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Die Gründung von Strombörsen als Folge der Liberalisierung des Elektrizitätssektors

Systematisierung und Bewertung der Entwicklung in Deutschland und deren Perspektiven im europäischen Wettbewerb

Die Gründung von Strombörsen als Folge der Liberalisierung des Elektrizitätssektors
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Radons
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 39,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Anhalt (FH), Standort Bernburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3214-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3214-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3214-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Radons, Christian Januar 2001: Die Gründung von Strombörsen als Folge der Liberalisierung des Elektrizitätssektors, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, Europa-Recht, Elektrizitätswirtschaft, Börsenhandel

Diplomarbeit von Christian Radons

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau der Arbeit ist auf die Untersuchung der aktuellen Entwicklungen in der deutschen Strombörsenlandschaft abgestimmt. Dabei werden durch die Einführung in die theoretischen Grundlagen unmittelbar angrenzender Themenkomplexe die für die Bewertung der im Mittelpunkt stehenden Strombörsen notwendigen Analogieschlüsse ermöglicht.

Die vorliegende Arbeit unterteilt sich in zwei Themenkomplexe. Der erste Komplex faßt die Besonderheiten der Elektrizität mit Auswirkungen auf Strombörsen zusammen. Aus diesen Erkenntnissen wird zunächst ein Evolutionsmodell für liberalisierte Strommärkte entwickelt. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse auf die Strombörsen übertragen. Neben der Formulierung von Anforderungsmerkmalen der Märkte für die Gründung von Strombörsen, werden die theoretischen Grundlagen und Gestaltungsaspekte von Strombörsen aufgezeigt. Abschließend werden anhand von drei ausgewählten Beispielen die gewonnen Erkenntnisse aufgezeigt und die bisherigen Erfahrungen dieser Börsen zusammengefaßt und bewertet. Überleitend wird untersucht, inwieweit die Erfahrungen dieser Börsen auf andere Länder übertragbar sind.

Dem ersten Themenkomplex schließt sich mit der Betrachtung der Entwicklungen auf dem deutschen Markt der zweite Komplex an. Dabei werden zunächst die Entwicklungen in Deutschland in den Kontext der Entwicklungen auf der Ebene der EU gesetzt und die Probleme im länderübergreifenden Handel herausgearbeitet. Anschließend werden die aktuellen rechtlichen und sachlichen Umstände des deutschen Elektrizitätssektors dargestellt und dessen Eignung für den Börsenhandel untersucht. Nach dieser ausführlichen Einführung in die aktuellen sektoralen Gegebenheiten wird die Entwicklung und die Funktionsweise der Strombörsen für den deutschen Markt zusammengefaßt. Bestandteil dieses Abschnittes sind neben ausführlichen Darstellungen der Handelsmodelle vor allem die kritische Würdigung der ersten Ergebnisse der noch kurzen Handelstätigkeit an diesen Strombörsen und deren Bewertung. In einem Exkurs wird zudem auf börsenähnliche Handelsplattformen im Internet als potentielle Konkurrenz für die Strombörsen eingegangen. Dieses Vorgehen ist aufgrund der Erfahrungen aus anderen Sektoren und im Sinne einer umfassenden Bewertung der Wettbewerbssituation von Strombörsen unbedingt angezeigt.

Die Bewertung der vorliegenden Beschreibungen wird abschließend vorgenommen. Dabei wird in drei Ebenen vorgegangen. Zunächst werden die vorgestellten Konzepte der einzelnen Strombörsen hinsichtlich ihrer Vorteilhaftigkeit für die Teilnehmer untersucht. Weiterhin werden die bisherigen Erfahrungen verglichen und Aussagen für zukünftige Entwicklungen abgeleitet. Entsprechend den bisherigen Ergebnissen wird eine Bewertung der nationalen Wettbewerbsposition vorgenommen. Abschließend werden die nationalen und internationalen Wettbewerbspositionen der Börsenorganisationen beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abkürzungen VI
Verzeichnis der Abbildungen VIII
1. Grundlegung 1
1.1 Einleitung und Problemskizze 1
1.2 Gang der Untersuchung 5
2. Grundzüge der Elektrizitätswirtschaft und internationale Entwicklungstendenzen bei Strombörsen 7
2.1 Besonderheiten der Elektrizitätswirtschaft – Abgrenzung der Ware Strom von anderen Commodities 7
2.1.1 Marktvolumen und Verbrauchsmuster 7
2.1.2 Leitungsgebundenheit und andere Besonderheiten 7
2.1.3 Elektrischer Strom als Kuppelprodukt 9
2.1.4 Peak Load Pricing und Besonderheiten der kurzfristigen Preisbildung 11
2.1.5 Börsen- und Terminfähigkeit als Voraussetzung für den Strombörsenhandel 13
2.2 Entstehung von Strombörsen 14
2.2.1 Die typischen Phasen im Liberalisierungsprozeß 14
2.2.2 Anforderungen an Strombörsen und deren Umfeld 17
2.3 Gestaltungsaspekte von Strombörsen 18
2.3.1 Zentralisierung der Handelsaktivitäten und -wege 18
2.3.2 Partielle und ungehinderte Teilnahme 19
2.3.3 Ausbildung börslicher Produkte 20
2.3.4 Grundformen von Marktmodellen 21
2.3.5 Uniforme und diskriminierende Preisermittlung 23
2.4 Funktionen von Strombörsen 23
2.5 Marktteilnehmer und Motive 25
2.6 Charakteristik ausgewählter Strombörsen 26
2.6.1 Die Strombörse Kalifornien (CalPX) 26
2.6.2 Der Strompool in England/Wales (Power Pool) 29
2.6.3 Die skandinavische Strombörse (Nord Pool) 32
2.7 Zusammenfassung der Erfahrungen und Übertragbarkeit 36
3. Die Richtlinie 96/92/EG zur Liberalisierung der europäischen Energiewirtschaft und deren Auswirkungen auf Deutschland 39
3.1 Grundlagen und Motive der Richtlinie 96/92/EG 39
3.2 Die Umsetzung der Richtlinie in den Mitgliedsstaaten 40
3.2.1 Optionen der Umsetzungund aktueller Stand 40
3.2.2 Konsequenzen der StromRL für den Stromhandel 43
3.3 Die deutsche Elektrizitätswirtschaft nach der Richtlinienumsetzung 44
3.3.1 Struktur und Bedeutung der deutschen Elektrizitätswirtschaft 44
3.3.2 Restrukturierung und Stand der Reformen 45
3.3.3 Die privatrechtlichen Regelungen für die Netznutzung in Deutschland 46
3.3.4 Hinlänglichkeit der bestehenden Regelungen für den Börsenhandel 52
3.3.5 Hindernisse für einen funktionierenden Stromhandel 53
4. Strombörsen für Deutschland und deren Entwicklung 55
4.1 Wettbewerb um die Standortwahl und aktueller Stand 55
4.2 Die LPX – Wiederholung des skandinavischen Erfolges? 56
4.2.1 Rahmenbedingungen für den Handel und institutionelles Umfeld 56
4.2.2 Produkte und Marktsegmente 57
4.2.3 Voraussetzungen für die Teilnahme am Börsenhandel 59
4.2.4 Handelsmodell für den Spotmarkt und das Zonenpreismodell 60
4.2.5 Die Grundzüge der physischen und finanziellen Erfüllung 65
4.2.6 Entwicklung seit Börsenstart 67
4.3 Die EEX – Energiebörse der Energiewirtschaft? 72
4.3.1 Rahmenbedingungen für den Handel 72
4.3.2 Produkte und Marktsegmente 73
4.3.3 Teilnahme am Börsenhandel 75
4.3.4 Handelsmodell für den Spotmarkt 75
4.3.5 Grundzüge der Erfüllung 77
4.3.6 Irrelevanz von Engpässen für den Handelsverlauf 79
4.3.7 Entwicklung seit Börsenstart 80
4.4 Die APX –Zentrum des europäischen Handels? 83
4.4.1 Rahmenbedingungen für den Handel 83
4.4.2 Produkte und Marktsegmente 84
4.4.3 Handelsmodell 85
4.4.4 Börsenteilnahme 85
4.4.5 Imperfektionen des Marktumfeldes und deren Auswirkungen auf den Börsenhandel 86
4.4.6 Entwicklung seit Börsenstart und Perspektive 87
4.5 Exkurs: Internetmarktplätze - Alternative zum Börsenhandel? 91
4.5.1 Reverse Auctions als Handelsmodell im Internet 91
4.5.2 Großhandelsplätze im Internet – das Beispiel HoustonStreet.com 92
4.5.3 Bisherige Erfahrungen und Einordnung in den Stromhandelssektor 94
5. Wettbewerbssituation der deutschen Strombörsen 95
5.1 Bewertung der Börsenmodelle aus energiewirtschaftlicher Sicht 95
5.1.1 Bewertung der Produkte 95
5.1.2 Handelsmodelle für den Spotmarkt 98
5.1.3 Kosten des Handels 100
5.1.4 Internet vs. Strombörse 100
5.2 Erfahrungen und Ergebnisse der Handelstätigkeit im Vergleich 101
5.2.1 Unbefriedigende Volumenentwicklung und Teilnahme an allen Börsenplätzen 101
5.2.2 Preisentwicklung und Arbitrageversagen 104
5.3 Analyse der Perspektiven im nationalen Börsenhandel 106
5.4 Analyse der Möglichkeiten eines internationalen Handels 107
5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick 110
Anhang 1 113
Anhang 2 114
Anhang 3 115
Quellenverzeichnis 116
Ehrenwörtliche Versicherung 130

Arbeit zitieren:
Radons, Christian Januar 2001: Die Gründung von Strombörsen als Folge der Liberalisierung des Elektrizitätssektors, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, Europa-Recht, Elektrizitätswirtschaft, Börsenhandel

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