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Grundlagen einer Konzeption der Arbeit mit Nichtseßhaften in der Kommune Heidelberg

Sozialwissenschaftliche Grundlagen und pädagogische Perspektiven

Grundlagen einer Konzeption der Arbeit mit Nichtseßhaften in der Kommune Heidelberg
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Katja Hall, Ute Dangelmaier
  • Abgabedatum: Februar 1997
  • Umfang: 288 Seiten
  • Dateigröße: 16,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0733-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0733-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0733-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Katja Hall, Ute Dangelmaier Februar 1997: Grundlagen einer Konzeption der Arbeit mit Nichtseßhaften in der Kommune Heidelberg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hilfesystem, Lebenssituationen, Soziale Struktur, Ursachen, Wohnungspolitik

Magisterarbeit von Katja Hall, Ute Dangelmaier

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in vier Teile. Der erste Teil umfaßt ein Übersichtsreferat der neueren und neuesten Literatur, wobei wir zunächst einen kurzen historischen Überblick geben und dann auf die Entwicklung der Wohnungspolitik eingehen. Nach der Darstellung der Ursachen, die zur Nichtseßhaftigkeit führen, beschreiben wir den betroffenen Personenkreis und dessen Lebenssituation, anschließend kommen wir auf die Möglichkeiten eines adäquaten Hilfeangebots zu sprechen.

Es folgt im zweiten Teil eine kleinteilige, sozialstatistische Schilderung der Nichtseßhaftigkeit und der sie angehenden Institutionen und Einrichtungen in Heidelberg und deren genaue Beschreibung von Größe, Funktion und Akzeptanz.

Der dritte Teil stellt empirische Untersuchungen in Heidelberg dar. Es wurden Gespräche mit Ladenbesitzern geführt, vor deren Läden sich verstärkt Nichtseßhafte aufhalten, sowie mit den Ärzten der größten Anlaufpraxis für Nichtseßhafte. Da bestimmte Ursachen der Nichtseßhaftigkeit politische Probleme sind, wie z.B. Wohnungslosigkeit oder Arbeitslosigkeit, hielten wir es für wichtig, Vertreter politischer Parteien zu befragen. Als Schwerpunkt sahen wir die Expertenbefragung der Nichtseßhaften selbst an. Die ausführlichen Expertengespräche ergaben besonders differentielle Lebensläufe, die wir nach folgenden Kriterien auswerteten: Ursachen der Nichtseßhaftigkeit, Sozialstruktur, Alkohol- und/oder Drogenprobleme, Lebenssituation Nichtseßhafter wie Alltagsbewältigung, Verschuldung, Gesundheitszustand, soziale Kontakte, Kriminalität, sowie Überlegungen zum Ausstieg aus der Nichtseßhaftigkeit und Kritik und Verbesserungsvorschläge von Nichtseßhaften. Der dritte Teil schließt mit einem Vergleich zwischen unserer Untersuchung über Nichtseßhafte und der von uns herangezogenen Literatur zur Nichtseßhaftigkeit.

Im vierten Teil tragen wir konkrete Verbesserungsvorschläge für die Kommune Heidelberg vor.

Im Anhang findet man alle Expertengespräche mit Nichtseßhaften wörtlich dargestellt. Da es sich um eine praxisbezogene sozialpädagogische Studie handelt, haben wir im Anhang ein komplettes Verzeichnis der dargestellten Institutionen aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis:

A. EINFÜHRUNG INS THEMA 1
1. Motivation und Begründung der Themenwahl 1
2. Begriffsdefinition 2
3. Erläuterung der Gliederung 3
B. ÜBERBLICK ÜBER DIE LITERATUR ZUM THEMA NICHTSESSHAFTIGKEIT 4
1. Historischer Überblick von 1945 bis heute 4
1.1. Entwicklung der Nichtseßhaftigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg 4
1.2. Entwicklung der Nichtseßhaftenhilfe nach dem Zweiten Weltkrieg 9
2. Wohnungspolitik von 1945 bis heute 12
3. Ursachen der Nichtseßhaftigkeit 21
3.1. Vom Wohnungsverlust zur Nichtseßhaftigkeit 21
3.2. Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Nichtseßhaftigkeit 23
3.3. Kumulation von Deprivationsfaktoren 24
4. Die soziale Struktur der Nichtseßhaftigkeit 26
4.1. Familiäre Herkunft und Sozialisationsinstanzen 26
4.2. Sozialdemographische Merkmale 27
4.3. Schul- und Berufsausbildung 28
5. Die Lebenssituation Nichtseßhafter 29
5.1. Leben ohne Wohnung 29
5.2. Situation auf dem Arbeitsmarkt 32
5.3. Gesundheitszustand 37
5.4. Soziale Kontakte 41
5.5. Nichtseßhafte Jugendliche 44
5.6. Nichtseßhafte Frauen 50
5.7. Psychosoziale Folgen der Nichtseßhaftigkeit 57
6. Bestehendes Hilfesystem und Hilfebedarf der Nichtseßhaften 59
6.1. Grundlegende Aufgaben der Sozialhilfe und die Wirkungsweise der Sozialämter 60
6.2. Stationäres und ambulantes Hilfesystem: Angebot und Bedarf 64
6.3. Ist die Nichtseßhaftenhilfe ein Aufgabenfeld der Sozialpädagogik? 74
7. Fazit des Literaturteils 75
C. NICHTSESSHAFTIGKEIT IN HEIDELBERG 77
1. Polizeiverordnung der Stadt Heidelberg 77
2. Wohnsituation in Heidelberg 78
3. Behördliche Institutionen und ihre Aufgaben 81
3.1. Ordnungsamt 81
3.2. Polizei 82
3.3. Sozialamt 86
3.4. Arbeitsamt 98
4. Einrichtungen für Nichtseßhafte in Heidelberg 100
4.1. Wichernheim 100
4.2. Betreute Wohngruppen für alleinstehende Menschen e.V. 109
4.3. Wärmestube - Sozialdienst katholischer Männer 114
4.4. Bezirksverein für Gefangenenhilfe und Bewährungshilfe 121
4.5. Bahnhofsmission 125
4.6. Notwohngebiet Mörgelgewann 126
5. Sonstige Anlaufstellen für Nichtseßhafte 127
5.1. Sucht- und psychosoziale Beratungsstellen 127
5.2. Niederschwellige Angebote für Nichtseßhafte 129
5.3. Kirchliche Angebote 131
6. Projekte 133
6.1. Heidelberger Tafel 133
6.2 Obdachlose Heidelberg e.V. 135
6.3. Beschäftigungsprogramme 136
6.4. Obdachlosenzeitungen 141
D. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN IN HEIDELBERG 144
1. Expertenbefragungen von Nichtseßhaften 144
1.1. Methodisches Vorgehen 144
1.2. Vorstellung der Gesprächspartner und Gesprächssituation 146
1.3. Auswertung der Gespräche mit den befragten Nichtseßhaften 149
1. Ursachen der Nichtseßhaftigkeit 149
1.1. Familiärer Hintergrund 149
1.2. Ausbildung, Berufstätigkeit 152
1.3. Heirat, Scheidung, Kinder 153
1.4. Alkohol- und/oder Drogenprobleme 153
1.5. Der Weg in die Nichtseßhaftigkeit 155
2. Die Lebenssituation Nichtseßhafter 158
2.1. Alltag 158
2.2. Verschuldung 163
2.3. Alkohol- und/oder Drogenprobleme 164
2.4. Gesundheitszustand 166
2.5. Soziale Kontakte 167
2.6. Einschätzung der Nichtseßhaften durch "Normalbürger" 170
2.7. Kriminalität und Erfahrungen mit der Polizei 172
3. Überlegungen zum Ausstieg aus der Nichtseßhaftigkeit 174
4. Kritik und Verbesserungsvorschläge von Nichtseßhaften 178
1.4. Fazit der Auswertung 182
2. Gespräche mit Heidelberger Ladenbesitzern, vor deren Eingängen sich Nichtseßhafte aufhalten 183
3. Gespräch mit den Ärzten der größten Anlaufpraxis für Nichtseßhafte in Heidelberg 186
4. Gespräche mit politischen Vertretern der Stadt Heidelberg 188
4.1. Sozialbürgermeister und Baubürgermeister 188
4.2. Vertreter der Parteien 190
5. Vergleich zwischen unserer Nichtseßhaftenuntersuchung und der Literatur zur Nichtseßhaftigkeit 202
5.1. Ursachen der Nichtseßhaftigkeit 202
5.2. Die Lebenssituation Nichtseßhafter 203
5.3. Überlegungen zum Ausstieg aus der Nichtseßhaftigkeit 205
5.4. Kritik und Verbesserungsvorschläge 206
E. SCHLUSSBEMERKUNG 208
Verbesserungsvorschläge für die Kommune Heidelberg 208
F. ANHANG 217
1. Expertenbefragungen von Nichtseßhaften 217
1.1. Leitfaden der Expertenbefragungen 217
1.2. Ausführliches Expertengespräch mit B. (Beate) 218
1.3. Die übrigen Expertengespräche in gekürzter Fassung 228
2. Adressenverzeichnis 261
G. LITERATURVERZEICHNIS 267

Arbeit zitieren:
Katja Hall, Ute Dangelmaier Februar 1997: Grundlagen einer Konzeption der Arbeit mit Nichtseßhaften in der Kommune Heidelberg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hilfesystem, Lebenssituationen, Soziale Struktur, Ursachen, Wohnungspolitik

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