Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel
Verläuft die Entwicklung in Ljubljana wie in anderen westeuropäischen Städten?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Franz Stare
- Abgabedatum: Februar 2003
- Umfang: 119 Seiten
- Dateigröße: 896,8 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7773-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7773-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7773-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stare, Franz Februar 2003: Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Stadtentwicklung, Einkaufszentren, Strukturwandel, Grüne Wiese
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Diplomarbeit von Franz Stare
Zusammenfassung:
Es ist überwiegend der Handel, welcher die für die Urbanität wichtigen Voraussetzungen der Dichte, Frequenz und Mischung schafft und somit eine bedeutende stadtbildende Funktion besitzt. Durch einen Wandel des Nachfrageverhaltens der Konsumenten und der jeweils in den einzelnen Ländern gegebenen Rahmensetzungen politisch-administrativer Gremien vollzieht sich in den meisten europäischen Ländern bereits seit Jahrzehnten ein gravierender Strukturwandel im Einzelhandel, was sich überwiegend in Form von Konzentrationsprozessen und einem Betriebsformenwandel und als Folge dessen in einer zu-nehmenden Verlagerung großflächiger Betriebe in Ortsrandbereiche äußert. Durch diesen „Wandel im Handel“ sind vor allem die Innenstädte als Einkaufsstandorte negativ betroffen, da hier die Originalität des Einzelhandelsangebotes zurückgeht und beträchtliche Attraktivitätsverluste zu verzeichnen sind. Die Auseinandersetzung der Geographie mit der Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsstandorte in nicht ortsintegrierten Lagen und den dadurch hervorgerufenen Konsequenzen für den innerstädtischen Einzelhandel als auch für die Stadtentwicklung an sich besitzt deshalb sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen europäischen Ländern bereits eine lange Tradition und hat dafür gesorgt, dass den Städten und Gemeinden eine Vielzahl an Handlungs- und Planungsempfehlungen zur Verfügung stehen, welche die Erhaltung der Attraktivität und Urbanität der Innenstädte - v.a. durch eine vielfältige Nutzungsmischung - gewährleisten sollen.
Die Einzelhandelsstrukturen eines Landes werden natürlich von dem jeweils vorherrschenden sozioökonomischen Entwicklungsstand der Gesellschaft beeinflusst, wobei jedoch die im Rahmen der Vollendung des europäischen Binnenmarktes und der zunehmenden Globalisierung voranschreitende Internationalisierung von Einzelhandelsunternehmen in gewissem Grade auch zu einer Vereinheitlichung der Handelsstrukturen in Europa führt. So kommt es in einzelnen Ländern häufig zu einer Koexistenz traditioneller und moderner Handelsstrukturen, wobei der neue Konkurrenzdruck durch ausländische Konzerne mit modernen Handelskonzepten auf den traditionellen einheimischen Handel entweder zu Geschäftsschließungen nicht-wettbewerbsfähiger Geschäfte führt oder in vielen Fällen zu Anpassungsstrategien, indem die erfolgreichen Handelskonzepte ausländischer Handelsketten imitiert werden.
Nach den politischen Veränderungen seit der Unabhängigkeit 1991 zeigen sich im Rahmen der stattfindenden Transformationsprozesse auch in Slowenien die teilweise recht gravierenden Veränderungen im Bereich des Einzelhandels: So lässt sich v.a. seit Mitte der 90er Jahre ein Rückgang der absoluten Anzahl an Einzelhandelseinrichtungen bei einem gleichzeitigen Anstieg der absoluten Verkaufsfläche feststellen. Somit zeichnet sich in dieser Hinsicht auch in Slowenien die Entwicklung anderer westeuropäischer Länder ab: Eine Zunahme großflächiger Einzelhandelseinrichtungen bei einem gleichzeitigen Rückgang der Anzahl an kleineren Geschäften. Dieser Umstrukturierungsprozess der Einzelhandelslandschaft hat letztendlich zu einer Entwicklung von Betriebsformen und -größen beigetragen, die in ihrer Dimensionierung für slowenische Erfahrungen unbekannt gewesen sind. Doch obwohl sich in schon weiter entwickelten Staaten gezeigt hat, dass peripher am Stadtrand gelegene Einkaufszentren zu einer Verödung der Innenstädte beitragen können, entstehen in Slowenien großflächige Versorgungszentren weiterhin lediglich an den Stadträndern und nicht in integrierten Standorten. Eigentlich müssten diesen Einrichtungen langfristige raumordnungspolitische Abwägungen vorangehen, doch die Forderungen nach einer Ad-hoc-Verbesserung der Versorgungssituation und einer fort-schreitenden Wirtschaftsentwicklung, das Fehlen jeglicher raumplanerischer Grundsätze in den einzelnen Gemeinden sowie der rudimentäre Verwaltungsapparat für diese neuen Probleme fördern den Wettlauf von Investoren um die Verkaufsflächen.
Auch in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, verläuft die Entwicklung der Einzelhandelseinrichtungen seit Jahren eher unkontrolliert, wobei die Strukturveränderungen momentan nicht mehr zu überschauen sind. In den vergangenen zwölf Jahren wurden auch hier mehrere großflächige Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand errichtet. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit bestand aus diesem Grund darin, die sich möglicherweise ergebenden Konsequenzen der Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe am Stadtrand von Ljubljana auf die Geschäfte der Innenstadt zu untersuchen und anhand dieser Ergebnisse der Frage nachzugehen, ob die Situation in Ljubljana vergleichbar mit derjenigen anderer westeuropäischer Städte ist, deren innerstädtische Einzelhandelseinrichtungen durch die Konkurrenz auf der „Grünen Wiese“ mit einem Kaufkraftabfluss zu kämpfen haben, und ob dadurch letztendlich die Gefahr eines Attraktivitätsverlustes gegeben ist.
Zu diesem Zweck wurde zwischen dem 18. und 23.11.2002 sowohl eine Einzelhandelsbefragung in der Innenstadt von Ljubljana durchgeführt als auch eine Passantenbefragung in dem Nahe der Innenstadt gelegenen Tivoli Park. Für beide Erhebungen wurde ein voll-standardisierter schriftlicher Fragebogen als Erhebungsinstrument benutzt. Bei der Totalerhebung der innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen wurden 158 Geschäftsführer/-innen befragt, bei der Stichprobenerhebung der Passantenbefragung 189 Einwohner Ljubljanas. Mit diesem methodischen Vorgehen konnte somit sowohl der Bezug zur Angebotsseite und der Bedeutung einzelhandelsendogener Einflussfaktoren als auch der Bezug zur Nachfrageseite und der Bedeutung einzelhandelsexogener Einflussfaktoren hergestellt werden. Die im Rahmen der durchgeführten Analyse erhaltenen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Der innerstädtische Einzelhandel in Ljubljana ist gekennzeichnet durch einen schwachen Branchenmix und durch überwiegend kleine Geschäfte, meist mit einer Verkaufsfläche von unter 60 m². Die großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand – und hierunter v.a. das BTC (mit 188.000 m² Verkaufsfläche eines der größten Einkaufszentren Europas) – stellen dabei für diese die größte Konkurrenz dar. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da hier auch zentrenrelevante Sortimente angeboten und gekauft werden.
Die größten Vorteile eines Einkaufs in den großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand von Ljubljana bestehen dabei hauptsächlich in der guten Erreichbarkeit für den Pkw-Verkehr, aber auch in dem Preisniveau, der Spezialisierung und der Vielfalt des Angebotes als auch in der Werbung und den Öffnungszeiten. Die Vorteile im Bereich des inner-städtischen Einzelhandels liegen hingegen v.a. in der Attraktivität des Umfeldes, der guten Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, dem hohen Passantenaufkommen, v.a. aber der guten Erreichbarkeit zu Fuß. Zusätzliche Potentiale, sich den veränderten Wettbewerbsbedingungen anpassen zu können, sehen die Geschäftsführer der innerstädtischen Geschäfte in einer verstärkten Werbung, verbesserten Serviceleistungen und Geschäftsumbauten bzw. Geschäftsmodernisierungen.
Dennoch lässt sich aufzeigen, dass die Errichtung der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand schwerwiegende Konsequenzen für die innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen, aber auch für die Innenstadt generell nach sich zieht: Neben einem extremen Kaufkraftabfluss aus der Innenstadt in die neuen Versorgungszentren am Stadtrand, vermehrten Geschäftsschließungen, einem Rückgang des Passanten- und Besucheraufkommens, sinkenden Umsätzen und einer Einschränkung des Warenangebotes wird von den Befragten auch eine Verödung der Innenstadt beklagt. Die Umsatzentwicklung verlief dabei bei fast 50 % aller innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen negativ bzw. stagnierend, die Mietpreise stiegen bei über einem Drittel aller Geschäfte in den letzten fünf Jahren an und jeder zehnte Geschäftsführer plant eine Geschäftsverlagerung, gar jeder achte eine Geschäftsaufgabe.
Es kann zwar aufgezeigt werden, dass die Errichtung der großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand von Ljubljana für die innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen generell negative Konsequenzen hervorgerufen hat, dennoch muss hinsichtlich des Innenstadtgebietes eine genauere Differenzierung erfolgen. So stellt sich v.a. für die Einzelhandelseinrichtungen im Gebiet der Altstadt von Ljubljana die Situation extrem negativ dar. Die Geschäfte in diesem Gebiet sind somit am meisten von der neu entstandenen Wettbewerbssituation betroffen. Doch auch die Einzelhandelseinrichtungen in den Fußgängerzonen und an den Hauptstraßen haben mit den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen.
Insgesamt zeigen sich somit auch in Ljubljana die negativen Konsequenzen der Errichtung großflächiger Einzelhandelsbetriebe am Stadtrand für den Einzelhandelsstandort Innenstadt. Es bleibt die Frage, warum bis jetzt noch kein angemessenes landesplanerisches und städtebauliches Steuerungsinstrumentarium in Slowenien zu einer Forcierung der Förderung des Einzelhandelsstandortes Innenstadt als auch zu einer Steuerung der Ansiedlung und der Erweiterung großflächiger Versorgungszentren am Stadtrand entwickelt wurde. Schließlich gibt es derartige Steuerungsinstrumentarien bereits seit Jahren in den meisten anderen europäischen Ländern, weshalb auch im Hinblick auf den bevorstehenden EU-Beitritt Sloweniens in diesem Zusammenhang ein großer Nachholbedarf notwendig erscheint.
Zu einer kurzfristigen Verbesserung der innerstädtischen Einzelhandelssituation muss jedoch v.a. auf die Bestimmungsfaktoren im Standortwettbewerb Einfluss genommen werden, indem zum einen die Standortvorteile der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand verringert werden, zum anderen aber v.a. die Attraktivität des Einzelhandelsstandortes Innenstadt erhöht wird. In dieser Hinsicht konnten bereits in vielen europäischen Städten positive Erfahrungen gesammelt werden, weshalb eine Anwendung ähnlicher, auf die spezifische Situation in Ljubljana zugeschnittener Konzepte und Mittel erfolgreich sein sollte. Letztendlich gilt es, die Funktionsvielfalt und die Aufenthaltsqualität der Innenstadt von Ljubljana zu erhalten und zu fördern, wobei neben einer Förderung eines ausgewogenen Branchen- und Betriebstypenmixes und einer Ansiedlung fehlender Einzelhandelsgeschäfte sowie Magnetbetriebe auch die Entwicklung und laufende Anpassung einer auf die Bedürfnisse der Stadt zugeschnittenen, verbindlichen Einzelhandelsstrategie unter Beteiligung aller hieran interessierten Gruppierungen im Rahmen eines City-Managements bzw. Stadtmarketings notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abbildungen | 6 | |
| Verzeichnis der Tabellen | 7 | |
| Verzeichnis der Abkürzungen | 8 | |
| 1. | Einführung | 9 |
| 1.1 | Anlass | 9 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit | 12 |
| 2. | Zum Stand der Forschung: Einzelhandel | 14 |
| 2.1 | Einordnung der Arbeit in den geographischen Kontext | 14 |
| 2.2 | Der Strukturwandel im Einzelhandel | 16 |
| 2.2.1 | Ursachen des Strukturwandels im Einzelhandel | 16 |
| 2.2.1.1 | Handelsexogene Faktoren des Strukturwandels im Einzelhandel | 17 |
| 2.2.1.2 | Handelsendogene Faktoren des Strukturwandels im Einzelhandel | 18 |
| 2.2.2 | Folgen des Strukturwandels des Einzelhandels | 19 |
| 2.3 | Theoretische Begründungsansätze des Betriebsformenwandels | 23 |
| 2.3.1 | Theorie von Lange | 25 |
| 2.3.2 | Theorie von Agergard et al | 26 |
| 2.3.3 | Empirische Überprüfung der Theorien zum Betriebsformenwandel und seinen räumlichen Wirkungen durch Heinritz | 26 |
| 2.4 | Fazit | 27 |
| 3. | Die Einzelhandelssituation in Slowenien und Ljubljana | 28 |
| 3.1 | Die Situation des Einzelhandels in Slowenien | 28 |
| 3.2 | Die Situation des Einzelhandels in Ljubljana | 33 |
| 3.2.1 | Städtisches und politisches Umfeld | 33 |
| 3.2.1.1 | Stadtentwicklung | 33 |
| 3.2.1.3 | Regulierungsmechanismen für die Einzelhandelsentwicklung | 34 |
| 3.2.2 | Einzelhandelsentwicklung | 35 |
| 4. | Struktur der großflächigen Einzelhandelsstandorte am Stadtrand von Ljubljana und Auswahl der innerstädtischen Erhebungsgebiete | 39 |
| 4.1 | Die vier größten Versorgungszentren in Ljubljana | 39 |
| 4.1.1 | Das BTC (Blagovno Trgovski Center) in Moste | 39 |
| 4.1.2 | Das Gewerbegebiet in Rudnik | 39 |
| 4.1.3 | Das Mercator-Center in Šiška | 41 |
| 4.1.4 | Das Interspar-Center in Vic | 41 |
| 4.2 | Die Erhebungsgebiete in der Innenstadt von Ljubljana | 42 |
| 5. | Methodisches Vorgehen | 43 |
| 5.1 | Klassische Erhebungsmethoden in der Handelsforschung | 43 |
| 5.2 | Erarbeitung des Untersuchungsdesigns | 43 |
| 5.3 | Konstruktion der Fragebögen | 47 |
| 5.3.1 | Fragebogen für die Einzelhandelsbefragung | 47 |
| 5.3.1.1 | Begleitschreiben | 47 |
| 5.3.1.2 | Befragungsteil | 48 |
| 5.3.1.2.1 | Branche und Betriebstyp | 48 |
| 5.3.1.2.2 | Wettbewerbssituation | 49 |
| 5.3.2 | Fragebogen für die Passantenbefragung | 50 |
| 5.3.2.1 | Einkaufsverhalten in der Innenstadt von Ljubljana | 51 |
| 5.3.2.2 | Einkaufsverhalten in den großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand | 52 |
| 5.3.2.3 | Vergleich der Innenstadt und der großflächigen Versorgungszentren am Stadt- bzw. Innenstadtrand | 53 |
| 5.3.2.4 | Angaben zur Person | 54 |
| 5.4 | Durchführung der Befragungen | 54 |
| 5.4.1 | Organisation | 54 |
| 5.4.2 | Pretest | 55 |
| 5.4.3 | Haupterhebungen | 55 |
| 5.5 | Ergebnisse und Bewertung der Erhebungsmethode | 55 |
| 5.5.1 | Rücklauf | 55 |
| 5.5.2 | Motivation der Probanden zur Mitarbeit | 57 |
| 5.5.3 | Repräsentativität | 57 |
| 6. | Ergebnis: Darstellung und Analyse | 59 |
| 6.1 | Demographische Angaben der befragten Passanten | 59 |
| 6.1.1 | Stadtteil des Wohnortes | 59 |
| 6.1.2 | Geschlecht | 61 |
| 6.1.3 | Alter | 62 |
| 6.1.4 | Beruf/Beschäftigung | 63 |
| 6.1.5 | Anzahl der Bewohner im Haushalt | 65 |
| 6.1.6 | Monatliches Nettohaushaltseinkommen | 65 |
| 6.2 | Einzelhandelsstruktur in der Innenstadt von Ljubljana | 67 |
| 6.2.1 | Betriebstypen | 67 |
| 6.2.2 | Branchen | 68 |
| 6.2.3 | Verkaufsflächen | 69 |
| 6.2.4 | Besitzverhältnisse | 70 |
| 6.2.5 | Alter der Einzelhandelseinrichtungen | 71 |
| 6.2.6 | Anzahl der Beschäftigten | 73 |
| 6.3 | Die momentane Wettbewerbssituation | 74 |
| 6.3.1 | Bewertung der allgemeinen momentanen Wettbewerbssituation in der Innenstadt durch die Geschäftsführer | 74 |
| 6.3.2 | Die momentane Wettbewerbssituation zwischen innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand, bedingt durch das jeweils vorhandene Branchenangebot und die Einkaufspräferenzen der Bevölkerung | 75 |
| 6.3.3 | Die momentane Wettbewerbssituation zwischen innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand, bedingt durch die Besuchsfrequenz der Bevölkerung | 77 |
| 6.4 | Bewertung der Einzelhandelsstandorte | 79 |
| 6.4.1 | Bewertung der innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen und der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand durch die befragten Passanten | 79 |
| 6.4.2 | Bewertung des eigenen Geschäftsstandortes und dessen Umfeldes durch die Geschäftsführer | 81 |
| 6.4.3 | Zugänglichkeit der Innenstadt und der großflächigen Versorgungszentren am Stadtrand | 82 |
| 6.5 | Auswirkungen der Errichtung großflächiger Versorgungszentren am Stadtrand auf den innerstädtischen Einzelhandel | 87 |
| 6.5.1 | Auswirkungen aus Sicht der Geschäftsführer | 87 |
| 6.5.2 | Auswirkungen aus Sicht der befragten Passanten | 89 |
| 6.5.3 | Bereiche der Konkurrenzverschärfung und Veränderungen für den innerstädtischen Einzelhandel | 91 |
| 6.5.4 | Entwicklung der Kundenzahlen in den innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen | 93 |
| 6.5.5 | Aktuelle Maßnahmen der Geschäftsführer zur Verbesserung der Konkurrenzsituation | 95 |
| 6.5.6 | Umsatzentwicklung in den innerstädtischen Einzelhandelseinrichtungen | 96 |
| 6.5.7 | Miet- und Pachtpreisentwicklung | 98 |
| 6.5.8 | Geschäftsaufgaben, -verlagerungen, -vermietungen und -verpachtungen | 100 |
| 7. | Zusammenfassung | 104 |
| 7.1 | Die Situation des Einzelhandels in Ljubljana | 104 |
| 7.2 | Weiterführende Gedanken: Empfehlungen für die Planung | 105 |
| 7.2.1 | Entwicklung eines angemessenen landesplanerischen und städtebaulichen Steuerungsinstrumentariums | 105 |
| 7.2.2 | Einwirkung auf Bestimmungsfaktoren im Standortwettbewerb | 106 |
| Quellenverzeichnis | 109 | |
| Anhang |
für ihre schwierige bzw. existenzgefährdende Situation nennen können. Außerdem ist die Anzahl von elf innerstädtischen Geschäften, welche unter schwierigen Wettbewerbsbedingungen bestehen, im Vergleich zu 143 Geschäften, für welche sich die Situation nicht so schwierig darstellt, eine Momentaufnahme und muss in Bezug auf die Dauer betrachtet werden, die das jeweilige Geschäft an dem einzelnen Standort besteht. Inwieweit die Darstellung in Abbildung 15 die tatsächliche Wettbewerbssituation widerspiegelt, wird in den folgenden Kapiteln näher untersucht. Allerdings kann die Abbildung dazu herangezogen werden, die Unterschiede zwischen den einzelnen Erhebungsgebieten aufzuzeigen: So stellt sich auch in diesem Fall die Situation der Geschäfte in der Altstadt im Vergleich zu der Situation der Geschäfte in der Fußgängerzone und in den Hauptstraßen als negativer dar. Um die allgemeine momentane Wettbewerbssituation differenzierter betrachten zu können, sollen die von den befragten Geschäftsführern genannten Hauptkonkurrenten mit berücksichtigt werden. BTC Großflächige Versorgungszentren am Stadtrand Rudnik/LeClerc Interspar Maximarket Nama Anzahl der Nennungen 32 11 9 5 4 4 [...]
Aus Abbildung 15 geht hervor, dass die eigene momentane Wettbewerbssituation von einer Vielzahl von Geschäftsführern recht positiv bewertet wird. So gibt es im gesamten Erhebungsgebiet nur ein Geschäft, für welches die gegenwärtige Wettbewerbssituation als existenzgefährdend eingestuft wird und zehn Geschäfte, für die sich die momentane Wettbewerbssituation zumindest als schwierig darstellt. Auch wenn diese Zahlen auf den ersten Blick im Vergleich zu der Anzahl an Befragten, welche die Situation als gut bzw. erträglich bezeichnen, relativ gering erscheinen, so muss das Ergebnis doch differenziert betrachtet werden: Die Frage nach der momentanen Wettbewerbssituation bezieht sich nicht speziell auf einen bestimmten Konkurrenten, weshalb die Möglichkeit in Betracht gezogen werden muss, dass die Befragten eher dazu tendieren, ihre eigene Situation besser zu bewerten, als dies in Wirklichkeit der Fall ist, da sie keinen direkten Verursacher 74 [...]
In Abbildung 14 wird die durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten in den erhobenen Einzelhandelseinrichtungen dargestellt. Auffallend hierbei ist, dass die Anzahl an Aushilfen sehr viel niedriger ist als die Anzahl an Vollzeitangestellten. Die Qualität der Bedienung sollte demnach sehr gut sein. Des Weiteren heben sich die Gesamtbeschäftigtenanzahl und die Anzahl an Vollzeitangestellten in den Geschäften der Fußgängerzone deutlich von denjenigen der Geschäfte in den anderen Erhebungsgebieten ab: Die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitangestellten ist hier mehr als doppelt so hoch als in den Geschäften der Altstadt und um mehr als ein drittel so hoch als in den Geschäften des Erhebungsgebietes der Hauptstraßen. Diese großen Unterschiede sind letztendlich auch ausschlaggebend für die Unterschiede in der Gesamtbeschäftigtenzahl der einzelnen Erhebungsgebiete. Allerdings sind – wie unter Punkt 6.2.3 beschrieben – die durchschnittlichen Verkaufsflächen der einzelnen Erhebungsgebiete auch sehr unterschiedlich. Bei der Berechnung des Pearsonschen Korrelationskoeffizienten zwischen den Variablen “Verkaufsfläche“ und “Gesamtbeschäftigtenanzahl“ ergibt sich ein Wert von 0,791. Wie zunächst angenommen, ist der Zusammenhang somit sehr stark. Anhand der Beschäftigtenzahlen sind deshalb keine Rückschlüsse auf eventuelle Unterschiede der Kundenzahlen in den drei Erhebungsgebieten möglich. 73 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832477738
Arbeit zitieren:
Stare, Franz Februar 2003: Großflächige Einzelhandelsstandorte in Ortsrandlagen vs. innerstädtischem Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Stadtentwicklung, Einkaufszentren, Strukturwandel, Grüne Wiese



