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Hedging und Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften

Hedging und Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sandra Scheidegger
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 450,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7407-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7407-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7407-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Scheidegger, Sandra Juli 2001: Hedging und Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Netto-Investitionskonzept, IAS 21, Fremdwährungsumrechnung, Hedging, Konzernrechnung

Diplomarbeit von Sandra Scheidegger

Zusammenfassung:

Es stellt sich die Frage, wie Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernrechnung zu integrieren sind. Da diese grösstenteils nicht in der Währung des Mutterunternehmens erstellt werden, hat vor der eigentlichen Konsolidierung die Währungsumrechnung zu erfolgen. Neben der Wahl des geeigneten Umrechnungsverfahrens ergibt sich auch das Problem der Behandlung von Umrechnungsdifferenzen. Das International Accounting Standard Committee (IASC) gibt dazu klare Vorgaben. So müssen ausländische Teilabschlüsse nach dem Netto-Investitionskonzept umgerechnet werden. Dieses Konzept stellt eine Kombination von Stichtagskurs- und Zeitbezugsmethode dar, wobei Umrechnungsdifferenzen je nach Umrechnungsverfahren entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu erfassen sind.

Für international tätige Konzerne ergibt sich aufgrund des Einbezugs von in Fremdwährung erstellten Jahresabschlüssen ein Währungsumrechnungsrisiko. Dies führt zur Problematik, wie solche Risiken abgesichert werden können, und welche Auswirkungen dies auf den konsolidierten Abschluss hat. IAS 21 und IAS 39 regeln das Vorgehen für das Hedge Accounting. Ziel ist es, die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Transformation der Einzelabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften durch Sicherungsgeschäfte seitens der Muttergesellschaft für die Konzernrechnung zu eliminieren.

Die Behandlung der angesprochenen Themen erfolgt in vier Teilbereichen:

Im ersten Teil wird das Netto-Investitionskonzept nach International Accounting Standard 21 erläutert. Gemäss diesem Konzept kommen unterschiedliche Umrechnungsmethoden zur Anwendung, abhängig davon, wie eine Tochtergesellschaft in Bezug auf ihre Unabhängigkeit von der Muttergesellschaft klassifiziert wird.

Teil zwei befasst sich mit den Absicherungsmöglichkeiten einer ausländischen Tochtergesellschaft im Einzelabschluss der Muttergesellschaft. Dabei wird vertieft auf die Absicherung mittels Fremdwährungskredit eingegangen.

Der dritte Teil zeigt die generelle Vorgehensweise bei der Erst-, Folge- und Endkonsolidierung. Dabei wird nur die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode erklärt. Spezialfragen der Konsolidierung wie zum Beispiel die Elimination unrealisierter Gewinne bleiben ausser Betracht.

Zum Schluss wird die Wechselwirkung von Umrechnungsdifferenzen aus Absicherungsgeschäften mit den Kursdifferenzen aus der Transformation von ausländischen Jahresabschlüssen auf die Konzernrechnung untersucht. Hierbei wird auf jede Phase der Konsolidierung, von der Erst- bis zur Endkonsolidierung, eingegangen.

Inhaltsverzeichnis:

Executive Summary II
Inhaltsverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis X
Abkürzungsverzeichnis XIV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehen und Gliederung der Arbeit 2
2. Netto-Investitionskonzept nach IAS 21 4
2.1 Überblick zur Fremdwährungsumrechnung 4
2.2 Prinzip der funktionalen Währung 5
2.3 Wirtschaftlich selbständige Tochtergesellschaften 7
2.3.1 Definition einer selbständigen Tochtergesellschaft 7
2.3.2 Umrechnungsverfahren: Die modifizierte Stichtagskursmethode 8
2.3.3 Behandlung der Umrechnungsdifferenzen 10
2.3.4 Beispiel 10
2.4 Integrierte ausländische Tochtergesellschaften 13
2.4.1 Definition einer integrierten ausländischen Tochtergesellschaft 13
2.4.2 Umrechnungsverfahren: Die Zeitbezugsmethode 13
2.4.3 Behandlung der Umrechnungsdifferenzen 15
2.4.4 Beispiel 16
2.5 Zusammenfassung 19
3. Absicherungsmöglichkeiten einer Beteiligung aneiner ausländischen Netto-Investition 21
3.1 Währungsumrechnungsrisiko 21
3.2 Absicherung 21
3.2.1 Begriff: Hedging 21
3.2.2 Sicherungsinstrumente 22
3.3 Hedging gemäss IAS 22
3.3.1 Allgemeine Grundsätze 22
3.3.2 Hedging ausländischer Tochtergesellschaften 23
3.4 Hedging einer selbständigen ausländischen Tochtergesellschaft mittels Fremdwährungskredit 24
4. Konsolidierung einer Tochtergesellschaft 29
4.1 Überblick 29
4.2 Grundlagen zur Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode 29
4.2.1 Zweck der Kapitalkonsolidierung 29
4.2.2 Das Konzept der Erwerbsmethode 30
4.3 Erstmalige Konsolidierung nach der Erwerbsmethode 31
4.4 Folgekonsolidierung nach der Erwerbsmethode 33
4.5 Endkonsolidierung nach der Erwerbsmethode 35
5. Konsolidierung umgerechneter Teilabschlüsse vonunabhängigen ausländischen Tochtergesellschaften 41
5.1 Einleitung 41
5.2 Erstkonsolidierung 41
5.2.1 Währungsumrechnung 41
5.2.2 Sicherungsgeschäft 43
5.2.3 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis 44
5.3 Erste Folgekonsolidierung 46
5.3.1 Währungsumrechnung 46
5.3.2 Sicherungsgeschäft 48
5.3.3 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis 48
5.4 Zweite Folgekonsolidierung 49
5.4.1 Währungsumrechnung 49
5.4.2 Sicherungsgeschäft ohne Anpassung des Fremdwährungskredites 51
5.4.3 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis ohne Anpassung des Fremdwährungskredites 52
5.4.4 Sicherungsgeschäft mit Anpassung des Fremdwährungskredites 52
5.4.5 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis mit Anpassung des Fremdwährungskredites 53
5.5 Endkonsolidierung 54
5.5.1 Währungsumrechnung 54
5.5.2 Sicherungsgeschäft ohne Anpassung des Fremdwährungskredites 56
5.5.3 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis ohne Anpassung des Fremdwährungskredites 58
5.5.4 Sicherungsgeschäft mit Anpassung des Fremdwährungskredites 60
5.5.5 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis mit Anpassung des Fremdwährungskredites 62
6. Zusammenfassung 64
Literaturverzeichnis 68

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bislang bilden die Einzelabschlüsse der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen den Ausgangspunkt für die Erstellung der Konzernrechnung. Diese Einzelabschlüsse sind die Bausteine des Konzernabschlusses. Jedoch dürfen bei der Konsolidierung die Einzelabschlüsse nicht nur durch blosse Addition zum Konzernabschluss zusammengefasst werden. Die geschäftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Konzernunternehmen, speziell der Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen ihnen, sind wirtschaftlich anders zu beurteilen als die geschäftlichen Beziehungen zwischen sowohl rechtlich also auch wirtschaftlich selbständigen Unternehmen, da diese Geschäfte von der Konzernleitung gesteuert werden können. Viele Sachverhalte stellen sich aus Konzernsicht ganz anders dar, als diese in den Einzelabschlüssen zu beurteilen wären. Mit Hilfe des Konzernabschlusses soll nun, unter Eliminierung aller innerkonzernlichen Beziehungen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einheitsunternehmung Konzern dargestellt werden. Die Konsolidierung betrifft verschiedene Bereiche wie die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung etc..73 Zudem bestehen verschiedene Konsolidierungsverfahren. Im Folgenden wird nur auf die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode eingegangen. [...]

Angenommen die Beteiligung wird zum Anschaffungspreis, also zu USD 750 verkauft, dann ergibt sich ein Verkaufspreis von CHF 1650. Dies führt durch die Kurssteigerung zu einem Ertrag aus dem Verkauf der Beteiligung von CHF 150, welcher allerdings um die Umrechnungsdifferenzen aus dem Sicherungsgeschäft von CHF –150 zu korrigieren ist. Folglich wird der Kursgewinn der Beteiligung durch den Kursverlust des Fremdwährungskredites genau ausgeglichen und es entsteht kein Gewinn. Dieser Sachverhalt wird anhand der Erfolgsrechnung der Muttergesellschaft in Abbildung 20 dargestellt. Erfolgsrechnung der Muttergesellschaft (M) per 31.12.3 ausserordentlicher Aufwand (Kursverlust aus Absicherung) Gewinn 150 0 150 150 ausserordentlicher Ertrag (Kursgewinn der Beteiligung) 150 [...]

Da die Beteiligung im Einzelabschluss der Muttergesellschaft zu Anschaffungskosten von CHF 1500 bilanziert wurde, ergibt sich bei einem Verkaufspreis von CHF 3300 ein Ertag aus dem Verkauf von CHF 1800. Des Weiteren müssen nun die kumulierten Umrechnungsdifferenzen von CHF –150 erfolgswirksam aufgelöst werden. Da der Kurs gegenüber dem Abschlusszeitpunkt des Kredites von CHF/USD 2.00 auf CHF/USD 2.20 um CHF/USD 0.20 gestiegen ist, hat sich die Schuld um CHF 150 erhöht. Die Umrechnungsdifferenz stellt somit einen Kursverlust dar, welcher als ausserordentlicher Aufwand zu erfassen ist. Der Verkaufserlös wird durch die Umrechnungsdifferenz vermindert. Durch den Verkauf der Beteiligung und die Auflösung der Kursdifferenz entsteht somit ein Gewinn von CHF 1650. Abbildung 19 zeigt die Bilanz per 31.12.3, wie sie sich nach dem Verkauf darstellt. Die [...]

Arbeit zitieren:
Scheidegger, Sandra Juli 2001: Hedging und Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Netto-Investitionskonzept, IAS 21, Fremdwährungsumrechnung, Hedging, Konzernrechnung

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