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Globalisierung und Entwicklung

Die Notwendigkeit einer Global Governance

Globalisierung und Entwicklung
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Steffi Kahl
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 135 Seiten
  • Dateigröße: 418,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Centre International de Formation Européenne -CIFE- Frankreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8109-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8109-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8109-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kahl, Steffi April 2004: Globalisierung und Entwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Demokratie, Neoliberalisierung, Nord-Süd-Konflikt, Entwicklungspolitik, Corporate Governance

MA-Thesis / Master von Steffi Kahl

Zusammenfassung:

In dieser Arbeit wurden basierend auf der Definition der Globalisierung als Neoliberalisierung unter Einbeziehung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung verschiedener Staats“modelle“ die Notwendigkeit von neuen Global Governance-Strukturen dargestellt und abschließend Lösungsansätze für innovative Global Governance-Strukturen erläutert.

Der strukturelle Aufbau der Arbeit wird dadurch folglich durch die drei Kapitel der Begriffsdefinitionen, der Globalisierung im Hinblick auf Entwicklungspolitik sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungsmöglichkeiten der Staaten und der Notwendigkeit einer Global Governance dominiert. Im ersten Abschnitt steht der Globalisierungsbegriff im Mittelpunkt der Betrachtung. Der zweite Abschnitt konzentriert sich hauptsächlich auf die Akteure der Globalisierung sowie die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungsmöglichkeiten der Staaten. Im dritten und letzten Abschnitt wird der Fokus auf einen umfassenden Definitionsversuch der Global Governance sowie auf das Legitimationsproblem bzw. die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten von Global Governance gelegt.

Die Quellen dieser Arbeit sind vor allem in aktuellen Büchern, Essays, Artikeln sowie Internetveröffentlichungen zu sehen, wobei ich einerseits versucht habe, die renommiertesten Denker und Wissenschaftler im behandelten Themengebiet zu berücksichtigen, andererseits umstrittene Veröffentlichungen kritisch zu hinterfragen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 5
Einleitung 6
1. Begriffsdefinition 12
1.1 Globalisierung definiert als Neoliberalisierung 12
1.1.1 Exkurs I: Thatcherismus 15
1.1.2 Exkurs II: Reaganomics 17
1.2 Internationale Handelsverflechtungen und internationale Finanzmärkte 18
1.3 Moderne Demokratie 22
1.4 Marktliberalisierung und Demokratie: Die Koexistenz einer wechselseitigen Zähmung 25
2. Globalisierung im Hinblick auf wirtschaftliche und politische Entwicklungsmöglichkeiten der Staaten 28
2.1 Akteure der Globalisierung 28
2.1.1 Akteure internationaler Finanzströme 29
2.1.1.1 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 29
2.1.1.2 Die Bretton-Woods-Institutionen 31
2.1.1.2.1 Weltbankgruppe 34
2.1.1.2.2 Internationaler Währungsfond 38
2.1.2 Welthandelsorganisation 42
2.1.3 Transnationale Konzerne/ Unternehmen 48
2.1.4 Internationale Nicht-Regierungsorganisationen 54
2.2 Entwicklungspolitik und -hilfe 59
2.2.1 Nachhaltige Entwicklung 64
2.2.2 Der Nord-Süd-Konflikt 70
2.3 Wirtschaftliche Entwicklung 72
2.3.1 Die grundsätzlichen Abhängigkeiten von Wirtschaft und Politik 72
2.3.2 Marktversagen 73
2.3.3 Dominierende Zentren vs. abhängige Peripherien 75
2.4 Politische Entwicklung 76
2.4.1 Industrieländer 78
2.4.2 Schwellenländer 79
2.4.2.1 Exkurs III: Wirtschaftsmacht Japan 85
2.4.2.2 Exkurs IV: Die „Vier kleinen Tiger“ 87
2.4.3 Entwicklungsländer 89
3. Die Notwendigkeit einer Global Governance 92
3.1 Globale Probleme erfordern globale Politiken 92
3.2 Umfassender Definitionsversuch von Global Governance 96
3.3 Das Legitimationsproblem der bestehenden Global Governance-Ansätze 100
3.3.1 Effizienz und Effektivität 104
3.3.2 Verantwortung und Subsidiarität 104
3.3.3 Beteiligung 105
3.3.4 Transparenz und Offenheit 106
3.4 Die drei Modelle globalen Regierens als Lösungsansätze für das Legitimationsproblem der Global Governance-Ansätze 108
Fazit 111
Literaturverzeichnis 114

Automatisiert erstellter Textauszug:

wenn sie sich zu einem vom Nationalstaat oftmals gesuchten Partner entwickelt haben, auch wenn internationale Organisationen zunehmend die Beratung durch internationale NGOs suchen und auch wenn der Entwicklungshilfeausschuss der OECD gewisse Kriterien148 für die Anerkennung von NGOs in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit aufgestellt hat.149 Trotzdem wird die Anzahl der NGOs auch in Zukunft weiterhin ansteigen, da die wachsende Zerklüftung und Überschaubarkeit der internationalen Politik günstig für Wachstum und Beteiligung von NGOs ist, gerade weil NGOs eine große Anpassungsfähigkeit im Hinblick auf neue und expandierende Felder der internationalen Zusammenarbeit erreichen.150 Leider finden sich allerdings auch in der Welt der NGOs die Gegensätze151 wieder, die die Weltgesellschaft und -politik insgesamt durchziehen: die NGOs des Nordens betonen beispielsweise die zivilen und politischen Menschenrechte, während die die NGOs des Südens die sozialen Menschenrechte hervorheben; den größeren Einfluss haben jedoch die nördlichen NGOs, denn die südlichen NGOs haben wegen ihrer deutlich geringeren Ressourcen nicht nur eine schwerere Stellung während internationaler Konferenzen, sondern können es sich gar nicht erst leisten, daran teilzunehmen.152 [...]

Rückkopplung der Regierungsvertreter beispielsweise auf diplomatischen Konferenzen mit der innenpolitischen Situation vor Ort.140 Indem also NGOs sowohl bei der internationalen Normenentwicklung als auch bei der Überwachung der Regeleinhaltung eine wichtige Rolle spielen, werden sie besonders intensiv als Akteure der Weltpolitik141 auf internationalen Weltkonferenzen wahrgenommen, so dass die Zahl der NGO-Vertreter in Vor- und Parallelkonferenzen häufig ein Mehr- bis Vielfaches der offiziellen Teilnehmer der Länder übersteigt.142 Es unterzeichneten beispielsweise im Sommer 2000 in New York die Vertreter von 45 internationalen Konzernen und zudem Delegierte von Arbeitgeberverbänden, Gesandte von Gewerkschaften sowie von Umweltbzw. Menschenrechtsgruppen den so genannten Global Compact – eine Vereinbarung, in der sich Unternehmen dem Umweltschutz, den Arbeiterund Menschenrechten verpflichten. Zwar sind in diesem Global Compact keine Sanktionen gegen die Unternehmen vorgesehen, die den Pakt unterschreiben, aber nicht befolgen, dennoch verpflichten sich die Konzerne im Rahmen ihrer Einflussmöglichkeiten für die Abschaffung der Kinder- und Zwangsarbeit zu sorgen, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu beenden und sich für Gewerkschaftsrechte, einen wirksamen [...]

Ausmaß des finanziellen Eigeninteresses und deren möglichen globalen Konsequenzen sowohl international als auch lokal sowie regional. 129 Als Konsequenz des eben angesprochenen hohen Kostendrucks, der enormen Rationalisierungen, der verschärften Arbeitsbedingungen sowie der Freisetzung von Arbeitskräften können unbestritten länderspezifische Kulturen und soziale Ausgewogenheiten oft in den Hintergrund rücken, doch das mit der Standortkonkurrenz in Zusammenhang stehende mögliche Drohpotenzial gegenüber nationalen Regierungen kann aus dem Grund relativiert werden, dass nur drei Prozent der weltweit produktiv organisierten Arbeitskräfte auf transnationale Unternehmen entfallen.130 Außerdem verfügen Unternehmen über keine autonome Macht, sondern müssen sich zur Realisierung ihrer Globalisierungsstrategien auf politische Vorleistungen und internationale Verträge verlassen, die ihnen [...]

Arbeit zitieren:
Kahl, Steffi April 2004: Globalisierung und Entwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Demokratie, Neoliberalisierung, Nord-Süd-Konflikt, Entwicklungspolitik, Corporate Governance

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