Hedging von Wechselkursrisiken im Nichtbankenbereich - eine exemplarische Betrachtung
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Christian E. Fleischmann
- Abgabedatum: Oktober 2009
- Umfang: 58 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Munich Business School (MBS) Deutschland
- Bibliografie: ca. 65
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4646-8
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fleischmann, Christian E. Oktober 2009: Hedging von Wechselkursrisiken im Nichtbankenbereich - eine exemplarische Betrachtung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hedging, Wechselkursrisiko, Währungsrisiko, Derivate, Risikomanagement
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Bachelorarbeit von Christian E. Fleischmann
Einleitung und Textprobe:
International ausgerichtete Unternehmen operieren zunehmend in heterogenen Umwelten. Bedingt wird dies durch die stattfindende Globalisierung, welche „(…) als eine der wichtigsten ökonomischen (…) Entwicklungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts [gilt].“ Die hohe wirtschaftliche Dynamik erhält die Globalisierung vor allem durch den technologischen Fortschritt im Bereich des Informations- und Kommunikationswesens und durch den Rückgang der Transaktionskosten, welche zu einem intensivierten Wettbewerb auf Produkt- und Faktormärkten führen. Durch diese Veränderungen ist weltweit ein Auftreten von Diskontinuitäten feststellbar: „Die sich verstärkenden Verflechtungen von Volkswirtschaften, Branchen und Unternehmen erhöhen die Komplexität der Unternehmensführung (…).“Die Globalisierung bewirkt daher „(…) aus Sicht jeder einzelnen Unternehmung eine wesentliche Umweltveränderung (…), die weit reichende Auswirkungen auf ihre Strategie, ihre Struktur und auf alle betrieblichen Funktionen hat.“ Dies impliziert für Unternehmen die Anpassungsnotwendigkeit an unterschiedliche Rechts-, Wirtschafts- und Währungsordnungen. Unter der Annahme unvollkommener Information ist in der Unternehmenspraxis „(…) aufgrund der Komplexität, der Dynamik von Unternehmensentwicklungen und der Unsicherheit über mögliche Wirkungszusammenhänge (…) [immer] von einer Planung unter Risiko bzw. Unsicherheit auszugehen.“ Den sich aus der Globalisierung für Unternehmen eröffnenden Chancen stehen deshalb beträchtliche Risiken gegenüber. Einem professionellen Risikomanagement kommt eine immer höhere Bedeutung zu.
Dazu soll exemplarisch die so genannte „Subprime Krise“ angeführt werden, die momentan die globale Finanz- und Realwirtschaft tiefgreifend prägt: Als Ursachen werden unter anderem Defizite im Portfolio- und Risikomanagement der Investoren und technische Mängel im Risikomanagement der Banken angeführt. Es wird ferner die These von einer mangelnden Risikokultur vertreten. Originär mag ein unzureichend betriebenes Risikomanagement nicht Auslöser der „Subprime Krise“ sein, diese jedoch erheblich in ihrem Verlauf und ihrer Wirkung verstärkt haben.
Ein Risikomanagement ist indes nicht nur für Kreditinstitute von immanenter Bedeutung, sondern desgleichen für den Nichtbankenbereich: Die globalen Interdependenzen an den Finanz- und Gütermärkten rücken nunmehr verstärkt finanzwirtschaftliche Risiken, darunter Wechselkursrisiken, in den Mittelpunkt. Die Existenz eines solchen Risikos ist aus Sicht deutscher Unternehmen „(…) überall dort zu finden, wo die weltweit frei gehandelten Währungen mit ihrem Wechselkurs (…) gegenüber dem Euro schwanken.“ Die Wechselkurse unterliegen einem gemeinhin volatilen Umfeld, welches derzeit durch die singulären Auswirkungen der „Subprime Krise“ verstärkt wird. Durch ihre vornehmlich internationale Ausrichtung ist die deutsche Realwirtschaft davon im erheblichen Maße betroffen. Daher gilt es, Wechselkursrisiken innerhalb eines Finanzrisikomanagements entsprechend zu berücksichtigen und abzusichern.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Hedging von Wechselkursrisiken im Nichtbankenbereich. Mit Hedging ist sodann die Absicherung durch derivative Instrumente gemeint. Die vorliegende Arbeit schließt eine exemplarische Betrachtung ein: Aus der Sicht eines deutschen Exporteurs wird aufgezeigt, wie eine Währungsforderung mit Faktura in US-Dollar gehedgt werden kann. Dabei wird auf das sehr häufig in der unternehmerischen Praxis auftretende Problem unterschiedlicher Zahlungsvaluta eingegangen: Bekanntermaßen werden ausstehende Forderungen entweder zu früherem, vielfach aber erst zu späterem Zeitpunkt von den Geschäftspartnern beglichen. Unter diesen Bedingungen wird von Unternehmen, bezogen auf die meist unbedingte Erfüllbarkeit von Termingeschäften, die einschlägige These vertreten, dass ein Hedging von Wechselkursrisiken nicht möglich sei bzw. mit Hedging nicht flexibel genug darauf reagiert werden könne. Erklärte Intention ist es darum, diese These zu widerlegen und eine gesicherte Handlungsempfehlung für die unternehmerische Praxis aussprechen zu können.
Die vorliegende Arbeit ist methodisch folgendermaßen aufgebaut: Im zweiten Kapitel wird das makroökonomische Umfeld thematisiert. Dazu gehört die stark exportorientierte Ausrichtung vieler deutscher Unternehmen. In Verbindung mit der Volatilität von Wechselkursen ergibt sich daraus ein erhebliches betriebs- und auch volkswirtschaftliches Risiko. Ferner werden die internationalen Devisenmärkte charakterisiert und wesentliche preisbildende Faktoren des Wechselkurses erörtert.
Das dritte Kapitel rückt das Finanzrisikomanagement in den Fokus: Es beginnt mit der begrifflichen Erläuterung und der Abgrenzung finanzieller Risiken. Legislative Vorgaben und die Systematisierung des Wechselkursrisikos auf Unternehmensebene sind von Interesse. Das Kapitel schließt mit Ansätzen, das Wechselkursrisiko quantitativ zu bewerten.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den derivativen Finanzinstrumenten zum Hedging von Wechselkursrisiken. Die „unbedingten Termingeschäfte“ und die „bedingten Termingeschäfte“ werden näher beschrieben: Devisenkassageschäfte, Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionsgeschäfte. Auch die aktuell vorherrschende Sicherungspolitik im Nichtbankenbereich wird aufgegriffen.
Das fünfte Kapitel umfasst nun die exemplarische Betrachtung von Währungsforderungen mit differierender Zahlungsvaluta unter dem Gesichtspunkt des Hedgings. Das Kapitel erläutert zunächst die gewählte Methodologie. Es folgen die eigentlichen Berechnungen mit einer ausführlichen Beleuchtung der hervorgebrachten Ergebnisse.
Das sechste Kapitel ist eine zusammenfassende Schlussbetrachtung der Bachelorarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Makroökonomisches Umfeld | 4 |
| 2.1 | Strukturelle Verflechtungen deutscher Unternehmen mit dem Ausland | 4 |
| 2.2 | Internationale Devisenmärkte | 7 |
| 2.2.1 | Wechselkurs und Preisbildung | 10 |
| 2.2.2 | Auswirkung der Volatilität auf währungssensitive Positionen | 12 |
| 3. | Finanzrisikomanagement | 15 |
| 3.1 | Begriffsdefinitionen | 15 |
| 3.2 | Abgrenzung der finanziellen Risiken | 17 |
| 3.3 | Gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland | 19 |
| 3.4 | Wechselkursrisiko | 22 |
| 3.4.1 | Systematisierung | 23 |
| 3.4.2 | Ansätze zur Quantifizierung | 26 |
| 4. | Instrumente zur Absicherung von Währungsrisiken | 27 |
| 4.1 | Begriff ‘Hedging’ | 28 |
| 4.2 | Finanzderivate | 28 |
| 4.2.1 | Devisenkassageschäft | 30 |
| 4.2.2 | Devisentermingeschäft | 30 |
| 4.2.3 | Devisenswap | 31 |
| 4.2.4 | Devisenoptionsgeschäft | 32 |
| 4.3 | Heterogene Sicherungspolitik im Nichtbankenbereich | 33 |
| 5. | Exemplarische Betrachtung | 35 |
| 5.1 | Methodologie | 35 |
| 5.2 | Ausführung der Berechnungen | 37 |
| 5.3 | Evaluation der Ergebnisse | 41 |
| 6. | Zusammenfassende Schlussbetrachtung | 46 |
| Literaturverzeichnis | 48 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836646468
Arbeit zitieren:
Fleischmann, Christian E. Oktober 2009: Hedging von Wechselkursrisiken im Nichtbankenbereich - eine exemplarische Betrachtung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Hedging, Wechselkursrisiko, Währungsrisiko, Derivate, Risikomanagement



