Das Handy als audiovisuelles Medium der Zukunft
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Sebastian Teiwes
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 114 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Donau-Universität Krems Österreich
- Bibliografie: ca. 35
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2496-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Teiwes, Sebastian September 2006: Das Handy als audiovisuelles Medium der Zukunft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Handy TV, Mobile TV, audiovisuell, Medium, Film
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MA-Thesis / Master von Sebastian Teiwes
Einleitung:
In Deutschland gibt es eine Kultur des Fußball-Fernsehens. Mit Kumpels in der Kneipe, der Fernseher hängt in der Ecke. Oder auf einem öffentlichen Platz, das Spiel wird auf einer Großleinwand gezeigt. Oder beim Grillen im Garten, meterlange Kabel sorgen für besten Empfang. Fußballschauen ist immer eine Form der Gemeinschaft: zusammen mit anderen das Spiel genießen (oder sich ärgern), dazu eine Bratwurst und ein Bier.
Fernsehen auf dem Handy ist das Gegenteil davon, ganz allein sitzt man vor dem Mobiltelefon. Dafür hat es einen anderen Vorteil: Immer und überall ist Fußballschauen möglich. Im Zug, im Schwimmbad, beim Picknick. Was für eine Erleichterung wäre das für den geplagten Familienvater gerade zur Zeit der Fußball-Dauerberieselung während der Weltmeisterschaft. Die Kinder toben im Wasser, die Frau sonnt sich auf der Wiese, und auf dem Handy läuft dennoch ein Spiel. (sueddeutsche.de) So oder ähnlich könnte eine zukünftige Anwendung des derzeit heiß diskutierten und getesteten Handy-TV aussehen. Natürlich gibt es weitaus mehr Anwendungsmöglichkeiten, als eine Fußballübertragung, doch dieses Zitat macht die Vision sehr anschaulich, die hinter dem Gedanken der mobilen Fernsehübertragung steckt: Jederzeit und an jedem Ort das ansehen zu können, was man gerade möchte. Sei es Fußball, Nachrichten, Wetterbericht, Serien oder etwas anderes.
Bis zu einer vollständigen Umsetzung dieser Vision ist es jedoch noch ein langer Weg, der mit verschiedenen Hürden, wie der Übertragungstechnik und der Wahl der Inhalte versehen ist.
Derzeit gibt es bereits verschiedene Pilotversuche, die sowohl die Technik, als auch das Konsumentenverhalten auf den Prüfstand stellen.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Problematik des Handy-TV-Marktes zu geben, Geschäftsmodelle darzustellen und Inhalte aufzuzeigen, damit Produzenten diesen entstehenden Markt als neue Möglichkeit wahrnehmen und Konzepte für diesen Markt entwickeln.
Um dies möglichst plastisch darzustellen wird zunächst auf die Technik eingegangen und die verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten, sowie die Anforderungen an die Geräte erläutert. Im Anschluss daran befasst sich die Arbeit mit der rechtlichen Seite von Mobile-TV, sowie mit potentiellen Geschäftsmodellen und Inhalten.
Weiteres Ziel ist die Suche nach Hypothesen zur Orientierung in dem komplexen Bereich von Mobile-TV. Diese Hypothesen werden im Rahmen dieser Arbeit hergeleitet, es wird jedoch nur einer Hypothese verifiziert, da die Verifizierung weiterer Hypothesen nicht einerseits nicht Gegenstand dieser Arbeit ist und andererseits in den meisten Fällen aufgrund fehlender Daten und Erfahrungswerte noch nicht möglich ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Kurzbeschreibung | 1 | |
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| Tabellenverzeichnis | 7 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 8 | |
| Vorwort | 9 | |
| Problemdefinition | 11 | |
| Lösungsmethoden | 12 | |
| 1. | Forschungsstand und Einführung in das Thema | 13 |
| 2. | Eingrenzung des Themas | 16 |
| 3. | Theoretischer Teil | 17 |
| 3.1. | Übertragungswege | 17 |
| 3.1.1. | UMTS - Telefonnetz | 18 |
| 3.1.2. | Antennenfunk | 19 |
| 3.1.2.1. | DMB | 19 |
| 3.1.2.2. | DVB-H | 20 |
| 3.1.2.3. | Ansätze zur Konfliktlösung | 22 |
| 3.1.2.3.1. | Koexistenz von DVB-H und DMB | 23 |
| 3.1.2.3.2. | Bündelung von DVB-H und DMB in DXB | 24 |
| 3.2. | Voraussetzungen | 25 |
| 3.2.1. | Anforderungen an das Endgerät | 25 |
| 3.2.1.1. | Hardware | 25 |
| 3.2.1.2. | Software | 26 |
| 3.2.2. | Anforderungen an das Material | 27 |
| 3.2.2.1. | Format - Komprimierung | 27 |
| 3.2.2.2. | Das Bild | 28 |
| 3.2.2.3. | Umwandlung | 30 |
| 3.2.2.3.1. | on the fly | 30 |
| 3.2.2.3.2. | Nachbearbeitung | 30 |
| 3.3. | Recht | 34 |
| 3.3.1. | Urheber und Senderecht | 34 |
| 3.4. | Geschäftsmodelle | 37 |
| 3.4.1. | Marktteilnehmer | 39 |
| 3.4.1.1. | Content-Producer | 39 |
| 3.4.1.2. | Verwertungsgesellschaften | 40 |
| 3.4.1.3. | Sender | 41 |
| 3.4.1.4. | Endgerätehersteller | 42 |
| 3.4.1.5. | Telefonnetzbetreiber | 42 |
| 3.4.1.6. | Zuschauer - Kunde - Verbraucher | 43 |
| 3.4.2. | Marktanalyse | 44 |
| 3.4.2.1. | Absatzmarkt | 45 |
| 3.4.2.2. | Werbemarkt | 52 |
| 3.4.3. | Refinanzierungsmodelle | 55 |
| 3.4.3.1. | Der Drang zu Kooperationen | 55 |
| 3.4.3.2. | Erlösmodelle | 58 |
| 3.4.4. | Geschäftsmodelle | 63 |
| 3.4.4.1. | Sendergeführtes Marktmodell | 63 |
| 3.4.4.2. | Mobilfunkbetreibergeführtes Marktmodell (terr) | 65 |
| 3.4.4.3. | Mobilfunkbetreibergeführtes Marktmodell (UMTS) | 67 |
| 3.4.4.4. | Marktmodell eines unabhängigen Service-Providers | 67 |
| 3.4.4.5. | Fazit zu Kapitel 3.4.4 | 69 |
| 3.5. | Inhalte | 71 |
| 3.5.1. | Erfolgsfaktoren | 71 |
| 3.5.2. | Vorhandene Inhalte Nutzen | 72 |
| 3.5.3. | neue Formate – Chancen für Produzenten | 74 |
| 3.5.4. | Programmkategorien | 78 |
| 3.5.4.1. | Nachrichten - Information | 79 |
| 3.5.4.1.1. | Überregional | 80 |
| 3.5.4.1.2. | Regional | 81 |
| 3.5.4.2. | Sport | 81 |
| 3.5.4.3. | Musikprogramme | 82 |
| 3.5.4.4. | Quizsendungen | 82 |
| 3.5.4.5. | Serien - Mobisodes | 83 |
| 3.5.4.6. | Erotik | 83 |
| 3.5.4.7. | Spielfilme | 84 |
| 3.5.4.8. | Wetten - Glücksspiele | 84 |
| 3.5.4.9. | Teleshopping | 85 |
| 3.5.4.10. | Interaktive Spiele | 85 |
| 3.5.4.11. | Eventfernsehen | 86 |
| 4. | Praktischer Teil | 87 |
| 4.1. | Das Experiment | 87 |
| 4.1.1. | Hypothese | 87 |
| 4.1.2. | Umsetzung | 87 |
| 4.1.3. | Versuchspersonen | 88 |
| 4.1.4. | Versuchsmaterialien | 88 |
| 4.1.5. | Versuchsergebnis | 89 |
| 4.1.6. | Auswertung des Ergebnisses | 90 |
| 4.1.6.1. | Verifizierung der Hypothese | 90 |
| 4.1.6.2. | Sehwinkel bei ‚intuitiver’ Haltung | 94 |
| 4.1.6.3. | Mindestschrifthöhe | 95 |
| 5. | Ergebnis der Masterthese | 98 |
| 6. | Diskussion | 101 |
| 7. | Resumee | 103 |
| Literaturverzeichnis | 106 | |
| Expertenverzeichnis | 109 | |
| Anhang | I |
Textprobe:
Kapitel 1, Forschungsstand und Einführung in das Thema:
Als die Mobiltelefone vor einigen Jahren den Markt eroberten, waren dies Geräte, die ihren Besitzer in die Lage versetzten, nahezu überall erreicht werden zu können und von überall zu telefonieren. Mit einem zumeist zweifarbigen Display war es möglich, kurze Nachrichten einzugeben und zu versenden, einige Einstellungen des Telefons vorzunehmen, und ein kleines Telefonbuch zu verwalten.
Heute ist das anders. Die mobilen Begleiter haben sich recht bald zu multimedialen Allround-Talenten entwickelt. Auch von kleinen Telefonbüchern kann nicht mehr die Rede sein. Inzwischen können Mobiltelefone mehr Daten zu einer Person gespeichert, als auf einer Visitenkarte zu finden sind. Durch die stetig wachsende Speicherkapazität ist man in der Lage, umfassende digitale Visitenkarten zu mehreren hundert Personen, teilweise mit zugeordnetem Foto, in ein Mobiltelefon zu speichern. Zusätzlich liefern die hoch auflösenden Displays eine Farbvielfalt, die den Vergleich mit einem größeren Flachbildschirm nicht zu scheuen braucht. Mit solchen Displays und eingebauten Kameras sind die Besitzer dieser Geräte in der Lage, auch Fotos und Videos aufzunehmen. Durch kleine eingebaute Leuchten und Blitze werden auch Aufnahmen bei eingeschränkten Sichtverhältnissen relativ gut. Bluetooth ermöglicht es, Daten wie Videos und Bilder beispielsweise an Computer oder Telefone zu versenden. Für die Übertragung wird nicht einmal mehr Sichtkontakt zwischen den entsprechenden Geräten benötigt, wie noch bei der älteren Infrarottechnik. Natürlich lassen sich diese Daten auch mit Multimedia-Nachrichten über das Telefonnetz an weit entfernte Geräte senden.
Parallel zu dieser Entwicklung entstanden so genannte Pocket-PCs (z.B. PALMs), die jedoch etwas größer als Mobiltelefone sind. Diese Geräte reduzieren die Funktionen eines Computers auf Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Adress- und Terminverwaltung und einiges mehr. Da ein Pocket-PC aufgrund seiner relativ geringen Größe in nahezu jede Tasche passt, versetzen sie ihren Besitzer in die Lage jederzeit kleinere Aufgaben zu erledigen. In diesem kann der Benutzer Notizen anfertigen und Termine und Adressen besser verwalten, als es mit Mobiltelefonen der Fall ist. Durch den Touchscreen sind diese Geräte zudem um ein vielfaches besser zu bedienen. Pocket-PCs verfügen ebenfalls über Datenübertragungstechnologien wie Bluetooth und teilweise sogar Wireless LAN. Es ist jedoch nicht möglich, mit diesen Geräten zu telefonieren. Hierzu wird immer noch ein zusätzliches Mobiltelefon benötigt.
Derzeit gibt es moderne Mobiltelefone, mit denen Adressdaten, Aufgaben und Termine verwaltet und mit dem Computer synchronisiert werden können. Des Weiteren können mit diesen Geräten sowohl Fotos und Videos, als auch Textdokumente, Tabellenkalkulationen und vieles andere mehr erstellt und versendet werden. Solche Geräte lassen es zu, dass individuelle Software installiert werden kann und das Mobiltelefon sogar gleichzeitig als Navigationssystem genutzt wird. Die Empfangsantenne kann dabei über eine Bluetooth-Verbindung per Funk angeschlossen werden. Teilweise verfügen auch diese Geräte über Wireless LAN, so dass vielerorts sogar E-Mails mit dem ‚Telefon’ abgerufen werden können. Diese hier erwähnten Funktionen sind nur als Beispiele zu betrachten, denn heutige Telefone haben noch weitere Funktionen. (Selbst ganz normales Telefonieren ist damit möglich.) Mobiltelefone können bereits Fotos und Videos erstellen. Parallel dazu gibt es inzwischen schon relativ kleine tragbare Fernsehgeräte, die terrestrische Fernsehsignale empfangen können. Da ist es natürlich nahe liegend ein entsprechendes Empfangsgerät auch in Mobiltelefon einzubauen.
Das Ergebnis ist wieder eine neue Stufe der Handyevolution. So wird das mobile Telefon mehr und mehr zum Alleskönner für die Hosentasche. Die aktuelle Entwicklung verzögert sich jedoch ein wenig, da noch nicht klar ist, mit welcher Technik die Fernsehsignale auf die Telefone übertragen werden sollen. Darüber hinaus fusionieren hier nicht nur zwei Gerätearten, sondern mit ihnen gleich zwei ganze Branchen. Dementsprechend müssen tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt werden. Für das Erreichen der nächsten Evolutionsstufe sind allerdings noch einige Schwierigkeiten zu bewältigen.
Da die Kombination von Fernsehgeräten und Mobiltelefonen noch sehr neu und hochaktuell ist, befindet sich der gesamte Forschungsstand in diesem Bereich noch auf relativ niedrigem Niveau. Dies gilt besonders für Geschäfts- und Refinanzierungsmodelle. Der Grund für diese Situation liegt unter anderem darin, dass derzeit kaum jemand eine Prognose darüber wagt, welche Übertragungstechnik sich durchsetzen wird.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836624961
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Handy TV, Mobile TV, audiovisuell, Medium, Film



