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Gewerbliche Neuordnung - Reaktivierung Dettinger Au (Kirchheim unter Teck)

Gewerbliche Neuordnung - Reaktivierung Dettinger Au (Kirchheim unter Teck)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Bächle
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 24,0 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (ehemals FH Nürtingen) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 37
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2137-3
  • ISBN (CD) :978-3-8366-2137-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bächle, Matthias Dezember 2005: Gewerbliche Neuordnung - Reaktivierung Dettinger Au (Kirchheim unter Teck), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stadtentwicklung, Brachflächenrecycling, Innenentwicklung, Stadtplanung, Rahmenplanung

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Diplomarbeit von Matthias Bächle

Einleitung:

Die Revitalisierung untergenutzter oder brachgefallener Gewerbestandorte ist aufgrund des sich beschleunigenden wirtschaftlichen Strukturwandels von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft eine aktuelle Herausforderung für Stadtplaner, deren Bedeutung zukünftig noch weiter zunehmen wird.

In der Wiederbelebung und Weiterentwicklung dieser Flächen besteht oft ein enormes Entwicklungspotential für die Kommunen. Zum einen bedeutet die Innenentwicklung eines Gewerbegebiets einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden und eine Verminderung des Bedarfs an Flächenneuausweisungen. Zum anderen beeinflusst man durch die Weiterentwicklung eines bestehenden Gebietes eine Bestandssicherung etablierter Betriebe. Nicht zuletzt kann vorhandene Infrastruktur ausgenutzt werden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der gewerblichen Neuordnung bzw. Reaktivierung des wirtschaftshistorisch bedeutenden Gewerbestandorts „Dettinger Au“ in Kirchheim unter Teck.

Das Gebiet am südlichen Stadtrand Kirchheims an der A 8-Anschlussstelle Kirchheim-Ost war im 19. Jh. aufgrund der Wasserkraftnutzung der Lauter ein bevorzugtes Gebiet für die Textilindustrie. Heute weist das Gebiet eine sehr große Heterogenität in der Nutzung und Bebauung auf. Gewerblich genutzte Flächen wechseln sich mit Einzelhandelsmärkten und Wohngebäuden ab. Einzelne Fabrikgebäude zeugen noch von der einstigen textilindustriellen Nutzung. Zudem prägen Bahnlinien und stark befahrene Straßen das Bild. Die Lauter, die einstmals für den Aufschwung des Gebiets verantwortlich war, ist mittlerweile nahezu vollständig aus dem Stadtbild verschwunden.

Für das gesamte Plangebiet soll ein tragfähiges Konzept entwickelt werden (M: 1:2.500 auf A 3 verkleinert). Stellt sich heraus, dass die Neuordnung bestimmter Bereiche besonders dringlich ist, soll für diese Bereiche eine Detailplanung erstellt werden (M: 1:1.000 auf A 3 verkleinert). „Positive“ bestehende Strukturen sollen bei der Planung nach Möglichkeit erhalten und weiterentwickelt werden.

Für die Planung wird das Oberziel ausgegeben, das vorhandene gewerbliche Potential im Plangebiet zu reaktivieren bzw. durch ein entsprechendes Flächenangebot eine Ansiedlung neuer Betriebe unterschiedlicher Größe und Nutzung zu ermöglichen. Damit soll der Standort wieder seine ursprüngliche Bedeutung erlangen. Das Potential ist aufgrund der verkehrlichen Standortgunst zweifelsohne vorhanden. Zudem soll so die vielfältige mittelstandsgeprägte Wirtschaftsstruktur der Stadt Kirchheim erhalten und weiterentwickelt werden, wodurch die Stadt für Strukturkrisen gut gewappnet ist.

Zunächst soll untersucht werden, wie die (überörtliche) Verkehrsanbindung des Gebiets verbessert werden kann. Daraufhin soll die Verteilung der Bau- und der Freiflächen sowie die Erschließungsstruktur festgelegt werden. Dabei soll die vorhandene Erschließungsstruktur nach Möglichkeit beibehalten werden.

Nach dem Oberziel soll das Plangebiet in verschiedene gewerbliche Teilbereiche gegliedert werden, in denen unterschiedliche Betriebsgrößen und Nutzungen möglich sind. In diesem Zusammenhang soll besonders auch die Unterbringung von Dienstleistungsarbeitsplätzen im Gebiet überprüft werden.

Zudem soll die Vernetzung des Gebiets mit den umliegenden Stadtquartieren, vor allem mit der Innenstadt und dem Freiraum an der Lauter, über attraktive Wege- und Grünverbindungen sowie qualitativ hochwertige Übergänge verbessert werden.

Die bestehenden Grün- und Vegetationsstrukturen sollen erhalten und zu einem vernetzten Grünsystem ausgebaut werden. Besondere Beachtung soll der naturnahen Gestaltung und der Integration der Lauter ins Stadtbild sowie der Gestaltung des bedeutenden Freiraums westlich der Lauter geschenkt werden. Darüber hinaus sollen die Straßenräume begrünt werden.

Nicht zuletzt soll darauf geachtet werden, dass die Realisierung der Planung in funktionsfähigen Bauabschnitten möglich ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Der städtebauliche Rahmenplan 3
2.1 Begriffsbestimmung Rahmenplan 3
2.2 Stellung des Rahmenplans im System der räumlichen Pläne 3
2.3 Entstehung und Entwicklung des Instruments Rahmenplan 4
3. Bestandserhebung und Bestandsanalyse Kirchheim 5
3.1 Historische Entwicklung 5
3.2 Heutige Situation 6
3.2.1 Lage in der Region 6
3.2.2 Verkehrsanbindung 6
3.2.3 Bevölkerung 7
3.2.4 Wirtschaftsstruktur 7
3.2.5 Natur und Landschaft 7
3.3 Rahmenbedingungen für die Zukunftsentwicklung 8
3.3.1 Landesentwicklungsplan 8
3.3.2 Regionalplan 8
3.3.3 Regionalverkehrsplan 9
4. Bestandserhebung und Bestandsanalyse Plangebiet 10
4.1 Historische Entwicklung 11
4.2 Rechtsvorgaben der räumlichen Planung 13
4.2.1 Flächennutzungsplan 13
4.2.2 Bebauungspläne 14
4.2.3 Sonstige Satzungen 15
4.2.4 Eigentumsverhältnisse 15
4.3 Verkehr 16
4.3.1 Straßennetz 16
4.3.2 Verkehrsbelastungen 16
4.3.3 Überörtliche Verkehrsanbindung 16
4.3.4 Örtliche Verkehrsanbindung 17
4.3.5 Ruhender Verkehr 17
4.3.6 Öffentlicher Personennahverkehr 18
4.3.7 Fuß- und Radwegenetz 18
4.3.8 Radwegenetz 20
4.4 Baustruktur und Nutzung 21
4.4.1 Baustruktur 21
4.4.2 Bestandsbebauung und Nutzung 21
4.4.3 Gebäudezustand 33
4.4.4 Denkmalschutz 33
4.5 Ökologie 34
4.5.1 Topographie 34
4.5.2 Geologie 35
4.5.3 Lauter 35
4.5.4 Vegetation 36
4.5.5 Stadtklima 39
4.6 Schutzkategorien und Belastungen 39
4.6.1 Schutzkategorien 39
4.6.2 Altlasten 40
4.7 Flächenverfügbarkeit 41
4.8 Potentialanalyse 42
4.9 Restriktionsanalyse 43
5. Planung 44
5.1 Ziele der Planung 44
5.2 Machbarkeitsstudie Kreisverkehr 46
5.3 Verkehr 52
5.3.1 Öffentliche Erschließung 52
5.3.2 Anlieferung der Gewerbegrundstücke 53
5.3.3 Ruhender Verkehr 53
5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) 55
5.3.5 Fuß- und Radwegenetz 55
5.4 Bebauung und Nutzung 56
5.4.1 Nutzungskonzept 56
5.4.2 Bau- und Parzellenstruktur 60
5.5 Ökologie 61
5.5.1 Freiraumkonzept 61
5.5.2 Begrünungskonzept 62
5.5.3 Freiraum westlich der Lauter 63
5.5.4 Gewässerentwicklung 64
5.5.5 Regenwassermanagement 64
5.5.6 Altlastenbehandlung 65
5.5.7 Lärmschutz 66
5.5.8 Naturschutzrechtlicher Ausgleich 67
5.6 Stadtgestaltung 68
5.6.1 Stadteingang Süd 68
5.6.2 Südbahnhofsplatz 68
5.6.3 Zentrale Grünfläche 68
5.7 Realisierung 69
5.7.1 Zeitliche Abfolge 69
5.7.2 Rechtliches Vorgehen 71
5.8 Kosten 72
5.9 Planungsdaten 73
5.9.1 Flächenverhältnisse 73
5.9.2 Städtebauliche Kennzahlen 75
6. Zusammenfassung 77
7. Literatur- und Quellenverzeichnis 81
7.1 Internet 81
7.2 Quellen der Stadt Kirchheim 81
7.2.1 Von der Stadtverwaltung erstellte Quellen 81
7.2.2 Von externen Büros erstellte Quellen 82
7.3 Gesetzliche Grundlagen 82

Textprobe:

Kapitel 5, Planung: Nach der sektoralen Bestandsaufnahme und -analyse des Plangebiets und der Beziehungen zu den umliegenden Quartieren lassen sich die Planungsansätze und –ziele präzisieren. Die wichtigste Erkenntnis ist die, dass der gesamte mittlere Plangebietsbereich zwischen der Bahnlinie nach Oberlenningen und dem Südbahnhof flächendeckend städtebaulich ungeordnet ist, zahlreiche Mängel aufweist und insofern komplett neugeordnet bzw. überplant werden kann. Dort sind bereits kurzfristig (0-5 Jahre) Neuordnungsmaßnahmen notwendig, mittelfristig (5-10 Jahre) wird voraussichtlich der gesamte Bereich einer Neuordnung unterzogen werden müssen. Für den Bereich wurde deswegen eine Planung im M 1:1.000 (siehe Plan „Rahmenplan“) erstellt, der detailliertere konzeptionelle Vorgaben trifft.

Der nördlich des Südbahnhofs gelegene Bereich befindet sich bereits in der Neuordnungsphase, im Bereich südlich der Bahnlinie besteht aufgrund der aus heutiger Sicht guten wirtschaftlichen Situation der Betriebe auch langfristig (10-20 Jahre) kein Neuordnungsbedarf.

Dennoch werden im Gesamtkonzept auch diese Bereiche überplant, da sich z.B die wirtschaftliche Situation der Betriebe im Süden des Plangebiets schon in wenigen Jahren grundlegend verändern kann, so dass eine Überplanung der Bereiche erforderlich wird. Die konzeptionellen Planungen für das gesamte Plangebiet sind in verschiedenen sektoralen Plänen im M 1:2.500 (auf A3 verkleinert) dargestellt.

Für die Entwicklung der Fläche zwischen den Bahntrassen werden unter 5.4.1 Varianten abhängig von der Entscheidung hinsichtlich der Reaktivierung der Bahnlinie nach Weilheim aufgezeigt.

Kapitel 5.1, Ziele der Planung: Das Oberziel der Planung ist es, das durch die hervorragende Lage zweifelsohne vorhandene gewerbliche Potential im Plangebiet zu reaktivieren bzw. die bestehenden Strukturen dementsprechend neu zu ordnen, dass eine Ansiedlung neuer Betriebe unterschiedlicher Größe und Nutzung möglich ist. Damit soll die vielfältige mittelstandsgeprägte Wirtschaftsstruktur der Stadt Kirchheim an einem ihrer historischen Arbeitsstandorte erhalten und weiterentwickelt werden.

Der folgende Plan „Strukturkonzept“ zeigt die künftigen Strukturen des Gebiets hinsichtlich der Verteilung der Bauflächen, der Freiraumstrukturen und der zukünftigen Erschließung.

Bezüglich der Erschließung erfolgt eine wesentliche Änderung durch den Bau einer Anbindung des Plangebiets an die B 297 und den Umbau der „Kreuzungssituation“ der Lenninger Straße mit der B 297 (Umgehungsstraße) zu einem Kreisverkehr. Damit wird die (überörtliche) Verkehrsanbindung des Plangebiets deutlich verbessert. Zugleich wird die (direkte) Zufahrt aus dem Lenninger Tal in die Innenstadt ermöglicht und die Fahrtbeziehung in Richtung Osten (Göppingen) verbessert. Die Machbarkeit des Anschlusses und des Kreisverkehrs werden in 5.2. nachgewiesen. Eine Erschließung des Wohngebiets „Galgenberg“ vom Plangebiet aus ist aus topographischen und ökologischen Gründen nicht möglich.

Zur besseren Vernetzung des Gebiets mit den umliegenden Stadtquartieren soll ein engmaschiges Fuß- und Radwegenetz mit ansprechenden Übergängen aufgebaut werden, das ein Umsteigen auf nicht motorisierte Verkehrsmittel fördern soll. Die Reaktivierung der Bahnlinie nach Weilheim und die Angebotsverbesserung auf der Strecke nach Oberlenningen werden begrüßt. In diesem Zusammenhang soll der Südbahnhof reaktiviert und der Bahnhofsvorplatz umgestaltet werden.

Hinsichtlich der Nutzung soll das Plangebiet in Nord-Süd-Richtung gegliedert werden. Der Bereich um den Südbahnhof, der im Westen und Osten von den Wohngebieten „In den Stellegärten“ und „Rauner“ umgeben ist und im Norden an das Mischgebiet der Dettinger Vorstadt angrenzt, soll eine Fläche für Dienstleistung und Wohnen werden. Südlich davon ist ein Versorgungsbereich für den täglichen Bedarf vorgesehen. Im übrigen Teil des Plangebiets soll die gewerbliche Nutzung beibehalten werden.

Die Grün- und Freiflächen sollen das Plangebiet „einrahmen“ und die Untergliederung des Plangebiets hinsichtlich der Nutzungen unterstützen. Westlich und östlich der Bauflächen sind zwei Grünachsen geplant, die in die Stadt hineinführen und so die Innenstadt mit dem Landschaftsraum verknüpfen sollen. Die beiden Grünachsen sollen über Querverbindungen miteinander vernetzt werden. Die bedeutendste unter ihnen ist eine in der Mitte des Plangebiets gelegene Grünachse, die das Plangebiet unterteilt und jeweils im Westen und Osten fortgesetzt werden soll. Zudem soll der Straßenraum der Dettinger Straße gestaltet werden. Weiterhin sollen die Bahntrassen beidseitig begrünt werden und als grüne „Verbundelemente“ fungieren. Nicht zuletzt soll die Lauter naturnah gestaltet und in das Stadtbild integriert werden.

Da die zeitliche Verfügbarkeit der Flächen im Plangebiet unterschiedlich eingeschätzt wird, soll das Konzept auf eine abschnittsweise Realisierung ausgelegt werden.

Kapitel 5.2, Machbarkeitsstudie Kreisverkehr: Betrachtet man das gesamtstädtische Straßennetz Kirchheims und hier besonders die Zufahrtssituationen aus den Stadtteilen bzw. den angrenzenden Gemeinden in die Innenstadt Kirchheims, fällt auf, dass der Stadteingang aus dem Lenninger Tal der einzige ist, an dem keine direkte Zufahrt in die Innenstadt möglich ist. Ebenso ist keine Fahrtbeziehung von der Lenninger Straße auf die B 297 nach Göppingen möglich. Die Ursache liegt in den sehr hohen Verkehrsmengen an dieser Stelle, weshalb beim Bau der Umgehungsstraße anstelle eines komplizierten signalisierten Knotenpunkts die bestehende Einmündungssituation angelegt wurde. Stattdessen wurde für die Verkehrsströme von Süden in die Innenstadt bzw. von der Lenninger Straße nach Göppingen ca. 300 m östlich der Einmündungssituation eine planfreie einseitige Ausfahrt angelegt, die in die Aichelbergstraße mündet. So gelang es, Verkehrsströme auf diese Ausfahrt und die Ausfahrt an der Jesinger Straße zu verlagern und einen nahezu reibungslosen Verkehrsfluss zu bewerkstelligen.

Die auf den ersten Blick positiven Effekte werden jedoch durch gravierende Nachteile wieder ausgeglichen:

Gebietsfremder (Schwerlast-)verkehr im Wohngebiet auf der Aichelberg- und Eichendorffstraße, unübersichtliche Verkehrssituation insbesondere für Ortsunkundige; städtebaulich unschöne Situation (der Raumanspruch der Ausfahrt nimmt den Platz für weitere Wohnbauflächen am Bulkesweg).

Der entschiedenste Nachteil besteht allerdings in der nicht vorhandenen direkten Anbindung des Plangebiets an die Umgehungsstraße, die aus meiner Sicht zu einem großen Teil für die derzeit schlechte Situation der gewerblich genutzten Grundstücke im Plangebiet mit vielen Leerständen und temporären Nutzungen verantwortlich ist. Zu demselben Ergebnis kommt das Gewerbeentwicklungskonzept der Stadt Kirchheim.

Im Folgenden wird daher durch eine Leistungsfähigkeitsprüfung untersucht, ob die bestehende Einmündung der Lenninger Straße in die B 297 (Umgehungsstraße) zu einem einstreifigen Kreisverkehr umgebaut werden kann, bei dem alle Fahrtbeziehungen und eine Anbindung des Plangebiets ermöglicht werden. Bei der Anbindung besitzt auch die topographische Machbarkeit entscheidende Bedeutung.

Leistungsfähigkeitsprüfung Die Leistungsfähigkeit kleiner Kreisverkehrsplätze mit einstreifigen Kreisfahrbahnen, einstreifigen Knotenpunktzufahrten und Durchmessern von 26 bis 40 m kann 2.500 Kfz/h bis 2.800 Kfz/h (Summe aller Knotenpunktzufahrten) erreichen. Folglich wird der Außendurchmesser mit d > 26 m gewählt, wofür der Platz ausreicht. Die Steigung der geplanten Anbindung des Plangebiets soll 6 % nicht wesentlich überschreiten, da sonst Probleme bei der Befahrbarkeit des Streckenabschnitts, insbesondere im Winter und für Schwerlastfahrzeuge, auftreten können.

Als Maßstab zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs dienen die Zuflussmengen zur Spitzenstunde. Folglich wurden zunächst die Zuflussmengen aller Knotenpunktzufahrten zur Spitzenstunde ermittelt. Dazu wurden die im Jahr 1997 erhobenen Kfz-Belastungen mit den prognostizierten Verkehrszuwächsen für das Jahr 2010/2015 verrechnet. Bei den Kfz-Belastungen aus dem Jahr 1997 handelt es sich um 4 h-Belastungen im Intervall 15.00-19.00 Uhr.

Daher wurden für die Berechnung der Spitzenstundenbelastung zwei Ansätze verfolgt: Gleichverteilung der Belastungen im Intervall auf alle Stunden, = Teilung der 4 h-Belastungen durch 4, Konzentration der Belastungen im Intervall auf eine Spitzenstunde, = Teilung der 4 h-Belastungen durch 3,3 Damit der Kreisverkehr umgesetzt werden kann, muss er mindestens die Belastungen nach Ansatz a) und soll nach Möglichkeit die Belastungen nach Ansatz b) einhalten.

Bei der Planung wurde besonderer Wert darauf gelegt, bestehende Fahrstreifen bzw. Verkehrsinseln zu erhalten und in den Kreisverkehr zu integrieren. Der Kreisverkehr soll einen Außendurchmesser von 38,00 m erhalten, die Kreisfahrbahn einen Durchmesser von 5,50 m. Die Breite jeglicher Fahrspuren soll 3,50 m betragen.

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Arbeit zitieren:
Bächle, Matthias Dezember 2005: Gewerbliche Neuordnung - Reaktivierung Dettinger Au (Kirchheim unter Teck), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stadtentwicklung, Brachflächenrecycling, Innenentwicklung, Stadtplanung, Rahmenplanung

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