Die Herausforderung an die Markenführung bei Mergers & Acquisitions
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Yuri Kim
- Abgabedatum: September 2005
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 1,7 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9455-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9455-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9455-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kim, Yuri September 2005: Die Herausforderung an die Markenführung bei Mergers & Acquisitions, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Markenintegration, Markenmigration, Brand Management, Strategisches Marketing, Unternehmenszusammenschluss
In den Warenkorb
98,00 €
Diplomarbeit von Yuri Kim
Problemstellung:
Die Analyse von Mergers & Acquisitions-Aktivitäten zeigt das systematische Wiederkehren von so genannten „Merger-Wellen“. Im Rahmen von Mergers & Acquisitions ist die zentrale Herausforderung zwei zusammenkommende Unternehmen zu einer neuen, Erfolg versprechenden Organisation zu integrieren. Häufig genannte Motive hierfür sind unter anderem die Gewinnung von Marktmacht durch Größe, der schnelle Eintritt in neue Märkte, die Reaktion auf Globalisierungsaktivitäten der Konkurrenz oder der Erwerb starker Marken.
Die Marke als wesentlicher Bestandteil des Unternehmenswertes stellt häufig einen zentralen Antriebsfaktor für Mergers & Acquisitions dar, der aber bisher nur unzureichend berücksichtigt wird. So wird häufig in diesem Zusammenhang nur mit dem Schlagwort des Shareholder Value argumentiert. Die Relevanz eines strategischen Markenmanagement lässt sich aber bereits in dieser finanzorientierten Perspektive aufzeigen. So korreliert z. B. die Aktienkaufbereitschaft der potenziellen Shareholder nach einer Studie von GEO positiv mit einem durch die Shareholder konsistent und klar wahrgenommenen Markenbild der Unternehmensmarke.
Aufgrund der bisher stark finanzorientierten Sichtweise von Mergers & Acquisitions ist eine Erweiterung um eine markt- und konsumentenorientierte Perspektive nötig, welche hauptsächlich die schwer zu quantifizierenden Unternehmens- und Markenidentitäten und das dazugehörige Image betrachtet.
Viele Unternehmen stehen nach zahlreichen Fusionen und Unternehmensakquisitionen vor der Herausforderung ihre Markenführung zu überdenken und neu zu strukturieren. Sie stehen vor dem Problem, dass durch Aufkäufe und Fusionen und die damit verbundene Integration neuer Produkte oftmals die Unternehmens- und Markenidentität, das Image oder auch die Markenarchitektur drunter leiden und Markenwert verloren geht. So geraten die, durch die geringe Erfolgsquote ohnehin bereits in Frage gestellten Synergieeffekte in Gefahr, wenn Unternehmens- und Markenidentitäten bei Mergers & Acquisitions keine ausreichende Beachtung finden.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen von Mergers & Acquisitions auf die Wahrnehmung von Unternehmens- und Markenidentitäten zu untersuchen und Möglichkeiten zu einer optimalen Integration dieser Marken aufzuzeigen. Zudem sollen Probleme der Markenführung im Rahmen von Mergers & Acquisitions erkannt und analysiert werden.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit behandelt in drei Kapiteln zunächst Mergers & Acquisitions und anschließend Markenführung im Allgemeinen sowie als Schwerpunkt Markenmanagement bei Mergers & Acquisitions.
Im Rahmen der ersten beiden Kapitel werden die wichtigsten Grundlagen von Mergers & Acquisitions und der Markenführung zusammengefasst.
Den Hauptteil der Arbeit bildet die Untersuchung der Herausforderungen der Markenführung bei Mergers & Acquisitions. Hier werden die Probleme der Markenführung bei Mergers & Acquisitions dargestellt und verschiedene markenstrategische Optionen bei Mergers & Acquisitions gegenübergestellt.
Die theoretischen Überlegungen werden anhand von Fallbeispielen veranschaulicht. Dabei sind die Fallbeispiele größtenteils auf Deutschland fokussiert und beruhen auf unternehmensunabhängig recherchierten öffentlich zugänglichen Quellen.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | GRUNDLAGEN VON MERGERS & ACQUISITIONS (M&A) | 3 |
| 2.1 | Definition „Mergers & Acquisitions“ | 3 |
| 2.2 | Mögliche Formen von Mergers & Acquisitions | 4 |
| 2.3 | Motive und Ziele von Mergers & Acquisitions | 6 |
| 2.4 | Merger & Acquisitions - Prozess | 9 |
| 2.5 | Erfolgsfaktoren für die Post-Merger-Integration | 10 |
| 3. | GRUNDLAGEN DER MARKENFÜHRUNG | 13 |
| 3.1 | Abgrenzung des Begriffs Marke | 13 |
| 3.1.1 | Definition „Marke“ | 13 |
| 3.1.2 | Markenfunktionen | 15 |
| 3.1.3 | Die Marke als strategischer Erfolgsfaktor | 16 |
| 3.2 | Markenimage und Markenidentität | 17 |
| 3.2.1 | Struktur der Markenidentität | 19 |
| 3.2.2 | Dimensionen der Markenidentität | 20 |
| 3.3 | Abgrenzung des Begriffs Markenführung | 22 |
| 3.3.1 | Definition „Markenführung“ | 22 |
| 3.3.2 | Aufgaben und Ziele der Markenmanagements | 22 |
| 3.3.3 | Markenpositionierung | 24 |
| 3.3.4 | Erfolgsfaktoren der Markenführung | 26 |
| 3.4 | Corporate Identity (CI) in der Markenführung | 27 |
| 3.4.1 | Definition „Corporate Identity“ | 27 |
| 3.4.2 | Abgrenzung der Begriffe Corporate Identity und Corporate Branding | 28 |
| 3.4.3 | Interdependenzen zwischen Unternehmens- und Markenidentität | 29 |
| 3.5 | Markenarchitekturen | 31 |
| 3.5.1 | Markenstrategien als Ausgangspunkt | 31 |
| 3.5.2 | Entstehung von komplexen Markenarchitekturen | 33 |
| 3.5.3 | Strukturierung komplexer Markenarchitekturen | 34 |
| 4. | HERAUSFORDERUNG AN DIE MARKENFÜHRUNG BEI M&A | 37 |
| 4.1 | Markenwert als Ziel- und Steuerungsgröße bei M&A | 37 |
| 4.1.1 | Starke Marken als strategischer Erfolgsfaktor | 37 |
| 4.1.2 | Bilanzierung von Marken | 38 |
| 4.1.3 | Bewertung von Marken zur Erfolgskontrolle | 39 |
| 4.2 | Imagetransfereffekte (ITE) durch M&A | 41 |
| 4.2.1 | ITE zwischen ehemals eigenständigen Unternehmensidentitäten | 42 |
| 4.2.2 | ITE zwischen Unternehmensidentität und Produktmarken | 44 |
| 4.2.3 | ITE innerhalb der neuen, gemeinsamen Markenarchitektur | 45 |
| 4.2.4 | Gesamtübersicht möglicher Imagetransfereffekte bei M&A | 47 |
| 4.2.5 | Beziehungsmuster beim Einsatz von Markenstrategien | 48 |
| 4.3 | Integration der Corporate Identity bei M&A | 49 |
| 4.3.1 | Die Rolle der Corporate Identity bei M&A | 49 |
| 4.3.2 | Die Rolle der CIim Fallbeispiel Daimler-Benz und Chrysler | 51 |
| 4.3.2.1 | Ausgangsituation | 51 |
| 4.3.2.2 | Post-Merger-Integration | 53 |
| 4.3.2.3 | Die Rolle der Corporate Identity bei DaimlerChrysler | 53 |
| 4.3.2.4 | Zwischenfazit | 56 |
| 4.4 | Markenstrategische Optionen auf Corporate-Brand-Ebene bei M&A | 58 |
| 4.4.1 | Monomarkenstrategie | 60 |
| 4.4.2 | Die Monomarkenstrategie im Fallbeispiel Vodafone und Mannesmann | 63 |
| 4.4.2.1 | Ausgangssituation | 63 |
| 4.4.2.2 | Post-Merger-Integration | 64 |
| 4.4.2.3 | Der Markennamenwechsel von Mannesmann D2 zu Vodafone | 64 |
| 4.4.2.4 | Zwischenfazit | 66 |
| 4.4.3 | Strategie der Markenverschmelzung | 67 |
| 4.4.4 | Die Strategie der Markenverschmelzung im FallbeispielPrice Waterhouse und Coopers&Lybrand Deutsche Revision | 71 |
| 4.4.4.1 | Ausgangssituation | 71 |
| 4.4.4.2 | Post-Merger-Integration | 72 |
| 4.4.4.3 | Durchführung der Markenverschmelzungsstrategie | 73 |
| 4.4.4.4 | Zwischenfazit | 74 |
| 4.4.5 | Strategie der Markenneuschaffung | 75 |
| 4.4.6 | Die Strategie der Markneuschaffung im Fallbeispiel VEBA und VIAG | 76 |
| 4.4.6.1 | Ausgangssituation | 76 |
| 4.4.6.2 | Post-Merger-Integration | 77 |
| 4.4.6.3 | Schaffung der neuen Marke E.ON | 78 |
| 4.4.6.4 | Zwischenfazit | 79 |
| 4.4.7 | Mehrmarkenstrategie | 80 |
| 4.4.8 | Die Mehrmarkenstrategie im Fallbeispiel Barilla und Kamps | 81 |
| 4.4.8.1 | Ausgangssituation | 81 |
| 4.4.8.2 | Post-Merger-Integration | 83 |
| 4.4.8.3 | Markenstrategie nach der Übernahme | 84 |
| 4.4.8.4 | Zwischenfazit | 84 |
| 4.5 | Markenstrategische Optionen auf Produkt- bzw. Geschäftsfeldebene | 86 |
| 4.5.1 | Gestaltung der Markenarchitektur | 86 |
| 4.5.2 | Produktmarkenstrategien im Rahmen von M&A | 87 |
| 4.5.3 | Die Produktmarkenstrategie im Fallbeispiel Procter&Gamble und Wella | 91 |
| 4.5.3.1 | Ausgangsituation | 91 |
| 4.5.3.2 | Post-Merger-Integration | 92 |
| 4.5.3.3 | Neugestaltung der Markenarchitektur von P&G | 93 |
| 4.5.3.4 | Zwischenfazit | 94 |
| 5. | FAZIT | 95 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 98 | |
| QUELLENVERZEICHNIS | 109 |
Die Daimler-Benz AG aus Deutschland und Chrysler Corp. aus den USA fusionierten in 1998. Dies war zu diesem Zeitpunkt einer der größten Fusionen in der Automobilbranche mit dem Resultat der Bildung des fünftgrößten Automobilkonzerns in der Welt. Die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler wurde als eine „ Merger of Equals“ kommuniziert mit zwei CEOs jeweils von beiden Unternehmen und zwei Konzernzentralen in Stuttgart (Deutschland) und in Detroit (USA). Dies wurde verdeutlicht durch die Strategie der Markenverschmelzung2 zu „ DaimlerChrysler“ . Dadurch wurde versucht u. a. die starke Historie beider Marken als wichtige n Reputationsfaktor beizubehalten. Darüber hinaus waren die Produktmarken sowohl von Chrysler als auch von Daimler-Benz starke Werttreiber für die Corporate Brand und sollten somit weiterhin einen Bezug dazu aufweisen. Mit dieser Fusion sollten zum einen positive Synergieeffekte angestrebt werden. Zum anderen sollte dies der erste Baustein für Jürgen Schrempps Vision einer Welt AG sein, um so langfristig Kostenvorteile zu erzielen.3 Die Fusion wurde zwar nach einer klaren Strategie gesteuert, es gab jedoch einige Unschlüssigkeiten in dieser Strategie. So war die Strategie dieser Fusion theoretisch einwandfrei, da es geographisch kaum Überschneidungen zwischen Daimler (in Europa stark vertreten) und Chrysler (in den USA stark vertreten) gab. Die Produkte [...]
strukturellen Änderungen bei M&A ist es wichtig eine deutliche Vision von den Absichten des Unternehmens zu entwickeln und eine klare Kommunikation zu betreiben, um Unsicherheit der Anspruchsgruppen zu minimieren sowie das Vertrauen in das Unternehmen zu sichern.1 Bei Mergers & Acquisitions entstehen jedoch kulturelle Konfliktpotentiale. Je enger die angestrebte Zusammenarbeit sein soll, desto stärker fallen dabei die Konfliktpotenziale aus. Es kann durch eine M&A-Transaktion zu neuen Arbeitsorten oder -inhalten, zu neuen Vorgesetzten und Kollegen, anderen Kulturen sowie anderen Entlohnungssystemen oder Karrieremöglichkeiten kommen, was zu Unsicherheiten bei den Mitarbeitern sowie Schwierigkeiten bei der Umsetzung bzw. Entwicklung einer neuen Corporate Identity führen kann.2 Nach Balmer / Dinnie sollte deshalb schon bei der Erwägung eines potenziellen Unternehmenszusammenschlusses oder einer Fusion die Corporate Identity der beteiligten Unternehmen identifiziert werden. So kann dann die Kompatibilität3 der beiden Unternehmen eingeschätzt werden, woraufhin eine geeignete Strategie sowohl für die Pre-Merger als auch für die Post-Merger-Intergrationsphase entwickelt werden kann.. Die beteiligten Unternehmen sollten Balmer / Dinnie zufolge das beabsichtigte Unternehmensimage parallel zur beabsichtigten Merger-Strategie entwickeln, um ein Grundgerüst für die Integration der Corporate Identitys in der Post-Merger Phase zu schaffen.4 Unternehmenskulturen und somit die Corporate Identitys sind jedoch im Vorfeld von M&A-Transaktionen nur schwer zu quantifizieren.5 Deshalb ist ein weiterer wesentlicher Punkt die wichtigsten in den Zusammenschluss involvierten Anspruchsgruppen beider Unternehmen zu ermitteln, da durch die Kenntnis der Ansprüche dieser Anspruchsgruppen eine fokussierte und koordinierte Kommunikationsstratege ermöglicht wird.6 Problematisch ist jedoch, dass sich häufig die Unternehmensführung eher auf finanzielle und Due-Dilligence-Angelegenheiten konzentriert und dadurch die Identität, [...]
Der Einsatz einer )DPLOLHQPDUNHQVWUDWHJLH kann hingegen durch eine vorschnelle und unreflektierte Aufnahme von akquirierten Einzelmarken in eine bereits bestehende Familienmarke zu Imagetransfereffekten führen. Diese Imagetransfereffekte könnten je nach Geltungsbereich der Familienmarke einen erheblichen Teil des Leistungsangebots negativ beeinflussen.1 Die Wahrscheinlichkeit von Imagetransfereffekten ist bei der 'DFKPDUNHQVWUDWHJLH am größten, da hier sämtliche Produkte eines Unternehmens unter einer Marke geführt werden und die Transferwirkung bei Unternehmen, mit identischen Firmenund Markennamen am stärksten ist.2 Dies ist zu erwarten, da den Konsumenten bei bewusst ist. Ähnliche Auswirkungen sind auch beim &RUSRUDWH %UDQGLQJ zu erwarten, wenn Unternehmens- und Produktmarke(n) fast identisch sind, da eine hohe Affinität zwischen einer Dachmarkenstrategie und dem Corporate Branding besteht.3 dieser Strategie der Bezug der geführten Produktmarke zum jeweiligen Unternehmen [...]
In den Warenkorb
98,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832494551
Arbeit zitieren:
Kim, Yuri September 2005: Die Herausforderung an die Markenführung bei Mergers & Acquisitions, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Markenintegration, Markenmigration, Brand Management, Strategisches Marketing, Unternehmenszusammenschluss



