Glücksspielsucht als soziales/psychosoziales Problem in der Gesellschaft
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Jörg Bärmich
- Abgabedatum: Mai 2011
- Umfang: 61 Seiten
- Dateigröße: 739,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz Deutschland
- Bibliografie: ca. 72
- ISBN (eBook): 978-3-8428-1876-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bärmich, Jörg Mai 2011: Glücksspielsucht als soziales/psychosoziales Problem in der Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: stoffungebundene Sucht, Glücksspielsucht, pathologisches Glücksspiel, Suchtpersönlichkeit, Erklärungsansätze
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Bachelorarbeit von Jörg Bärmich
Einleitung:
Auch wenn meine erste direkte Begegnung mit dem Glücksspiel schon einige Jahre zurückliegt, werde ich das Gefühl von Anspannung und Nervenkitzel in diesem Moment nicht vergessen. Zwar hatte ich schon zuvor von Casinos gehört und auch Begriffe wie Poker oder Roulette waren mir, nicht zuletzt aus Filmen wie Croupier (1998), Casino (1995) und Bugsy (1991), aber auch durch gelegentliche Pokerspiele im Freundeskreis bekannt. Diese Ereignisse haben jedoch keinen signifikanten Eindruck hinterlassen oder gar den Drang in mir geweckt, selbst einmal um echtes Geld zu spielen. Ausschlaggebend war ein Werbebanner, das mir im Internet schon öfter begegnet war. Es ging dabei um ein Roulette-System, mit dem man ohne Risiko auf Verluste in wenigen Minuten eine nicht unherhebliche Summe Geld ‘verdienen’ könne. Eines Tages übermannte mich meine Neugier - vielleicht war es auch einfach Langeweile - und bevor ich wusste wie mir geschah, hatte ich den Link angeklickt. Grundgedanke dieses Spielesystems war, dass man über eine Anmeldung bei einem Online-Casino auf die erste Einzahlung einen zusätzlichen Geldbetrag (Bonus) als Spielanreiz erhält und ausschließlich mit diesem Bonusgeld nach einem bestimmten Schema seine Wetteinsätze tätigt. Selbst bei Wetteinbußen besteht kein Risiko. Der eingezahlte Betrag wird vom Spielverlauf nicht beeinflusst und kann jederzeit wieder ausgezahlt werden. In der Tat hatte ich bereits nach nur wenigen Mouse-Klicks einen nicht unerheblichen Betrag erspielt. Das Gefühl der Euphorie beim Gewinnen ließ jegliche Anspannung, die während des Spielens von mir Besitz ergriffen hatte, wieder verblassen. Jedoch wühlten mich selbst kleine finanzielle Rückschläge beim Spielen emotional derart auf, dass ich mich entschied, nach einer Woche damit aufzuhören.
Der Begriff ‘Glücksspielsucht’ war mir zu jener Zeit überhaupt nicht in den Sinn gekommen bzw. habe ich ihn eher unbewusst, in einem losgelösten Kontext gesehen, ohne eine bestimmte Handlung damit zu verbinden. Erst während meines Studiums im Rahmen eines Symposiums zum Thema ‘Glücksspielsucht’ ist mir bewusst geworden, dass bei dieser Art der Freizeitgestaltung, ebenso wie offenbar in anderen Bereichen des menschlichen Tuns auch, exzessive Ausprägungen möglich sind.
Wie sich eine Spielleidenschaft aufgrund eines faszinierenden Anfangserfolges entwickeln kann, beschreibt Dostojewski in seinem Roman ‘Der Spieler’ von 1866. Wie der Autor selbst, verfällt auch die Romanfigur Aleksej Iwanowitsch, bei dem Versuch seine finanzielle Situation am Spieltisch zu verbessern dem Roulette. Das Spiel zieht den Protagonisten immer mehr in seinen Bann und füllt ihn schließlich vollständig aus. Der Roman macht deutlich, dass problematisches Glücksspiel nicht ausschließlich ein Phänomen unseres Jahrhunderts ist. Dennoch standen solche und andere exzessive Verhaltensweisen, die sich ohne das Zuführen von Substanzen entfalten können bisher nicht im wissenschaftlichen Wahrnehmungsfokus der Experten. Mittlerweile wird jedoch auch diesen so genannten stoffungebundenen Formen süchtigen Verhaltens verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt und der aktuelle Forschungsstand von der Fachwelt kontrovers diskutiert).
Durch die Auseinandersetzung mit dem Glücksspiel wurde auch ich diesem Thema gegenüber sensibilisiert. Das Phänomen der Glücksspielsucht als eine Form der stoffungebundenen süchtigen Verhaltensmuster soll im Folgenden im Vordergrund der Betrachtung stehen. Zum besseren allgemeinen Verständnis wird zunächst die Herkunft und Geschichte des Suchtbegriffs mit seinen wechselnden Bedeutungen umrissen. Um das pathologische Glücksspiel (umgangssprachlich Glücksspielsucht) innerhalb des umfangreichen Themenkomplexes der Süchte besser einordnen zu können, wird anschließend die Entwicklung zum Suchtverständnis im Bereich der stoffgebundenen Formen der Sucht allgemein und stoffungebundenen suchtartigern Verhaltensweisen am Beispiel der Glücksspielsucht herausgearbeitet. Nach einem Abriss zur fachlichen Diskussion über die Verwendung der Begriffe Abhängigkeit und Sucht werden Erscheinungsbild und Diagnostik des pathologischen Glücksspiels beschrieben. Anschließend erfolgt eine Betrachtung von Glücksspiel unter historischen, spieltheoretischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Gesichtspunkten. Es folgen einige theoretische Erklärungsansätze zur Entstehung und Aufrechterhatung einer Glücksspielsucht. Um einen Praxisbezug herzustellen, wurden dabei an entsprechender Stelle Interviewaussagen eines ehemaligen Glücksspielsüchtigen eingearbeitet. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung möglicher Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung einer Glücksspielsucht.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 3 |
| 2. | WAS VERSTEHT MAN UNTER SUCHT? | 5 |
| 2.1 | ZUR ETYMOLOGIE DES BEGRIFFS ‘SUCHT’ | 5 |
| 2.2 | STOFFGEBUNDENE SUCHTFORMEN | 7 |
| 2.3 | STOFFUNGEBUNDENE SUCHTFORMEN | 10 |
| 2.4 | SUCHT ODER ABHÄNGIGKEIT? | 13 |
| 3. | GLÜCKSSPIELSUCHT AUS SICHT MEDIZINISCH-DIAGONISTISCHER KLASSIFIKATIONSSYSTEME | 17 |
| 3.1 | Pathologisches (Glücks-)Spielen nach ICD-10 | 18 |
| 3.2 | Pathologisches Glücksspiel nach DSM-IV-TR | 19 |
| 4. | WAS IST GLÜCKSSPIEL? | 20 |
| 4.1 | GLÜCKSSPIEL AUS SPIELETHEORETISCHER SICHT | 21 |
| 4.2 | GLÜCKSSPIEL AUS RECHTLICHER SICHT | 22 |
| 4.2.1 | Überblick zur Entwicklung des Glücksspielstaatsvertrags | 23 |
| 4.2.2 | Glücksspiel und Geldspielautomaten | 25 |
| 4.2.3 | Glücksspiel und Pferdewetten | 26 |
| 4.3 | WAS IST GLÜCKSSPIEL - ZUSAMMENFASSUNG | 26 |
| 5. | THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUR ENTSTEHUNG UND AUFRECHTERHALTUNG PATHOLOGISCHEN GLÜCKSSPIELS | 28 |
| 5.1 | GIBT ES EINE SUCHTPERSÖNLICHKEIT? | 28 |
| 5.2 | MULTIFAKTORIELLE BETRACHTUNG DER SUCHTENTSTEHUNG | 31 |
| 5.3 | PSYCHOANALYTISCHE KONZEPTE | 33 |
| 5.4 | LERNTHEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE | 37 |
| 5.5 | NEUROPSYCHOBIOLOGISCHER ERKLÄRUNGSANSATZ | 40 |
| 5.6 | SUCHT UND GESELLSCHAFT - ERKENNTNISTHEORETISCHER ANSATZ | 42 |
| 6. | PRÄVENTION, FRÜHERKENNUNG EINER GLÜCKSSPIELSUCHT | 45 |
| 7. | ANHANG | 49 |
| 8. | LITERATURVERZEICHNIS / INTERNETQUELLEN | 52 |
Textprobe:
Kapitel 5.6, Sucht und Gesellschaft - Erkenntnistheoretischer Ansatz:
Ebenso wie die fühere christliche Annahme der ‘Erbsünde’, die mit der Begierlichkeit (Konkupiszenz) als Wurzel allen Übels ‘einen Mangel an Selbstsein und ein Maximum an Fremdbestimmung’ bzw. eine Schwächung des Willens (Kontrollverlust) implizierte, sind nach COHEN auch Volkows Annahmen über den Verlust der Autonomie aller Süchtigen aufgrund einer ‘Gehirnerkrankung’ von dogmatischer und theologischer Natur.
Mit Blick auf das medizinische Abhängigkeitskonzept allgemein stellt COHEN zunächst fest, dass die Evaluation der Anwendbarkeit suchtdefinierender Kriterien (unkontrollierbares Verlangen, Fortsetzen des Verhaltens unabhängig von negativen Konsequenzen, Rückfälligkeit) nicht auf Basis eines Labortests oder der beständigen Überwachung eines Zustandes erfolgt, sondern auf Grundlage von Geschichten über das Leben oder externer Charakteristika einer Person, so dass extrem subjektive Befindlichkeiten zum Tragen kommen in einem Bereich kultureller und ideologischer Voreingenommenheit, der sich im Laufe der Zeit verändern oder auch gänzlich verschwinden kann (z.B. Homosexualität galt damals als Krankheit). Wenn es also dem Suchtkonzept bereits an wissenschaftlicher Schärfe und Klarheit mangelt, hat zwangsläufig auch jeder weitere medizinische Ansatz unter derselben Schwäche zu leiden. Bezugnehmend zu dem zuvor erwähnten neurologischen Konzept kritisiert COHEN, dass die kulturellen, gesellschaftlichen Vorstellungen von Sucht in ihrer Gesamtheit als selbstverständlich genommen und dann in einer neurologischen Beschreibung derselben tautologisch ‘bestätigt’ würden. Etablierte Sichtweisen über menschliches Verhalten würden sozusagen in neurologische Daten hineingelesen, um letztendlich kulturelle Normen zu stützen und zu rechtfertigen, die sich dann wiederum in den neurologischen Befunden ‘überraschend’ bestätigt fänden. Die Aussage von LITTLEFIELD ‘Brains are not natural objects that exist outside of their cultural - and scientific – construction’ verdeutlicht, dass unser Weltbild - zum Beispiel wie wir das Verhalten anderer beurteilen (‘verurteilen’) - stets kulturelle Einflüsse widerspieglt und entsprechend auch allgemeine Vorstellungen darüber, was Wissenschaft zu sein hat.
So wundert es vielleicht auch nicht, dass trotz der im Rahmen einer multifaktoriellen Suchtentstehung bereits angedeuteten Ansatzpunkte gesellschaftlicher Größen (z.B. Veränderungen sozialer Milieus durch Umbrüche in den Lebensumständen, kulturelle Werte, Normen, Traditionen und Verfügbarkeit von Suchtmitteln) süchtiges Verhalten oft undifferenziert dem allgemeinen Suchtpotential der überkomplexen, stressreichen westlichen Industriegesellschaft oder auch ‘Suchtgesellschaft’ zugeschrieben wird. Ist es doch gerade diese Gesellschaft, die den Suchtbegriff mit all seinen Kriterien und Definitionen aus ihrem kulturellen Verständnis heraus geprägt hat, so dass dieser Begriff mit seinen kulturellen Einschlägen im Vergleich zu anderen Kulturen verständlicherweise auch am besten auf unsere Industriegesellschaft zutreffen muss.
COHEN geht sogar weiter indem er behauptet, dass das gesamte Konzept der Sucht ein Mythos der westlichen Kultur ist. Seit dem 18. Jahrhundert hat die westliche Kultur stets bestimmte Verhaltensweisen einheitlichen Phänomenen zugeordnet, als ob diese (künstlichen) Kategorisierungen von Verhalten wirklich existierende, originäre Gebilde seien. So dient der Begriff der ‘Abhängigkeit’ zum Beispiel dazu, eine Vielzahl verschiedener, scheinbar willkürlich wiederkehrender Verhaltensmuster beziehungsweise Verhaltenselemente gleichzusetzen, die alle eine ungewöhnliche Zentralität im Leben einiger Menschen besitzen. Dabei stellt COHEN jedoch nicht die Existenz exzessiver Verhaltensweisen, wie z.B. Nahrungsaufnahme oder Glücksspiel in Frage, sondern deren Betrachtungsweise als ein ‘Phänomen’ unserer Gesellschaft und bezieht sich auf die damit verbundenen sozialen Folgen, wie die Auffassung, jene Verhaltensmuster seien Krankheiten oder abweichend bis hin zur Ausgrenzung und möglicherweise (zwingend) behandlungsbedürftig. Zur Kategorie ‘Sucht’ bemerkt SCHEERER treffend: ‘Wie wir sie definieren und wie wir mit ihr umgehen, so definieren wir uns und so gehen wir mit uns und miteinander um.’ Der Grund für die Bildung derartiger Verhaltenskategorien ist laut COHEN derselbe, wie der, weshalb es die Kategorie ‘vom Teufel besessen’ gab - als ein notwendiges Nebenprodukt des damaligen Menschenbildes in Zeiten religiöser Weltanschauung. Als Verkörperung allen Übels war es der Teufel, den man fürchtete und den es galt zu erkennen und auszumerzen. So konnte der Glaube an die Allmacht Gottes aufrechterhalten werden. Dementsprechend hatte sich eine ganze Wissenschaft aufgetan, die im Sinne eines christlich-religiösen Weltbildes den Priester für die Diagnose und Behandlung teuflischer Manifestationen verantwortlich machte. Dies gelte in ähnlicher Weise für andere kulturelle Konzepte und Weltbilder (zum Beispiel Voodoo, Magie oder das animistische Weltbild mit einer zweiten geistartigen Welt), die ihre eigenen Theorien moralischer Entscheidungsfindung und menschlicher Motivation besitzen. Die kulturelle Einbindung dieser Konzepte sei an sich schon ein Garant für unzählige Observationen, bei denen sich genau jene kulturellen Konzepte der Ursächlichkeit oder Motivation bestätigt fänden (siehe dazu auch Kapitel 4.3. zum lerntheoretischen Erklärungsansatz der Sucht mit praktischem Beispiel). Ein Opfer eines Voodoo Zaubers beispielsweise würde scheitern, wenn es zu einem modernen westlichen Mediziner ginge, da dieser völlig andere Konzepte zu Krankheitsursachen oder Deutung von Anzeichen eines ‘berechtigten’ Leidens habe. Bei einem Voodoo Priester hingegen würde das Opfer nicht nur Bestätigung seines Leidens, sondern auch entsprechende Hilfe finden.
Das mittelalterliche Welt- und Menschenbild änderte sich im Zuge der Reformation. In einer sich rational organisierenden Welt, die selbstbestimmtes, individuelles und selbstkontrolliertes Handeln paradigmatisch einforderte, wich der Autoritätsglaube dem Geist kritischer Forschung. Der Mensch wurde zum Maß aller Dinge. Die Frage nach Recht und Unrecht wurde immer mehr eine individuelle Angelegenheit.
Bestand bisher der gute Zweck des Menschen darin, den Herren zu preisen und Seligkeit zu erlangen, sieht der moderne westliche Mensch seine Bestimmung im Streben nach Selbstverwirklichung innerhalb einer protestantisch unternehmerischen Arbeitsethik. Vorstellungen über Individualität entspringen dem Bewusstsein, sich selbst in einer aggressiven und chaotischen Welt behaupten zu müssen. Diese Selbstbestimmtheit ist eine sozial entwickelte, relationale und kulturelle Befähigung, die nur einige wenige Variationen erlaubt, jedoch den Eindruck erweckt als wäre sie der Höhepunkt menschlicher Individualität. Doch ist diese Individualität eher geprägt von den jeweiligen kulturell-gesellschaftlichen Gegebenheiten als den individuellen Unterschieden. In diesem Weltbild verstünden es die Menschen selbst kleinste Unterschiede zwischen sich und anderen Menschen (innerhalb ihrer eigenen Welt der ‘Individuen’) zu bedeutenden Unterscheidungsmerkmalen auszuweiten, nur um sich als Individuum abgrenzen zu können. Fragt man z.B. einen Deutschen er solle aus einer Gruppe von Chinesen einen bestimmten Chinesen wiedererkennen, würde er möglicherweise antworten ‘die Chinesen sehen doch alle gleich aus’. In China wiederum werden die Deutschen liebevoll als ‘Kartoffelaugen’ und ‘Langnasen’ über einen Kamm geschoren. Sobald das eigene gewohnte kulturelle Umfeld verlassen wird, scheinen plötzlich auch jene so bedeutsamen kleinen großen Unterschiede zwischen den Menschen zu schwinden, die innerhalb der eigenen Kultur sofort auffallen.
Dieses positive kulturelle Konstrukt der menschlichen Individualität, des autonomen, selbsbestimmten (selbst kontrollierenden) Individuums würde hervorgehoben durch dessen kulturell konstruiertes Gegenstück, dem ‘Kontrollverlust’. Ähnlich dem Mittelalter, wo der Teufel als das Böse ‘schlechthin’ erkennbar und exorzierbar sein musste, um das bestehende Weltbild aufrechtzuerhalten, sei es in der modernen kulturellen Lebenswelt des westlichen Menschen der ‘Kontrollverlust’ der erkennbar und exorzierbar sein muss. Das Abhängigkeitskonzept reguliere die Verunsicherung, die in der modernen westlichen Kultur empfunden würde, wenn Menschen aufgrund ihres ‘Kontrollverlusts’ bestimmte Dinge tun, die als merkwürdig oder unmöglich betrachtet werden. Demnach rückt das Konzept der Abhängigkeit das moderne westliche Weltbild sozusagen immer wieder zurecht, indem es mit jedem neu identifizierten Süchtigen die Gültigkeit der etablierten kulturellen Vorstellungen immer wieder aufs Neue bestätigt.
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http://www.diplom.de/ean/9783842818767
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Bärmich, Jörg Mai 2011: Glücksspielsucht als soziales/psychosoziales Problem in der Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
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stoffungebundene Sucht, Glücksspielsucht, pathologisches Glücksspiel, Suchtpersönlichkeit, Erklärungsansätze



