Handel und wirtschaftliche Entwicklung in LDCs - ein Paradox?
Theoretische Betrachtung der handelsinduzierten Wachstumseffekte im Hinblick auf die besondere Lage der Least Developed Countries
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carolin Mengel
- Abgabedatum: September 2009
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 6,9 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
- Bibliografie: ca. 120
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4263-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mengel, Carolin September 2009: Handel und wirtschaftliche Entwicklung in LDCs - ein Paradox?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Handel, Entwicklung, Handelspolitik, Handelstheorie, Wachstumstheorie
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Diplomarbeit von Carolin Mengel
Einleitung:
‘Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten’ verkündete Walter Ulbricht im Juni 1961 – zwei Monate vor Beginn des Mauerbaus.
‘Niemand hat die Absicht protektionistische Maßnahmen zu ergreifen’ hätte das gemeinsame Lippenbekenntnis der Regierungen der G-20 auf dem Weltwirtschaftsforum Ende Januar dieses Jahres in Davos lauten können – und wäre damit ebenso glaubwürdig. Zwei Monate später stellte die Weltbank in der Tat zahlreiche protektionistische Maßnahmen in 17 der G-20-Staaten fest. Ihr Ziel ist der Schutz der heimischen Branchen vor den Folgen der Wirtschaftskrise, etwa durch Zölle, Subventionen oder milliardenschwere Konjunkturpakete, die inländische Unternehmen gegenüber ausländischen bevorzugen. Damit nehmen die Regierungen jedoch eine Verstärkung der Krise in Kauf. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist der konstant zunehmende Welthandel der Motor globalen Wachstums. Die gegenwärtige Welle des Protektionismus hingegen führt zu einem massiven Handelseinbruch, vor dem die internationalen Finanz- und Handelsorganisationen warnen (WTO 2009: xi, IMF 2009: xiv, World Bank 2009: 2f., UNCTAD 2009: i). Besonders Entwicklungsländer sind von einem Rückgang der Weltnachfrage negativ betroffen, ihre Exporterlöse sanken bereits um durchschnittlich 14 %, in den Industrieländern lediglich um die Hälfte. Die derzeitige Situation illustriert die immense Sensibilität der Entwicklungsländer gegenüber konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft und des Welthandels. Sie soll daher als Anlass genommen werden, die Rolle des Außenhandels für die wirtschaftliche Entwicklung der 49 ärmsten Entwicklungsländer, den Least Developed Countries genauer zu untersuchen.
Problemstellung:
Mit diesem Vorhaben begibt man sich zwangsläufig auf ein sowohl wissenschaftlich als auch politisch besonders umstrittenes Gebiet. Denn schon immer stellte Handelspolitik in der politischen Diskussion ein emotional sehr aufgeladenes Thema dar, was sich auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung niederschlägt. Laut der klassischen und neoklassischen Handelstheorie profitieren Staaten gesamtwirtschaftlich immer von Handel, dieser verursacht jedoch auch eine starke Umverteilung innerhalb der Gesellschaft, die neben Gewinnern auch Verlierer produziert. Potentielle Verlierergruppen opponieren daher einer Handelsöffnung und prangern negative Auswirkungen von Freihandel an, um so ihre Partikularinteressen zu wahren. Selbst wenn gesamtwirtschaftlich ein Land durch eine Handelsliberalisierung wächst, kann in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, die Globalisierung verliefe nicht im Interesse der Bevölkerung. Während klassische und neoklassische Außenhandelstheorien die Argumentationsgrundlage für Freihandelsbefürworter darstellen, bedienen sich Freihandelsgegner meist empirischer Evidenz von Verlierergruppen um ihren Standpunkt zu unterstützen. Neuere Modelle und Theorien zeigen jedoch auch mögliche adverse Effekte von bestimmten Handelsmustern. Sie basieren meist auf Annahmen älterer Theorien, die jedoch im wissenschaftlichen Mainstream in den Hintergrund geraten sind.
Die stark in den Welthandel integrierten Least Developed Countries machen oberflächlich betrachtet den Eindruck, weder gesamtwirtschaftlich besonders stark von Handel zu profitieren, noch Verlierergruppen ausreichend zu schützen. Im Gegenteil: Hunger und Armut herrschen in der breiten Bevölkerung der meisten LDCs, gleichzeitig werden sie im Welthandel marginalisiert und wirtschaftlicher Wohlstand scheint ihnen verwehrt zu bleiben. In den letzten Jahren jedoch wachsen diese Länder seit langem wieder. Daher ergibt sich die Fragestellung dieser Arbeit, ob Handel zu einem nachhaltigen Wachstum in den LDCs beitragen kann.
Um den Umfang dieser Arbeit einzuschränken, werden folgende Variablen festgelegt: Als unabhängige Variable sollen Umfang und Struktur des Außenhandels (Exporte und Importe) der LDCs gewählt werden. Abhängige Variable sei die wirtschaftliche Entwicklung der Länder, also ihr Wachstum. Da in den LDCs das Bevölkerungswachstum teilweise sehr hoch ist, muss das Wirtschaftswachstum höher sein, damit sich der durchschnittliche Lebensstandard nicht verringert. Daher soll nicht das einfache Wachstum der Wirtschaftsleistung betrachtet werden, sondern das Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens. Als Hypothese nehme ich an, dass Handel in LDCs erst ab einem gewissen Grad an Entwicklung zugute kommt.
Statistisch ist es nahezu unmöglich, den Faktor Handel als Wachstumsfaktor zu isolieren. Zu viele institutionelle, strukturelle, politische, geografische und historische Faktoren spielen mit hinein. Hingegen ist es zielführend, die bekanntesten Handels- und Wachstumstheorien einmal näher zu betrachten und ihre Annahmen anhand der real existierenden LDCs zu überprüfen. Ziel dieser Arbeit ist daher eine umfassende und differenzierte Betrachtung der wissenschaftlichen Literatur über die handelsinduzierten Wachstumskanäle und der notwendigen Voraussetzungen für tatsächliches Wachstum. Das bekannte Problem der extremen Armut in den Least Developed Countries soll anhand der bekanntesten Handels- und Wachstumstheorien analysiert werden, ohne dabei die kritische Hinterfragung der Modellannahmen zu vernachlässigen. Dabei sollen die hermetischen volkswirtschaftlichen Modelle auch mit politischen und politökonomischen Prozessen konfrontiert werden, um somit einen Bogen über beide Fächer zu schlagen. Die Auswahl der Handels- und Wachstumstheorien orientiert sich dabei an der Bekanntheit der Modelle. Sowohl die besprochenen Handeltheorien, als auch die wissenschaftliche Literatur zu Wachstumseffekten stellen die Grundlage für jedes volkswirtschaftliche Studium dar und prägen damit das Verhalten der volkswirtschaftlichen Experten maßgeblich. Eine differenzierte Beantwortung der Frage nach der optimalen Handelspolitik für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der LDCs wird den Schlussteil der Arbeit bilden.
Gang der Untersuchung:
Die Volkswirtschaft untersucht die optimale Nutzung knapper Ressourcen und sucht nach den notwendigen politischen Maßnahmen für deren Erreichung. Beides wird durch technische und informationelle Grenzen erschwert, zum Beispiel durch Messschwierigkeiten oder Datenmangel. Ist die optimale Politik jedoch einmal gefunden oder berechnet, wird angenommen, dass die Politiker als Maximierer der öffentlichen Wohlfahrt diese auch durchsetzen. Die politische Ökonomie stellt daher zunächst heraus, dass optimale und tatsächliche Politik nicht viel gemein haben. Tatsächliche Politik unterliegt vielmehr politischen Beschränkungen, nämlich der Notwendigkeit kollektive Entscheidungen trotz konfligierender Interessen zu treffen. Daher fragt die positive politische Ökonomie danach, wie politische Entscheidungen und ihre ökonomischen Konsequenzen durch politische Beschränkungen erklärt werden können. So kann man Erkenntnisse darüber gewinnen, warum Entscheidungsmechanismen oft andere Ergebnissen hervorbringen, als ein wohlwollender Ökonom sie gewählt hätte. Die normative politische Ökonomie fragt daraufhin, wie angesichts der politischen Beschränkungen bestimmte ökonomische Ziele erreicht werden können und wie konfligierende Interessen gewichtet werden sollen.
Die politikwissenschaftliche Untersuchung soll sich im Rahmen dieser Arbeit vor allem auf handelpolitische Entscheidungen beschränken. Eine Untersuchung der Außenpolitik, der Sozial- und Wirtschaftspolitik, der Bildungspolitik, sowie der politischen Institutionen und der Regimeform sind zwar durchaus interessant und beeinflussen den Wachstumsprozess selbstverständlich stark, doch würde eine solch umfassende Untersuchung zu weit führen und den Rahmen einer Diplomarbeit sprengen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | i | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Relevanz | 1 |
| 1.2 | Fragestellung und Variablen | 2 |
| 1.3 | Methodik | 4 |
| 2. | Stylized Facts: Die Least Developed Countries | 5 |
| 2.1 | Klassifikationskriterien und geografische Lage der LDCs | 5 |
| 2.2 | Wirtschaftstruktur und wirtschaftliche Entwicklung der LDCs | 7 |
| 2.3 | Handelsstruktur und Bedeutung des Handels in den LDCs | 12 |
| Zusammenfassung: Die hohe Abhängigkeit der LDCs vom Welthandel | 20 | |
| 3.1 | Statische Gewinne aus Handel | 22 |
| 3.1.1 | Absolute Kostenvorteile und effiziente Ressourcenallokation | 23 |
| 3.1.2 | Theorem der komparativen Kosten | 25 |
| 3.1.3 | Modell spezifischer Faktoren | 28 |
| 3.1.4 | Faktorproportionentheorem | 29 |
| 3.1.5 | Neofaktorproportionentheorem | 33 |
| Zusammenfassung: Die (neo-)klassischen Außenhandelstheorien in den LDCs | 35 | |
| 3.2 | Dynamische Gewinne und Wachstum | 37 |
| 3.2.1 | Kapitalakkumulation und Investitionen als Wachstumskanal | 38 |
| 3.2.1.1 | Kapitalakkumulation durch die heimische Sparquote | 40 |
| 3.2.1.2 | Kapitalakkumulation durch Exportgewinne | 42 |
| 3.2.1.3 | Ausländische Direktinvestitionen | 45 |
| 3.2.2 | Produktivitätssteigerung als Wachstumskanal | 47 |
| 3.2.2.1 | Technologietransfer | 49 |
| 3.2.2.2 | Skaleneffekte: Wissens-Spillover und Learning-by-Doing | 50 |
| Zusammenfassung: Dynamische Handelsgewinne in den LDCs | 52 | |
| 4. | Binding Constraints für Handelsgewinne und Wachstum | 55 |
| 4.1 | Institutionelle Hindernisse und der Einfluss von Interessensgruppen | 56 |
| 4.2 | Nachhaltigkeit von Wachstum durch Rohstoffexporte | 58 |
| 4.3 | Finanzmarktimperfektionen | 60 |
| 4.4 | Erziehungszoll und infant-industry-Argument | 61 |
| 4.5 | Steigende Skalenerträge | 62 |
| 4.6 | Transportkosten | 65 |
| 4.6 | Schädliche Spezialisierung | 66 |
| 4.6.1 | Prebisch-Singer-These | 66 |
| 4.6.2 | Dutch-Disease-Modelle | 67 |
| 4.6.3 | Fallende Skalenerträge in Landwirtschaft und Rohstoffabbau | 68 |
| Zusammenfassung: Institutionelle Wachstumshindernisse und Marktversagen | 70 | |
| 5. | Synopsis und Ausblick | 73 |
| Literatur | 77 | |
| Internetquellen | 85 | |
| Anhang | 87 |
Textprobe:
Kapitel 3.1, Statische Gewinne aus Handel:
Die folgenden klassischen und neoklassischen Außenhandelstheorien erarbeiten das Argument, dass Länder grundsätzlich gesamtwirtschaftlich betrachtet von Außenhandel profitieren, auch wenn innerhalb der Gesellschaft bestimmte Gruppen als Verlierer der Handelsliberalisierung hervorgehen könnten. Während die Theorien von Adam Smith und David Ricardo die Verteilungseffekte noch nicht miteinbeziehen, kann man anhand des Modells der spezifischen Faktoren und des (Neo-)Faktorproportionentheorem schon erste Aussagen über die Gewinner- und Verlierergruppen in den LDCs treffen.
Der ökonomischen Logik zufolge sind gesamtwirtschaftliche Gewinne ausreichend für eine breite wirtschaftliche Entwicklung, da die Möglichkeit besteht, potentielle Verlierer zu kompensieren. Solange eine solche Umverteilung möglich ist und trotzdem noch Gewinne übrig wären, ist eine Handelsliberalisierung ökonomisch sinnvoll. Dies nennt man das Kaldor-Hicks-Kriterium. Es trifft jedoch keine Aussage darüber, ob diese Umverteilung tatsächlich passieren muss, dies ist eine rein politische Frage, keine ökonomische. Ein anderer bekannter Ansatz der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik ist die trickle-down-Theorie. Sie besagt, dass zunehmender Wohlstand den reicheren Gesellschaftsschichten auch für die ärmeren Schichten gut ist, da der Wohlstand durch die Schichten ‘heruntertröpfelt’. Dies wird durch die Verfügbarkeit günstigerer Kredite, durch höhere Löhne und neue Jobs und vor allem günstigere Preise für die Konsumenten begründet, die durch die Gewinne der höheren Gesellschaftsschichten und deren Wirtschaftsaktivitäten möglich werden. Solange eine Volkswirtschaft also gesamtwirtschaftlich von Handel profitiert, stellt der Handel eine ‘potenziellen Quelle des Gewinns für alle’ dar. Im vierten Teil dieser Arbeit wird jedoch die tatsächliche politische Durchsetzbarkeit von Umverteilungsmaßnahmen diskutiert, die in diesem Teil ausgespart wird.
3.1.1, Absolute Kostenvorteile und effiziente Ressourcenallokation:
‘It is a maxim of every prudent master of a family never to attempt to make at home what it will cost him more to make than to buy. (...) [They] find it for their interest to employ their whole industry in a way in which they have some advantage over their neighbors, and to purchase with a part of ist produce, (...) whatever else they have occasion for’.
Adam Smith beschreibt hier die Vorteile von Arbeitsteilung und Tausch durch Unterschiede der absoluten Produktionskosten. Im nächsten Kapitel wird beschrieben, wie Ricardo diese Idee zur Theorie des komparativen Vorteils weiterentwickelt. Die Idee des absoluten (Kosten-)Vorteils ist simpel: Sie bedeutet nichts anderes, als dass ein Produzent – sei es ein Mensch, ein Unternehmen oder ein Land – effizienter und damit preisgünstiger produziert, als ein anderer. Wenn jeder Bürger hingegen seine Konsumgüter selbst herstellt, nimmt er sehr niedrige Produktivitäten in Kauf, da er zwar alle Tätigkeiten beherrscht, jedoch in keiner richtig gut ist. Für die Herstellung der meisten Dinge benötigt man gewissen Fertigkeiten oder Vorbedingungen, so dass sich die Hersteller in ihrer Produktivität unterscheiden. Durch Spezialisierung auf ein oder wenige Güter steigt die Produktivität, weil man die Tätigkeit z.B. schneller oder elaborierter ausführen kann. Das hergestellte Gut kann man nun gegen andere Güter eintauschen, welche andere wiederum produktiver hergestellt haben. Durch die gesteigerte Produktivität sind nun mehr Güter auf dem Markt und die Preise sinken, was allen Konsumenten nützt. Da jeder Konsument möglichst viel ertauschen will, tauscht er mit demjenigen, der in einem bestimmten Zeitraum am meisten produziert und daher am günstigsten ist.
Anders formuliert: Der erste Markt entspricht einem Produzenten und einem Konsumenten, die dieselbe Person sind. Durch Tausch kann man den Markt um beliebig viele Marktteilnehmer erweitern. Umso größer der Markt, desto effizienter die Ressourcenallokation, also die effiziente Nutzung der eingesetzten Ressourcen. Die leitende ‘unsichtbare Hand’ des Marktes, die gerne im Zusammenhang mit Adam Smith zitiert wird, ist nichts anders als die Intention jedes Marktteilnehmers für sein hergestelltes Gut möglichst viel von den Gütern der anderen zu erhalten. Demnach sei der Markt besser als der Staat geeignet, die Ressourcenallokation produktiv durchzuführen.
Folglich ist es aus volkswirtschaftlicher Sicht nur logisch, dass auch die begrenzten nationalen Märkte weniger effizient sind, als ein großer internationaler Markt. Die logische Konsequenz ist daher der Abbau jeglicher Handelshemmnisse und die Integration der Märkte durch die Einführung von Freihandel und weltweite Arbeitsteilung. Diese Theorie sagt jedoch nicht aus, dass alle Länder vom Handel profitieren müssen: Die Marktteilnehmer, die in keiner Tätigkeit besser sind, als die anderen, werden ihre Güter nicht los und können sie daher auch nicht gegen andere Güter austauschen. Betrachtet man die vielen Produktionsnachteile der LDCs, etwa ungünstige Klimabedingungen und periphere Lage, mangelnde Infrastruktur und geringe Bildung, sowie Kapitalmangel, könnte sich durchaus eine Marginalisierung der Länder im Welthandel ergeben. Zwar sind auch die Löhne der Arbeitnehmer in den LDCs sehr niedrig, wie man am durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen erkennt, die ungünstigen Produktionsbedingungen könnten jedoch die übrigen Produktionskosten in die Höhe treiben. Lediglich der Abbau der reichlichen Rohstoffvorkommen scheint vor allem für afrikanische LDCs mit geringeren Kosten verbunden zu sein, als in anderen Ländern mit geringeren Rohstoffvorkommen. Umso mehr Rohstoffe vorhanden sind, desto einfacher und effizienter ist ihr Abbau. Diese Exporte dürften daher sehr wettbewerbsfähig gegenüber Industrieländern sein, welche Rohstoffe kaum oder nur sehr teuer abbauen können. Letztendlich ist es jedoch sehr schwierig zu untersuchen, welche Produkte die LDCs absolut betrachtet effizienter herstellen können, als ihre Konkurrenz auf dem Weltmarkt, da Wechselkurse die Preise verzerren können. Im nächsten Kapitel wird die Vermutung des geringen absoluten Kostenvorteils der LDCs jedoch theoretisch widerlegt und gezeigt, warum alle Länder von Handel profitieren müssten.
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http://www.diplom.de/ean/9783836642637
Arbeit zitieren:
Mengel, Carolin September 2009: Handel und wirtschaftliche Entwicklung in LDCs - ein Paradox?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Handel, Entwicklung, Handelspolitik, Handelstheorie, Wachstumstheorie



