Herkunft und Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" in der deutschen Kommunalverwaltung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bernd Vogel
- Abgabedatum: Juni 1998
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 9,2 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0991-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0991-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0991-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Vogel, Bernd Juni 1998: Herkunft und Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" in der deutschen Kommunalverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Verbreitungswege, Umsetzungsstrategien, Fallstudien, Evaluation, New public Management
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Diplomarbeit von Bernd Vogel
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit zur "Herkunft und Verbreitung des Neuen Steuerungsmodells in der deutschen Kommunalverwaltung" ist in drei Hauptkapitel unterteilt.
Zunächst wird die Genese des Neuen Steuerungsmodells vor dem Hintergrund der internationalen New Public Management-Debatte analysiert. Eine maßgebliche Rolle bei der Rezeption dieses Gedankengutes spielte die Kommunale Gemeinschaftsstelle (KGSt), deren Arbeitsweise und Organisation in Bezug auf den Konzept-Entwicklungsprozeß untersucht wird. Anschließend werden ausgewählte Bausteine des Neuen Steuerungsmodells einer kritischen Analyse unterzogen.
Im folgenden Kapitel wird wissenschaftssoziologisch der Frage nachgegangen, wie das Neue Steuerungsmodell in der deutschen Kommunalverwaltung Verbreitung fand: Es zeigt sich, daß es ihrem (ehemaligen) Vorsitzenden, Gerhard Banner, gelang, neue Reformkoalitionen zu "schmieden" und im Zeichen der neuen, betriebswirtschaftlich-managerialen Ausrichtung einen spezifischen Markt (bzw. Arena) geschaffen zu haben, auf dem sich zunehmend mehr Akteure "tummeln", wie z.B. die Bertelsmann-Stiftung, neue Fachzeitschriften, Verlage, Professoren, die Hochschule Speyer und insbesondere Consultant-Unternehmen. Die Ziele und Strategien dieser Akteure werden dabei kritisch analysiert.
Zur Klärung, welche Konzeptelemente bei deutschen Kommunalverwaltungs-Reformen tatsächlich und aus welchen Gründen zur Anwendung gelangen, wird daraufhin eine Sekundäranalyse mehrerer aktueller Umfragen durchgeführt und tabellarisch dargestellt.
Unter Bezugnahme auf diese Aggregatdaten wird im abschließenden Kapitel anhand dreier Fallstudien empirisch analysiert, wie das Neue Steuerungsmodell in der Praxis diskutiert und umgesetzt wird. Am Beispiel Berlins, Nürnbergs und Bambergs wird gezeigt, welche Veränderungen festzustellen sind und wie diese zu beurteilen sind. In diese Evaluation fließen die jeweilige verwaltungspolitische Problemlage und der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung mit ein. Die strukturellen Unterschiede der untersuchten Städte lassen die spezifischen Verlaufsmuster (Problemdefinition, Diskussion des Neuen Steuerungsmodells, Umsetzungsweise) besonders kontrastreich erscheinen. Es zeigt sich dabei, daß es mit monetärem (Groß-)Einsatz allein nicht getan ist (wie in Berlin); nicht zu vernachlässigen auf dem Reformweg ist vor allem der frühzeitige und motivierende Einbezug der Mitarbeiter und der zentralen gewerkschaftlichen und politischen Entscheidungsträger. Maßgeblichen Einfluß auf den Reformerfolg scheint auch die Berücksichtigung wissenschaftlicher Beratung und die bewußte Bezugnahme auf frühere Erfahrungen zu haben.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Fragestellung und Anlage der Arbeit | 1 |
| II. | Historische Genese des "Neuen Steuerungsmodells" | 5 |
| 1. | Die angelsächsische "New Public Management"-Debatte der 80er Jahre | 5 |
| 2. | Die Konzeptentwicklung des "Neuen Steuerungsmodells" | 13 |
| a) | Die KGSt: Organisation, Arbeitsweise, Wirkungskreis | 13 |
| b) | Der Verlauf der Konzeptentwicklung | 17 |
| 3. | Das "Neue Steuerungsmodell" vor dem Hintergrund des "New Public Management" | 22 |
| a) | Die Elemente des "Neuen Steuerungsmodells" | 22 |
| b) | Zur Mängelanalyse der KGSt | 28 |
| c) | Zum Verhältnis von Politik und Verwaltung | 31 |
| d) | Das "Neue Steuerungsmodell": deutsche Variante oder lediglich verkürzter Ausschnitt des "New Public Management"? | 35 |
| III. | Die Verbreitungswege des "Neuen Steuerungsmodells" | 39 |
| 1. | Gerhard Banner als zentraler Akteur | 40 |
| a) | Der Kurswechsel der KGSt zu Beginn der 90er Jahre | 40 |
| b) | Neue Reformkoalitionen | 44 |
| 2. | Das "Neue Steuerungsmodell" als Arena: Akteure und Interessen | 47 |
| a) | Professoren als Promotoren des "Neuen Steuerungsmodells" | 49 |
| b) | Fachzeitschriften und das "Neue Steuerungsmodell" | 55 |
| c) | Die Bertelsmann Stiftung als Financier von Reformprojekten | 58 |
| d) | Die Rolle der Gewerkschaft ÖTV im Verbreitungsprozeß | 68 |
| e) | Unternehmensberater verkaufen das "Neue Steuerungsmodell" | 71 |
| 3. | Erklärung des Verbreitungsprozesses: PR oder Wissensproduktion? | 74 |
| IV. | Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" | 80 |
| V. | Das "Neue Steuerungsmodell" in der Praxis: Verwaltungsmodernisierung in Berlin, Nürnberg und Bamberg | 90 |
| 1. | Das Berliner Projekt "Unternehmen Verwaltung" | 91 |
| a) | Verwaltungsaufbau und verwaltungspolitische Probleme | 92 |
| b) | Der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung | 94 |
| c) | Reformkonzept | 97 |
| d) | Organisation und Umsetzung des Reformprojektes | 98 |
| e) | Erklärung der Umsetzungsprobleme und Bewertung | 102 |
| 2. | Verwaltungsreform in Nürnberg | 107 |
| a) | Ausgangslage | 107 |
| b) | Der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung | 108 |
| c) | Reformziele und Konzeptumsetzung | 112 |
| d) | Bewertung | 115 |
| 3. | Bambergs Versuch der Verwaltungsmodernisierung | 117 |
| a) | Ausgangslage und Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung | 117 |
| b) | Konzept und Konzeptumsetzung | 118 |
| c) | Bewertung | 121 |
| 4. | Zusammenschau der Modernisierungsansätze | 121 |
| VI. | Was bleibt vom "Neuen Steuerungsmodell"? - Eine Schlußbetrachtung | 125 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832409913
Arbeit zitieren:
Vogel, Bernd Juni 1998: Herkunft und Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" in der deutschen Kommunalverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Verbreitungswege, Umsetzungsstrategien, Fallstudien, Evaluation, New public Management



