Green Buildings
Untersuchung der Green Building Bewegung auf dem deutschen und amerikanischen Gewerbeimmobilienmarkt
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Christian Puls
- Abgabedatum: August 2008
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 2,0 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kiel Deutschland
- Bibliografie: ca. 62
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2096-3
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Puls, Christian August 2008: Green Buildings, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Green Building, Nachhaltiges Bauen, Gewerbeimmobilienmarkt, LEED, DGNB-Zertifikat
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Bachelorarbeit von Christian Puls
Gang der Untersuchung:
Die folgende Untersuchung befasst sich mit der Entwicklung der Green Building Bewegung auf dem deutschen und amerikanischen Gewerbeimmobilienmarkt. Es ist das erklärte Ziel dieser Untersuchung, diese aktuelle Entwicklung auf ihre Ursachen hin zu analysieren sowie den derzeitigen Stand der verschiedenen Vorschriften, Richtlinien und Zertifikate aufzuzeigen. Kern der Untersuchung soll eine Umfrage darstellen, bei der Experten und Kenner aus den verschiedenen Bereichen, welche die Gewerbeimmobilmärkte beeinflussen, repräsentativ zu den verschiedenen Punkten dieser Untersuchung befragt werden. Abschließend sollen aus den Ergebnissen der Umfrage, in Verbindung mit bisherigen Erkenntnissen, dieTendenzen und mögliche Potenziale dieser Bewegung abgeleitet werden.
Der erste Teil der Untersuchung stellt eine Übersicht über die unterschiedlichen Faktoren dar, welche die Green Building Bewegung derzeit vorantreiben. Diese Zusammenfassung aktueller Berichte und Geschehnisse ist in die verschiedenen Bereiche Umwelt, technische und wirtschaftliche Faktoren gegliedert.
Im nächsten Schritt der Untersuchung werden die beiden unterschiedlichen Märkte USA und Deutschland auf ihre derzeitige Lage und zukünftigen Aussichten hin beschrieben.
Darauf folgend soll eine Übersicht verdeutlichen, welche Baustandards und Richtlinien bisher existieren und den deutschen und amerikanischen Markt regulieren. Der fünfte Abschnitt der Untersuchung hat die Konzeption und die Ergebnisse des Fragebogens zum Inhalt. Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchung noch einmal zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Zielsetzung und Gang der Untersuchung | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 1 |
| 2. | Grundlagen und Rahmenbedingungen | 2 |
| 2.1 | Definitionen | 2 |
| 2.2 | Push und Pull Faktoren der Green Building Bewegung | 4 |
| 2.2.1 | Klimatischer Wandel & Energiepreisentwicklung | 6 |
| 2.2.2 | Medien, Sozial- Kultur und Politik | 11 |
| 2.2.3 | Architektur & technische Entwicklung | 15 |
| 2.2.4 | Entstehender Zusatznutzen | 24 |
| 2.2.5 | Nachfrage und Akzeptanz von Green Buildings | 25 |
| 2.2.6 | Quantitative Faktoren der wirtschaftlichen Betrachtung von Green Buildings | 27 |
| 2.2.7 | Qualitative Faktoren der wirtschaftlichen Betrachtung von Green Buildings | 32 |
| 2.2.8 | Übersicht der wirtschaftlichen Faktoren und finanzwirtschaftliche Ausblicke | 33 |
| 3. | Marktanalyse | 35 |
| 3.1 | Lage und Perspektive der deutschen Bauwirtschaft. | 35 |
| 3.2 | Lage und Perspektive der amerikanischen Bauwirtschaft | 37 |
| 4. | Baustandards, Richtlinien und Zertifikate im Vergleich | 39 |
| 4.1 | ISO/DIN – Normen | 39 |
| 4.2 | EnEV / Energieausweis | 41 |
| 4.3 | Deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen | 43 |
| 4.4 | Energy Star | 47 |
| 4.5 | LEED | 48 |
| 4.6 | Energy Policy Act | 53 |
| 4.7 | Übersicht | 53 |
| 5. | Umfrage zur Entwicklung und zu Potenzialen von Green Building Baustandards | 56 |
| 5.1 | Konzeption der Umfrage | 56 |
| 5.2 | Auswertung der Umfrage | 57 |
| 6. | Zusammenfassung von Ergebnissen und Potenzialen | 73 |
Textprobe:
Kapitel 4.1, ISO/DIN – Normen:
Die Abkürzung DIN steht für das 1975 gegründete Deutsche Institut für Normung. ISO ist die Abkürzung für International Organization for Standartization, bei welcher der DIN e. V. Mitglied ist und somit die deutschen Interessen bei der Bildung von internationalen Normen vertritt.
Eine Norm wird nach DIN EN 45020 wie folgt definiert:
DIN EN 45020: ‚Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer anerkannten Institution angenommen wurde und das für die allgemeine und wiederkehrende Anwendung Regeln, Leitlinien oder Merkmale für Tätigkeiten oder deren Ergebnisse festlegt (…)’.
Laut eigener Darstellung der DIN e. V. gewährleisten Normen ‚Verbrauchern Sicherheit, Qualität und einfache Handhabung. Durch Normen werden die wesentlichen Fragen der Sicherheit, der Verträglichkeit mit Gesundheit und Umwelt und der Gebrauchstauglichkeit und Zuverlässigkeit geklärt. Sie geben Verbrauchern Sicherheit in allen Bereichen des täglichen Lebens’.
Im Bezug auf nachhaltiges Bauen geben DIN Normen in allen Bereichen die technischen und physikalischen Standards und Richtwerte vor, z. B. für:
- Anforderungen an Isolation und Dämmung.
- Anforderungen an Kälteanlagen und Wärmepumpen.
- Anforderungen an bauliche Konstruktionen.
- Anforderungen an Raumluft und Beleuchtung.
Es ist nicht zu vergessen, dass DIN-Normen keine gültigen Rechtsnormen sind , sie stellen lediglich private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter dar. Das Bauen nach Normen findet jedoch in der Praxis Anwendung und DIN-Normen dienen immer noch vielen Ingenieuren als Grundlage für viele Sachverhalte, Berechnungen und Lösungen.
Tatsächlich haben DIN Normen auch betriebswirtschaftliche Auswirkung, durch ihre Richtlinien können Kostensenkung durch folgende Faktoren auftreten:
- Massenproduktion und globaler Einkauf.
- Reduzierte Transaktionskosten.
- Verminderte Anpassungskosten.
- Verkürzung der Entwicklungszeiten.
- Senkung von Haftpflichtrisiken.
Somit wird deutlich, dass ohne eine entsprechende Normung von Technik und Physik auch ohne rechtliche Verbindlichkeit die Planung, der Bau und Betrieb eines Gebäudes nicht oder nur sehr schwer und nur in Verbindung mit hohen Kosten erfolgen könnte. Dieses trifft generell auf alle Gebäude zu und insbesondere auf nachhaltige Gebäude, welche vergleichsweise wesentlich höheren Ansprüchen unterliegt.
EnEV / Energieausweis:
Im Jahr 2002 traten zeitgleich die Energiesparverordnung (EnEV) und die EU Gebäuderichtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) in Kraft. Die EnEV ersetzte zu diesem Zeitpunkt das bestehende Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV). Aufgrund der inhaltlichen Ähnlichkeit beider Verordnungen wurde das Energiespargesetz (EnEG) im September 2005 so erneuert, dass die EnEV zur Umsetzung der EU Richtlinie genutzt werden kann.
Die EnEV2007 trat am 1. Oktober 2007 für alle beheizten und gekühlten Gebäude oder Gebäudeteile in Kraft und beinhaltet die folgenden Regelungen:
- Energieausweise für Gebäude.
- Energetische Mindestanforderungen für Neubauten.
- Energetische Mindestanforderungen für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude.
- Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl und Raumlufttechnik und Wasserversorgung.
- Energetische Inspektion von Klimaanlagen.
Seit dem 1 Juli ist für die Vermietung und den Verkauf von Häusern die Ausstellung von Energieausweisen erforderlich.
Andre Koch, Architekt und technischer Asset Manager der HSH Real Estate beurteilte die Einführung des Energieausweiß eher kritisch.
Eine effektive Umsetzung und Ergebnisse seien allenfalls nur langfristig zu erwarten, des Weiteren sei der Erwerb des Energieausweises unter anderem auch im Internet möglich, was eine seriöse Bewertung der Energieeffizienz ad absurdum führt. Zu guter Letzt seien alle denkmalgeschützten Immobilien vom Energieausweis ausgenommen, dieses könne nach Aussage Kochs nicht im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Immobilienwirtschaft sein.
Das Fernsehmagazin Plusminus berichtete in seiner Ausgabe vom 08.07.2008 ebenfalls über die Ausstellung von Energieausweisen im Internet und kam nach einem Verbraucher Test ebenfalls zu folgendem nüchternen Fazit:
‚Der Energieausweis nach Verbrauch ist nur gut gemeint. Konkrete und nachvollziehbare Ergebnisse liefert nur eine eingehende Energieberatung mit Bedarfsenergieausweis’.
Eine Novellierung der EnEV ist für 2009 geplant. Das Bundeskabinett hat hierzu am 18.06.2008 folgende Änderungen beschlossen.
Die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden werden noch einmal um 30% verschärft. Dies gilt auch für Außenbauteile von bestehenden Gebäuden, wie Außenwände und Dach, die wesentlich verändert werden. Des Weiteren können die Bundesländer bei Nichteinhaltung der EnEV oder bei Falschangaben in Energieausweisen Bußgelder bis zu 50.000,- Euro verhängen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EnEV einen eindeutigen Beitrag zur Entwicklung von nachhaltigem Bauen in Deutschland leistet. Auch wenn die derzeitige Umsetzung bei Experten und in der Praxis wenig Zuspruch findet, zum einem durch die mangelnde Strenge und Effizienz bei der Umsetzung der Energieausweise und zum anderem durch die ausschließlich Betrachtung der Energie- und Wärmeeffizienz.
Deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen:
Im Rahmen der Consense Messe in Stuttgart vom 17.06. – 18.06.2008 wurde vor einem internationalem Fachpublikum erstmals das Deutsche Gütesiegel für nachhaltiges Bauen (DGÜNB) vorgestellt. Da sich dieses Gütesiegel derzeit noch in der Konstruktion befindet, stützt sich die folgende Zusammenfassung ausschließlich auf die Berichte und Präsentationen der Referenten der Messe.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836620963
Arbeit zitieren:
Puls, Christian August 2008: Green Buildings, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Green Building, Nachhaltiges Bauen, Gewerbeimmobilienmarkt, LEED, DGNB-Zertifikat



