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Das Groteske in Grafik und Malerei

Das Groteske in Grafik und Malerei
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Malte Werner
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 18,4 MB
  • Institution / Hochschule: keine Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4488-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4488-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4488-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Werner, Malte September 2001: Das Groteske in Grafik und Malerei, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bewegung, dämonisch, Grauen, Monstrositäten, Kunst

Studienarbeit von Malte Werner

Einleitung:

Der Begriff des Grotesken ist nach wie vor unklar und wird in den verschiedenen Kunstgattungen als ästhetisches Phänomen sehr unterschiedlich gebraucht.

Die vorliegende Arbeit beschränkt sich auf eine nähere Wesensbestimmung des Grotesken in Grafik und Malerei. Sie stellt eine interdisziplinäre Bearbeitung des Begriffs dar und versucht ihn mit Hilfe kunstgeschichtlicher, psychologischer, philosophischer, bewegungswissenschaftlicher Betrachtungsweisen zu schärfen und abzugrenzen.

Groteske Darstellungen sind sich ähnlich. Sie nehmen im Ähnlichkeitskontinuum zwischen totaler Identität und radikaler Differenz eine spannungsgeladene intermediäre Stellung ein. Um diese Ähnlichkeit zu verdeutlichen wird versucht, genauere Maßstäbe zu erarbeiten, um eine Kategorisierung des Grotesken zu erleichtern. Dazu werden formästhetische und wirkungsästhetische Verwandtschaften sichtbar gemacht, die beschreibend und interpretierend zu Bezugssystemen führen:

Bestimmte Komponenten (z.B. das Unheimliche, Lächerliche, Grauenvolle etc.) treten bei der Vielzahl von grotesken Darstellungen immer wieder auf; diese gilt es zu erfassen.

Ferner werden im Verlauf der Arbeit einige Sonderprobleme behandelt:

Das Obszöne als eine mögliche Komponente des Grotesken wird ausführlicher betrachtet.

Dann wird intensiv auf Bild-Bewegungsdarstellungen, deren Ähnlichkeit in der Darstellung grotesker Bewegungen besteht, eingegangen. In diesem Zusammenhang wird das Problem erörtert, was eine Bewegung zu einer grotesken Bewegung macht. Anlass dazu bieten drei Typen von Bewegungsdarstellungen.

Abschließend wird in einem kleinen Exkurs die Frage geklärt, ob die berühmten Zwergdarstellungen (z.B. Gobbis von CALLOT) Karikaturen oder Groteske Darstellungen sind.

Inhaltsverzeichnis:

1. Zum Begriff des Grotesken 5
1.1 Das Definitionsproblem 7
1.1.1 Historisches Verstehen 7
1.1.2 Sachliches Verstehen 8
1.1.3 Das Erkennen von Gleichartigem 9
1.2 Wahrnehmung, Beschreiben und Interpretieren 11
1.2.1 Wahrnehmung als Schematisierungs- und Interpretationsprozess 12
1.2.2 Beschreiben und Interpretieren von Kunstwerken 14
1.2.3 Künstlerintention versus Betrachterrezeption 18
1.2.4 Kunstwirklichkeit als Alternativwirklichkeit 20
2. Form, Inhalt und emotionale Wirkung grotesker Darstellungen 23
2.1 Form und Struktur grotesker Darstellungen 26
2.1.1 Quantitative Normabweichungen 33
2.1.1.1 Körperteile 33
2.1.1.1.1 Weglassen von Körperteilen 33
2.1.1.1.2 Vermindern von Körperteilen 34
2.1.1.1.3 Vermehren von Körperteilen 36
2.1.1.1.4 Verrücken von Körperteilen 37
2.1.1.2 Kombination von Organischem, Anorganischem, Umwelt 39
2.1.1.2.1 Organisches und Organisches 39
2.1.1.2.2 Organisches und Anorganisches 48
2.1.1.2.3 Organisches und Umwelt 50
2.1.1.2.4 Organisches/Anorganisches und Skelette/Tod 55
2.1.2 Qualitative Normabweichungen 58
2.1.2.1 Maßstabsdisproportion zwischen mehrfachen Figuren (Gestalten) 58
2.1.2.1.1 Überdimensionierte und unterdimensionierte Figuren (Gestalten) 58
2.1.2.1.2 Gestalt und überdimensioniertes Tier 59
2.1.2.1.3 Überdimensionierte Gestalt und Ding, Gebäude, Umwelt 60
2.1.2.1.3 Unterdimensionierte Gestalt und Ding, Gebäude, Umwelt 61
2.1.2.2 Maßstabsdisproportion von Einzelfiguren 62
2.1.2.2.1 Einzelfigur 62
2.1.2.2.2 Einzelfigurenteile 63
2.1.2.2.3 Fragmentierung/ Verletzung der Einzelfigur 65
2.2 Inhalt und Bedeutung grotesker Darstellungen 66
2.2.1 Interpretation des Rezipienten 68
2.2.2 Der Wahrnehmungsprozess beim grotesken Kunstwerk 73
2.2.2.1 Mehrdeutigkeit (Ambiguität) 74
2.2.2.2 Realitätsproblem 76
2.2.2.3 Rationalitätsproblem 83
2.3 Wirkungsästhetische Mehrdeutigkeit 87
2.3.1 Wirkungsästhetische Komponenten des Grotesken 87
2.3.2 Das Obszöne als Komponente 92
3. Bewegung in der Grafik 97
3.1 KEISAI: Grotesktänzer 100
3.1.1 Ausführungen von FRAENGERS 101
3.1.2 Auftreten der Charakteristika des Grotesken 102
3.2. Die kategoriale Erfassung der anschaulich-wahrnehmbaren Bewegung 104
3.2.1 Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung einer Bewegung 104
3.2.2 Normalität als Regelhaftigkeit einer Bewegung 105
3.2.3 Merkmale der Bewegungskoordination 106
3.2.4 Groteske Bewegung im Licht ausgewählter Merkmale der Bewegungskoordination 107
3.3 Commedia dell´arte 111
3.3.1 JAQUES CALLOT 111
3.3.2 Karikatur und Groteske 114
3.4 Die groteske Bewegung, eine morphologisch und ästhetisch disharmonische Bewegung 117
3.5 Totentanz 119
4. Sonderfall: Die Gobbi 123
Bildverzeichnis 126
Abbildungsverzeichnis 128
Literaturverzeichnis 129

Arbeit zitieren:
Werner, Malte September 2001: Das Groteske in Grafik und Malerei, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bewegung, dämonisch, Grauen, Monstrositäten, Kunst

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