Going Private Transaktion nach Inkrafttreten des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes
Aus Sicht einer Beteiligungsgesellschaft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Torsten Denker
- Abgabedatum: Juni 2002
- Umfang: 152 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5750-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5750-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5750-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Denker, Torsten Juni 2002: Going Private Transaktion nach Inkrafttreten des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Börsenrückzug, Delisting, Finanzinvestor, WpÜG, Übernahmegesetz
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Diplomarbeit von Torsten Denker
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit zeigt, dass den Initiatoren eines Going Private eine ganze Reihe von Instrumenten zur Verfügung stehen, um ein Unternehmen von der Börse zu nehmen.
Neben dem börsenrechtlichen Marktentlassungsverfahren sind hier vor allem die Methoden des „kalten“ Delisting zu nennen. Hierbei handelt es sich im einzelnen um umwandlungsrechtliche Maßnahmen (Verschmelzung und Formwechsel) sowie um aktienrechtlich normierte Verfahren (Auflösende Übertragung, Eingliederung und Squeeze-out).
Gerade die im Zuge des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes neu geschaffene Möglichkeit des Ausschlusses von Minderheitsaktionären gegen angemessene Abfindung (Squeeze-out) eröffnet hier neue Möglichkeiten, da sich der Mehrheitsaktionär unter Einhaltung der Maßgaben der §§ 327a ff. AktG relativ unproblematisch unangenehmer Minderheitsaktionäre entledigen und somit das Zielunternehmen nach seinen Vorstellungen neu strukturieren kann. Wie die aktuellen Beispiele der Gardena AG und der Kamps AG zeigen, wird durch diese Erleichterung ein Going Private künftig nicht mehr zwingend die Intention der Transaktion sein, sondern kann vielmehr auch eine Art „Nebenprodukt“ einer Übernahme sein. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Investor, der mindestens 30 % an einer AG oder KGaA hält, durch das WpÜG gezwungen wird, den ausstehenden Aktionären ebenfalls ein Kaufangebot zu unterbreiten. Verläuft dieses in dem Sinne erfolgreich, dass nach dem Angebot mindestens 95 % der Anteile in seiner Hand liegen, ist es nur eine logische Konsequenz, die ausstehenden 5 % im Rahmen eines Squeeze-out auch noch zu erwerben und die Gesellschaft dann zu delisten.
Gelingt es einem Investor nicht, die zum Herausdrängen berechtigende Mehrheit zu erwerben, stehen die „altbewährten“ Methoden des gesellschaftsrechtlichen („kalten“) Delisting auch weiterhin zur Verfügung.
Zwar gab es im Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Abgabe von Öffentlichen Angeboten einige unangenehme Verschärfungen gegenüber dem Übernahmekodex, doch kann man diese – wie der letzte Teil der Arbeit zeigt – durch eine geschickte Gestaltung der Transaktionen etwas abmildern.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Kapitalmarkttrend Going Private | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Gang der Arbeit | 2 |
| 2. | Was ist ein „Going Private“? | 3 |
| 2.1 | Definition | 3 |
| 2.2 | Going Private vs. Delisting | 3 |
| 2.3 | Gründe für einen Börsenrückzug | 4 |
| 2.3.1 | Funktionen und Aufgaben der Börse | 4 |
| 2.3.2 | Gründe für einen Börsengang | 5 |
| 2.3.3 | Nachteile des Listings | 5 |
| 2.3.4 | Gründe für ein Going Private | 6 |
| 2.4 | Motivation der Finanzinvestoren | 7 |
| 2.5 | Verfassungsrechtliche Bedenken gegen ein Going Private | 11 |
| 3. | Going Private-Techniken in Deutschland | 12 |
| 3.1 | Delisting nach dem Börsengesetz (Reguläres Delisting) | 12 |
| 3.1.1 | Marktentlassungsverfahren nach dem BörsG | 12 |
| 3.1.2 | Zuwiderhandlung gegen Emittentenpflichten | 17 |
| 3.2 | „Kaltes“ Delisting | 17 |
| 3.2.1 | Going Private über das Umwandlungsgesetz: Verschmelzung und Formwechsel | 18 |
| 3.2.2 | Eingliederung (§§ 319 ff. AktG) | 25 |
| 3.2.3 | Zusammenlegen von Aktien (Reverse Stock Split) | 28 |
| 3.2.4 | Auflösende Übertragung | 28 |
| 3.3 | Der Squeeze-out nach §§ 327a ff. AktG | 30 |
| 3.3.1 | Vorbemerkungen | 30 |
| 3.3.2 | Voraussetzungen des § 327a I AktG | 32 |
| 3.3.3 | Die Abfindung der Minderheitsaktionäre | 33 |
| 3.3.4 | Informations-, Berichts- und Prüfungspflichten | 35 |
| 3.3.5 | Handelsregistereintragung | 36 |
| 3.3.6 | Risiken | 36 |
| 3.3.7 | Praktische Relevanz | 37 |
| 3.4 | Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (§§ 291 ff. AktG) | 37 |
| 3.4.1 | Begriff | 37 |
| 3.4.2 | Voraussetzungen | 38 |
| 3.4.3 | Wirkung | 39 |
| 3.4.4 | Praktische Relevanz | 40 |
| 4. | Der Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission | 41 |
| 4.1 | Geltung des Übernahmekodex | 41 |
| 4.2 | Anwendungsbereich | 43 |
| 4.3 | Pflichten des Bieters | 43 |
| 4.3.1 | Der Gleichbehandlungsgrundsatz | 43 |
| 4.3.2 | Das Pflichtangebot nach Art. 16 ÜK | 44 |
| 4.4 | Das „freiwillige Pflichtangebot“ | 50 |
| 4.5 | Pflichten der Zielgesellschaft | 51 |
| 5. | Das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz | 52 |
| 5.1 | Vorbemerkungen | 52 |
| 5.1.1 | Zweck des Gesetzes | 52 |
| 5.1.2 | Anwendungsbereich des Gesetzes | 53 |
| 5.1.3 | Allgemeine Grundsätze des WpÜG | 54 |
| 5.2 | Die Angebotsbegriffe des WpÜG | 54 |
| 5.2.1 | Angebote zum Erwerb von Wertpapieren (Erwerbsangebote) | 54 |
| 5.2.2 | Übernahmeangebote | 55 |
| 5.2.3 | Pflichtangebote | 55 |
| 5.3 | Pflichten des Bieters | 56 |
| 5.3.1 | Informationspflichten | 56 |
| 5.3.2 | Insiderhandelsverbot | 58 |
| 5.3.3 | Sicherstellung der Finanzierung | 58 |
| 5.4 | Die Angebotsunterlage (§ 11 WpÜG) | 58 |
| 5.5 | Konkurrierende Angebote | 65 |
| 5.6 | Pflichten der Zielgesellschaft | 66 |
| 5.6.1 | Stellungnahmepflicht | 66 |
| 5.6.2 | Neutralitätspflicht | 67 |
| 5.7 | Prüfungspflichten des Bundesaufsichtsamts | 68 |
| 6. | Umsetzung eines Going Private | 69 |
| 6.1 | Erscheinungsformen des Going Private | 69 |
| 6.1.1 | Aktienrückkauf | 69 |
| 6.1.2 | Buy-outs | 71 |
| 6.2 | Ablauf einer Going Private-Transaktion | 74 |
| 6.2.1 | Sichern einer wesentlichen Beteiligung | 75 |
| 6.2.2 | Öffentliches Übernahmeangebot | 77 |
| 6.2.3 | Anwenden einer Going Private-Technik | 80 |
| 6.2.4 | Praktische Optionen für künftige Börsenrückzüge | 87 |
| 7. | Schlussbetrachtung | 90 |
| 7.1 | Zusammenfassung | 90 |
| 7.2 | Ausblick | 91 |
| Literaturverzeichnis | 92 | |
| Anlagen |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832457501
Arbeit zitieren:
Denker, Torsten Juni 2002: Going Private Transaktion nach Inkrafttreten des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Börsenrückzug, Delisting, Finanzinvestor, WpÜG, Übernahmegesetz



