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Gründung eines Gründerzentrums

Untersuchung zu Bedarf, Kosten und Nutzen

Gründung eines Gründerzentrums
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Johann Kloos
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 744,6 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Neu-Ulm Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7544-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7544-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7544-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kloos, Johann September 2003: Gründung eines Gründerzentrums, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wirtschaftsförderung, Arbeitsplätze, Strukturwandel, Existenzgründung, Marketingkonzept

MA-Thesis / Master von Johann Kloos

Zusammenfassung:

Die Masterarbeit beginnt in Kapitel 2 mit einer allgemeinen Situationsanalyse und der Betrachtung des politischen Hintergrundes für GTZ.

Ausgehend vom Strukturwandel und steigender Arbeitslosigkeit wird durch Vergleiche der Betriebsgrößenstatistik gezeigt, dass alte große Unternehmen, insbesondere produzierende Unternehmen, Arbeitsplätze abbauen und eine Region mit einem noch hohen Anteil an produzierendem Gewerbe auch weiterhin mit Arbeitsabbau rechnen muss. Anschließend wird untersucht wo wirklich nachhaltig Arbeitsplätze entstehen.

In Kapitel 3 werden dann GTZ als Instrument für zusätzliche Arbeitsplätze beleuchtet. Es wird gefragt, wer was mit GTZ erreichen will. Die Ziele eines GTZ werden aus Sicht der Wirtschaftspolitik (Stadt, Kreis, Land), aus Sicht der Gesellschafter eines GTZ und aus Sicht der Zielgruppen eines GTZ - den Gründern und jungen Unternehmen - betrachtet.

Abhängig von diesen Zielen werden anschließend die Erfolgsfaktoren entwickelt und aufgezeigt, wie der Erfolg eines GTZ von externen Faktoren wie regionalen Akteuren und dem Potential an Zielgruppen sowie internen Faktoren wie Management, Infrastruktur und Dienstleistungsangebot abhängt.

Kapitel 4 folgt dem Aufbau einer Strategischen Unternehmensplanung. Zuerst steht die externe Situationsanalyse „External Environmental Scanning“. Die Unterpunkte sind nach der sogenannten STEP-Analyse gegliedert. STEP steht für die Anfangsbuchstaben der englischen Wörter Sociocultural, Technological, Economic, Political-Legal. Deshalb wurden die englischen Ausdrücke auch in den Zwischenüberschriften verwendet. Dies gilt auch für das „Internal Scanning“ nach der VRIO-Analyse. VRIO steht für die Anfangsbuchstaben von Value, Rareness, Imitability, Organization. External Environmental Scanning und Internal Scanning münden in der SWOT-Analyse (Strength, Weakness, Opportunities, Threats). Daraus wird die TOWS-Strategie entwickelt.

Für die empfohlene Strategie werden in Kapitel 5 die notwendigen Investitionen ermittelt, in Kapitel 6 eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angestellt sowie in Kapitel 7 ein Finanzierungsplan entwickelt. Kapitel 8 macht einen Vorschlag für ein erstes Marketingkonzept, Kapitel 9 beinhaltet die Zusammenfassung mit einer Bewertung und Realisierungsschritten.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis X
1. Einführung 1
1.1 Problem und Aufgabenstellung 1
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Definition, Begriffserklärung, Eingrenzung 3
1.4 Vorgehensweise 6
2. Gesellschaftspolitischer Hintergrund von Gründerzentren (GTZ) 9
2.1 Strukturwandel und steigende Arbeitslosigkeit 10
2.2 Große Unternehmen bauen Arbeitsplätze ab 11
2.3 Wo entstehen neue Arbeitsplätze? 13
3. GTZ - ein Instrument für zusätzliche Arbeitsplätze 15
3.1 Ziele, die mit GTZ erreicht werden sollen 17
3.1.1 Wirtschaftspolitische Ziele 18
3.1.2 Ziele der Gesellschafter 19
3.1.3 Ziele der Gründer 20
3.2 Externe Erfolgsfaktoren 22
3.2.1 Regionale Akteure 22
3.2.2 Potential 24
3.3 Interne Erfolgsfaktoren 24
3.3.1 Management 25
3.3.2 Infrastruktur 26
3.3.3 Dienstleistung 26
4. GTZ-Illertissen als Betriebsstätte der TFU-GmbH? 27
4.1 External Environmental Scanning - Ist-Situation inIllertissen 27
4.1.1 „Sociocultural“ - Faktoren 27
4.1.2 „Technological“ - Faktoren 30
4.1.2.1 Vorhandenes Gebäude 30
4.1.2.2 Hochschulen 30
4.1.3 „Economic“ – Faktoren 31
4.1.3.1 Gewerbebestand 31
4.1.3.2 Gewerbeanmeldungen nach Branchen 31
4.1.3.3 Bestehende Unternehmensstruktur 32
4.1.3.4 Gründerpotential in Illertissen 33
4.1.4 „Political-Legal“ - Faktoren 35
4.1.5 External Factor Analysis Summary (EFAS) 37
4.2 Internal Scanning – Was macht die TFU? 38
4.2.1 Value – Welche Vorteile bietet die TFU 38
4.2.2 Rareness - Alleinstellungsmerkmale der TFU 39
4.2.3 Imitability - Alternative Betriebsformen 41
4.2.4 Organization - Aufbau und Struktur der TFU-GmbH 43
4.2.4.1 Gesellschafter 43
4.2.4.2 Organe 43
4.2.4.3 Einrichtungen der TFU 44
4.2.4.4 Schwerpunkte der TFU-Partnerunternehmen (Mieter) 44
4.2.4.5 Rahmenbedingungen für den Betrieb 45
4.2.4.6 Bisherige Entwicklung 45
4.2.4.7 Einnahmepotential 46
4.2.4.8 Personalstruktur 47
4.2.5 Internal Factor Analysis Summary (IFAS) 48
4.3 SWOT-Scenario 49
4.4 TOWS – Strategie 50
4.5 Empfohlene Strategie 51
4.5.1 Virtuelles Gründerzentrum 51
4.5.2 Errichtung Gründer- und Technologiezentrum Illertissen 54
5. Notwendige Investitionen 55
6. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 57
7. Finanzierungsplan 61
7.1 Bauinvestition und Erstausstattung 61
7.2 Anlaufkosten 61
7.3 Laufende Aufwendungen 62
7.4 Finanzielle Erfolgsrechnung 62
8. Marketingkonzept 65
8.1 Produktpolitik 66
8.2 Preispolitik 68
8.3 Kommunikationspolitik 70
8.3.1 Visuelles Erscheinungsbild 70
8.3.2 Unternehmenskultur 70
8.3.3 Unternehmenskommunikation 71
8.4 Distributionspolitik 73
9. Bewertung und Schritte zur Realisierung 74
9.1 Bewertung 74
9.2 Realisierungsschritte 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese können durch ihr Fachwissen GTZ unterstützen, z. B. bei der Abschätzung des regionalen Potentials, der Auswahl von Unternehmen, durch Beratung von GTZ-Management oder Mietern. "Findet zusätzlich noch eine Kooperation zwischen den beteiligten öffentlichen und privaten Akteuren statt, die nicht nur die Akzeptanz des GTZ innerhalb dieser Gruppen sichern, sondern in der Regel auch in der Öffentlichkeit, dann liegen von dieser Seite optimale Bedingungen vor. Eine breite Beteiligung und Unterstützung beugt auch zu hohen Erwartungen vor, weil im Normalfall das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Blickwinkel eine realistischere Sicht der Erfolgspotentiale erzeugt und die Diskussion versachlicht. Umgekehrt führen divergierende Interessen dazu, dass selbst angedachte Projekte nicht umgesetzt werden können. Daran wird auch deutlich, welchen Anteil funktionierende Netzwerke bei der Umsetzung einen 'politischen' Projektes haben können1." [...]

digenquoten können daher durchaus als Indikator für einen niedrigen wirtschaftlichen Entwicklungsgrad und insbesondere für einen unzureichenden Industrialisierungsgrad interpretiert werden. Die Erhöhung der Zahl der Unternehmen allein bewirkt lediglich, dass sich „neue“ und „alte“ Unternehmen vorhandene Märkte teilen müssen. Auf reifen Märkten verdrängen entweder dynamische Neueinsteiger bestehende Grenzunternehmen - was aus wettbewerbstheoretischer und strukturpolitischer Sicht sehr zu begrüßen ist, aber eben nicht für mehr Beschäftigung sorgt. Mit der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze ist erst dann zu rechnen, wenn die neuen Unternehmen neue Märkte kreieren und dadurch die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung nachhaltig erhöhen. Davon kann aber nur ausgegangen werden, wenn sich hinter den neuen Selbstständigen Entrepreneurs im Schumpeterschen Sinne verbergen (Herstellung eines neuen Gutes, Erschließung eines neuen Marktes, Einführung einer neuen Produktionsmethode). Sie lösen einen „schöpferischen Prozess der kreativen Zerstörung“ aus und tragen damit zur Erhöhung der Beschäftigung bei1. Gefragt sind innovative Gründer, die neue Produkte, neue Verfahren oder neue Dienstleistungen anbieten. Nur diese Gründer schaffen zusätzliche Arbeitsplätze. Diese innovativen Unternehmensgründer anzusiedeln ist Aufgabe von den Gründer- und Technologiezentren. In den fünfzehn EU-Ländern gibt es derzeit fast 900 Gründerzentren, die jährlich rund 30.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Die Kosten für jeden neu geschaffenen Arbeitsplatz betragen ca. 4.500 Euro und liegen damit deutlich unter der öffentlich geförderten Arbeitsbeschaffung. Die Europäische Kommission beurteilt den möglichen Beitrag von Gründerzentren zu Wachstum und Beschäftigung als sehr bedeutend und setzt große Hoffnungen in diese Form der Unternehmensberatung2. „Wenn man den indirekten Beschäftigungseffekt [...]

Von den von 1998 - 2002 gegründeten und überlebenden Betrieben wurden in Deutschland also mehr als 2,5 Mio. Arbeitsplätze geschaffen. Dies überrascht, weil die Wirtschaftspolitik von Bund und Land stärker auf große und mittelständische Betriebe und nicht die Gründer abzieht. Da aber, wie in Kapitel 2.2 gezeigt, nur die Betriebsgrößenklasse < 10 Mitarbeiter wächst, wäre aus beschäftigungspolitischer Sicht eine Konzentration auf Gründer angeraten. Die oben gezeigten Gründungserfolge berücksichtigen, dass viele Unternehmensgründungen scheitern. Die Aufgabequote von Gründungen, die mit 40 % bis 50 % innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre angegeben werden, müssen im Lichte neuerer Erkenntnisse differenziert werden. Es ist von drei Ebenen des Ausfallrisikos auszugehen: 1. Eine hohe Aufgabequote von ca. 50 % in den ersten drei bis fünf Jahren ergibt sich bei Betrachtung aller (formellen) Gründungen, einschließlich Nebenerwerbs- und unselbstständigen Gründungen. 2. Betrachtet man Existenzgründungen, reduziert sich die Aufgabequote bereits auf gut 20 % innerhalb von sieben Jahren. 3. Engt man den Blickwinkel nochmals auf staatlich geförderte Existenzgründungen ein, halbiert sich die Aufgabequote erneut und liegt nach sieben Jahren noch bei knapp 10 %1. [...]

Arbeit zitieren:
Kloos, Johann September 2003: Gründung eines Gründerzentrums, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wirtschaftsförderung, Arbeitsplätze, Strukturwandel, Existenzgründung, Marketingkonzept

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