Herausforderungen für das Controlling in netzwerkartigen und virtuellen Unternehmen des Mittelstandes
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexander Michel
- Abgabedatum: März 1999
- Umfang: 68 Seiten
- Dateigröße: 3,0 MB
- Institution / Hochschule: Universität Witten/Herdecke GmbH Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1451-1
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ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1451-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1451-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Michel, Alexander März 1999: Herausforderungen für das Controlling in netzwerkartigen und virtuellen Unternehmen des Mittelstandes, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Alexander Michel
Einleitung:
Unternehmenszusammenschlüsse und unternehmensübergreifende Zusammenarbeiten sind nichts Neues. Seit den späten 80er Jahren erweitern gerade Großunternehmen ihren Handlungsspielraum vor dem Hintergrund verstärkter Globalisierung durch Zukäufe und Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen. Damit wird häufig das Ziel verfolgt, Marktpositionen zu halten oder auszubauen.
Mittelständischen Unternehmen bieten sich nicht die gleichen Möglichkeiten angesichts begrenzter finanzieller Mittel und eingeschränkter personeller bzw. materieller Ressourcen. Dennoch war und ist unternehmerische Zusammenarbeit für den Mittelstand kein Fremdwort und angesichts der anhaltenden Virtualisierungsdebatte ist zu beobachten, daß seit geraumer Zeit der "neue Mittelstand" wieder verstärkt aufgefordert wird, sich in kooperativen und netzwerkartigen Verbindungen intelligente Chancen des Wachstums zu suchen.
Der Mittelstand tut sich allerdings mit dem dahinterstehenden Management- und Organisationsprinzip grundsätzlich noch schwer, greift es doch erheblich in das Selbstverständnis mittelständischer Betriebe von Selbständigkeit, Unabhängigkeit und geringer Größe ein. Andererseits, so wird argumentiert, unterstützt nur eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in Zukunft den Vorteil unternehmerischer Flexibilität, die bisher von den Unternehmen im Alleingang gewährleistet wurde.
Ziel dieser Arbeit soll sein, die Herausforderungen des Controlling bei Kooperationen aufgrund der Ableitung von neuen Unternehmensführungsgesichtspunkten zu benennen und schwerpunktmäßig zu beleuchten. In der Literatur wird dieser Aspekt noch weitgehend außer acht gelassen und wenig problematisiert. Zum Ausgangspunkt der Betrachtungen soll die strategische Partnerschaft herangezogen werden, weil sie im Gegensatz zu strategischen Netzwerken, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, auf fokale Führerschaft verzichtet und von zunächst zwei gleichberechtigten Partnern ausgeht. Ob eine Multiplikation partnerschaftlicher Beziehungen, die Netzwerkcharakter schafft, auch eine Vervielfachung der Herausforderungen für das Controlling bedeutet, soll bei den Betrachtungen immer mitberücksichtigt werden.
Versteht man Controlling als Führung der Führung und ändert sich das Führungsverständnis in solchen Partnerschaften, dann muß sich folglich auch das Controlling selbst wandeln. Hier können vor dem Hintergrund der existierenden Controllingsysteme daher Umgestaltungen notwendig und sinnvoll werden. Dabei ist generell an den theoretisch am weitesten fundierten Koordinationsansatz im Controlling-Verständnis zu denken, welcher die "neue Unternehmensführung" im Kooperations- und Koordinationsmanagement unterstützen kann. Neben möglicherweise zusätzlichen Funktionen und Instrumenten des Controlling ist auch die Frage nach dessen Institutionalisierung zu stellen, weil sich ja virtuelle Verbindungen gerade durch die Abwesenheit institutioneller Voraussetzungen auszeichnen sollen, "die nicht physisch, aber doch der Möglichkeit nach vorhanden sind".
Gang der Untersuchung:
Zur Vorgehensweise bzw. zum Aufbau der Arbeit sind folgende Anmerkungen zu machen: In Kapitel zwei soll zunächst einmal in das angebliche Erfolgsmodell Kooperation eingeführt und dargelegt werden, welche möglichen Motive, Ziele und Theorien gefunden werden können, um die Chancen für mittelständische Unternehmen hinreichend zu beschreiben. Hier soll dann der Fokus auf die strategische Partnerschaft als eine weiterentwickelte Erscheinungsform gelegt werden, weil sie zum Ansatzpunkt der Überlegungen für eine Controlling werden soll. Da Partnerschaften als interorganisationale Unternehmensformen verstanden werden können, sollen sie ferner eine Einordnung in die laufende und populäre Diskussion der virtuellen Unternehmung erfahren, weil sie als zukunftsträchtigste Unternehmensform gilt, an der auch der Mittelstand nicht vorbeikommt. Der dritte Abschnitt führt in die mittelständische Unternehmensführungs"praxis" ein und stellt ihr die neuen Anforderungen, die sich aus einer Führung in Interorganisationsbeziehungen ergeben, gegenüber und thematisiert ein spezielles Kooperations- und Koordinationsmanagement. Daraus wird die Relevanz des Controlling mit seiner generellen Führungsunterstützungsfunktion thesenartig abgeleitet. Im abschließenden vierten Teil wird überlegt, welche Herausforderungen sich nun aus diesen neuen Erkenntnissen ergeben, welche Zielsetzung vorzunehmen und welche Kontexte zu berücksichtigen sind und schließlich welche Gestaltungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund idealtypischer Kooperationsphasenverläufe denkbar wären.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | II | |
| 1. | PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG | 1 |
| 2. | KOOPERATION - EIN ERFOLGVERSPRECHENDES MODELL FÜR DEN MITTELSTAND? | 4 |
| 2.1. | Externes Wachstum als Kennzeichen mittelständischer Unternehmen | 4 |
| 2.2. | Triebkräfte kooperativer Anstrengungen im Mittelstand | 6 |
| 2.3. | Theoretische Erklärungsansätze für Kooperationen | 9 |
| 2.4. | Kooperations- und Netzwerkformen im Mittelstand | 11 |
| 2.4.1. | Der Kooperations- und Netzwerkbegriff | 11 |
| 2.4.2. | Formen kooperativer Zusammenarbeit | 13 |
| 2.4.3. | Strategische Partnerschaft als spezielle Form der Kooperation | 16 |
| 2.4.4. | Merkmale einer strategischen Partnerschaft | 17 |
| 2.4.5. | Konsequenzen strategischer Partnerschaften | 20 |
| 2.5. | Zur Virtualität strategischer Partnerschaften | 23 |
| 2.6. | Zwischenfazit | 26 |
| 3. | UNTERNEHMENSFÜHRUNG IN KOOPERATIONEN | 27 |
| 3.1. | Die personenbezogene Führung im Mittelstand | 27 |
| 3.2. | Zum neuen Verständnis einer Unternehmensführung in dialektischen Einheiten | 30 |
| 3.3. | Kooperations- bzw. Koordinationsmanagement als kritischer Erfolgsfaktor | 35 |
| 3.4. | Relevanz des Controlling | 37 |
| 3.5. | Zwischenfazit | 40 |
| 4. | HERAUSFORDERUNGEN DES CONTROLLING IN KOOPERATIONEN | 42 |
| 4.1. | Zielsetzung und Bedeutung des Controlling | 42 |
| 4.2. | Kontextfaktoren und Kontextsituationen | 46 |
| 4.3. | Kooperationsphasen und Führungsgesamtsystem | 49 |
| 4.3.1. | Initiierung und Partnersuche | 50 |
| 4.3.2. | Implementierung/Konfiguration | 54 |
| 4.3.3. | Management und Kontrolle | 58 |
| 4.4. | Institutionale Ausgestaltung | 59 |
| 4.5. | Zwischenfazit | 62 |
| 5. | SCHLUßBETRACHTUNG | 64 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 66 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832414511
Arbeit zitieren:
Michel, Alexander März 1999: Herausforderungen für das Controlling in netzwerkartigen und virtuellen Unternehmen des Mittelstandes, Hamburg: Diplomica Verlag
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