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Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel

Verläuft die Entwicklung in Ljubljana wie in anderen westeuropäischen Städten?

Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Franz Stare
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 119 Seiten
  • Dateigröße: 896,8 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7773-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7773-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7773-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stare, Franz Februar 2003: Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stadtentwicklung, Einkaufszentren, Strukturwandel, Grüne Wiese

Diplomarbeit von Franz Stare

Zusammenfassung:

Es ist überwiegend der Handel, welcher die für die Urbanität wichtigen Voraussetzungen der Dichte, Frequenz und Mischung schafft und somit eine bedeutende stadtbildende Funktion besitzt. Durch einen Wandel des Nachfrageverhaltens der Konsumenten und der jeweils in den einzelnen Ländern gegebenen Rahmensetzungen politisch-administrativer Gremien vollzieht sich in den meisten europäischen Ländern bereits seit Jahrzehnten ein gravierender Strukturwandel im Einzelhandel, was sich überwiegend in Form von Konzentrationsprozessen und einem Betriebsformenwandel und als Folge dessen in einer zu-nehmenden Verlagerung großflächiger Betriebe in Ortsrandbereiche äußert. Durch diesen „Wandel im Handel“ sind vor allem die Innenstädte als Einkaufsstandorte negativ betroffen, da hier die Originalität des Einzelhandelsangebotes zurückgeht und beträchtliche Attraktivitätsverluste zu verzeichnen sind. Die Auseinandersetzung der Geographie mit der Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsstandorte in nicht ortsintegrierten Lagen und den dadurch hervorgerufenen Konsequenzen für den innerstädtischen Einzelhandel als auch für die Stadtentwicklung an sich besitzt deshalb sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen europäischen Ländern bereits eine lange Tradition und hat dafür gesorgt, dass den Städten und Gemeinden eine Vielzahl an Handlungs- und Planungsempfehlungen zur Verfügung stehen, welche die Erhaltung der Attraktivität und Urbanität der Innenstädte - v.a. durch eine vielfältige Nutzungsmischung - gewährleisten sollen.

Die Einzelhandelsstrukturen eines Landes werden natürlich von dem jeweils vorherrschenden sozioökonomischen Entwicklungsstand der Gesellschaft beeinflusst, wobei jedoch die im Rahmen der Vollendung des europäischen Binnenmarktes und der zunehmenden Globalisierung voranschreitende Internationalisierung von Einzelhandelsunternehmen in gewissem Grade auch zu einer Vereinheitlichung der Handelsstrukturen in Europa führt. So kommt es in einzelnen Ländern häufig zu einer Koexistenz traditioneller und moderner Handelsstrukturen, wobei der neue Konkurrenzdruck durch ausländische Konzerne mit modernen Handelskonzepten auf den traditionellen einheimischen Handel entweder zu Geschäftsschließungen nicht-wettbewerbsfähiger Geschäfte führt oder in vielen Fällen zu Anpassungsstrategien, indem die erfolgreichen Handelskonzepte ausländischer Handelsketten imitiert werden.

Nach den politischen Veränderungen seit der Unabhängigkeit 1991 zeigen sich im Rahmen der stattfindenden Transformationsprozesse auch in Slowenien die teilweise recht gravierenden Veränderungen im Bereich des Einzelhandels: So lässt sich v.a. seit Mitte der 90er Jahre ein Rückgang der absoluten Anzahl an Einzelhandelseinrichtungen bei einem gleichzeitigen Anstieg der absoluten Verkaufsfläche feststellen. Somit zeichnet sich in dieser Hinsicht auch in Slowenien die Entwicklung anderer westeuropäischer Länder ab: Eine Zunahme großflächiger Einzelhandelseinrichtungen bei einem gleichzeitigen Rückgang der Anzahl an kleineren Geschäften. Dieser Umstrukturierungsprozess der Einzelhandelslandschaft hat letztendlich zu einer Entwicklung von Betriebsformen und -größen beigetragen, die in ihrer Dimensionierung für slowenische Erfahrungen unbekannt gewesen sind. Doch obwohl sich in schon weiter entwickelten Staaten gezeigt hat, dass peripher am Stadtrand gelegene Einkaufszentren zu einer Verödung der Innenstädte beitragen können, entstehen in Slowenien großflächige Versorgungszentren weiterhin lediglich an den Stadträndern und nicht in integrierten Standorten. Eigentlich müssten diesen Einrichtungen langfristige raumordnungspolitische Abwägungen vorangehen, doch die Forderungen nach einer Ad-hoc-Verbesserung der Versorgungssituation und einer fort-schreitenden Wirtschaftsentwicklung, das Fehlen jeglicher raumplanerischer Grundsätze in den einzelnen Gemeinden sowie der rudimentäre Verwaltungsapparat für diese neuen Probleme fördern den Wettlauf von Investoren um die Verkaufsflächen.

Auch in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, verläuft die Entwicklung der Einzelhandelseinrichtungen seit Jahren eher unkontrolliert, wobei die Strukturveränderungen momentan nicht mehr zu überschauen sind. In den vergangenen zwölf Jahren wurden auch hier mehrere großflächige Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand errichtet. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit bestand aus diesem Grund darin, die sich möglicherweise ergebenden Konsequenzen der Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe am Stadtrand von Ljubljana auf die Geschäfte der Innenstadt zu untersuchen und anhand dieser Ergebnisse der Frage nachzugehen, ob die Situation in Ljubljana vergleichbar mit derjenigen anderer westeuropäischer Städte ist, deren innerstädtische Einzelhandelseinrichtungen durch die Konkurrenz auf der „Grünen Wiese“ mit einem Kaufkraftabfluss zu kämpfen haben, und ob dadurch letztendlich die Gefahr eines Attraktivitätsverlustes gegeben ist.

Zu diesem Zweck wurde zwischen dem 18. und 23.11.2002 sowohl eine Einzelhandelsbefragung in der Innenstadt von Ljubljana durchgeführt als auch eine Passantenbefragung in dem Nahe der Innenstadt gelegenen Tivoli Park. Für beide Erhebungen wurde ein voll-standardisierter schriftlicher Fragebogen als Erhebungsinstrument benutzt. Bei der Totalerhebung der innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen wurden 158 Geschäftsführer/-innen befragt, bei der Stichprobenerhebung der Passantenbefragung 189 Einwohner Ljubljanas. Mit diesem methodischen Vorgehen konnte somit sowohl der Bezug zur Angebotsseite und der Bedeutung einzelhandelsendogener Einflussfaktoren als auch der Bezug zur Nachfrageseite und der Bedeutung einzelhandelsexogener Einflussfaktoren hergestellt werden. Die im Rahmen der durchgeführten Analyse erhaltenen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Der innerstädtische Einzelhandel in Ljubljana ist gekennzeichnet durch einen schwachen Branchenmix und durch überwiegend kleine Geschäfte, meist mit einer Verkaufsfläche von unter 60 m². Die großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand – und hierunter v.a. das BTC (mit 188.000 m² Verkaufsfläche eines der größten Einkaufszentren Europas) – stellen dabei für diese die größte Konkurrenz dar. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da hier auch zentrenrelevante Sortimente angeboten und gekauft werden.

Die größten Vorteile eines Einkaufs in den großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand von Ljubljana bestehen dabei hauptsächlich in der guten Erreichbarkeit für den Pkw-Verkehr, aber auch in dem Preisniveau, der Spezialisierung und der Vielfalt des Angebotes als auch in der Werbung und den Öffnungszeiten. Die Vorteile im Bereich des inner-städtischen Einzelhandels liegen hingegen v.a. in der Attraktivität des Umfeldes, der guten Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, dem hohen Passantenaufkommen, v.a. aber der guten Erreichbarkeit zu Fuß. Zusätzliche Potentiale, sich den veränderten Wettbewerbsbedingungen anpassen zu können, sehen die Geschäftsführer der innerstädtischen Geschäfte in einer verstärkten Werbung, verbesserten Serviceleistungen und Geschäftsumbauten bzw. Geschäftsmodernisierungen.

Dennoch lässt sich aufzeigen, dass die Errichtung der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand schwerwiegende Konsequenzen für die innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen, aber auch für die Innenstadt generell nach sich zieht: Neben einem extremen Kaufkraftabfluss aus der Innenstadt in die neuen Versorgungszentren am Stadtrand, vermehrten Geschäftsschließungen, einem Rückgang des Passanten- und Besucheraufkommens, sinkenden Umsätzen und einer Einschränkung des Warenangebotes wird von den Befragten auch eine Verödung der Innenstadt beklagt. Die Umsatzentwicklung verlief dabei bei fast 50 % aller innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen negativ bzw. stagnierend, die Mietpreise stiegen bei über einem Drittel aller Geschäfte in den letzten fünf Jahren an und jeder zehnte Geschäftsführer plant eine Geschäftsverlagerung, gar jeder achte eine Geschäftsaufgabe.

Es kann zwar aufgezeigt werden, dass die Errichtung der großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand von Ljubljana für die innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen generell negative Konsequenzen hervorgerufen hat, dennoch muss hinsichtlich des Innenstadtgebietes eine genauere Differenzierung erfolgen. So stellt sich v.a. für die Einzelhandelseinrichtungen im Gebiet der Altstadt von Ljubljana die Situation extrem negativ dar. Die Geschäfte in diesem Gebiet sind somit am meisten von der neu entstandenen Wettbewerbssituation betroffen. Doch auch die Einzelhandelseinrichtungen in den Fußgängerzonen und an den Hauptstraßen haben mit den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen.

Insgesamt zeigen sich somit auch in Ljubljana die negativen Konsequenzen der Errichtung großflächiger Einzelhandelsbetriebe am Stadtrand für den Einzelhandelsstandort Innenstadt. Es bleibt die Frage, warum bis jetzt noch kein angemessenes landesplanerisches und städtebauliches Steuerungsinstrumentarium in Slowenien zu einer Forcierung der Förderung des Einzelhandelsstandortes Innenstadt als auch zu einer Steuerung der Ansiedlung und der Erweiterung großflächiger Versorgungszentren am Stadtrand entwickelt wurde. Schließlich gibt es derartige Steuerungsinstrumentarien bereits seit Jahren in den meisten anderen europäischen Ländern, weshalb auch im Hinblick auf den bevorstehenden EU-Beitritt Sloweniens in diesem Zusammenhang ein großer Nachholbedarf notwendig erscheint.

Zu einer kurzfristigen Verbesserung der innerstädtischen Einzelhandelssituation muss jedoch v.a. auf die Bestimmungsfaktoren im Standortwettbewerb Einfluss genommen werden, indem zum einen die Standortvorteile der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand verringert werden, zum anderen aber v.a. die Attraktivität des Einzelhandelsstandortes Innenstadt erhöht wird. In dieser Hinsicht konnten bereits in vielen europäischen Städten positive Erfahrungen gesammelt werden, weshalb eine Anwendung ähnlicher, auf die spezifische Situation in Ljubljana zugeschnittener Konzepte und Mittel erfolgreich sein sollte. Letztendlich gilt es, die Funktionsvielfalt und die Aufenthaltsqualität der Innenstadt von Ljubljana zu erhalten und zu fördern, wobei neben einer Förderung eines ausgewogenen Branchen- und Betriebstypenmixes und einer Ansiedlung fehlender Einzelhandelsgeschäfte sowie Magnetbetriebe auch die Entwicklung und laufende Anpassung einer auf die Bedürfnisse der Stadt zugeschnittenen, verbindlichen Einzelhandelsstrategie unter Beteiligung aller hieran interessierten Gruppierungen im Rahmen eines City-Managements bzw. Stadtmarketings notwendig ist.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen 6
Verzeichnis der Tabellen 7
Verzeichnis der Abkürzungen 8
1. Einführung 9
1.1 Anlass 9
1.2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit 12
2. Zum Stand der Forschung: Einzelhandel 14
2.1 Einordnung der Arbeit in den geographischen Kontext 14
2.2 Der Strukturwandel im Einzelhandel 16
2.2.1 Ursachen des Strukturwandels im Einzelhandel 16
2.2.1.1 Handelsexogene Faktoren des Strukturwandels im Einzelhandel 17
2.2.1.2 Handelsendogene Faktoren des Strukturwandels im Einzelhandel 18
2.2.2 Folgen des Strukturwandels des Einzelhandels 19
2.3 Theoretische Begründungsansätze des Betriebsformenwandels 23
2.3.1 Theorie von Lange 25
2.3.2 Theorie von Agergard et al 26
2.3.3 Empirische Überprüfung der Theorien zum Betriebsformenwandel und seinen räumlichen Wirkungen durch Heinritz 26
2.4 Fazit 27
3. Die Einzelhandelssituation in Slowenien und Ljubljana 28
3.1 Die Situation des Einzelhandels in Slowenien 28
3.2 Die Situation des Einzelhandels in Ljubljana 33
3.2.1 Städtisches und politisches Umfeld 33
3.2.1.1 Stadtentwicklung 33
3.2.1.3 Regulierungsmechanismen für die Einzelhandelsentwicklung 34
3.2.2 Einzelhandelsentwicklung 35
4. Struktur der großflächigen Einzelhandelsstandorte am Stadtrand von Ljubljana und Auswahl der innerstädtischen Erhebungsgebiete 39
4.1 Die vier größten Versorgungszentren in Ljubljana 39
4.1.1 Das BTC (Blagovno Trgovski Center) in Moste 39
4.1.2 Das Gewerbegebiet in Rudnik 39
4.1.3 Das Mercator-Center in Šiška 41
4.1.4 Das Interspar-Center in Vic 41
4.2 Die Erhebungsgebiete in der Innenstadt von Ljubljana 42
5. Methodisches Vorgehen 43
5.1 Klassische Erhebungsmethoden in der Handelsforschung 43
5.2 Erarbeitung des Untersuchungsdesigns 43
5.3 Konstruktion der Fragebögen 47
5.3.1 Fragebogen für die Einzelhandelsbefragung 47
5.3.1.1 Begleitschreiben 47
5.3.1.2 Befragungsteil 48
5.3.1.2.1 Branche und Betriebstyp 48
5.3.1.2.2 Wettbewerbssituation 49
5.3.2 Fragebogen für die Passantenbefragung 50
5.3.2.1 Einkaufsverhalten in der Innenstadt von Ljubljana 51
5.3.2.2 Einkaufsverhalten in den großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand 52
5.3.2.3 Vergleich der Innenstadt und der großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand 53
5.3.2.4 Angaben zur Person 54
5.4 Durchführung der Befragungen 54
5.4.1 Organisation 54
5.4.2 Pretest 55
5.4.3 Haupterhebungen 55
5.5 Ergebnisse und Bewertung der Erhebungsmethode 55
5.5.1 Rücklauf 55
5.5.2 Motivation der Probanden zur Mitarbeit 57
5.5.3 Repräsentativität 57
6. Ergebnis: Darstellung und Analyse 59
6.1 Demographische Angaben der befragten Passanten 59
6.1.1 Stadtteil des Wohnortes 59
6.1.2 Geschlecht 61
6.1.3 Alter 62
6.1.4 Beruf/Beschäftigung 63
6.1.5 Anzahl der Bewohner im Haushalt 65
6.1.6 Monatliches Nettohaushaltseinkommen 65
6.2 Einzelhandelsstruktur in der Innenstadt von Ljubljana 67
6.2.1 Betriebstypen 67
6.2.2 Branchen 68
6.2.3 Verkaufsflächen 69
6.2.4 Besitzverhältnisse 70
6.2.5 Alter der Einzelhandelseinrichtungen 71
6.2.6 Anzahl der Beschäftigten 73
6.3 Die momentane Wettbewerbssituation 74
6.3.1 Bewertung der allgemeinen momentanen Wettbewerbssituation in der Innenstadt durch die Geschäftsführer 74
6.3.2 Die momentane Wettbewerbssituation zwischen innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand, bedingt durch das jeweils vorhandene Branchenangebot und die Einkaufspräferenzen der Bevölkerung 75
6.3.3 Die momentane Wettbewerbssituation zwischen innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand, bedingt durch die Besuchsfrequenz der Bevölkerung 77
6.4 Bewertung der Einzelhandelsstandorte 79
6.4.1 Bewertung der innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand durch die befragten Passanten 79
6.4.2 Bewertung des eigenen Geschäftsstandortes und dessen Umfeldes durch die Geschäftsführer 81
6.4.3 Zugänglichkeit der Innenstadt und der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand 82
6.5 Auswirkungen der Errichtung großflächiger Versorgungszentren am Stadtrand auf den innerstädtischen Einzelhandel 87
6.5.1 Auswirkungen aus Sicht der Geschäftsführer 87
6.5.2 Auswirkungen aus Sicht der befragten Passanten 89
6.5.3 Bereiche der Konkurrenzverschärfung und Veränderungen für den innerstädtischen Einzelhandel 91
6.5.4 Entwicklung der Kundenzahlen in den innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen 93
6.5.5 Aktuelle Maßnahmen der Geschäftsführer zur Verbesserung der Konkurrenzsituation 95
6.5.6 Umsatzentwicklung in den innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen 96
6.5.7 Miet- und Pachtpreisentwicklung 98
6.5.8 Geschäftsaufgaben, -verlagerungen, -vermietungen und -verpachtungen 100
7. Zusammenfassung 104
7.1 Die Situation des Einzelhandels in Ljubljana 104
7.2 Weiterführende Gedanken: Empfehlungen für die Planung 105
7.2.1 Entwicklung eines angemessenen landesplanerischen und städtebaulichen Steuerungsinstrumentariums 105
7.2.2 Einwirkung auf Bestimmungsfaktoren im Standortwettbewerb 106
Quellenverzeichnis 109
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

für ihre schwierige bzw. existenzgefährdende Situation nennen können. Außerdem ist die Anzahl von elf innerstädtischen Geschäften, welche unter schwierigen Wettbewerbsbedingungen bestehen, im Vergleich zu 143 Geschäften, für welche sich die Situation nicht so schwierig darstellt, eine Momentaufnahme und muss in Bezug auf die Dauer betrachtet werden, die das jeweilige Geschäft an dem einzelnen Standort besteht. Inwieweit die Darstellung in Abbildung 15 die tatsächliche Wettbewerbssituation widerspiegelt, wird in den folgenden Kapiteln näher untersucht. Allerdings kann die Abbildung dazu herangezogen werden, die Unterschiede zwischen den einzelnen Erhebungsgebieten aufzuzeigen: So stellt sich auch in diesem Fall die Situation der Geschäfte in der Altstadt im Vergleich zu der Situation der Geschäfte in der Fußgängerzone und in den Hauptstraßen als negativer dar. Um die allgemeine momentane Wettbewerbssituation differenzierter betrachten zu können, sollen die von den befragten Geschäftsführern genannten Hauptkonkurrenten mit berücksichtigt werden. BTC Großflächige Versorgungszentren am Stadtrand Rudnik/LeClerc Interspar Maximarket Nama Anzahl der Nennungen 32 11 9 5 4 4 [...]

Aus Abbildung 15 geht hervor, dass die eigene momentane Wettbewerbssituation von einer Vielzahl von Geschäftsführern recht positiv bewertet wird. So gibt es im gesamten Erhebungsgebiet nur ein Geschäft, für welches die gegenwärtige Wettbewerbssituation als existenzgefährdend eingestuft wird und zehn Geschäfte, für die sich die momentane Wettbewerbssituation zumindest als schwierig darstellt. Auch wenn diese Zahlen auf den ersten Blick im Vergleich zu der Anzahl an Befragten, welche die Situation als gut bzw. erträglich bezeichnen, relativ gering erscheinen, so muss das Ergebnis doch differenziert betrachtet werden: Die Frage nach der momentanen Wettbewerbssituation bezieht sich nicht speziell auf einen bestimmten Konkurrenten, weshalb die Möglichkeit in Betracht gezogen werden muss, dass die Befragten eher dazu tendieren, ihre eigene Situation besser zu bewerten, als dies in Wirklichkeit der Fall ist, da sie keinen direkten Verursacher 74 [...]

In Abbildung 14 wird die durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten in den erhobenen Einzelhandelseinrichtungen dargestellt. Auffallend hierbei ist, dass die Anzahl an Aushilfen sehr viel niedriger ist als die Anzahl an Vollzeitangestellten. Die Qualität der Bedienung sollte demnach sehr gut sein. Des Weiteren heben sich die Gesamtbeschäftigtenanzahl und die Anzahl an Vollzeitangestellten in den Geschäften der Fußgängerzone deutlich von denjenigen der Geschäfte in den anderen Erhebungsgebieten ab: Die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitangestellten ist hier mehr als doppelt so hoch als in den Geschäften der Altstadt und um mehr als ein drittel so hoch als in den Geschäften des Erhebungsgebietes der Hauptstraßen. Diese großen Unterschiede sind letztendlich auch ausschlaggebend für die Unterschiede in der Gesamtbeschäftigtenzahl der einzelnen Erhebungsgebiete. Allerdings sind – wie unter Punkt 6.2.3 beschrieben – die durchschnittlichen Verkaufsflächen der einzelnen Erhebungsgebiete auch sehr unterschiedlich. Bei der Berechnung des Pearsonschen Korrelationskoeffizienten zwischen den Variablen “Verkaufsfläche“ und “Gesamtbeschäftigtenanzahl“ ergibt sich ein Wert von 0,791. Wie zunächst angenommen, ist der Zusammenhang somit sehr stark. Anhand der Beschäftigtenzahlen sind deshalb keine Rückschlüsse auf eventuelle Unterschiede der Kundenzahlen in den drei Erhebungsgebieten möglich. 73 [...]

Arbeit zitieren:
Stare, Franz Februar 2003: Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stadtentwicklung, Einkaufszentren, Strukturwandel, Grüne Wiese

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