der Nutzen der BSC für das HRM 44
3.4.2 Der Group Code of Conduct 46
3.4.3 Führung durch Ziele (Management by Objectives) 47
4. AUSGEWÄHLTE PERSONALPOLITISCHE INSTRUMENTE IN NACHHALTIGEN UNTERNEHMEN 49
4.1 COMMITMENT ALS MITARBEITERBINDUNGSINSTRUMENT 49
4.2 PERSONALAUSWAHL 51
4.2.1 Kriterien der Personalauswahl 52
4.2.2 Eignungsdiagnostik 54
4.2.2.1 Informationsdefizite 55
4.2.2.2 Lösungsansätze zur Reduzierung von Informationsdefiziten 55
4.2.3 Instrumente zur Personalauswahl 57
4.2.4 Das Assessment Center als verlässliches Instrument der Personalauswahl 57
4.2.4.1 Ziel 58
4.2.4.2 Vorgang 59
4.2.4.3 Vor- und Nachteile 60
4.3 MONETÄRE ANREIZSYSTEME 60
4.3.1 Das Basissalär 61
4.3.2 Die variable Vergütung 61
4.3.3 Die Kapitalbeteiligung 64
4.4 MITARBEITERENTWICKLUNG (AUS- UND WEITERBILDUNG) 65
5. AUSGEWÄHLTE PERSONALPOLITISCHE INSTRUMENTE ANHAND DREIER FALLBEISPIELE 71
5.1 AUSWAHLKRITERIEN DER FALLBEISPIELE 71
5.2 INTERVIEWS 71
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 72
6.1 ZUSAMMENFASSUNG 72
6.2 AUSBLICK 74
LITERATURVERZEICHNIS 75

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.3.2.1 Begriffe Daten sind Symbole wie die Zahlen einer Messreihe, die Zustände und Sachverhalte repräsentieren. Als Basiseinheiten bestehen sie aus einer Menge Texten und Bildern. Informationen basieren auf Daten, die in einen Bedeutungskontext gestellt, d.h. in Bezug auf eine Problem- oder Fragestellung interpretiert werden. Informationen sind Handlungsanleitungen und neutral. Sie dienen in der Regel für die Vorbereitung von Entscheidungen. Information ist der Input, den ein Individuum aufnimmt und der sich mittels Speicherung im Gedächtnis zu Wissen verdichtet. Wie Informationen schliesslich aufgenommen werden, hängt von den bestehenden Wissensstrukturen ab. Eine Mitteilung, die einem Individuum bereits bekannt ist, stellt somit keine Information dar. Es findet somit ein Abgleich zwischen den intern gespeicherten Wissensstrukturen und dem informatorischen Input statt.110 Wissen liegt in Form von Kenntnissen und Fähigkeiten vor, über den eine Person verfügt und den sie zur Lösung von Problemen einsetzen kann. Das wichtigste Merkmal von Wissen besteht darin, dass es im Gegensatz zu Daten und Informationen eine personengebundene Ressource ist.111 Das persönliche Wissen wird im Verlauf des Lebens aufgebaut, einerseits in der Ausbildung, wo wesentliche fachliche Spezialisierungen und Fähigkeiten gewonnen, wie auch in der beruflichen Tätigkeit. Wissen umfasst auch individuelle Wertmassstäbe, Überzeugungen, Erfahrungen und Intuition, die in unzähligen Problemsituationen erworben wurden. Generell wird der Unterschied zwischen Daten, Informationen und Wissen als Steigerung in der Kontextgebundenheit, Vernetztheit und Personengebundenheit gesehen. Informationen sind Daten in einem Bedeutungs108 109 [...]

Die enorm gewachsene und dennoch oft vernachlässigte Bedeutung des Humankapitals als Ressource spiegelt sich im HRM wieder, das die effektive und effiziente Nutzung des Humankapitals verwirklichen soll. Einzig aus dem Humankapital entstehen einem Unternehmen dauerhafte und schwer nachahmbare Wettbewerbsvorteile. Auch wenn das Wissenszeitalter die einzigartige Rolle des Humankapitals immer deutlicher macht: die Bewertung dieser Ressource mit monetären Grössen bleibt wie bei anderen immateriellen Vermögenswerten eines Unternehmens schwierig. Häufig findet sich auch die englische Bezeichnung von "Intangible Assets". Das Humankapital einer Organisation ist die Kombination von Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen ihrer Akteure. Zusammen mit dem Sachkapital und dem strukturellen Kapital bildet es den Marktwert eines Unternehmens. Eine wichtige Herausforderung für jedes Unternehmen besteht darin, möglichst viel vom Humankapital in strukturelles Kapital zu binden. Dies geschieht häufig durch ein Wissensmanagement, worauf später im Zusammenhang mit Sustainability im Kapitel 3.3.2.2 näher eingegangen wird. Durch die erwähnte Bindung des Humankapitals in strukturellem Kapital schützt sich ein Unternehmen vor dem völligen Verlust des "angemieteten" Humankapitals der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen. Das strukturelle Kapital besteht somit aus Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen, die ein Unternehmen tatsächlich besitzt. Den Wert des Humankaptials eines Unternehmens wird also durch die Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter einerseits und durch Entwicklungsinvesititionen wie Weiterbildung, Arbeitsbedingungen, Organisationsstruktur und Führungsstil andererseits bestimmt.106 [...]

3.2.4.2 Ziele Wie erwähnt wurde, ist der Fokus beim Gesundheitsmanagement nicht mehr allein auf Krankheiten gerichtet, sondern im Mittelpunkt des Konzepts steht die Gesundheit. Gesundheit wird als eine eigenständige Kategorie verstanden, die über die Abwesenheit von Krankheit hinausgeht und neben dem physischen Bereich auch psychische und soziale Aspekte umfasst. Ziel der Gesundheitsförderung ist es, den Menschen die Möglichkeiten zu schaffen, Widerstandsressourcen zu entwickeln, um ihre Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Auf der Grundlage eines sozialökologischen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit ergeben sich zwei konkrete Ansatzebenen für die Gesundheitserhaltung und -förderung. Das Konzept zielt zum einen auf die Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebensweisen und zum anderen auf die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen. Die beiden Teilziele stehen in einem engen Bezug zueinander und ergänzen sich gegenseitig.98 Arbeitssicherheit als Führungsaufgabe im HRM sollte in einem nachhaltigen Unternehmen als vorrangige und selbstverständliche Pflicht wahrgenommen werden. Dazu gehören alle angemessenen Sicherheitsmassnahmen, die Förderung der Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Arbeitssicherheit kann aufgrund der Dimensionen Mitarbeiter, Werte, Produkte, Betriebseinrichtungen definiert werden. Gemäss HR-Managerin Sylvia Joller fördert die IBM Schweiz AG mit zahlreichen Well-Being Programmen die Gesundheit der Mitarbeiter. Durch die Vielzahl von Angeboten hält die IBM Schweiz ihre Mitarbeiter zu einer gesundheitsförderlichen Lebensweise an. Erwähnt seien beispielsweise Intranet Publikationen über Gesundheitsthemen, wie Ergonomie am Arbeitsplatz oder Angebote von Well-Being Seminaren. Zur Förderung gesundheitlicher Lebensbedingungen im beruflichen Alltag bietet die IBM Schweiz als wohl bekanntestes Beispiel den "Silence Room" an. Dieser ermöglicht Mitarbeitern, sich während der Arbeitszeit zurückzuziehen und sich für kurze Zeit zu entspannen. Als weitere Beispiele seien organisierte Sportgruppen und Sportclubs oder Kurse zu Gesundheitsthemen erwähnt, wie beispielsweise Augen-, Atem-, AutogenesTraining. Allgemein hat sich die IBM dem Motto "Arbeitsicherheit auf allen Stufen" verschrieben.99 [...]

Arbeit zitieren:
Ilan, Assaf März 2002: Human Resource Management in nachhaltigen Unternehmen (sustainable businesses), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskultur, Personalpolitik, Personalentwicklung, Anreizsystem, Wissen

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