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Global Entrepreneurship: Neuartige Wachstums- und Internationalisierungsstrategien von jungen Unternehmen in der Informationstechnik und im Dienstleistungssektor

Global Entrepreneurship: Neuartige Wachstums- und Internationalisierungsstrategien von jungen Unternehmen in der Informationstechnik und im Dienstleistungssektor
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Volker Wagenbrenner
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 623,4 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2726-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2726-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2726-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wagenbrenner, Volker Mai 2000: Global Entrepreneurship: Neuartige Wachstums- und Internationalisierungsstrategien von jungen Unternehmen in der Informationstechnik und im Dienstleistungssektor, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Existenzgründung, Internationales Management, Start-up, Venture Capital, Entrepreneurship

Diplomarbeit von Volker Wagenbrenner

Einleitung:

Während die Bundesrepublik seit Mitte der neunziger Jahre den größten Gründerboom seit der Nachkriegszeit erlebt, so zeigt sich, dass die wissenschaftliche Forschung und Lehre sich mit diesem Bereich der Betriebswirtschaft bislang nur sehr begrenzt befasst hat.

Was hierbei für die Erforschung des »Entrepreneurship« im allgemeinen gilt, trifft besonders auf den Bereich des Global Entrepreneurship, d.h. der Existenzgründung mit dem Ziel raschen internationalen Engagements zu. Bestehende wissenschaftliche Forschung ist fragmentiert und bislang kaum systematisch erarbeitet worden.

Gang der Untersuchung:

Aus oben beschriebener Situation heraus wurde eine Dreiteilung der Diplomarbeit gewählt:

1. Aufarbeitung der wissenschaftlichen Literatur des Global Entrepreneurship.

2. Synthese und Erarbeitung eines eigenen Vorschlags der Systematisierung.

3. Gegenüberstellung der gewonnen bzw. erarbeiteten Erkenntnisse zu zwei Fallstudien globaler Start-ups.

(ad 1) Im ersten Teil wurden in Kapitel 2 zunächst verschiedene Theorien der Internationalisierung großer Unternehmen auf ihre Verwendbarkeit für Global Entrepreneurship untersucht. Es zeigt sich hierbei, dass eine behavioristische Sichtweise in Verbindung mit dem Resource-based-view den höchsten Erklärungswert bietet.

Aus der Erkenntnis heraus, dass ein globaler Start-up das Ergebnis seines Verhaltens und seiner Ressourcenausstattung ist, wurden in Kapitel 3 die verschiedenen internen und externen Determinanten betrachtet, die die Internationalisierungsentscheidung eines Start-ups fördern bzw. determinieren.

(ad 2) Die erarbeiteten Erkenntnisse wurden in Kapitel 4 dann genutzt, um eine eigene Systematisierung zu erarbeiten. Hierzu wurde ein Evaluierungsportfolio zur Bestimmung der generischen Position eines global Start-up erarbeitet. Dieses Portfolio versucht die generische Position eines global Start-ups hinsichtlich der Determinanten (a) Wahl des strategischen Aktionsfeldes sowie (b) Wahl der strategischen Rolle gegenüber Wettbewerbern zu bestimmen. Hierzu werden eine Reihe von Strategiemöglichkeiten aufgezeigt. Um eine Einordnung in das Portfolio zu erreichen, wird ein Scoringmodell erarbeitet.

(ad 3) Im Kapitel 5 wurde dann das erarbeitete Scoringmodell genutzt um anhand von zwei Fallstudien die generische Position der betrachteten Unternehmen zu ermitteln und sie ihrer aktuellen Position gegenüberstellen zu können. Hierzu wurden die Unternehmen hybris sowie AEON Virtual Shopping befragt. Beide Unternehmen zeichnen sich durch außergewöhnlich starkes Wachstum in internationaler Perspektive aus.

Die Fallstudie AEON Virtual Shopping wurde nicht veröffentlicht, da für ihre Erstellung eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet wurde.

Die Diplomarbeit schließt mit einem Ausblick auf weitere Forschungsfelder.

Inhaltsverzeichnis:

1. Global Entrepreneurship – ein neues Forschungsfeld 1
1.1 Bedeutung globalen Unternehmertums 1
1.2 Global Entrepreneurship – eine Begriffsbestimmung 2
1.3 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit 3
2. Theoretische Grundlagen des Global Entrepreneurship 6
2.1 Ressourcenbasierte Internationalisierung 6
2.1.1 Monopolistischer Vorteil 6
2.1.2 Der Resource-Based-View 6
2.1.3 Eignung des Resource-Based-View 8
2.2 Transaktionskostentheoretische Aspekte 8
2.2.1 Grundlagen der Transaktionskostentheorie 8
2.2.2 Die Internalisierungstheorie 10
2.2.3 Eignung der Transaktionskostentheorie 11
2.3 Behavioristische Theorie der Internationalisierung 12
2.3.1 Das Prozessmodell nach Johanson / Vahlne (1977 / 1990) 12
2.3.2 Erklärungskraft des Prozessmodells 14
3. Rahmenbedingungen des Global Entrepreneurship 18
3.1 Ressourcenmangel und Ressourcenausstattung 18
3.1.1 Grundlagen 18
3.1.2 Pfadabhängigkeit von Ressourcen 20
3.1.3 Internationale Ressourcen 21
3.1.4 Exkurs: Charakteristiken eines Entrepreneurs 23
3.2 Kompetitive Vorteile junger Unternehmen 25
3.2.1 Organisationale Flexibilität 25
3.2.2 Anreizstrukturen 25
3.2.3 Innovationsfähigkeit 26
3.3 Politische Rahmenbedingungen 28
3.3.1 Ordnungspolitische Aspekte 28
3.3.2 Staatliche Förderprogramme 29
4. Strategische Dimensionen des Global Entrepreneurship 31
4.1 Wettbewerbsparameter globaler Entrepreneure 31
4.1.1 Industriedeterminanten 31
4.1.2 Globale Marktbedingungen 34
4.2 Generische Rollen des Global Entrepreneurship 37
4.2.1 Unabhängigkeit 37
4.2.2 Interdependenz 39
4.2.3 Abhängigkeit 44
4.3 Generische Aktionsfelder des Global Entrepreneurship 49
4.3.1 Home-based Start-up 49
4.3.2 Geographisch Fokussierter Start-up 50
4.3.3 Global Start-up 52
4.4 Ableitung eines Evaluierungskonzepts der generischen Position jungerUnternehmen 54
4.4.1 Grundlagen 54
4.4.2 Aufbau des Bewertungsschemas 55
4.4.3 Grenzen und Kritik 61
5. Zwei Fallstudien des Global Entrepreneurship 63
5.1 Fallstudie AEON Virtual Shopping 63
5.1.1 AEON auf einen Blick 63
5.1.2 Unternehmensentwicklung von AEON 64
5.1.3 Unternehmenssituation heute 69
5.1.4 Generische Einordnung von AEON 71
5.1.5 Abschlussbetrachtung 79
5.2 Fallstudie Hybris 81
5.2.1 Hybris auf einen Blick 81
5.2.2 Gründung und Aufbau des Unternehmens 82
5.2.3 Generische Einordnung von Hybris 86
5.2.4 Abschlussbetrachtung 93
6. Global Entrepreneurship – Fazit und Ausblick 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

»herrschende Meinung« davon ausgeht, dass ein junges Unternehmen meist Kooperationen eingeht, um auf ausländischen Märkten operieren zu können. Jedoch zeigt die Literatur zum Global Entrepreneurship eine Reihe von Faktoren auf, die die Wahl einer unabhängigen Rolle begünstigen. Ansatzpunkt sind hierbei Markt, Industrie sowie unternehmensinterne Determinanten. (1) Häufig bedingen relativ hohe Markteintrittsbarrieren eine bestimmte Unternehmensgröße bzw. Ressourcenausstattung als »Eintrittskarte« in einen Markt. Dies betrifft auf politischer Ebene beispielsweise sog. local-content-Auflagen, auf industrieökonomischer Ebene hohe Initialinvestitionen in F&E sowie auf marktökonomischer Seite Einkaufsgemeinschaften zur Realisierung von (initialen) Skaleneffekten. Soweit solche Markteintrittsbarrieren relativ stark ausgeprägt sind, ist zu erwarten, dass ein junges Unternehmen aufgrund seiner Ressourcenausstattung zur Erlangung einer »Eintrittskarte« in diesen Markt keine unabhängige Rolle einnehmen kann. Sofern hingegen Markteintrittsbarrieren niedrig sind oder die Ressourcenausstattung des jungen Unternehmens zur Überwindung dieser Barrieren ausreichend ist, wird eine unabhängige Rolle wahrscheinlich. (2) Eine unabhängige Rolle kann auch als das Ergebnis der relativen Positionierung des jungen Unternehmens zu den langfristigen Markterfordernissen gewertet werden. Zwar kann ein Unternehmen in absoluten Begriffen klein sein, jedoch können Eigenschaften des Marktes sowie der Industrie eine bestimmte optimal-effiziente Unternehmensgröße118) nahe legen. Sofern dies auch kleine Unternehmen favorisiert (z.B. durch Diseconomies of Scale), hat ein junges (bzw. kleines) Unternehmen kaum Veranlassung, sich zur Erreichung der optimalen Unternehmensgröße mit anderen Unternehmen zu alliieren. [...]

McDougall (1999) beispielsweise von einem US-amerikanischen Unternehmen, in dem die Unternehmensgründer im ersten Jahr ihrer Tätigkeit bereits in Indien nach Fachkräften suchten.116) Positiver Nebeneffekt daraus ist, dass durch dieses »Global Sourcing« neben der Fachkompetenz auch eine Länderkompetenz akquiriert wird, die weiteres Engagement im betreffenden Land fördert. Insofern ist eine »asset-seeking-Internationalization«, d.h. eine Internationalisierung um weltweit beste Ressourcen zusammenzufügen, nicht nur ein Erklärungsmuster für multinationaler Unternehmen, sondern gerade auf die ambitionierten Pläne globaler Entrepreneure anwendbar. Diese Betrachtung der vorhandenen Forschung zeigt somit, dass es eher die Rahmenbedingungen sind, die ein junges Unternehmen in globale Märkte bringen – wohingegen die Wahl der Industrie selbst zunächst eine chancenbasierte ist. Beide Faktoren sind jedoch miteinander verwoben und können daher nicht separat betrachtet werden. [...]

kapitalisieren.112) Dies gilt um so mehr, wenn ein gewisses Ausmaß an spezifischen Investitionen die »Eintrittskarte« in eine Nische darstellt, wie dies beispielsweise bei Unternehmen in der Biotechnologiebranche oder in der Halbleiterindustrie zu beobachten ist.113) Des Weiteren kann der nationale Absatzmarkt zu schwach sein, rasch signifikante Erlöse zu generieren, wenn die betrachtete Industrie durch eine so große Dynamik und Obsoleszenz114) der Produkte bzw. Dienstleistungen gekennzeichnet ist, dass die Kapitalisierung einer Innovation in kurzer Zeit notwendig ist. Ein weiterer, relativ häufig anzutreffender Aspekt betrifft die Seite der Faktormärkte. Ansatzpunkt ist, inwieweit ein internationales Engagement notwendig ist, um die besonderen Kompetenzen für die Generierung bzw. Durchsetzung des eigenen Wettbewerbsvorteils zu erwerben. Gerade das Konzept der tiefen Nische sowie die Notwendigkeit, mittels Innovation auf dem Markt zu agieren, kann für junge Unternehmen bedeuten, dass weltweit einzigartige Ressourcen zusammenzuführen sind.115) So berichten Oviatt / [...]

Arbeit zitieren:
Wagenbrenner, Volker Mai 2000: Global Entrepreneurship: Neuartige Wachstums- und Internationalisierungsstrategien von jungen Unternehmen in der Informationstechnik und im Dienstleistungssektor, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Existenzgründung, Internationales Management, Start-up, Venture Capital, Entrepreneurship

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