Hochschulzugang in China seit 1977
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Monika Schwierz
- Abgabedatum: Juni 2010
- Umfang: 46 Seiten
- Dateigröße: 3,0 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
- Bibliografie: ca. 34
- ISBN (eBook): 978-3-8428-2243-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schwierz, Monika Juni 2010: Hochschulzugang in China seit 1977, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hochschulzugang, China, Chancengleichheit, Hilfefonds, Hochschulzulassung
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Bachelorarbeit von Monika Schwierz
Einleitung:
In Berichten der ‘Frontiers of Education – China’ wird seit dem neuen Jahrtausend vermehrt über die Chancengleichheit und bestehende Hilfssysteme für Studenten aus ärmlichen Verhältnissen debattiert. Die in diesen Debatten besprochenen Standpunkte und die geschichtliche Entwicklung sind Inhalt der vorliegenden Arbeit. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es den ‘Hochschulzugang in China seit 1977’ zu erläutern und die in dieser Zeit stattgefundenen Transformationen im Hinblick auf Chancengleichheit unter den Hochschulbewerbern zu analysieren. Im weiteren Verlauf wird die Chancengleichheit des chinesischen Hochschulzuganges behandelt und infolgedessen auf die verschiedenen Einflussfaktoren in ihrer Eigenschaft als Voraussetzung für ein Hochschulstudium näher eingegangen. Um einen konkreten Überblick über die chinesische Hochschullandschaft zu vermitteln, wird im ersten Teil auf die geschichtliche Entwicklung eingegangen und anschließend ein tieferer Einblick in die vorhandenen Hilfefonds gegeben. Zudem wird anhand empirischer Daten die Chancengleichheit, oder vielmehr Chancenungleichheit diskutiert.
Im Verlauf der Arbeit wird stets auf den Kernpunkt der Hochschulzulassung, dem gaokao (高考), hingewiesen, wobei die Rahmenbedingungen einer Hochschulbewerbung ebenfalls eine bedeutende Position einnehmen. Diese verdeutlichen, dass es eine große Spanne zwischen der ländlichen und der städtischen Bevölkerung Chinas gibt, die sich auf die räumliche Verteilung der Aufnahmezahlen an den Universitäten übertragen lässt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungen | 3 | |
| Tabellen | 3 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Hochschulzugang in China seit 1977 | 4 |
| 2.1. | Die Entwicklung von 1977 – 1985 | 5 |
| 2.2. | Die Erweiterung der Hochschullandschaft im Zeitraum von 1985 – 1996 | 10 |
| 2.3. | Vom 9. Fünfjahresplan bis 2010 | 13 |
| 3. | Die Hochschulzulassungsprüfung | 16 |
| 3.1. | Bewertungsverfahren | 16 |
| 3.2. | Die Entwicklung anhand von Zahlen | 18 |
| 3.3. | Chancengleichheit | 20 |
| 3.4. | Vorbereitung für die jährliche Prüfung | 20 |
| 4. | Hindernisse zur Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung | 22 |
| 4.1. | Finanzielle Hindernisse | 22 |
| 4.2. | Ungleichheit aufgrund des Wohnortes | 28 |
| 4.3. | Bedeutung der sozialen Schicht der Familie | 30 |
| 5. | Fazit | 33 |
| 6. | Glossar | 35 |
| 6.1. | Personen | 35 |
| 6.2. | Städte | 35 |
| 6.3. | Institutionen | 35 |
| 6.1. | Begriffe | 35 |
| 6.4. | Sprichwöter | 36 |
| 7. | Anhang | I |
| 8. | Literaturverzeichnis | VI |
Textprobe:
Kapitel 3., Die Hochschulzulassungsprüfung:
3.1, Bewertungsverfahren:
Sobald die Prüfung geschrieben wurde, fängt für das Oberste Regionale Komitee für die Korrektur, die Arbeit an, nun gilt es die landesweiten Korrekturarbeiten zu organisieren. Teilweise werden die Prüfungen an den Hochschulen innerhalb ausgewählter Gruppen oder auch an speziell zur Verfügung gestellten Orten unter Ausschluss der Öffentlichkeit korrigiert. 1977 befinden sich unter den Korrektoren vermehrt Mittelschullehrer, was sich 1979/80 ändert. Seither befinden sich unter dem für die Korrektur zugelassenem Personenkreis vermehrt Professoren und Dozenten der unterschiedlichen Hochschulen, wodurch die Aufteilung der zu korrigierenden Prüfungen nach den unterschiedlichen Fachgebieten erfolgt. Um Fehlern vorzubeugen, wird jede bereits korrigierte Frage mindestens einmal nachkorrigiert. Für dieses Unterfangen rekrutierte das Bildungsministerium 1980 3400 Kräfte, die an 7 Korrekturzentren in Shanghai die Korrektur durchführten. Die Maximalpunktzahl beträgt zu der Zeit 500 Punkte. Das Problem bestand nun darin, die Mindestpunktzahl zu bestimmen, um an eine der Hochschulen zu gelangen. Es war nicht möglich einfach 300 Punkte als Minimum anzusetzen, da die Bewerberzahlen oftmals die möglichen Kapazitäten an Neuzugängen überstiegen. Daher hat man ein Verteilungsschlüsselsystem eingeführt, das nach den Provinzen unterteilt angewendet wird. Der Verteilungsschlüssel errechnet sich anhand der höchsten Punktzahl, die in der Provinz bzw. Region erreicht wurde und von da an werden die Punktzahlen der Teilnehmer absteigend geordnet und nummeriert. Nun entscheidet die Anzahl zu vergebender Studienplätze für das kommende Semester und die erreichten Punkte der Kandidaten die Mindestpunktzahl. 1980 beträgt die Mindestpunktzahl für eine Schwerpunkt Universität in Zhejiang 427 Punkte, für eine normale Universität sind 374 Punkte erforderlich. Somit wird deutlich, dass die maximale Aufnahmekapazität der Hochschulen der Provinz bei einem Bewerber mit 374 Punkten erreicht wurde und Bewerber mit einem schlechteren Ergebnis nicht zum Hochschulstudium zugelassen werden. Durch dieses Verfahren variiert der Verteilungsschlüssel jährlich und eine faire, an die Gesamtleistung der Teilnehmer angepasste, Hochschulzulassung ist gewährleistet.
In den 80er Jahren gewinnt die Fremdsprachenprüfung an Bedeutung für die Gesamtpunktzahl der Teilnehmer. 1979 trägt diese Prüfung 10%zur Gesamtnote bei. Im darauf folgenden Jahr sind es bereits 50% und 1983 fließen die erreichten Punkte der Fremdsprachenprüfung vollständig in die Endpunkte der Hochschulprüfung ein. Zusätzlich muss eine Biologieprüfung absolviert werden, die 1983 erstmals zu 30% in das Gesamtergebnis integriert wird und im Jahr darauf bereits zu 50% eingebracht wird.
Mit der Einführung der Abschlussklausur der oberen Mittelschulen, gaozhong biye kaoshi (高中毕业考试), verändert sich das Punktesystem des gaokao erneut und wird wie folgt aufgeteilt: Chinesisch (150), Mathematik (150) und Englisch (150), diese gelten als Leistungsfächer. Zusätzlich, je nach angestrebtem Schwerpunkt, müssen noch weitere drei Grundkursklausuren absolviert werden. Bei naturwissenschaftlichen Studiengängen werden Physik (120), Chemie (120) und Biologie (60), bei geisteswissenschaftlichen Studienfächern Geschichte (120), Geografie (120) und Politik (60) geschrieben, wobei in der Chinesisch-Klausur ein Essay gefordert wird, dass 60 der 150 Punkte ausmacht. In Mathematik hingegen gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei den Aufgaben, um die Bewerber besser einzuordnen. Hinzu kommen im naturwissenschaftlichen Bereich noch Experimente, wohingegen im geisteswissenschaftlichen Bereich ein Essay über aktuelle politische und soziale Geschehnisse gefordert wird. Zusätzlich enthält jede Klausur Multiple-Choice-Fragen, Kurzantwortfragen und ausführlich zu beantwortende Fragen ist Nach dieser neuen Aufteilung wählen die meisten Schüler der Oberen Mittelschulen bereits ihre Fächerkombinationen, um sicherzugehen, dass sie bestmöglich für die Hochschulzulassungsprüfung vorbereitet werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842822436
Arbeit zitieren:
Schwierz, Monika Juni 2010: Hochschulzugang in China seit 1977, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Hochschulzugang, China, Chancengleichheit, Hilfefonds, Hochschulzulassung




