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Grenzen und Stadttore von Berlin

Positionen der Toranlagen im Stadtgrundriß und ihr Einfluß auf das Stadtbild

Grenzen und Stadttore von Berlin
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Stefan Hirtz
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 178 Seiten
  • Dateigröße: 25,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2443-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2443-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2443-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hirtz, Stefan Januar 2000: Grenzen und Stadttore von Berlin, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Berlin, Architektur, Kunst, Städtebau, Stadtentwicklung

Magisterarbeit von Stefan Hirtz

Gang der Untersuchung:

Die zweiteilige Arbeit zur Berliner Stadtbaugeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit untersucht die Strukturen der städtebaulichen Zentren anhand ihre Grenzverläufe. Die Arbeit bietet im ersten Teil einen gründlichen stadtgeschichtlichen Abriß, der die Spuren der Grenzanlagen und Tore im Stadtgrundriß verfolgt von der mittelalterlichen Doppelstadt Cölln/Berlin bis hin zur Großstadt des 19. Jahrhunderts. Etappen dieser Darstellung sind: die barocke Sternfestung, die Neustädte im Vorfeld und die zollrechtliche Umschließung entlang jener Torstandorte, deren Namen uns heute noch über die U-Bahnstationen bekannt sind. Stadtgeographische, topographische Gegebenheiten, Entstehungsprozess und Planungen von Grenzverläufen und Durchlässen werden erläutert. Ausreichendes Kartenmaterial hilft, die Strukturen der Stadtentwicklung und die Positionen ehemaliger Tore nachzuvollziehen.

Den zweiten Teil nehmen Analysen von drei Toren der Festungszeit ein: Spandauer, Georgen- und Leipziger Tor. Im Blick stehen drei städtebauliche Konfigurationen in ihren formalen und auch sozialen Entwicklungen in der Stadt und vor dem Tor. Erscheinungen der Torbauten vom Mittelalter bis zum Abbruch sowie eine Analyse der Torplätze und der Straßensysteme im Umfeld werden in Bezug auf das Gesamtbild der Stadt erklärt. Die Geschichte des Spandauer Tors erzählt die Entstehung des Hackeschen Markts und des Monbijouplatzes. Erläutert werden auch die verschiedenen Besonderheiten der anstoßenden Straßen im Umraum. Der Standort des Georgentors, welches 1701 anläßlich der Krönung Friedrichs I. in Königstor umbenannt wird, ist entscheidend für die Konturierung des Alexanderplatzes. Zudem eröffnet es einen wichtigen Straßenzug, der unmittelbar mit dem Schloß in Verbindung steht und eine maßgebliche Achse für den Berliner Städtebau darstellt. Das Leipziger Tor als das prächtigste seiner Zeit hat in Folge seines frühen Abrisses Strukturen freigestellt, welche schnell und oft überbaut wurden. Bis heute ist das Gebiet rund um den Spittelmarkt vom Potsdamer Platz bis zum Friedrichswerder vielen Verwerfungen unterlegen. In Kenntnis der oft komplizierten und teils utopischen Planungen wird nachvollziehbar, wie das historische Zentrum geprägt ist von den Grenzverläufen, den Standorten der Tore, ihren ungleichzeitigen Errichtungen sowie Abrissen und den Ideen der Ingenieure und Städtebauer. Im Hinblick auf die das Zentrum abtrennende Berliner Mauer des 20. Jahrhunderts und den neuen städtebaulichen Herausforderungen nach ihrem Abriß ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte, die für heutige Entscheidungen von Belang sind.

Inhaltsverzeichnis:

Einführung 2
I. TEIL: Stadtgeschichte Berlins in Plänen. Stadien der Erweiterungen
1. Die erste Grenze: Die mittelalterliche Stadtmauer 6
2. Die zweite Grenze: Die barocke Fortifikation 10
3. Die erste Erweiterung "Dorotheenstadt" 18
4. Die zweite Erweiterung "Friedrichstadt" 22
Exkurs zu den nicht realisierten Festungsplänen für die Friedrichstadt 24
5. Die dritte Grenze: Die weit geführte Akziselinie im 18. Jahrhundert. Ihr Umbau und Abbruch im 19. Jahrhundert 27
6. Der Floßgraben als südliche Grenze jenseits der Akziselinie 34
Zusammenfassung 36
Zeitschema Berliner Tore 39
II. TEIL: Positionen ausgewählter Festungstore im Stadtgrundriß und ihr Einfluß auf das Stadtbild vom 15. bis ins 19. Jahrhundert
1. Standort altes und neues Spandauer Tor
a) Das alte Spandauer Tor: Position 40
b) Innentor und Pulverturm 40
c) Torbrücke 43
d) Bastionen 45
e) Priorität einer idealen Fortifikation gegenüber eines stadträumlichen Zusammenhangs 46
f) Das neue Spandauer Tor 47
g) Das Umfeld auf Stadtseite der beiden Spandauer Tore: Die Entstehung der Ringstraße "Neue Friedrichstraße" und das fehlende Konzept zu ihrem Ausbau 48
h) Das Umfeld auf Feldseite der beiden Spandauer Tore: Die Konturierung des Hackeschen Markts in bezug auf die Eingangssituation in die Fortifikation 55
Zusammenfassung 59
2. Standort Georgen- bzw. Königtor und die Achse zum Schloßplatz
a) Georgentor: Position 61
b) Vom mittelalterlichen Tor zur Integration in die Fortifikation 62
c) Vorbemerkung Themenkomplex Ehrenpforte / triumphales Königtor 67
d) Bedeutung der zentralen Ost-West-Achse: "Georgenstraße" und "Lange Brücke" 69
e) Planungen zur Neugestaltung des Schloßplatzes: Der Dom als Bezugspunkt zum geplanten Königtor 73
f) Ehrenpforten: Krönungseinzug Friedrichs I. von 1701 und Umbenennung des Georgentors in "Königtor" 76
g) Hofbedientenpforte von de Bodt (1701) als Ersatz des Georgentorturms 79
h) Planungsänderung: Das triumphale Königtor von de Bodt (1702) 81
i) Das Standbild des Königs und weitere Planungen für ein Berliner Königtor 84
j) Vom Ochsenmarkt zum Alexanderplatz - Königsbrücke, Königskolonnaden, Torbauten von Behrens 88
Zusammenfassung 94
3. Standort Leipziger Tor und die Aufgabe stadträumlicher Beziehungen
a) Das Leipziger Tor von Nering als der herausragende Torbau der barocken Fortifikation 97
b) Die Lage im Wall 100
c) Stadträumliche Erschließung des Neubaugebiets Friedrichswerder 100
d) Die Konfrontation zweier Stadtbausysteme am Leipziger Tor: bastionäres System Friedrichswerder und Rastersystem Friedrichstadt 102
e) Die neue Leipziger Straße, der Durchbruch "Spittelbrücke", der Spittelmarkt 104
Zusammenfassung 108
Ergebnisse und Schlußbemerkung 110
Literaturverzeichnis 116

Arbeit zitieren:
Hirtz, Stefan Januar 2000: Grenzen und Stadttore von Berlin, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Berlin, Architektur, Kunst, Städtebau, Stadtentwicklung

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