Hauttextur und weibliche Schönheit
Der Einfluss der Hautoberfläche auf die Attraktivität von Frauengesichtern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bernhard Fink
- Abgabedatum: Dezember 2000
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4694-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4694-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4694-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fink, Bernhard Dezember 2000: Hauttextur und weibliche Schönheit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Evolution, Gesicht, Partnerwahl
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Diplomarbeit von Bernhard Fink
Einleitung:
In vielen empirischen Studien hat sich gezeigt, dass Composites (Mittelwertbilder) weiblicher Gesichter attraktiver eingestuft werden als die Ausgangsbilder selbst. Dies hat zur Behauptung geführt, dass Attraktivität ”Durchschnitt” sei. Allerdings zeigt sich auch, dass Durchschnittsgesichter zwar attraktiv, nicht aber die attraktivsten sind. Die Methoden der Forschungen in diesem Gebiet konzentrieren sich vor allem auf die morphometrische Veränderung von Composites mittels Grafikprogrammen am Computer und die Beobachtung deren Auswirkungen.
Bisher sehr wenig beachtet worden ist dabei der Einfluss der Hautoberfläche auf die Attraktivität eines Gesichtes. Der Grund dafür dürfte die Schwierigkeit sein, ein valides Maß für die Beschaffenheit der Hautoberfläche zu finden. In dieser Untersuchung bediente ich mich eines typischen Hilfsmittels der Texturanalyse, der sogenannten Cooccurrence-Matrix (auch Spatial Greylevel Dependence Matrix - SGLD - oder Grauwertübergangsmatrix genannt). Dabei wird versucht die Grauwertverhältnisse in der näheren Umgebung eines aktuellen Pixels zu beschreiben und somit zu aussagekräftigen Parametern für die Beschaffenheit der Haut zu gelangen.
In dieser Untersuchung wurden von den insgesamt hundert Bildern einer Photo-CD-ROM des japanischen Photographen Akira Gomi, die schon in einer früheren Studie hinsichtlich ihrer Attraktivität beurteilt worden waren, 20 Photos weiblicher Stimuluspersonen aller Attraktivitätsstufen ausgewählt und auf ein aus allen 100 Gesichtern gemorphtes Durchschnittsgesicht gewarpt. Durch dieses Verfahren wurde der Einfluss der Gesichtsform weitgehend reduziert und eine Attraktivitätsbeurteilung musste nun vor allem Ausdruck der Beschaffenheit der Gesichtsoberfläche beziehungsweise der Textur sein.
Siebenundzwanzig männliche Versuchspersonen hatten die Aufgabe an einem Personal Computer die randomisiert gebotenen Stimulusgesichter hinsichtlich zehn Eigenschaften zu beurteilen. Die so erhaltenen Ratings wurden mit den Parametern aus der Cooccurrence-Matrix, die auf die Gesichter angewendet wurde, korreliert. Es zeigt sich ein Trend, in bezug auf die Hautoberfläche homogenere Gesichter als attraktiver einzustufen. Dieser Trend stabilisiert sich bei wachsender Stichprobengröße. Ein Einfluss der Beschaffenheit der Hautoberfläche auf die Attraktivitätsbeurteilung konnte somit nachgewiesen werden, wobei doch auch Einschränkungen anzumerken sind.
Alle Operationen wurden bei zweidimensionalen Gesichtern durchgeführt. Es ist zweifellos so, dass dadurch Information über ein Gesicht verloren geht, die wir in Wirklichkeit aber erhalten. Um also ein noch genaueres Abbild der Realität zu schaffen wird es notwendig sein, sich auch bei diesen Untersuchungsmethoden in die dritte Dimension zu begeben. Zur Zeit gibt es dabei aber noch zu viele Probleme um wirklich sinnvolle Aussagen treffen zu können. Dennoch kann man vermuten, dass sich uns nach Bewältigung dieses Schrittes eine Fülle neuer Möglichkeiten zur Beschreibung physischer Attraktivität auftun werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | INHALTSVERZEICHNIS | 2 |
| 2. | Zusammenfassung | 4 |
| 3. | Vorbemerkungen und Danksagungen | 6 |
| 4. | Physische Attraktivität | 7 |
| 4.1 | Die Geschichte ästhetischen Denkens und Erlebens | 7 |
| 4.2 | Gesichtsschönheit | 9 |
| 4.2.1 | Einführung und Begriff | 9 |
| 4.2.2 | Variablen der Gesichtsschönheit | 10 |
| 4.2.2.1 | Das Regelmaß | 10 |
| 4.2.2.2 | Das Kindchenschema | 11 |
| 4.2.2.3 | Das Mensch- und Partnerschema | 11 |
| 4.2.2.4 | Gesundheit und Jugendlichkeit | 12 |
| 4.2.2.5 | Die dominante Sozialbestimmung | 13 |
| 4.2.2.6 | Das gelernte Normalgesicht | 13 |
| 4.2.2.7 | Gesichtsschönheit im Umfeld der Speisebevorzugung | 14 |
| 4.3 | Darwin'sche Ästhetik: Das Gesicht als Schauplatz von Selektionsprozessen? | 14 |
| 4.3.1 | Schönheit und das Auge des Betrachters: Weibliche Attraktivität aus der Sicht der Evolutionären Psychologie | 14 |
| 4.3.2 | Das Hamilton-Zuk-Paradigma der Parasitenresistenz | 17 |
| 4.3.3 | ”Good Genes”: Zahavi’s Handikap Prinzip | 18 |
| 4.4 | Die Haut - Integumentum commune | 19 |
| 4.4.1 | Allgemeines | 19 |
| 4.4.2 | Epidermis | 20 |
| 4.4.3 | Dermis | 22 |
| 4.4.4 | Tela subcutanea | 23 |
| 4.4.5 | Physiologisch bedingte Veränderungen der Haut | 24 |
| 5. | Hypothesen | 27 |
| 6. | Die Untersuchung | 28 |
| 6.1 | Material | 28 |
| 6.1.1 | Morphing und Warping | 28 |
| 6.2 | Versuchsablauf | 31 |
| 6.3 | Auswertung | 31 |
| 6.3.1 | Grundlagen der digitalen Bildverarbeitung | 32 |
| 6.3.1.1 | Überblick | 32 |
| 6.3.1.2 | Digitalisierung von Schwarz/Weiss-Bilddaten | 33 |
| 6.3.2 | Verarbeitung des Datenmaterials | 35 |
| 6.3.2.1 | Charakterisierung digitalisierter Bilder | 35 |
| 6.3.2.2 | Texturanalyse | 36 |
| 6.3.2.2.1 | Überblick | 36 |
| 6.3.2.2.2 | Die Cooccurrence-Matrix | 37 |
| 6.3.2.2.3 | Weitere Variablen in der Untersuchung | 43 |
| 6.3.2.2.2 | Bildanalyse mit dem ”Facial Explorer” | 43 |
| 6.4 | Ergebnisse | 45 |
| 6.5 | Diskussion | 54 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 63 |
| 8. | Über den Autor - Curriculum vitae | 73 |
Nervenendkörperchen, Nerven und Kapillaren vor. Bindegewebszapfen ragen in die Epidermis hinein und vergrößern so die Kontaktfläche zwischen Dermis und Epidermis. Diese Verzapfung wechselt regional stark ab, wodurch sich typische Muster bilden, die an der Oberfläche der Haut in Form von Aufwerfungen beziehungsweise Einsenkungen der Epidermis in Erscheinung treten. Unterschieden werden: − Felderhaut: Sie nimmt den größten Teil der Körperoberfläche ein und ist an der Haut über Knie und Ellenbogen besonders, in der Haut des Augenlides sehr gering ausgeprägt. Mit der Felderhaut stehen Hautanhangsgebilde (Schweiß- und Duftdrüsen, Haare und Talgdrüsen) in enger Verknüpfung. − Leistenhaut: Besonders deutliche leisten kommen an den Finger- und Zehenballen zur Ausprägung, sowie an Handflächen und Fußsohlen. Sie sind genetisch festgelegt und so typisch, daß jedes Individuum daran erkannt werden kann (Fingerabdruck). • Stratum reticulare: Das Stratum reticulare ist die tiefere und dickere der beiden Dermisschichten. Es besteht aus kräftigen Kollagenfaserbündeln in charakteristischer Anordnung. Große Bedeutung für die Geschmeidigkeit der Haut haben die elastischen Fasern, die für die Rückstellung der Kollagenfaserbündel nach einer Dehnung sorgen. Die Dermis ist reich vaskularisiert und besitzt viele Nerven. An der Grenze zwischen Tela subcutanea und Dermis liegt ein weitmaschiger Arterien- und Venenplexus. Zusätzlich weisen einige Hautgebiete (zum Beispiel die Fingerspitzen) arteriovenöse Anastomosen auf. Das Gefäßsystem der Haut spielt bei der Thermo- und Blutdruckregulation eine wichtige [...]
− membranumschlossene lamelläre Granula. • Stratum lucidum: Das Stratum lucidum findet man gewöhnlich nur in dicker Epidermis (Handfläche, Fußsohle). Es enthält jene Zellen, die sich nach Abschluß ihrer Syntheseleistungen in tote Hornschüppchen umwandeln. • Stratum corneum: Das Stratum corneum besteht aus etwa 30 mm langen, 0,5-0,8 µm dicken Hornzellen, die je nach Körperregion eine unterschiedliche Anzahl von Schichten bilden. Die Hornschicht ist in sich uneinheitlich und besteht aus mehreren Typen von Hornzellen. Im Stratum corneum kommen alle Vorgänge, die Zur Verhornung der Epithelzellen führen, zum Abschluß. Die Melanozyten kommen in der Epidermis nur in geringer Zahl vor. Dennoch sind sie wichtig, da sie das Pigment Melanin bilden und damit Einfluß auf die Hautfarbe nehmen. Das Pigment selbst, dient dem Schutz des Organismus vor ultraviolettem Licht. Die Melanozyten liegen im Stratum basale der Epidermis, kommen aber auch in Haarfollikeln vor. Sie sind etwas größer als Keratinozyten und berühren die Basalmembran, mit der sie durch Halbdesmosomen verbunden sind. Im relativ hellen, filamentarmen Zytoplasma der Melanozyten kommt es zur Synthese von Melanin, die durch die Umwandlung von L-Tyrosin zu 3,4-Dihydroxyphenylalanin (Dopa) und weiter in Dopachinon eingeleitet wird. Langerhans-Zellen liegen vorwiegend im tieferen Stratum spinosum und sind dort ähnlich den Melanozyten dendritisch verzweigt. Es handelt sich um Zellen des Immunsystems, die aus dem Knochenmark eingewandert sind. Sie können sich in der Haut teilen und diese auch wieder verlassen. Langerhans-Zellen spielen bei der antigenspezifischen Aktivierung von T-Helfer-Lymphozyten lokal und in den regionalen Lymphknoten eine entscheidende Rolle. Merkel-Zellen gelten als Tastzellen (Mechanorezeptoren). Sie liegen im Stratum basale und kommen vor allem in der Haut von Hand- und Fußflächen vor. 4.4.3 Dermis Die Dermis besteht aus Bindegewebe. Auf der einen Seite hat sie Verbindung mit der Epidermis, auf der anderen mit der Tela subcutanea. Während der Entwicklung determiniert sie die Art der darüberliegenden Epidermis. Später stabilisiert die Dermis die Haut. Neben ihrer hohen Zerreißfähigkeit spielt die Dermis eine wichtige Rolle bei der Regulierung des [...]
Die Epidermis besteht aus einem mehrschichtigen, verhorntem Plattenepithel. Sie läßt mehrere deutlich unterscheidbare Schichten erkennen, was auf die ständige Neubildung basaler Zellen zurückzuführen ist. Diese Zellen wandern in etwa drei Wochen an die Hautoberfläche und werden dort als Hornschuppen abgestoßen. Insgesamt können i der n Epidermis vier Typen von Zellen unterschieden werden: • Keratinozyten (bilden den Hauptanteil an den Zellen der Epidermis) • Melanozyten (Pigmentzellen, bilden das Pigment Melanin) • Langerhans-Zellen (Zellen des Immunsystems) • Merkel-Zellen (Tastzellen) Die Dicke der Epidermis ist uneinheitlich (0,04-1,5 mm); relativ dünn ist sie an der Stirn, am dicksten in der Hohlhand und an der Fußsohle. Von basal nach apikal lassen sich in der Epidermis fünf Schichten unterscheiden, die hinsichtlich Dicke und Aufbau regionale Unterschiede Aufweisen: • Stratum basale: Basophile, kubisch bis hochprismatische Zellen, deren Längsachsen senkrecht zur Hautoberfläche stehen. Basal ruhen die Zellen auf einer Basalmembran, die von den Epithelzellen gebildet wurde und Epidermis und Dermis fest miteinander verbindet. Lateral und apikal weisen die basalen Zellen zahlreiche Desmosomen zur Verknüpfung mit den Nachbarzellen auf. • Stratum spinosum: Charakteristische polygonale Keratinozyten und zahlreiche [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832446949
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