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Die Glaubwürdigkeit von Informationsangeboten im World Wide Web am Beispiel von Nachrichten aus der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche

Eine quantitative Untersuchung unter Entscheidungsträgern in der IT- und TK-Branche

Die Glaubwürdigkeit von Informationsangeboten im World Wide Web am Beispiel von Nachrichten aus der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sascha Eschmann
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 1.022,2 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Ilmenau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4251-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4251-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4251-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Eschmann, Sascha Mai 2001: Die Glaubwürdigkeit von Informationsangeboten im World Wide Web am Beispiel von Nachrichten aus der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Glaubwürdigkeit, Nachrichten, Kommunikation, Internet, Medienwissenschaft

Diplomarbeit von Sascha Eschmann

Einleitung:

Das Internet und einer seiner Dienste, das World Wide Web (WWW), haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Zum einen steigt die Zahl der Angebote sehr stark an, zum anderen nutzen immer mehr Menschen weltweit das neue Medium. Eine E-Mail zu schreiben oder zu „surfen“ ist im Jahre 2001 nichts besonderes mehr. Unter anderem aus diesen Gründen ist es medienwissenschaftlich möglich, das World Wide Web neben den traditionellen Massenmedien Fernsehen und Zeitung als weiteres Massenmedium zu definieren. Die steigende Zahl der Angebote, sprich Webseiten, führt aber zu einem oft als „Informationsflut“ bezeichnetem Zustand. Das heißt, der Nutzer empfindet die Quantität des Angebotes an Webseiten mittlerweile als schon zu groß, um schnell und zielsicher gesuchte Informationen zu recherchieren. Dies führt dazu, dass der Internetnutzer selektieren muss. Er muss sich entscheiden, welche Webseite er aufruft, um die von ihm gesuchte Information zu finden. Die Frage ist also nun, nach welchen Kriterien selektiert er? Eine mögliche Antwort lautet: Glaubwürdigkeit. Der Nutzer wählt die Webseite aus, die er für sich selbst als glaubwürdig einschätzt.

Im Bereich des Fernsehens wurden bereits zahlreiche Glaubwürdigkeitsstudien durchgeführt (hier wird die ARD beispielsweise als deutlich glaubwürdiger bewertet als Sat.1 oder RTL), im Bereich des WWW ist diese Frage noch unbeantwortet. Welche Webseiten sind warum glaubwürdiger als andere? Diese Studie soll – am Beispiel von Informationsangeboten der IT-Branche – einen ersten Schritt in diese Forschungsrichtung machen. Basierend auf einer Befragung von 194 IT-Experten in ganz Deutschland wurde analysiert, welche Angebote (u.a. Heise online, Computerwoche online, Computerchannel) wie glaubwürdig sind und was mögliche Motive dafür sind. Eine zentrale Frage dabei war, ob es einen Unterschied zwischen reinen Online-Angeboten (also Angebote, die es nur online gibt wie z.B. den Computerchannel) und sog. supplementären Angeboten (also Angebote, die es parallel zu etablierten Printpublikationen wie der Computerwoche) gibt. Abschließend wurden die befragten IT-Experten in verschiedene Nutzergruppen geclustert.

Inhaltsverzeichnis:

1. Ziel dieser Arbeit und Eingrenzung des Themas 6
2. Das World Wide Web (WWW) als neues Massenmedium 7
2.1 Begriffliche Abgrenzungen 7
2.1.1 Merkmale von „Massenkommunikation“ und „Massenmedien“ 7
2.1.2 Internet und World Wide Web 8
2.2 Der „Boom“ des neuen Mediums 9
2.3 Online-Nutzung in Deutschland -aktuelle Zahlen und Demografie der Nutzer 10
2.4 Die Angebotsstruktur des WWW im Vergleich zum Fernsehen und Presse 12
3. Grundlagen zur Glaubwürdigkeitsforschung 14
3.1 Begriffliche Klärung: Glaubwürdigkeit 14
3.2 Glaubwürdigkeit als Selektionskriterium im Umgang mit den Massenmedien 15
3.3 Zum Stand der Glaubwürdigkeitsforschung 15
3.3.1 Die drei Forschungsbereiche der Glaubwürdigkeitsbeurteilung 16
3.3.1.1 Verhaltensorientierte Glaubwürdigkeitsbeurteilung 16
3.3.1.2 Forensische Glaubwürdigkeitsbeurteilung 16
3.3.1.3 Quellen- und kontextorientierte Glaubwürdigkeitsbeurteilung 17
3.3.1.4 Relevanz dieser drei Forschungsbereiche für die vorliegende Untersuchung 18
3.3.2 Bisherige Forschungsergebnisse zur Glaubwürdigkeit von Kommunikatoren 19
3.3.2.1 Die Yale-Studien 20
3.3.3 Allgemeine Glaubwürdigkeit von Fernsehen, Tageszeitungen und WWW 22
3.3.3.1 „Relative Glaubwürdigkeit“ nach Gaziano/McGrath 1986 22
3.3.3.2 „Massenkommunikation“ – Langzeitstudie von Berg/Kiefer 1996 23
3.3.3.3 Glaubwürdigkeit des WWW im Vergleich mit anderen Medien - Schweiger 1999 25
3.3.4 Imagetransfer und journalistische Identität als Faktoren der Glaubwürdigkeit 28
4. Die Glaubwürdigkeit von Informationsangeboten im WWW am Beispiel von Nachrichten aus der IT- und TK-Branche 29
4.1 Definition: Nachrichten der IT- und TK-Branche 29
4.2 Hypothesen 30
4.3 Methodik 33
4.3.1 Auswahl und Auflistung der untersuchten Informationsangebote 33
4.3.1.1 Bildung von Angebotskategorien 33
4.3.1.2 Ausgewählte Informationsquellen im WWW 34
4.3.2 Auswahl der Grundgesamtheit und der Stichprobe 36
4.3.3 Untersuchungsinstrument und –methode 37
5. Ergebnisse der Befragung 39
5.1 Rücklaufquote 39
5.2 Wichtige Kennzahlen 40
5.2.1 Verteilung des Geschlechts in der Stichprobe 40
5.2.2 Altersverteilung in der Stichprobe 41
5.2.3 Unternehmenspositionen der Befragten 42
5.3 Deskriptive Statistik 44
5.3.1 Nutzungsintensität der Befragten 44
5.3.2 Relative Glaubwürdigkeit von TV, Print und WWW 45
5.3.3 Zustimmung zu Statements bezüglich Nutzungsgewohnheiten 48
5.3.4 Die Bedeutung ausgewählter Kriterien bei der Bewertung von Glaubwürdigkeit 51
5.3.5 Bekanntheit und Glaubwürdigkeit der Online-Angebote im Überblick 55
5.4 Überprüfung der Hypothesen 74
5.5 Typologisierung der Nutzer 92
6. Zusammenfassung und Fazit 96
6.1 Formulierung der Ergebnisse in Thesen 98
Anhang
Quellenverzeichnis 101

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.3.3 Zustimmung zu Statements bezüglich Nutzungsgewohnheiten Per Fragebogen wurden den Teilnehmern fünf Statements vorgegeben, die sich mit Nutzungsgewohnheiten des WWW befassen. Die Befragten mussten anhand einer 5er-Skala ankreuzen, inwieweit sie diesen Aussagen zustimmen. Wiederum stand dabei „1“ für „stimme zu“ und „5“ für „stimme nicht zu“. Teile dieser Ergebnisse werden später im Kapitel 5 bei der Überprüfung der Hypothesen genauer betrachtet. Im Folgenden werden die Statements noch einmal aufgeführt: Statement 1: „Ich besuche vorwiegend WWW-Angebote, die ich auch als gedruckte Zeitschrift kenne.“ Statement 2: „Beim Suchen im WWW bin ich mir nicht bewusst, ob ich auf den Seiten eines reinen Online-Magzins, auf den Webseiten eines Printprodukts oder auf den Seiten der IT- und TK-Unternehmen bin.“ Statement 3: „Nachrichten auf den Unternehmens-Webseiten halte ich für unglaubwürdig.“ Statement 4: „Wenn ich bestimmte Printmedien als glaubwürdig empfinde, schenke ich auch den dazugehörigen Online-Angeboten Glauben.“ Statement 5: „Reine Online-Angebote sind unglaubwürdig.“ [...]

Der Modalwert gibt an, auf welche Bewertung die meisten Stimmen der Befragten entfielen. Die Grafik zeigt, dass sich die Mehrheit bei der Bewertung der Printmedien für „2 = glaubwürdig“ entschieden und bei der Bewertung von TV und WWW für „3 = keines von beidem“. Dies verdeutlicht noch einmal den Vorsprung der Printmedien vor den anderen Medien bei der Attribution von Glaubwürdigkeit. Trotz der Befragung einer Experten-Gruppe - bei denen ein starke Bindung zum Internet vermutet werden kann - halten die Meisten die Printmedien für das glaubwürdigste Medium. Weiteres Indiz dafür liefert die Spanne zwischen Maximum und Minimum (siehe Tabelle 17). Die Befragten konnten eine Bewertung zwischen „1 = sehr glaubwürdig“ und „5 = sehr unglaubwürdig“ ankreuzen. Lediglich bei Fernsehen wurde „5“ überhaupt angekreuzt. Bei den Printmedien und dem WWW wurde schlechtestens „4“ angegeben. [...]

5.1. Rücklaufquote Von den 1.000 versendeten Fragebögen wurden innerhalb der gesetzten Frist 194 korrekt ausgefüllte Bögen zurück geschickt. Die meisten Befragten nahmen dabei den Postweg mit Hilfe des beigelegten Rückumschlags in Anspruch, etwa ein Viertel wurde per Fax zurück geschickt. Leider gab es auch einige Komplikationen mit der Deutschen Post - 20 Umschläge konnten aufgrund unzureichender Frankierung nicht zugestellt werden, obwohl die Briefe alle am Schalter als in Ordnung entgegen genommen wurden. Des Weiteren sind laut Angabe des Adressverlags 10% der Adressen überholt, auch hier muss man entsprechend 100 Sendungen vor der Berechnung der Rücklaufquote abziehen. Somit ergibt sich folgende Rechnung: [...]

Arbeit zitieren:
Eschmann, Sascha Mai 2001: Die Glaubwürdigkeit von Informationsangeboten im World Wide Web am Beispiel von Nachrichten aus der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Glaubwürdigkeit, Nachrichten, Kommunikation, Internet, Medienwissenschaft

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