Gründe für einen Freiwilligendienst im Ausland im Zusammenhang mit der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und der Identitätsentwicklung junger Menschen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Niki Gudulas
- Abgabedatum: März 2002
- Umfang: 117 Seiten
- Dateigröße: 2,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5549-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5549-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5549-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gudulas, Niki März 2002: Gründe für einen Freiwilligendienst im Ausland im Zusammenhang mit der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und der Identitätsentwicklung junger Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Motive, Jugendalter, Identität, Soziales Engagement, Freiwilliges Soziales Jahr
In den Warenkorb
68,00 €
Diplomarbeit von Niki Gudulas
Einleitung:
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die Darstellung der Ergebnisse einer Befragung von 164 Personen im Alter von 17 bis 21 Jahren, welche im Zeitraum von April bis Juni 2001 in Dresden und Berlin durchgeführt wurde. 99 Teilnehmer hatten sich für einen freiwilligen sozialen Dienst im Ausland beworben, 65 gehörten zur Gruppe der Nichtbewerber. Thema dieser Befragung waren Motive, die für oder gegen einen sozialen Dienst im Ausland sprechen, im Zusammenhang mit der Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen und im Zusammenhang mit der Identitätsentwicklung junger Menschen.
Zur Erfassung der Beweggründe, die zu einer Bewerbung für einen sozialen Dienst im Ausland führen können, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein Fragebogen entwickelt. Die Bereitschaft, Verantwortung für benachteiligte Menschen zu übernehmen, wurde mit einem Instrumentarium von Krettenauer, aufbauend auf dem „Existentielle Schuld Inventar“ von Montada, Dalbert, Reichle und Schmitt, erhoben, die Erfassung des Identitätsstatus erfolgte unter Verwendung eines Fragebogens von Adams.
Die empirischen Befunde zeigen, daß sich Bewerber für einen sozialen Dienst stärker als Nichtbewerber aus ihren Idealen heraus engagieren wollen und daß sie einen stärkeren Wunsch angeben, ins Ausland zu gehen. Außerdem wollen Bewerber stärker als Nichtbewerber das Berufsfeld Sozialarbeit erkunden. Die Bewerber für einen sozialen Dienst im Ausland zeigen deutlicher als Altersgenossen eine Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen. In der Bewerbergruppe wurde häufiger als in der Vergleichsgruppe der Identitätsstatus Moratorium gefunden, in der Vergleichsgruppe hingegen häufiger diffuse und übernommene Identität.
Inhaltsverzeichnis:
| VERZEICHNIS DER TABELLEN | 5 | |
| VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN | 7 | |
| ZUSAMMENFASSUNG | 8 | |
| EINFÜHRUNG | 9 | |
| 1. | ENTWICKLUNGSAUFGABEN IN DER ADOLESZENZ | 11 |
| 2. | MOTIVE FÜR EINEN FREIWILLIGENDIENST | 13 |
| 3. | ÜBERNAHME SOZIALER VERANTWORTUNG | 19 |
| 4. | ENTWICKLUNG VON IDENTITÄT | 23 |
| 5. | EXKURS: FREIWILLIGES ENGAGEMENT VON JUNGEN MENSCHEN - EINBETTUNG IN GESELLSCHAFTLICHE GEGEBENHEITEN | 28 |
| 5.1 | BEGRIFFSBESTIMMUNG FREIWILLIGENDIENST | 28 |
| 5.2 | FREIWILLIGENTÄTIGKEIT IN DEUTSCHLAND | 29 |
| 5.3 | ORGANISATIONSFORMEN EINES FREIWILLIGEN JAHRES IM AUSLAND | 30 |
| 6. | FRAGESTELLUNGEN | 33 |
| 7. | EMPIRISCHE UMSETZUNG | 35 |
| 7.1 | STICHPROBE | 35 |
| 7.1.1 | Bewerber für einen Dienst | 35 |
| 7.1.2 | Vergleichsgruppe | 37 |
| 7.1.3 | Vergleich der beiden Stichproben | 39 |
| 7.2 | FRAGEBOGEN | 41 |
| 7.2.1 | Motivteil | 41 |
| 7.2.2 | Übernahme sozialer Verantwortung | 46 |
| 7.2.3 | Identitätsstatus | 49 |
| 7.2.4 | Fragebogen für die Vergleichsgruppe | 50 |
| 8. | DATENANALYSE UND ERGEBNISSE | 51 |
| 8.1 | VORANALYSEN | 51 |
| 8.1.1 | Faktorenanalyse zu Motiven | 51 |
| 8.1.2 | Bildung der Motivskalen | 53 |
| 8.1.3 | Prüfung der Motivskalen | 56 |
| 8.2 | ERGEBNISSE | 57 |
| 8.2.1 | Motive für einen Freiwilligendienst im Ausland | 57 |
| 8.2.1.1 | Unterschiede zwischen der Bewerber- und der Vergleichsgruppe | 57 |
| 8.2.1.2 | Geschlechtsunterschiede in der Bewerbergruppe | 60 |
| 8.2.1.3 | Gründe, die gegen einen sozialen Dienst im Ausland sprechen | 62 |
| 8.2.2 | Übernahme sozialer Verantwortung in der Bewerber- und der Vergleichsgruppe | 63 |
| 8.2.3 | Identitätsstatus in der Bewerber- und der Vergleichsgruppe | 64 |
| 8.2.3.1 | Summenskalen zum Identitätsstatus | 64 |
| 8.2.3.2 | Typenbildung zum Identitätsstatus | 67 |
| 8.2.4 | Stützung der Motivationsfaktoren | 72 |
| 8.2.4.1 | Idealismus und soziale Verantwortungsübernahme | 72 |
| 8.2.4.2 | Selbstfindung und Moratorium | 72 |
| 8.2.5 | Zusammenhänge zum Geburtsland | 73 |
| 8.2.6 | Multiple Analyse zur simultanen Erfassung des Beitrags mehrerer Variablen zur Unterscheidung von Bewerber- und Vergleichsgruppe | 74 |
| 9. | ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION, SCHLUßFOLGERUNGEN UND AUSBLICK | 78 |
| LITERATUR | 84 | |
| ANHANG | 90 |
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die Darstellung der Ergebnisse einer Befragung von 164 Personen im Alter von 17 bis 21 Jahren, welche im Zeitraum von April bis Juni 2001 in Dresden und Berlin durchgeführt wurde. 99 Teilnehmer hatten sich für einen freiwilligen sozialen Dienst im Ausland beworben, 65 gehörten zur Gruppe der Nichtbewerber. Thema dieser Befragung waren Motive, die für oder gegen einen sozialen Dienst im Ausland sprechen, im Zusammenhang mit der Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen und im Zusammenhang mit der Identitätsentwicklung junger Menschen. Zur Erfassung der Beweggründe, die zu einer Bewerbung für einen sozialen Dienst im Ausland führen können, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein Fragebogen entwickelt. Die Bereitschaft, Verantwortung für benachteiligte Menschen zu übernehmen, wurde mit einem Instrumentarium von Krettenauer (1998), aufbauend auf dem „Existentielle Schuld Inventar“ von Montada, Dalbert, Reichle und Schmitt (1986), erhoben, die Erfassung des Identitätsstatus erfolgte unter Verwendung eines Fragebogens von Adams (1998). Die empirischen Befunde zeigen, daß sich Bewerber für einen sozialen Dienst stärker als Nichtbewerber aus ihren Idealen heraus engagieren wollen und daß sie einen stärkeren Wunsch angeben, ins Ausland zu gehen. Außerdem wollen Bewerber stärker als Nichtbewerber das Berufsfeld Sozialarbeit erkunden. Die Bewerber für einen sozialen Dienst im Ausland zeigen deutlicher als Altersgenossen eine Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen. In der Bewerbergruppe wurde häufiger als in der Vergleichsgruppe der Identitätsstatus Moratorium gefunden, in der Vergleichsgruppe hingegen häufiger diffuse und übernommene Identität. [...]
des 27. Lebensjahres bis zur Dauer von zwölf zusammenhängenden Monaten geleistet; die Helferinnen und Helfer müssen sich mindestens für sechs Monate verpflichtet haben. Das freiwillige soziale Jahr kann in Ausnahmefällen in geeigneten Einrichtungen schon nach der Vollendung des 16. Lebensjahres geleistet werden, wenn die Helferinnen und Helfer körperlich und geistig den Anforderungen der ihrem Alter gemäßen Hilfstätigkeit gewachsen sind. Die mehrmalige Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres ist nicht zulässig. 5. Den Helferinnen und Helfern dürfen nur Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und ein angemessenes Taschengeld gewährt sowie Aufwendungen für Beiträge zum Zwecke der Höherversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung ersetzt werden. Ein Taschengeld ist angemessen, wenn es 6 vom Hundert der in der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten geltenden Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt. [...]
Begleitung wird von einer zentralen Stelle eines der in § 2 genannten Träger des freiwilligen sozialen Jahres sichergestellt, mit dem Ziel, soziale Erfahrungen zu vermitteln und das Verantwortungsbewußtsein für das Gemeinwohl zu stärken. Die pädagogische Begleitung umfaßt die fachliche Anleitung der Helferinnen und Helfer durch die Einsatzstelle, die individuelle Betreuung durch pädagogische Kräfte der zentralen Stelle des Trägers mit Unterstützung durch die Einsatzstelle sowie die Seminararbeit. Die Seminare werden für die Helferinnen und Helfer durchgeführt; sie wirken an der inhaltlichen Gestaltung und der Durchführung der Seminare mit. Es werden ein Einführungs-, ein Zwischen- und ein Abschlußseminar durchgeführt, deren Mindestdauer je fünf Tage beträgt. Die Gesamtdauer der Seminare beträgt bezogen auf eine zwölfmonatige Teilnahme am freiwilligen sozialen Jahr mindestens 25 Tage. Die Seminarzeit gilt als Arbeitszeit. Die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht. [...]
In den Warenkorb
68,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832455491
Arbeit zitieren:
Gudulas, Niki März 2002: Gründe für einen Freiwilligendienst im Ausland im Zusammenhang mit der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und der Identitätsentwicklung junger Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Motive, Jugendalter, Identität, Soziales Engagement, Freiwilliges Soziales Jahr



