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Handelsmarken und Discounter-Entwicklung und Auswirkungen auf die Konsumgüterindustrie

Handelsmarken und Discounter-Entwicklung und Auswirkungen auf die Konsumgüterindustrie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Iris Kaib
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 2,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7747-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7747-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7747-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaib, Iris September 2003: Handelsmarken und Discounter-Entwicklung und Auswirkungen auf die Konsumgüterindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konsumentenverhalten, No Name, Dachname, Markenartikel, Zusatznutzen

Diplomarbeit von Iris Kaib

Zusammenfassung:

Aufgrund der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation in Deutschland sind seit einigen Jahren sowohl Konsumzurückhaltung als auch das gestiegene Preisbewusstsein deutlich spürbar.

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen geraten durch den enormen Zuwachs der Discounter in Deutschland (Umsatzentwicklung Lebensmittel Januar bis Dezember 2002: +11 %) zunehmend unter Druck und versuchen, der immer größer gewordenen Austauschbarkeit des Angebotssortiments durch aktive Handelsmarkenpolitik, die zu einem der wichtigsten Profilierungsinstrumente der Vertriebsschienen gegenüber den Wettbewerbern geworden ist, entgegenzuwirken. Durch eine Profilierung durch Handelsmarkenpolitik verspricht man sich eine erhöhte Kundenbindung und daraus resultierend eine verbesserte Gewinnsituation für den Einzelhandel.

Die Entwicklung der Handelsmarken ist für viele Markenartikler eine ernstzunehmende Bedrohung geworden, denn selbst in Warengruppen wie beispielsweise Körperpflegeprodukte, in denen Handelsmarken vor einigen Jahren kaum oder gar nicht Fuß fassen konnten, sind diese zu festen Bestandteilen des Sortiments geworden und können extrem stark anwachsen.

Im Fokus dieser Arbeit steht die Frage nach zukunftsweisenden Strategien im Umgang mit Handelsmarken – sowohl aus Handels- als auch aus Herstellersicht.

Es wird mit der Abgrenzung der bezüglich der Fragestellung relevanten Begriffe begonnen, um darauf aufbauend auf die Entwicklungen, Funktionen und Ziele von Marken, Handelsmarken und Discounter in Deutschland einzugehen.

Anschließend wird die Situation der Handelsmarken und Discounter in Europa betrachtet, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der Situation hierzulande aufzuzeigen.

Die Funktionsweise von Aldi soll exemplarisch für das Discountkonzept in Deutschland erklärt werden um dann die Gründe für die positive Entwicklung der Handelsmarken und der Discounter darzulegen. Es wird untersucht, inwieweit Faktoren wie die Konjunkturentwicklung, das veränderte Konsumentenverhalten im Bezug auf Markentreue, Orientierung an der Einkaufsstätte, Preissensibilisierung und die Diskussion um den TEuro einen Einfluss auf die Entwicklungen haben.

Des Weiteren werden Strategien der Handelsunternehmen, die ihre Handelsmarkenpolitik betreffen, untersucht und Beispiele aus der Praxis angeführt, um Trends aufzuzeigen.

Schlussendlich wird der vieldiskutierten Frage nachgegangen, wie sich die Markenartikler im Umgang mit den Handelsmarken verhalten sollten. Es werden einige der in der Vergangenheit begangenen Fehler analysiert und verschiedene aktuell verfolgte Strategien aufgezeigt und bewertet mit dem Ziel, daraus Erfolgsversprechende Wege für eine gesicherte Position der Markenartikler neben den Handelsmarken zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
Problemstellung und Gang der Untersuchung 1
1. Begriffsabgrenzungen und Erscheinungsformen 3
1.1 Begriff Marke 3
1.2 Erscheinungsformen von Marken 5
1.3 Begriff Handelsmarke 7
1.4 Erscheinungsformen von Handelsmarken 7
1.4.1 Typisierung von Handelsmarken anhand ihrer strategischen Positionierung 7
1.4.1.1 Gattungsmarken / Generics / No Names 8
1.4.1.2 Handelsmarken im klassischen Sinn bzw. Quasimarken 9
1.4.1.3 Premium-Handelsmarken 9
1.4.2 Typisierung von Handelsmarken aufgrund der Breite des Markendaches 9
1.5 Begriff Discounter und Vollsortimenter 11
2. Entwicklung und Funktionen von Marken, Handelsmarken und Discountern 13
2.1 Entwicklung und Funktionen der Markenartikel 13
2.1.1 Entwicklung der Markenartikel 13
2.1.1.1 Markenentwicklung bis zum 18. Jahrhundert 13
2.1.1.2 Markenentwicklung vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts 14
2.1.1.3 Phasen der Markenentwicklung ab Mitte des 20. Jahrhunderts 16
2.1.2 Funktion von Markenartikeln 17
2.2 Entwicklung, Funktionen und Erfolgsbedingungen der Handelsmarken 19
2.2.1 Entwicklung der Handelsmarken 19
2.2.1.1 Historische Entwicklung und Prozess der Differenzierung der Handelsmarken 19
2.2.1.2 Aktuelle Entwicklung 21
2.2.1.3 Status quo der Handelsmarken in Deutschland 21
2.2.1.4 Zukunftsperspektiven 23
2.2.2 Ziele und Funktionen der Handelsmarken (-politik) 24
2.2.3 Erfolgsbedingungen für Handelsmarken 26
2.2.4 Theoretische Ansätze zur Entwicklung von Handelsmarken 27
2.3 Entwicklung der Discounter in Deutschland 29
2.3.1 Die Anfänge der Discounter 29
2.3.2 Die Funktionsweise von Aldi exemplarisch für das Discountkonzept in Deutschland 30
2.3.3 Aktuelle Entwicklungen 33
3. Internationale Bedeutung von Handelsmarken und Discountern 36
3.1 Bedeutung von Handelsmarken in verschiedenen Ländern 36
3.1.1 Bedeutung von Handelsmarken in der Schweiz 38
3.1.2 Bedeutung von Handelsmarken in Großbritannien 39
3.1.3 Bedeutung von Handelsmarken in Frankreich 41
3.2 Bedeutung von Discountern in Europa 42
3.2.1 Bedeutung von Discountern in Frankreich 44
3.2.2 Bedeutung von Discountern in Großbritannien 44
4. Gründe für die positive Entwicklung der Handelsmarken und Discounter in Deutschland 47
4.1 Verbesserte Qualität der Handelsmarken 47
4.2 Konjunkturentwicklung 47
4.3 Überforderung der Konsumenten 49
4.4 Verändertes Konsumverhalten 51
4.4.1 Veränderte Einstellung der Konsumenten gegenüber Discountern und Handelsmarken 53
4.4.2 Abnahme des Markenbewusstseins 55
4.4.3 Zunahme der Orientierung an der Einkaufsstätte 56
4.4.4 Zunahme der Preissensibilität 56
4.4.4.1 Teuro – Diskussion 58
4.4.4.2 Umgang der Discounter mit dem Teuro 60
5. Strategien der Markenartikler 61
5.1 Marktführerschaft 61
5.2 Konzentration auf Kernkompetenzen - Ausdünnen des Markenportfolios 62
5.3 Stärkung des Markenbewusstseins 62
5.4 Stärkung der Dachmarke 63
5.5 Innovationen 64
5.6 Co-Branding 67
5.7 Direktkommunikation 68
5.8 Zusatznutzen, Nutzendifferenzierung 69
5.9 Fehler der Markenartikler und des Handels 71
5.10 Strategien führender Markenartikelhersteller 73
Zusammenfassung 75
Anhang 77
Literaturverzeichnis 88
Eidesstattliche Erklärung 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

In Frankreich wachsen Discounter sehr stark. Bei der Einführung dieser Betriebsform vor über 10 Jahren war der Discount in Frankreich eine Art Kulturrevolution. Heute kaufen schon mehr als die Hälfte der französischen Haushalte (55,5%) wöchentlich beim Discounter ein. Aldi machte dort mit seinen ersten französischen Filialen zu Beginn des Jahres 1988 den Anfang mit der diskontierenden Betriebsform, 1989 zog Lidl nach. 136 Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre weigerte sich jedoch manches Herstellerunternehmen, die Discounter zu beliefern, die ein sehr schlechtes Image beim Konsumenten hatten. Die Akzeptanz sowohl beim Verbraucher als auch bei der einheimischen Industrie hat sich mittlerweile aber grundlegend geändert, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass sich der Marktanteil der Hard-Discounter am französischen Lebensmitteleinzelhandel und die Anzahl der Filialen von 1992 bis 2002 mehr als versechsfachte. [...]

Für die deutschen Discounter ist die Auslandsexpansion sehr wichtig, da bspw. Aldi Schätzungen zufolge ungefähr 30% seines Umsatzes im Ausland erzielt.132 Insgesamt ist ein beachtliches Wachstum der Discounter in Europa zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund, dass Intermarché erst 2001 das Netto-Konzept übernahm und Plus als Kerngeschäft von Tengelmann international ausgebaut wird, ist mit einer starken Entwicklung der Discounter in Europa zu rechnen.133 Bei näherer Betrachtung des Marktes ist eine Unterscheidung zwischen HardDiscount und Soft-Discount sinnvoll. Der Soft-Discount ist im Gegensatz zum Hard-Discount seit 1999 leicht rückläufig. Soft-Discounter wurden entweder in Hard-Discounter umgewandelt oder aber zu klassischen Nachbarschaftsläden mit erweitertem Sortiment ausgebaut. Das Konzept des Hard-Discounts dagegen, welches im Folgenden weiter betrachtet werden soll, konnte sich sehr erfolgreich in Europa und sogar den USA etablieren. Es ist auffallend, dass sich nur wenige Hard-Discounter durchsetzen können und dass demzufolge eine sehr starke Konzentration herrscht. Die fünf größten Hard-Discounter, allen voran Aldi und Lidl, betreiben 84% der Outlets in Europa.134 [...]

In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die Handelsmarken (MDD = Marques de Distributeurs) in Frankreich bedingt durch das Wachstum der großen Handelsunternehmen Carrefour, Leclerc, Casino und Intermarché sehr stark.125 Auch in letzter Zeit wuchs der Marktanteil der Handelsmarken beträchtlich. In Frankreich gelten die Handelsmarken als Verkaufsmotor. Am Umsatzzuwachs des französischen Lebensmitteleinzelhandels von 1998 bis 2001 hatten sie einen Anteil von 40%. Im Jahr 2001 konnten die Handelsmarken ihren Marktanteil auf 21,8% des Umsatzes steigern, womit sie zwar noch weit entfernt sind vom Marktanteil in der Schweiz oder in Großbritannien, jedoch eine beachtliche Rolle spielen.126 Der im Vergleich zu Großbritannien und der Schweiz niedrigere Handelsmarkenanteil liegt unter anderem an Faktoren wie der unterschiedlichen Handelsmarkenhistorie, der Marktstruktur, der Konsumentenstruktur und dem Kaufverhalten. Verschiedenen Prognosen zufolge ist auf dem französischen Markt und besonders in den Hypermärkten ein noch erhebliches Potential vorhanden, da dort der Handelsmarkenanteil noch unter dem der Supermärkte liegt. Man geht davon aus, dass die Handelsmarken in den meisten Warengruppen einem Anteil von 25% erreichen können.127 [...]

Arbeit zitieren:
Kaib, Iris September 2003: Handelsmarken und Discounter-Entwicklung und Auswirkungen auf die Konsumgüterindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konsumentenverhalten, No Name, Dachname, Markenartikel, Zusatznutzen

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