Gründe für das Scheitern von Start-ups
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Torsten Jaeger
- Abgabedatum: April 2002
- Umfang: 107 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,8
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6724-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6724-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6724-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jaeger, Torsten April 2002: Gründe für das Scheitern von Start-ups, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensgründung, Erfolgsfaktoren, Start-up, Markt- und Ressourcenorientierung, Entrepreneurship
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Diplomarbeit von Torsten Jaeger
Einleitung:
Die Zahl der Insolvenzen und Aufgaben junger Start-up Unternehmen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Nicht alleine der einzelne Existenzgründer leidet, auch Beteiligungsgesellschaften und nicht zuletzt die öffentliche Hand haben die wirtschaftlichen Folgen derartiger unternehmerischer Fehlschläge zu tragen.
Es zeigt sich, dass insbesondere in Wirtschaftssegmenten der Hochtechnologie, welchen in den letzten Jahren hohe Erwartungen als Impulsgeber für Innovation, Beschäftigung und Wirtschaftswachstum entgegengebracht wurden, vor dem Hintergrund steigender Ausfallzahlen Grund zur Besorgnis gegeben ist. Die bearbeitete Thematik ist insofern nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht äußerst interessant, sondern auch im volkwirtschaftlichen Zusammenhang beachtenswert.
Bisherige Arbeiten zu diesem Thema erweisen sich häufig als, entweder thematisch sehr speziell (z.B. unternehmensbezogen) oder aber als relativ oberflächlich. Die bisherigen Ergebnisse bieten demnach auch keine umfassende theoretische Erklärung der relevanten wirtschaftlichen Zusammenhänge und bilden insofern meist nicht die geeignete Grundlage für ein zusammenhängendes Problemverständnis. Die Formulierung adäquater Lösungswege für einzelne Unternehmen ist auf der Basis dieses Wissensstandes nur schwer möglich.
In der vorliegenden Arbeit werden empirisch beobachtbare Misserfolgsursachen von Start-ups zunächst einer tiefergehenden theoretischen Ursachenanalyse unterzogen. Dies beinhaltet die Einbeziehung theoretischer Modelle und Zusammenhänge aus der Erfolgsfaktoren- und Entrepreneurship-Forschung. Einschlägige Ansätze werden übersichtlich dargestellt und dienen der Schaffung eines wissenschaftlichen Grundverständnisses bezüglich der Gesamtthematik. In diesem Sinne erfolgt eine modellgestützte Reduktion komplexer realer Zusammenhänge. Dieses Vorgehen sichert eine möglichst hohe Übertragbarkeit der Ergebnisse auf unterschiedliche Unternehmensgegebenheiten sowie andere Wirtschaftsbereiche außerhalb der Hochtechnologie.
Anhand konkreter Praxisbeispiele wird anschließend auf interne sowie externe Faktoren des (Miss-)Erfolges von Start-ups eingegangen. Als interne Gründe wird dabei unter anderem auf Merkmale der Gründerperson(en) eingegangen. Teamgründungen, Businessplanung, Geschäftsumsetzung sowie Unternehmenswachstum sind weitere Meilensteine der Analyse. Im Rahmen der Arbeit werden dabei konsequent sämtliche betrieblichen Bereich, von der Finanzierung über die Wertschöpfungsprozesse bis hin zur Vermarktung berücksichtigt. Ferner werden Besonderheiten des Start-up Prozesses, wie z.B. der Unternehmenslebenszyklus in die Untersuchungen einbezogen. Bezüglich externer Faktoren werden Kategorien wie Investoren, Dienstleister, Standort, Branche, sowie Gesamtwirtschaft genauer untersucht. Insgesamt erfolgt eine umfassende Analyse konkreter Problemstellungen. Einzelnen Faktoren werden zudem einer Bewertung durch den erarbeiteten theoretischen Bezugsrahmen der Arbeit unterzogen. Für den Leser erfolgt so eine Einordnung komplexer praxisbezogener Existenzrisiken in einen handhabbaren Modellansatz.
Der Leser profitiert durch die Vermittlung eines umfassenden Verständnisses des Gründungsprozesses sowie der inhärenten Risiken und Probleme. Ausgehend von der Kenntnis relevanter Zusammenhänge soll es ihm möglich sein, eigenständig Lösungsstrategien zu entwickeln.
Die vorliegende Arbeit stellt eine praxisbezogene Hilfestellung für Existenzgründer dar. Zugleich handelt es sich dabei um eine Art Bewertungsleitfaden für externe Anspruchgruppen (z.B. Finanziers) dar. Ferner bietet die Arbeit durch eine breite Ansammlung und Auswertung themenbezogener Literatur sowie die Identifikation weiterführender Forschungsfragen konkrete Ansatzpunkte für weitere wissenschaftliche Forschungsbemühungen im Bereich von Unternehmensgründungen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Grundlegung | 1 |
| 1.1 | EINLEITUNG | 1 |
| 1.2 | GANG DER UNTERSUCHUNG | 2 |
| 1.3 | THEMATISCHE EINFÜHRUNG | 4 |
| 1.3.1 | Start-ups | 4 |
| 1.3.2 | Die „New Economy“ | 8 |
| 1.3.3 | Gründe des Scheiterns | 9 |
| 2. | Klassische Ansätze der Erfolgsfaktoren- und Entrepreneurship-Forschung | 12 |
| 2.1 | ERFOLGSFAKTOREN-FORSCHUNG | 13 |
| 2.1.1 | Umwelt- und Marktorientierung | 14 |
| 2.1.2 | Ressourcenorientierung | 19 |
| 2.1.3 | Lebenszyklen und Ambiguität | 21 |
| 2.2 | ENTREPRENEURSHIP-FORSCHUNG | 24 |
| 2.2.1 | Gründerperson(en) | 24 |
| 2.2.1.1 | Gründerindividuum | 25 |
| 2.2.1.2 | Gründerteam | 26 |
| 2.2.2 | Umwelt | 27 |
| 2.2.3 | Organisation | 28 |
| 2.2.3.1 | Externe Sicht | 29 |
| 2.2.3.2 | Interne Sicht | 29 |
| 2.2.4 | Region und Netzwerk | 32 |
| 2.2.4.1 | Regionales und lokales Umfeld | 32 |
| 2.2.4.2 | Soziales und wirtschaftliches Netzwerk | 35 |
| 2.3 | INTEGRATIVER BEZUGSRAHMEN | 38 |
| 3. | Rahmenbedingungen der „New Economy“ | 41 |
| 3.1 | TECHNOLOGIE- UND BRANCHENENTWICKLUNG | 41 |
| 3.2 | ENTWICKLUNG DER FINANZ- UND BETEILIGUNGSMÄRKTE | 43 |
| 3.3 | KULTUR DER „NEW ECONOMY“ | 45 |
| 4. | Misserfolgsfaktoren bei Start-ups | 48 |
| 4.1 | INTERNE FAKTOREN | 49 |
| 4.1.1 | Gründerperson(en) | 50 |
| 4.1.1.1 | Qualifikationen | 50 |
| 4.1.1.2 | Persönlichkeitsmerkmale | 51 |
| 4.1.1.3 | Managementteam | 52 |
| 4.1.1.4 | Bewertung | 53 |
| 4.1.2 | Businessplanung | 54 |
| 4.1.2.1 | Geschäftsidee | 55 |
| 4.1.2.2 | Annahmen und Erwartungen | 55 |
| 4.1.2.3 | Strategische Geschäftsplanung | 57 |
| 4.1.2.4 | Stärken / Schwächen Analyse | 58 |
| 4.1.2.5 | Bewertung | 58 |
| 4.1.3 | Geschäftsumsetzung | 61 |
| 4.1.3.1 | Vermarktung | 61 |
| 4.1.3.2 | Organisation und Wertschöpfung | 63 |
| 4.1.3.3 | Finanzierung | 66 |
| 4.1.3.4 | Bewertung | 68 |
| 4.1.4 | Wachstum | 70 |
| 4.1.4.1 | Wachstumsgeschwindigkeit | 70 |
| 4.1.4.2 | Bewertung | 72 |
| 4.2 | EXTERNE FAKTOREN | 73 |
| 4.2.1 | Investoren | 74 |
| 4.2.2 | Dienstleister | 77 |
| 4.2.3 | Standort | 78 |
| 4.2.4 | Branche | 80 |
| 4.2.5 | Gesamtwirtschaft | 82 |
| 5. | Interpretation der Ergebnisse | 84 |
| 6. | Ausblick | 88 |
| Anhang: Interviewleitfaden | 89 | |
| Quellenverzeichnis | 97 |
Betrachtet man diesen Stimmungsverlauf, so wird deutlich, dass der „Hype“ einem charakteristischen Muster folgt, indem er zunächst steil ansteigt und nach dem Erreichen des Höhepunktes ebenso schnell wieder abfällt. Die Existenz, bzw. das Durchlaufen eines solchen „Hype-Zyklus“ ist insofern ein wesentlicher Faktor für die Untersuchung der Rahmenbedingungen der „New Economy“. So ist der Zyklus beispielsweise auch maßgeblich, für die Stimmung an den Wachstumsbörsen und damit auch für Höhe des zur Verfügung stehenden Venture Capitals.113 Betrachtet man darüber hinaus die Gründergeneration der „New Economy“, so wird bisweilen festgestellt, dass die Beteiligten sich durch eine Art „Autismus“ auszeichnen. So beschreibt Prof. Dr. Romy Fröhlich diesen Zustand wie folgt: [...]
Unter „Kultur“ soll hier die allgemeine Stimmung verstanden werden, die das Geschehen in der „New Economy“ umgab und damit auch beeinflusste. Basis für die Entstehung einer solchen „Kultur“ war die bereits beschriebene technologische Entwicklung. Die hieraus entstandenen Ideen und Geschäftskonzepte waren die Grundlage für die Erwartung langfristiger Wachstums- und Gewinnpotentiale im Bereich der „New Economy“. Diese Erwartungen im Zusammenspiel mit den ersten börsentechnisch erfolgreichen „New Economy“-Unternehmen, entwickelten sich zu einer wahren Technologie-Euphorie seitens der Anlegerschaft und Investoren. Obwohl die Produkte und Dienstleistungen der neuen Unternehmen für den Laien sowie teilweise auch für den Fachmann nur schwer zu bewerten waren, entstand auf allen Seiten ein starker Glaube an eine enorme wirtschaftliche Relevanz von [...]
Nach dem rasanten Anstieg sowohl der Börsenkurse an den „neuen Märkten“ als auch des gesamten Beteiligungsvolumens der Venture Capital Geber, folgte am Ende des ersten Quartals 2000 ein massiver Kurssturz an den Wachstumsbörsen und darauf folgend, im ersten Quartal 2001, der weltweite Einbruch der Wagniskapitalmärkte.108 So wurden beispielsweise im dritten Quartal 2001 seitens der VC Geber nur noch 1,1 Mrd. DM investiert, was einem Rückgang von fast 40% gegenüber dem Quartal zuvor entspricht.109 Die Entwicklung an den Börsen und Wagniskapitalmärkten folgte, abgesehen von der zeitlichen Einordnung, somit einem charakteristischen Auf- und Abschwung, etwa entsprechend, dem in Abbildung 15 dargestellten Verlauf. Zusammenfassend technologischenkann sowie im gesagt werden, dass die gewisse Entwicklungen im [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467241
Arbeit zitieren:
Jaeger, Torsten April 2002: Gründe für das Scheitern von Start-ups, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmensgründung, Erfolgsfaktoren, Start-up, Markt- und Ressourcenorientierung, Entrepreneurship



