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Globales Schicksal?

Semperit Traiskirchen und der „moderne“ Kapitalismus

Die Studie wurde mit dem "Wissenschaftspreis 2004" der Arbeiterkammer Linz, Österreich, ausgezeichnet.
Globales Schicksal?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katharina Windbichler
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 184 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6596-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6596-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6596-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem "Wissenschaftspreis 2004" der Arbeiterkammer Linz, Österreich, ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Windbichler, Katharina September 2002: Globales Schicksal?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Globalisierung, Integrationspolitik, Binnenmarktpolitik, Modernisierungstheorien, Transnationale Konzerne

Diplomarbeit von Katharina Windbichler

Zusammenfassung:

Durch Veränderung der internationalen Rahmenbedingungen im Bereich des globalen Wettbewerbs wird die nationale Wettbewerbsfähigkeit immer mehr gefordert. Neben geänderten politischen Rahmenbedingungen sieht sich auch die betriebliche beziehungsweise wirtschaftliche Ebene veränderten Rahmenbedingungen und Strukturwandeln ausgesetzt. Bestehende Strukturen werden in Frage gestellt und die wettbewerbliche Positionierung der einzelnen Nationalstaaten steht meist über allen anderen Fragen, Zielen und Aufgaben. Österreich als Wirtschaftsstandort zu optimieren, sollten alle politischen Parteien hierzulande als ihre Herausforderung ansehen.

Ist die Wirtschaft negativ vom Zahnrad der Globalisierung betroffen oder berührt, so merkt das der Normalbürger in Österreich wahrscheinlich an den Arbeitsmarktdaten oder im persönlichen Umfeld, wenn plötzlich der eine oder andere seinen Arbeitsplatz durch Rationalisierung, Auflösung des Arbeitsplatzes, Abzug des Betriebes oder Konkurs des Betriebes etc... verliert.

Ein negativ Betroffener steht dann zumeist auf der Seite der Verlierer vom verwobenen Rad rund um die Globalisierung und sieht sich unter anderem vielleicht als „Opfer der Globalisierung“, wenn auch in Österreich statistisch weniger Menschen einen Arbeitsplatz verlieren als gewinnen.

Die Interessensvertretungen der Einzelnen, beispielsweise in der Sozialpartnerschaft, haben schon lange nicht mehr jene Macht und Funktion, wie das früher einmal gang und gebe war. Die Durchführbarkeit der einzelnen Aktionsschritte gegen Betriebsschließungen wegen Abzug in sogenannte Billiglohnländer endet meist in Kapitulation gegen die vorherrschende Entwicklung, oder ein kurzfristiger Kompromiss kommt zustande, der jedoch meist nicht lange währt und die Niederlage des sozialen Gedanken - auch durch die erzwungene Kapitulation der Arbeiter oder einer Gewerkschaft - ist die Folge. Solche geänderten Strukturen und Folgeerscheinungen machen nachdenklich und die Frage nach der sozialen Verantwortung oder die Frage, wie man solchen Entwicklungen entgegensteuern kann, stellt sich spätestens dann, wenn ein Paradebetrieb in der österreichischen Industrie von solchem Wandel betroffen ist. Eine Region in unserem Land macht auf Ihr Schicksal und ihre Freisetzung von Arbeitskräften aufmerksam. Wie reagiert der Betrieb darauf, wie die Politik unseres Landes und wie die einzelnen Interessensvertreter? Sind die Gründe der Schließung geklärt? Mit vielen von eben diesen Fragen war der Zugang zu dieser Arbeit und mit dem Hintergrund, im Vorfeld dieses Vorwortes angeschnitten, war die Frage umso spannender und sinnvoll erscheinend - an einem Betrieb, dessen Standort durch umstrittenste Gründe verloren geht, diese Fragestellungen zu beleuchten. Das Semperitwerk in Traiskirchen spielt die tragende, traurige Rolle in dieser Arbeit – dessen Beispiel aufmerksam machen soll auf jene Wandelbarkeit im Wirtschaftssystem, die zu beschreiben versucht wird.

Es soll ein Versuch werden, ohne politische Polemik und ohne „Gewinngedanken“ an diese Thematik heranzugehen.

Die Frage, ob die schiefe Logik „Globalisierung und Solidarität“ sichtbar wird, soll skizziert werden – oder aber ob die Begriffe wohl eher als „Globalisierung oder Solidarität“ zum Tragen kommen.

Der von Adam Smith geprägte Begriff des „self-interest“ kommt in der Arbeit nicht nur in Form des Eigeninteresses zur Geltung, sondern auch in Form des Eigennutzens einzelner Konzernpolitiken und Strategien. Man stellt relativ rasch fest, dass Interessen der Arbeiter oder Beschäftigungsinteressen der Unternehmensphilosophie und Strategie der einzelnen Konzerne unterliegen. Unvorteilhaftes Verhalten für den Einzelnen kommt zum Vorschein, jedoch nicht vorteilhaft für den Arbeitnehmer, aber vorteilhaft im wirtschaftlichen Profit- und Effizienzdenken der Konzernstrategie.

Die sicherlich berechtigte Fragestellung des Arbeitsmarktschutzes bei der Erweiterung der EU von AK (Arbeiterkammer) und ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund) wirken mitunter ein bisschen verspätet. Sollten nicht Schutz- und Regelmechanismen lange vor oder aufgrund des EU-Beitrittes schon früher gelegt werden? Würde eine internationale Solidarität der Arbeiterschaft helfen, gegen Lohndumping oder Subventionstourismus einzelner Konzerne entgegenzusteuern? Viele ungeklärte Fragen tauchen auf und werden vermutlich auch in dieser Arbeit nicht befriedigend geklärt werden können.

Ziel der Arbeit war und ist es vor allem, die Sicht der ArbeitnehmerInnen zu beleuchten, politische Inszenierungen darzustellen und die komplexen Zusammenhänge zu skizzieren und diese theoretisch zu fundieren. Der Umgang mit den ArbeitnehmerInnen und das Feedback der Betroffenen steht im Zentrum der empirischen Analyse und folgt dem theoretischen Hintergrund im ersten Teil der Untersuchung.

An dieser Stelle sollte auch die persönliche Positionierung stehen und die Frage, wie man auf die Thematik gekommen sei, geklärt werden. Die Dimension und der Stellenwert der vorliegenden Thematik wird neben den statischen, medialen und politischen Faktoren in dem Schicksal jedes einzelnen Arbeiters sichtbar. Ob dieser jetzt gerade in Österreich oder in anderen Ländern oder Regionen betroffen ist – die Betroffenheit ist ähnlich, nur in der Intensität unterschiedlich – und wie man meinen könnte, neben einer aktiveren Industriepolitik und durch Verbesserungspotentiale in der EU-Strukturpolitik abwälzbar – oder wie es in der österreichischen Innenpolitik oft heißt – abfederbar.

Über die Bilanz der Geschehnisse – ein Gegengewicht zum Standortdenken zu finden wäre wohl ein sinnvolles Pendant zur aktuell viel diskutierten „Handlungsohnmächtigkeit“ nationaler Politik und bewußtseinsmässig eher nachvollziehbar als parteipolitisches Hickhack in den einzelnen Fraktionen.

In der Hoffnung, unter anderem auch einen theoretischen und empirischen Beitrag zur Fragestellung Globalisierung – Chance oder Risiko anhand eines naheliegenden aktuellen Beispiels zu erörtern, soll die Arbeit neben eben genannten Indikatoren neue Imperative für die Wirtschaft und Politik aufarbeiten.

Den Anspruch der Vollständigkeit kann diese Arbeit wegen zeitökonomischen und budgetären Gründen nicht erfüllen, wie auch einzel- und gesamtwirtschaftliche Entscheidungsgrundlagen, sowie politische Charaktere nicht beeinflusst werden können und sollen.

Die Universalisierung von Werten und Standards kann jedoch in dem vorliegenden Beitrag zur komplexen Thematik generell bestätigt werden, ebenso die Tatsache, dass die nationale Politik unter anderem durch die internationale Arbeitsteilung in Bedrängnis gerät.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 5
VORWORT 7
I. DARSTELLUNG DES THEMAS 10
II. METHODIK 11
2.1 GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNGSEINHEIT 11
2.2 PROBLEMSTELLUNG 13
2.3 FRAGESTELLUNG 14
2.4 PROBLEMANALYSE IM LITERATURBEREICH 14
2.5 DATENANALYSE 15
2.6 INTERVIEWS 15
2.7 INHALTSANALYSE 17
2.8 SCHLUSSBEMERKUNG 18
III. GLOBALISIERUNGS- UND MODERNISIERUNGSTHEORIEN 19
3.1 BEGRIFFSDEFINITION: GLOBALISIERUNG 19
3.2 NATIONALSTAATEN UND GLOBALISIERUNG 27
3.2.1 DEMOKRATIE IM GLOBALEN ZEITALTER 27
3.2.2 NEOLIBERALISMUS UND GLOBALE INTEGRATION IN ANBETRACHT ÖKONOMISCHER INTERNATIONALISIERUNG 32
3.2.2.1 DIE ÖKONOMISCHE INTERNATIONALISIERUNG 32
3.2.2.2 DIE REGIONALISIERUNG 34
3.2.2.3 DIE NEOLIBERALE POLITIK 36
3.2.2.4 DER LIBERALISMUS 36
3.2.2.5 DIE ENTSTEHUNG DES NEOLIBERALISMUS 38
3.2.2.6 DIE WEITERENTWICKLUNG DES NEOLIBERALISMUS UND GLOBALE INTEGRATION 40
3.2.2.7 NEOLIBERALE GLOBALISIERUNGSTHESE 44
3.2.2.8 NEOLIBERALE SOZIALPOLITIK 47
3.2.2.9 INTEGRATIONSPOLITIK ALS INSTITUTIONENBILDUNG IN DER EUROPÄISCHEN UNION 50
3.2.2.10 ZUSAMMENFASSUNG 55
3.3 REGULATIONSTHEORIE 57
3.4 ARBEITSMARKTREGULIERUNG 58
3.5 STRUKTURELEMENTE DER ÖSTERREICHISCHEN ENTWICKLUNG 60
IV. TRANSNATIONALE KONZERNE UND GLOBALISIERUNG DES ARBEITSMARKTES AM BEISPIEL „SEMPERIT - TRAISKIRCHEN“ 65
4.1 TRANSNATIONALE KONZERNE ALS POLITISCHE MACHTZENTREN 65
4.2 ÖSTERREICHS ANPASSUNG AN DEN GLOBALEN MARKT 66
4.3 ECKPUNKTE DER GESCHICHTE UND KONZERNSTRATEGIE DESREIFENWERKS „SEMPERIT AG - TRAISKIRCHEN“ 67
4.3.1 “GUTE UND SCHLECHTE NACHRICHTEN“ IN DEN 80ER UND 90ER JAHREN 71
4.3.2 STRATEGIEWECHSEL BEI CONTINENTAL AG 75
4.3.3 RICHTLINIENKOMPETENZ UND SCHLIESSUNGSBESCHEID 76
4.4 POLITISCHE INSZENIERUNG UND POLITISCHE DEBATTE IM RAHMEN DER ARBEITNEHMERINNENSITUATION 79
4.5 „5 VOR 12 - DIE SCHLIESSUNG“ 84
4.6 „SEMPERIT“ ALS SYMBOL FÜR GESCHEITERTEWIRTSCHAFTSPOLITIK (?) 89
4.7 EXOGENE FAKTOREN:MANAGEMENT UND AKTIONÄRSEBENE 96
4.7.1 AUSZÜGE AUS DER TRANSKRIPTION EXPERTENINTERVIEW: (1) 98
4.7.2 AUSZÜGE AUS DER TRANSKRIPTION EXPERTENINTERVIEW: (2) 110
4.8 EU-OSTERWEITERUNG UND STANDORTDEBATTE IN ÖSTERREICH 113
4.9 KRITIK AN DER REGULATIONSTHEORIE UND DIE NEUE“FLEXIBILITÄT“ 119
V. DAS FORSCHUNGSDESIGN DER HYPOTHESENTESTENDEN UND THEORIEBILDENDEN FORSCHUNG 125
5.1 DATENANALYSE DER MITTELS SPSS-PROGRAMM AUSGEWERTETEN ERGEBNISSE 127
5.2 INTERPRETATION DER TEXTTRANSKRIPTION 152
VI. ZUSAMMENFASSUNG 164
VII. CONCLUSIO 166
VIII. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS 173
DOKUMENTE/VERÖFFENTLICHUNGEN 178
PERIODIKA/INTERNET 178
CURRICULUM VITAE

Automatisiert erstellter Textauszug:

er, dass der ÖGB und die zuständigen Fachgewerkschaften hinter dem Werk stünden und jederzeit bereit wären, eine Lösung gegen den Abbau zu erarbeiten. Während die Vertreter in Traiskirchen versuchten, die ArbeitnehmerInnen zu beruhigen, forderten die Freiheitlichen eine Ausbildungsoffensive in Niederösterreich, die unter anderem bei weiteren Produktionskürzungen und Personaleinsparungen in Absprache mit den offiziellen Stellen des Landes einen Boykott gegen Continental-Produkte unterstützen solle. Ferner wird von Rambossek ein sofortiger „Sozialplan“ angesichts des „Aus für Semperit“ für die betroffene Belegschaft gefordert. Von Seiten der AK-NÖ (Arbeiterkammer Niederösterreich) vermeldet Präsident Josef Staudinger: „Wir werden seitens der Sozialpartnerschaft alles unternehmen, um den Standort zu retten. Hier wird Zusammenarbeit gefordert sein. Es geht hier nicht um Zahlen, die in irgendwelchen Statistiken berechnet werden, es geht um 900 Menschen mit Familien. Deshalb mein Appell an die Regierung, endlich Taten zu setzen.“160 In der politische Inszenierung beziehungsweise der politische Debatte um Semperit-Traiskirchen sind klare Fronten zu erkennen. Die Freiheitlichen PolitikerInnen machen die SPÖ und ihre Politik in den letzten Jahrzehnten für das Semperit-Debakel verantwortlich. Und immer wieder ist es der FPÖWirtschaftssprecher Rambossek, der der alten Regierung und dem SPÖ-Landesrat und Bürgermeister Knotzer Fehleinschätzungen vorwirft: „Als ‚Hausherr’ Traiskirchens erst fünf Minuten nach zwölf um Hilfe zu schreien zeuge entweder von einem ‚gesunden Dornröschenschlaf`, oder von totaler Ignoranz.“161 Er sparte auch nicht mit herber Kritik an der Europäischen Union. „Was ist das für eine [...]

Jahren“, so Knotzer, „ja Jahrzehnten haben sich die Beschäftigten immer eingebracht und großartig engagiert, wenn es darum ging, die Umsätze ebenso wie das Betriebsergebnis zu steigern. Hier wurden schon große Opfer gebracht und Semperit Traiskirchen wurde zu einem erfolgreichen und dynamischen Unternehmen. (...) Wir müssen nun gemeinsam alle an einem Strang ziehen. Die Gemeinden, das Land und der Bund sind aufgerufen, Traiskirchen jede mögliche Hilfe zuteil werden zu lassen. Auch Bundeskanzler Schüssel und die Bundesregierung sind aufgerufen, nicht in Stillschweigen zu verharren, sondern sich massiv für die Interessen des Standorts einzusetzen. Semperit zählt zu den modernsten und forschungsintensivsten Industriebetrieben Österreichs. Bei einer weiteren Ausdünnung der Produktion ginge ein Industriebetrieb mit großer Wertschöpfung, aber auch großer Zukunft verloren. Dagegen gilt es massiv aufzutreten und die Belegschaftsvertreter in ihrem Kampf für eine Zukunft des Werkes und seine Beschäftigten zu unterstützen.“158 Knotzer schlägt ferner einen Beschäftigungsgipfel unter Einbindung der Wirtschafts- und Arbeiterkammer, des AMS, des ÖGB sowie der Landesregierungen vor. Zeitgleich spricht ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch vom Engagement früherer Bundesregierungen und forderte die Regierung auf, für das Semperit-Reifenwerk in Traiskirchen aktiv zu werden. „Die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik sollten“, so der ÖGB-Präsident, „das gleiche Engagement an den Tag legen, wie die damalige Regierung Franz Vranitzkys, die damals das Semperit-Werk Traiskirchen retten und damit die Arbeitsplätze sichern konnten.“159 Vor allem insistiert Verzetnitsch darauf, die prekäre Situation nicht zum politischen Spielball werden zu lassen und vielmehr nach gemeinsamen Lösungen zu Gunsten der Beschäftigten und ihren Familien zu streben. Ferner versicherte [...]

Während Continental im slowakischen Puchov und im tschechischen Otrokovice die Standorte puschte, forderte der freiheitliche Wirtschaftssprecher Dkfm. Edwin Rambossek in seiner Kritik den NÖ-Landeshauptmann Pröll auf, der „(...) keinen Finger krumm mache, um den Wirtschaftsstandort Niederösterreich zu sichern“ die Erhaltung des Standortes Traiskirchen zu sichern. „Conti will den Traiskirchner Standort scheibchenweise ruinieren“, so Rambossek, „um endlich vollständig in die östlichen Billiglohnländer auslagern zu können. Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass die kommende Osterweiterung auch offiziell und in Verbindung mit einer ‚von Brüssel unterschriebenen’ Rechtssicherheit ‚westliche Arbeitsplätze` vernichten dürften.“156 Ferner warnte Rambossek: „Der niederösterreichische Standort habe in der Vergangenheit bewiesen, dass hier gut gewirtschaftet wurde. Die seinerzeitige stattliche Förderung habe Früchte getragen, die jetzt dem Ausland zugute kommen dürften.“157 Der freiheitliche Abgeordnete polemisiert in diesem Zusammenhang gegen die damalige Bundesregierung, die 1996 als Bedingung für die unter CAGeneraldirektor Hannes Androsch ausgehandelte 1,3 Milliarden Schilling Subvention, nur eine zehnjährige Standortgarantie sichern konnte. Eine gemeinsame Hilfeleistung von Bund, Länder und Gemeinden für den Semperit-Standort sowie eine klare Position des Bundeskanzlers und der Bundesregierung in Richtung deutsche Eigentümer, fordert der Traiskirchner Bürgermeister und NÖ-Landespolitiker Fritz Knotzer im Vorfeld der Betriebsversammlung über die Zukunft der Continental-Tochter Semperit. „Seit [...]

Arbeit zitieren:
Windbichler, Katharina September 2002: Globales Schicksal?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Globalisierung, Integrationspolitik, Binnenmarktpolitik, Modernisierungstheorien, Transnationale Konzerne

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