Globale Standards für Investmentfonds und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation von Kapitalanlagegesellschaften
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jörg Weydanz
- Abgabedatum: Juni 2002
- Umfang: 98 Seiten
- Dateigröße: 738,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5663-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5663-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5663-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weydanz, Jörg Juni 2002: Globale Standards für Investmentfonds und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation von Kapitalanlagegesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Global Investment Performance Standarts, Publikumsfonds, Spezialfonds, Performancemessung, GIPS
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Diplomarbeit von Jörg Weydanz
Einleitung:
Immer mehr Kapitalanlagegesellschaften im deutschsprachigen Raum lassen sich von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Einführung der „Global Performance Presentation Standards“ (GIPS) zertifizieren.
Die „Global Performance Presentation Standards“ regeln die Erfassung, Berechnung und Aufbereitung von Daten sowie die Präsentation der daraus resultierenden Anlageergebnisse von Investmentfonds.
Der Nutzen für den Anleger besteht in der besseren Vergleichbarkeit und Transparenz von Investmentgesellschaften im internationalen Kontext. Der Kunde erhält ein repräsentatives Bild der Management-Leistung und nicht nur eine zufällige und evtl. manipulierbare Momentaufnahme einzelner Fonds.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen der Diplomarbeit wird die Frage untersucht, ob die Einführung bzw. die Zertifizierung der Einhaltung der „Global Performance Presentation Standards“ einen Wettbewerbsvorteil im internationalen Asset Management Business darstellt und ob es dadurch möglich ist die Wettbewerbsposition einer Kapitalanlagegesellschaft zu verbessern und zusätzliche Vermögensverwaltungsmandate zu akquirieren.
Ausgehend von allgemeinen Überlegungen zur Performancemessung und der Vorstellung der bekanntesten Performancemaße, erfolgt der Übergang zu den GIPS.
Daran anschließend wird die allgemeine Wettbewerbssituation von Kapitalanlagegesellschaften untersucht und die Frage beantwortet inwiefern es möglich ist sich durch die GIPS einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Performancemessung und Performanceanalyse | 3 |
| 2.1 | Performancebegriff | 3 |
| 2.2 | Stellung von Performancemessung und Performanceanalyse im Investmentprozess | 3 |
| 2.3 | Anforderungen an die Performancemessung | 6 |
| 2.4 | Interessenten und Zielgruppen der Performancemessung | 6 |
| 2.5 | Ziele der Performancemessung | 7 |
| 2.6 | Aufbau der Performancemessung | 8 |
| 2.6.1 | Ermittlung der Rendite | 8 |
| 2.6.2 | Ermittlung des Risikos | 10 |
| 2.7 | Traditionelle Methoden der Performancemessung | 12 |
| 2.7.1 | Sharpe-Ratio | 12 |
| 2.7.2 | Treynor-Ratio | 12 |
| 2.7.3 | Jensen's Alpha | 13 |
| 2.7.4 | Treynor/Black-Ratio | 13 |
| 2.8 | Problemfelder im Bereich der Performancemessung | 14 |
| 2.9 | Moderne Performancekonzepte | 17 |
| 2.9.1 | Methode nach Cornell | 18 |
| 2.9.2 | Methode nach Copeland/Mayers | 19 |
| 2.9.3 | PCM-Methode von Grinblatt/Titman | 19 |
| 2.9.4 | Weitere Methoden der Performancemessung | 20 |
| 3. | Global Investment Performance Standards | 22 |
| 3.1 | Zur Notwendigkeit von weltweiten Standards | 22 |
| 3.2 | Entwicklung der GIPS | 23 |
| 3.3 | Ziele der GIPS | 24 |
| 3.4 | Inhalte der GIPS | 25 |
| 3.4.1 | Datenbasis | 26 |
| 3.4.2 | Berechnungsmethoden | 26 |
| 3.4.3 | Bildung von Composites | 27 |
| 3.4.4 | Zusatzangaben | 29 |
| 3.4.5 | Präsentation und Berichterstattung | 30 |
| 3.5 | Complianceerklärung | 32 |
| 3.6 | Zertifizierung der GIPS | 33 |
| 3.7 | Nutzen der GIPS für die Investoren | 34 |
| 3.8 | Verhältnis der GIPS zu den AIMR-PPS und anderen lokalen Standards | 35 |
| 3.9 | Akzeptanz der Standards | 37 |
| 3.10 | Performancebegriff in Theorie und Praxis | 38 |
| 4. | Auswirkungen einer GIPS-Zertifizierung auf die Wettbewerbsposition einer Kapitalanlagegesellschaft | 39 |
| 4.1 | Theoretische Grundlagen der Branchenanalyse | 39 |
| 4.1.1 | Strukturanalyse nach Porter | 39 |
| 4.1.2 | Die Elemente des Modells von Porter | 40 |
| 4.1.3 | Branchenabgrenzung | 42 |
| 4.1.4 | Investmentfondsdefinition | 43 |
| 4.1.5 | Typen von Investmentfonds | 45 |
| 4.2 | Strukturanalyse nach Porter für die Investmentfondsbranche | 49 |
| 4.2.1 | Bedrohung durch neue Konkurrenten | 49 |
| 4.2.2 | Wettbewerb unter den bestehenden Konkurrenten | 52 |
| 4.2.3 | Bedrohung durch Ersatzprodukte | 58 |
| 4.2.4 | Verhandlungsstärke der Abnehmer | 60 |
| 4.2.5 | Verhandlungsstärke der Lieferanten | 61 |
| 4.3 | Quellen von Wettbewerbsvorteilen von Kapitalanlagegesellschaften | 62 |
| 4.3.1 | Die Wertkette als Modell | 63 |
| 4.3.2 | Die Wertkette einer Kapitalanlagegesellschaft | 64 |
| 4.3.3 | Auswirkungen der GIPS auf die Wertkette | 66 |
| 4.3.4 | GIPS als Quelle möglicher Wettbewerbsvorteile | 69 |
| 4.3.5 | Auswirkungen von GIPS auf die Wettbewerbssituation von Kapitalanlagegesellschaften | 70 |
| 5. | Fazit und Schlussbemerkungen | 74 |
| Literaturverzeichnis | 75 | |
| Internetverzeichnis | 79 | |
| Anhang | 80 | |
| Inhalte der Global Investment Performance Standards in der englischsprachigen Originalversion vom 14. April 1999 | 80 | |
| Auszug aus dem Bundesgesetz über Kapitalanlagefonds | 85 | |
| Auszug aus dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften | 87 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 90 |
Außerdem kann man Investmentfonds danach unterscheiden, ob sie ihre Erträge einbehalten oder ausschütten. Man spricht von einem thesaurierenden Fonds, wenn die Erträge und Wertzuwächse einbehalten und wieder angelegt werden. Durch diese Wiederanlage entsteht ein zusätzliches Wertentwicklungspotential. Andererseits existieren aber auch ausschüttende Fonds, die dem Bedürfnis ihrer Investoren nach regelmäßigen Auszahlungen entgegenkommen und die zufließenden Dividenden und Zinserträge komplett ausschütten. Eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit bietet die Unterteilung in offene und geschlossene Fonds. Offene Fonds geben bei Bedarf laufend neue Anteilscheine heraus und verwenden die Mittelzuflüsse zum Erwerb weiterer Anlagenwerte. Sie können also beliebig erweitert werden. Im Gegensatz dazu werden geschlossene Fonds nicht mehr erweitert, sobald sämtliche Anteilscheine des ursprünglichen Investitionsvolumens plaziert worden sind. Der Investor eines geschlossenen Fonds engagiert sich in begrenztem Umfang unternehmerisch und geht dadurch entsprechende wirtschaftliche Risiken und Chancen ein. Oftmals geht es bei geschlossenen Fonds allerdings nicht um die Rendite, sondern um die Optimierung von Steuerzahlungen mit Hilfe von Verlustzuweisungen. Geschlossene Fonds unterliegen im Unterschied zu offenen Fonds keiner staatlichen Kontrolle (Banken bzw. Börsenaufsicht), sondern werden ausschließlich nach den allgemein geltenden Gesetzen konzipiert.62 Vorherrschende Unternehmensformen sind die Kommanditgesellschaft und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Die Ausführungen dieser Diplomarbeit beziehen sich ausnahmslos auf offene Investmentsfonds, die in Deutschland sowohl dem KAGG, [...]
Dieser Fondstyp darf nur aus Wertpapieren, Aktien, Bezugsrechten, Schuldscheindarlehen, Bankguthaben und Einlagenzertifikaten, unverzinslichen Schatzanweisungen und Schatzwechseln, Anteilen an inländischen und vertriebsberechtigten ausländischen Wertpapier- und Geldmarktfonds sowie derivativen Finanzinstrumenten bestehen. Die Wertpapiere müssen grundsätzlich an anerkannten Börsen des In- und Auslandes gehandelt werden bzw. muss deren Handel an entsprechenden Börsen vorgesehen sein. Wertpapierfonds können sowohl als thesaurierende als auch als ausschüttende Fonds aufgelegt werden. Eine weitere Unterteilung kann folgendermaßen vorgenommen werden: a) Aktienfonds b) Rentenfonds c) Gemischte Fonds d) Spezialitätenfonds e) Kurzläufer-Rentenfonds f) Geldmarktnahe Fonds g) Rentenfonds mit begrenzter Laufzeit h) Aktienindexfonds i) Aktienfonds mit begrenzter Laufzeit Sowohl von der Anzahl als auch bzgl. des Volumens machen Wertpapierfonds den weitaus größten Teil der in Deutschland aufgelegten Fonds aus. [...]
Aber nicht nur die Konsumenten des Produktes bzw. der Dienstleistung besitzen eine Verhandlungsstärke, sondern auch die Lieferanten. Die Dienstleistung bzw. das Produkt eines Lieferanten wird benötigt, um das Produkt einer Branche zu erstellen. Die Stärke der Lieferanten ist nichts anderes als das Spiegelbild der Stärke der Abnehmer, d.h. die Macht der Lieferanten ist umso größer je weniger Unternehmen die Lieferantengruppe bilden. Die Abwesenheit von Ersatzprodukten, Unwichtigkeit der Branche für die Lieferanten, Wichtigkeit des Produktes für die Abnehmer, differenzierte Produkte, hohe Umstellungskosten und glaubwürdige Drohung einer Vorwärtsintegration der Lieferanten sind demzufolge verstärkende Faktoren. PORTER versteht unter den Lieferanten aber nicht nur andere Unternehmen, sondern auch die Arbeitskräfte, die praktisch ihre Arbeitsleistung an das Unternehmen liefern. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832456634
Arbeit zitieren:
Weydanz, Jörg Juni 2002: Globale Standards für Investmentfonds und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation von Kapitalanlagegesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Global Investment Performance Standarts, Publikumsfonds, Spezialfonds, Performancemessung, GIPS



