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Global Marketing

Wettbewerbsstrategische Erfolgsfaktoren und Konsequenzen

Global Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Lars Senhen
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 957,7 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Private Fachhochschule Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4205-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4205-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4205-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Senhen, Lars August 2000: Global Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internationales Marketing, Wettbewerbsstrategien, Netzwerke, Erfolgsfaktoren, Globalisierung

Diplomarbeit von Lars Senhen

Einleitung:

Die Globalisierung des internationalen Wettbewerbs gehört zu Beginn des 21. Jahrhunderts wohl zu den größten Herausforderungen für das Management eines Unternehmens. Weltweit müssen sich Unternehmen in immer kürzer werdenden Abständen auf neue Wettbewerbs- und Strukturveränderungen einstellen. Die Dynamik im internationalen Wettbewerb nimmt stetig zu und wird voraussichtlich auch in den folgenden Jahren weiter ansteigen. Nie zuvor war die weltweite Wettbewerbsintensität so stark ausgeprägt wie heute. Wettbewerbsvorteile lassen sich aufgrund des starken Konkurrenzdrucks meist nur noch auf internationaler Ebene realisieren. Dabei stehen den enormen Chancen eines globalen Engagements auch zahlreiche Risiken gegenüber.

Die folgende Ausarbeitung soll aufzeigen wie Unternehmen mit einem Global Marketing den Herausforderung des globalisierten Wettbewerbs begegnen können und welche Konsequenzen mit der Implementierung einer Global Marketing-Konzeption im Rahmen einer weltweiten Marktbearbeitung verbunden sind.

Gang der Untersuchung:

Ausgehend von der Definition des Internationalen Marketing, ist im zweiten Kapitel dieser Ausarbeitung zunächst zu klären, welche Motive Unternehmen dazu veranlassen ihre Geschäftstätigkeit auf internationale Märkte auszudehnen. Anschließend werden Bestimmungsfaktoren aus dem Wettbewerbsumfeld der Unternehmen untersucht, die für die Globalisierung des Wettbewerbs verantwortlich sind. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und aktuellen Herausforderungen der Globalisierung für die globale Geschäftstätigkeit von Unternehmen, bilden am Ende des zweiten Kapitels die Grundlage für die weiteren Betrachtungen.

Im dritten Kapitel werden erfolgskritische Aspekte globaler Wettbewerbsstrategien beleuchtet. Dazu müssen geeignete strategische Optionen aus wettbewerbsstrategischer Gesamtsicht eines Unternehmens identifiziert werden, mit denen auf die Bestimmungsfaktoren der Globalisierung reagiert werden kann, um die globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. In diesem Zusammenhang sollen Dimensionen und Erfolgsfaktoren globaler Wettbewerbsstrategien herausgearbeitet werden, die Ansatzpunkte für die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen bieten. Anschließend gilt es, Zusammenhänge zwischen Wettbewerbsstrategie und dem Erfolg global ausgerichteter Unternehmen herzustellen.

Im vierten Kapitel wird Global Marketing als Konzeption für die weltweite Geschäftstätigkeit vorgestellt. Dazu werden zunächst unterschiedliche Begriffsverständnisse des Global Marketing gegenübergestellt, bevor eine phasenweise Typologisierung der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit erfolgt. Anhand dieser Typologisierung in eine vor-globale und eine globale Phase, werden unterschiedliche Grundorientierungen des Managements in einzelnen Internationalisierungsstadien beschrieben. Diese Orientierungsmuster kennzeichnen das Verhältnis zwischen der Zentrale und den Niederlassungen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Internationalisierungsprozesses von Unternehmen. In diesem Kontext wird veranschaulicht, welche einschneidenden Veränderungen im Beziehungsgefüge zwischen Zentrale und Ländergesellschaften durch die im zweiten Kapitel beschriebenen globalisierungstreibenden Kräfte hervorgerufen werden. Die im Zusammenhang mit der globalen Phase stehende geozentrische Managementorientierung ist im globalen Wettbewerb in eine Global Marketing-Konzeption einzubetten, deren wesentliche Inhalte und Ziele vorgestellt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Betrachtungen im vierten Kapitel befasst sich mit der Ausgestaltung globaler Marketing-Strategien, die anhand ausgewählter Aspekte dargestellt werden. Das vierte Kapitel endet schließlich mit einer abschließenden Betrachtung von Chancen und Risiken eines Global Marketing.

Diese Chancen und Risiken werden zeigen, dass für eine erfolgreiche Implementierung einer Global Marketing-Konzeption organisationale Veränderungen notwendig sind. Kapitel fünf stellt deshalb die im Zusammenhang mit der Implementierung einer Global Marketing-Konzeption stehenden neuen Herausforderungen an die Organisationsstruktur eines Unternehmen dar und zeigt mögliche Alternativen auf, mit denen eine gesamtunternehmensoptimale Verwirklichung einer Global Marketing-Konzeption gestaltet werden kann. Dazu werden unterschiedliche unternehmensinterne Netzwerkmodelle gegenübergestellt und es wird auf die Bedeutung unternehmensexterner Netzwerke im globalen Wettbewerb hingewiesen. Ziel dieses Kapitels ist es, auf die Notwendigkeit der Implementierung globaler Netzwerke hinzuweisen, um eine optimale globale Marktbearbeitung zu realisieren. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Relevanz globaler Netzwerke für die Umsetzung der Erfolgsfaktoren einzugehen und die Implikationen für das Netzwerkmanagement zu nennen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Globalisierung des internationalen Marketing 3
2.1 Definition und Merkmale des „Internationalen Marketing“ 3
2.2 Motive für eine grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit 4
2.3 Veränderte Rahmenbedingungen auf internationalen Märkten als Ursache der Globalisierung 5
2.4 Bestimmungsfaktoren der Globalisierung 7
2.4.1 Globalisierung der Märkte 8
2.4.2 Globalisierung von Branchen 11
2.4.3 Globalisierung des Wettbewerbs 12
2.5 Konsequenzen und aktuelle Herausforderungen der Globalisierung für die globale Geschäftstätigkeit von Unternehmen 14
3. Erfolgskritische Aspekte globaler Wettbewerbsstrategien 16
3.1 Abgrenzung und Definition des Begriffs „Wettbewerbsstrategien“ 16
3.2 Dimensionen und Erfolgsfaktoren globaler Wettbewerbsstrategien 17
3.2.1 Erfolgsfaktoren der Markt- und Produktprogrammabdeckung 19
3.2.2 Erfolgsfaktoren einer Kostenorientierung 21
3.2.3 Erfolgsfaktoren einer Qualitätsorientierung 24
3.2.4 Erfolgsfaktoren einer Innovationsorientierung 27
3.3 Zusammenhang zwischen Wettbewerbsstrategie und Erfolg global ausgerichteter Unternehmen 28
4. Global Marketing als Konzeption für die weltweite Geschäftstätigkeit 30
4.1 Global Marketing und internationales Marketingverständnis 30
4.2 Phasenweise Typologisierung der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit 32
4.2.1 Merkmale und Orientierungsmuster der vor-globalen Phase 32
4.2.2 Merkmale und Orientierungsmuster der globalen Phase 35
4.3 Global Marketing als Konsequenz der geozentrischen Orientierung 37
4.3.1 Inhalte einer Global Marketing-Konzeption 38
4.3.2 Ziele eines Global Marketing 39
4.4 Ausgestaltung globaler Marketingstrategien dargestellt anhand ausgewählter Parameter 43
4.4.1 Standardisierung von Marketingprozessen 44
4.4.2 Standardisierung von Marketinginhalten dargestellt anhand ausgewählter Parameter 45
4.5 Chancen und Risiken eines Global Marketing 48
5. Globale Netzwerke als notwendige Konsequenz für die Implementierung einer Global Marketing-Konzeption 50
5.1 Herausforderungen an die globale Organisationsgestaltung 50
5.2 Netzwerke als Optionen für die globale Organisationsgestaltung 51
5.3 Gegenüberstellung unternehmensinterner Netzwerkmodelle 53
5.3.1 Das Lead-Country-Konzept 54
5.3.2 Das Integrierte Netzwerkmodell 56
5.4 Bedeutung unternehmensübergreifender Netzwerke für die globale Marktbearbeitung 58
5.5 Implikationen für das Netzwerkmanagement 59
6. Schlussbetrachtung und Ausblick 61
Literaturverzeichnis 63
Anlage 1: Modell zur Bestimmung der wettbewerbsstrategischen Relevanz von Erfolgsfaktoren für den Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb 70
Anlage 2: Erläuterungen zum „Modell zur Bestimmung der wettbewerbsstrategischen Relevanz von Erfolgsfaktoren für den Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb“ anhand eines Fallbeispiels 71
Anlage 3: Leistungspotential-Portfolio und wettbewerbsstrategische Handlungsempfehlungen 74
Anlage 4: Erklärung 75

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ausgehend von ursprünglich rein nationalen Geschäftsaktivitäten, durchlaufen Unternehmen im Laufe ihres Internationalisierungsprozesses unterschiedliche Entwicklungsstufen bzw. -pfade. Diesen Phasen können unterschiedliche Orientierungssysteme i.S. von Orientierungsmustern zugeordnet werden, die durch die jeweilige Grundorientierung des Managements bezüglich der bearbeiteten Ländermärkte gekennzeichnet sind.113 In diesem Zusammenhang geht es letztendlich darum, welche Merkmale das Verhältnis zwischen der Zentrale als Stammhaus und den jeweiligen Niederlassungen charakterisieren. Im folgenden sollen die phasenweisen Entwicklungstrends des eingangs erwähnten Internationalisierungsprozesses beschrieben werden. BÖTTCHER/PAUL unterscheiden in diesem Zusammenhang eine vor-globale und eine globale Phase, die anhand der Beschreibungsmerkmale Internationalisierungs- und Wertschöpfungsprozess, Rollenverteilung und Einstellungen, Ressourcentransfers und länderübergreifende Interdependenzbeziehungen abgegrenzt werden.114 Anhand dieser Merkmale, die das Verhältnis zwischen Zentrale und Niederlassungen in den einzelnen Phasen beschreiben, soll dabei untersucht werden, welche Konsequenzen mit einer globalen Managementorientierung verbunden sind und welche wettbewerbsstrategischen Optionen sich aus einer solchen Orientierung ergeben. [...]

Dimensionen innerhalb seiner Global Marketing-Konzeption konzentrieren sich dabei ebenfalls auf eine Standardisierung von Marketing-Prozessen und -Programmen.111 HERRMANNS/W IßMEIER fordern "als die wichtigste Antwort auf die genannten Wettbewerbs- und Strukturverschiebungen .. die Entwicklung von Weltmarktkonzeptionen ..., um über integrierte Ansätze eine Optimierung der Unternehmensaktivitäten auf den Absatzmärkten zu erreichen."112 Die Aufgabe solcher Weltmarktkonzeptionen liegt dabei darin, das Gesamtengagement des Unternehmens in bezug auf seine nationalen und internationalen Märkte zu betrachten und ein Konzept zu entwickeln, das auf den Stärken des Unternehmens in den von ihm bearbeiteten und zu bearbeitenden Märkten aufbaut. Letztendlich liegt keine einheitliche Definition des Global Marketing vor. Die vorgestellten unterschiedlichen Sichtweisen können als Ergebnis der Auseinandersetzung von Wissenschaft und Praxis mit der zunehmenden Globalisierung des internationalen Marketing verstanden werden. Damit ist Global Marketing als eine Ausprägungsform des internationalen Marketing zu verstehen, die sich durch die im zweiten Kapitel beschriebenen Bestimmungsfaktoren der Globalisierung, herausgebildet hat. Mit Hilfe globaler Wettbewerbsstrategien versucht das Global Marketing ausgehend von einer geozentrischen Orientierung der Geschäftstätigkeit den neuen Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen und Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt zu erzielen. Die Umsetzung des Global Marketing erfolgt mit Hilfe bestimmter Gestaltungselemente wie bspw. der Standardisierung von Marketingprozessen und -inhalten, die durch eine länderübergreifende Integration und Koordination der Geschäftsaktivitäten erreicht werden soll. Aus diesem Verständnis abgeleitet, soll in diesem Kapitel zunächst Global Marketing als Ausprägung der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit von Unternehmen identifiziert werden. Dazu werden Merkmale und Orientierungsmuster herangezogen, die im Rahmen eines idealtypischen Internationalisierungsprozesses von Unternehmen zu beobachten sind. Die sich daraus ergebenden Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein konzeptionelles Global Marketing-Verständnis zu entwickeln. Diesbezüglich sollen entscheidende Parameter identifiziert werden, die für die Gestaltung einer solchen Konzeption von Relevanz sind. Neben den Inhalten, werden die Ziele und vor allem die Ausgestaltung globaler Marketingstrategien im Fokus der Betrachtungen stehen. Abschließend gilt es die Chancen und Risiken eines Global Marketing herauszuarbeiten, um eine Empfehlung abgeben zu können, welche entscheidenden Parameter besondere Beachtung bedürfen, um das Management globaler Geschäfte erfolgreich zu gestalten. [...]

In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Rahmen der sog. Globalisierungsdiskussion haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Sichtweisen hinsichtlich des Global Marketing herausgebildet. Insgesamt lassen sich drei Hauptlinien unterscheiden, die jeweils durch unterschiedliche Auffassungen bzw. durch ein unterschiedliches Verständnis des Global Marketing gekennzeichnet sind. Danach wird Global Marketing ! als Standardisierungsstrategie für den Weltmarkt, ! als Internationalisierungsstrategie oder ! als Gesamtkonzeption des internationalen Marketing interpretiert.106 Die Forderung nach einem Global Marketing als Standardisierungsstrategie für den Weltmarkt wurde insbesondere von LEVITT geprägt, der Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts die aufgrund des technologischen Fortschritts stark voranschreitende weltweite Homogenisierung der Nachfrage, und damit eine Angleichung des Weltmärkte propagierte. LEVITT vertritt die Auffassung, dass nur globale Unternehmen, die die ganze Welt als wenige, standardisierte Märkte behandeln und ihre Strategien und Verfahren auf einen weltweit ähnlichen Kundenkreis ausrichten, im Wettbewerb bestehen können. Wettbewerbsvorteile im globalen Wettbewerb können nach seiner Sichtweise im wesentlichen über die Realisierung von Kostenvorteilen durch eine Standardisierung generiert werden.107 MEFFERT hingegen versteht unter Global Marketing mehr als nur die Kostensenkung über eine weltweite Standardisierung.108 Ausgehend von der Erkenntnis, dass auf internationalen Märkten gleichzeitig integrations- und lokalisierungsfördernde Kräfte herrschen, ist ein globales Marketing nach MEFFERT als eine Option von mehreren Internationalisierungsstrategien zu verstehen, die "unter bewußter Inkaufnahme national suboptimaler Strategien .. eine weltweit-optimale Strategie zu realisieren versucht."109 Die Interpretation des Global Marketing als Gesamtkonzeption der Unternehmensführung im internationalen Marketing geht vor allem auf MEISSNER und KREUTZER zurück. MEISSNER charakterisiert globale Unternehmen als Unternehmen, "… which no longer pursue a country oriented company strategy, but a worldwide concept".110 Diesem Verständnis schließt sich grundsätzlich auch KREUTZER an, dessen Global MarketingPhilosophie auf einem Denken und Handeln in Weltmarkt-Dimensionen basiert. Die [...]

Arbeit zitieren:
Senhen, Lars August 2000: Global Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internationales Marketing, Wettbewerbsstrategien, Netzwerke, Erfolgsfaktoren, Globalisierung

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