Getting Started in Public Relations: Die ersten drei Berufsjahre
Eine empirische Untersuchung des PR-Berufsfeldes
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Patrick Schlager
- Abgabedatum: Mai 2009
- Umfang: 220 Seiten
- Dateigröße: 4,5 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Salzburg Österreich
- Bibliografie: ca. 95
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4262-0
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schlager, Patrick Mai 2009: Getting Started in Public Relations: Die ersten drei Berufsjahre, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit, Berufsstudie, Berufseinstieg, Qualifikationsprofil
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Magisterarbeit von Patrick Schlager
Einleitung:
Der Begriff Public Relations ist seit Jahren aus der österreichischen Berufswelt kaum mehr wegzudenken. Es ist eine Tatsache, dass Organisationen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit brauchen und von dieser Tatsache lebt der Public Relations-Beruf. Public Relations sind in den letzten Jahren zu einem attraktiven Berufsfeld mit vielen guten Perspektiven herangewachsen. Immer öfter findet man die PR-Verantwortlichen in den oberen Führungsebenen.
PR-Tätige sind in fast jeder Organisationsform anzufinden, sei es in Unternehmen, Verbänden und Parteien oder öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen. Genauso unterschiedlich wie der Tätigkeitsbereich, in dem PR-Tätige arbeiten, sind auch die Anforderungen an den Öffentlichkeitsjob. Genau in dieser Tatsache liegt ein großes Problem des Berufsfeldes, denn bis heute kennt Public Relations keinen festgelegten Berufszugang, noch gibt es eine geschützte Berufsbezeichnung. Die fachlichen Anforderungen an den Kommunikationsberuf haben sich in den letzten Jahren stark verändert, sodass der Ruf nach einer einheitlichen PR-Basisqualifikation immer lauter wird.
Der stark boomende Zuwachs an Aus- und Weiterbildungsangeboten in Public Relations in den letzten Jahren, welcher mit den stetigen Qualitätssicherungsbestreben des PRVA-Verbandes einherging, hat erneut die Diskussion nach einer Professionalisierung im PR-Berufsfeld angekurbelt. Gerade weil das Thema Aus- und Weiterbildung für die PR-Branche ein wichtiges Kriterium für einen professionellen Berufszugang ist, hat die folgende Studie bzw. Arbeit das Ziel, das österreichische PR-Berufsfeld zu analysieren. Dabei soll es nicht nur um die Bewertung einzelner Aus- und Weiterbildungsstätten gehen, sondern vielmehr der Frage nachgegangen werden, inwieweit das PR-Bildungsangebot mit den Anforderungen der Praxis übereinstimmt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 10 |
| 1.1 | Themenbegründung und persönliche Motivation | 11 |
| 1.2 | Zielsetzung der Forschungsfragen und das Forschungsinteresse | 12 |
| 1.3 | Methodik der Arbeit | 15 |
| 1.4 | Aufbau der Arbeit | 19 |
| THEORETISCHER TEIL | ||
| 2. | PUBLIC RELATIONS | 21 |
| 2.1 | Definitionen von Public Relations | 22 |
| 2.2 | Theoretische Ansätze der Public Relations | 23 |
| 2.2.1 | Die organisationstheoretische Sichtweise | 24 |
| 2.2.2 | Die gesellschaftstheoretische Sichtweise | 26 |
| 2.2.3 | Die marketingorientierte Sichtweise | 27 |
| 2.3 | Modelle der Public Relations nach Grunig und Hunt | 28 |
| 2.3.1 | Publicity-Modell | 29 |
| 2.3.2 | Informationstätigkeit | 29 |
| 2.3.3 | Asymmetrische Kommunikation | 29 |
| 2.3.4 | Symmetrische Kommunikation | 29 |
| 2.4 | Tätigkeitsbereiche der Public Relations | 31 |
| 2.4.1 | Nach Zielgruppen | 31 |
| 2.4.2 | Nach Themenschwerpunkten | 33 |
| 2.4.3 | Nach eingesetzten Instrumenten | 33 |
| 2.4.4 | PR-spezifische Instrumente | 34 |
| 2.5 | Ziele der Public Relations | 35 |
| 2.6 | Kernaufgaben der Public Relations | 36 |
| 2.7 | Abgrenzung der Public Relations von verwandten Gebieten | 38 |
| 2.7.1 | Abgrenzung Journalismus | 38 |
| 2.7.2 | Abgrenzung Werbung | 39 |
| 2.7.3 | Abgrenzung Marketing | 40 |
| 2.8 | Instrumente der Public Relations | 41 |
| 2.9 | Zusammenfassende Betrachtung | 42 |
| 3. | BERUFSSOZIOLOGISCHE BETRACHTUNG DES KOMMUNIKATIONSBERUFES | 44 |
| 3.1 | Die Begriffe ‘Tätigkeit’, ‘Arbeit’ und ‘Beruf’ | 45 |
| 3.2 | Spektrum der Kommunikationsberufe | 46 |
| 3.3 | Entstehungshintergrund der Kommunikationsberufe | 48 |
| 3.4 | Aussichten und Konsequenzen für den Kommunikationsberuf | 49 |
| 3.5 | Konsequenzen für das Qualifikationsprofil und die Ausbildungsträger | 51 |
| 3.6 | Zusammenfassende Betrachtung | 52 |
| 4. | PUBLIC RELATIONS - IDENTIFIKATION EINES BERUFS- UND TÄTIGKEITSFELDES | 54 |
| 4.1 | Die PR-Definitionsproblematik | 54 |
| 4.2 | Entwicklungsstufen der Public Relations | 56 |
| 4.3 | Geschichtliche Hintergründe der österreichischen Public Relations | 57 |
| 4.3.1 | Entwicklung der österreichischen Agentur- und Verbandsszene | 59 |
| 4.3.2 | Entwicklung der PR-Wissenschaft | 61 |
| 4.3.3 | Entwicklungstrends in der österreichischen PR-Branche | 61 |
| 4.4 | Daten und Fakten zum PR-Berufsfeld | 63 |
| 4.4.1 | Allgemeine Fakten zum PR-Berufsfeld | 63 |
| 4.4.2 | Das Image der österreichischen PR-Agenturen | 64 |
| 4.5 | Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche der Public Relations | 66 |
| 4.5.1 | PR-Agentur vs. PR-Abteilung | 66 |
| 4.5.2 | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Kleinbetriebe | 68 |
| 4.5.3 | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Verbände und Organisationen | 69 |
| 4.5.4 | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Non-Profit-Organisationen | 69 |
| 4.5.5 | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Dienstleistung | 70 |
| 4.6 | Anforderungen- und Qualifikationsprofil im PR-Beruf | 71 |
| 4.6.1 | PR als Managementfunktion | 71 |
| 4.6.2 | PR-Manager und PR-Techniker | 72 |
| 4.6.3 | Qualifikationsanforderungen in der PR-Praxis | 73 |
| 4.7 | Ausbildung: Daten zum Berufsfeld Public Relations | 76 |
| 4.7.1 | Aus- und Weiterbildungslandschaft in Österreich | 76 |
| 4.7.2 | Entwicklung heutiger Ausbildungsstrukturen | 80 |
| 4.8 | Rollenbilder in den Public Relations: Feminisierung | 81 |
| 4.8.1 | Feminisierung der Public Relations in Österreich | 81 |
| 4.9 | Public Relations Berufseinstieg | 83 |
| 4.9.1 | Wege in den PR-Beruf | 83 |
| 4.10 | Exkurs: Absolventenstudie von PR-Absolventen der Universität Leipzig | 85 |
| 4.11 | Professionalisierung des Public Relations-Berufsfeldes | 88 |
| 4.11.1 | Public Relations auf dem Weg zur Professionalisierung | 88 |
| 4.12 | Zusammenfassende Betrachtung | 91 |
| EMPIRISCHER TEIL | ||
| 5. | GRUNDLAGEN DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG | 94 |
| 5.1 | Ziele und Fragestellungen der empirischen Untersuchung | 96 |
| 5.2 | Wahl der Methoden | 98 |
| 5.2.1 | Schriftliche Befragung (Fragebogen) | 98 |
| 5.2.2 | Experteninterviews | 102 |
| 5.2.3 | Quantitative Inhaltsanalyse | 104 |
| 5.3 | Pretest | 107 |
| 5.4 | Reliabilität und Validität | 107 |
| 6. | ERGEBNISSE DER ONLINEBEFRAGUNG VON PR-BERUFSPRAKTIKERN | 109 |
| 6.1 | Auswertung und Interpretation der schriftlichen Befragung | 111 |
| 6.1.1 | Soziodemographische Merkmale | 111 |
| 6.1.2 | Verlauf des Berufseinstiegs | 113 |
| 6.1.3 | Entwicklung der Berufslaufbahn | 120 |
| 6.1.4 | Bewertung und Analyse von PR-Berufseinsteigern | 125 |
| 6.1.5 | Bewertung der PR-Bildungsstätten | 132 |
| 6.2 | Fazit der Onlinebefragung | 137 |
| 7. | ERGEBNISSE DER LEITFADENGESTÜTZTEN EXPERTENINTERVIEWS | 139 |
| 7.1 | Auswertung und Interpretation der Ergebnisse | 140 |
| 7.1.1 | Verlauf des Berufseinstiegs | 140 |
| 7.1.2 | Anforderungen an den PR-Nachwuchs | 141 |
| 7.1.3 | Qualität der PR-Ausbildung | 143 |
| 7.1.4 | Karriereaussichten in den Public Relations | 145 |
| 7.1.5 | Professionalisierung in den Public Relations | 147 |
| 7.2 | Fazit der Experteninterviews | 150 |
| 8. | ERGEBNISSE DER INHALTSANALYSE VON PR-STELLENANZEIGEN | 151 |
| 8.1 | Auswertung und Interpretation der Ergebnisse | 152 |
| 8.1.1 | Die Anbieter offener PR-Stellen | 152 |
| 8.1.2 | Position der ausgeschriebenen PR-Stelle | 153 |
| 8.1.3 | Qualifikationsanforderungen in PR-Stellenanzeigen | 154 |
| 8.2 | Fazit der Inhaltsanalyse von PR-Stellenanzeigen1 | 62 |
| GESAMTZUSAMMENFASSUNG | ||
| 9. | GESAMTFAZIT | 164 |
| 9.1 | Zusammenfassung des theoretischen Teils | 164 |
| 9.2 | Zusammenfassung des empirischen Teils | 168 |
| 9.3 | Beantwortung der Forschungsfragen | 172 |
| 10. | SCHLUSSFOLGERUNG UND PERSÖNLICHER KOMMENTAR | 181 |
| 11. | LITERATURVERZEICHNIS | 185 |
| 12. | ANHANG | 191 |
Textprobe:
Kapitel 4.3. Geschichtliche Hintergründe der österreichischen Public Relations:
Anders als vermutet kann man die PR-Geschichte Österreichs schon früher als mit dem 20. Jahrhundert (Propaganda, 2. Weltkrieg) festhalten. Schon seit dem Jahre 996, als Österreich erstmals urkundlich erwähnt wurde, kann man erste Phasen der Public Relations erkennen. So haben die damaligen Herrscher (Babenberger bzw. Habsburger) vielfältige Propagandamittel zur Bekanntmachung eingesetzt. Formen dieser Werbemittel waren zum Beispiel: Münzen mit Portrait, Gemälde und öffentliche Verlautbarungen. Auch wenn uns diese Formen der Kommunikation sehr einfach und primitiv vorkommen, hatten auch diese Kommunikationsmittel den Zweck den Herrschaftsanspruch bzw. den Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit zu verstärken.
Eine schon ausgereiftere Form von Öffentlichkeitsarbeit kann man in der Regierungszeit von Maria Theresia (1717-1780) feststellen. Sie ließ die ersten Informationsblätter verbreiten, um die Öffentlichkeit auf bevorstehende Reformen (z.B. Schulreform) vorzubereiten bzw. in einem weiteren Schritt, um die Bevölkerung darüber aufzuklären.
Ein weiterer Vorreiter der ersten Gehversuche österreichischer Public Relations ist wohl die Herausgabe der ersten Gewerkschaftszeitung im Jahre 1867. Diese Zeitung richtete sich in erster Linie an Gewerkschaftsmitglieder - im heutigen PR-Verständnis könnte man dieses Kommunikationsmittel als interne Kommunikationsmaßnahme verstehen.
Ein weiterer Meilenstein in der PR-Geschichte beginnt mit dem Aufkommen von staatlichen und wirtschaftlichen Interessensverbänden. Diese frühe Form von ‘Lobbying’ hängte sehr eng mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Österreich zusammen, welche in späterer Folge, im Jahre 1867, in der neuen österreichischen Verfassung ihren Höhepunkt hatten.
Durch diese neuen Freiheiten hatte die Bevölkerung auf einen Schlag die Möglichkeit zu erstmals uneingeschränkter Kommunikations- und Informationsfreiheit. Aus dieser neuen Freiheit heraus entwickelten sich im Kontext die ersten Großparteien, welche mit Plakaten, Flugzetteln und Medienberichterstattungen die erste politische Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
Das Aufkommen der ersten Pressestellen in Österreich ist aber erst mit dem Ende des 1. Weltkrieges festzumachen. Vor allem von der Wirtschaftsseite wurde versucht, mit aktiver Öffentlichkeitsarbeit Vertrauen in der Bevölkerung zu schaffen. Im Jahre 1927 betraute die österreichische Handelskammer erstmals einen Journalisten mit den Aufgaben eines Pressesprechers. Seine Arbeit kann - abgesehen von journalistischen Tätigkeiten - mit gutem Gewissen auch als Tätigkeit der internen Public Relations, wie zum Beispiel die Betreuung einer Mitgliederzeitschrift bezeichnet werden. In diesem Zusammenhang kommt man nicht umhin das Unternehmen ‘Julius Meindl’ zu nennen, welches schon sehr früh erkannte, wie man gute Beziehungen zu Journalisten bzw. Medien schafft. Das Unternehmen lud regelmäßig Journalisten von namhaften Medien zu den wirtschaftspolitischen Gesprächen ein.
Die Zeit um den 2. Weltkrieg, besonders im Hinblick auf das Dritte Reich, wurde in der österreichischen PR-Geschichte noch nicht aufgearbeitet. Dennoch kann man erwiesenermaßen sagen, dass diese Epoche der österreichischen Geschichte von Zensur und Kontrolle geprägt war, was zur Folge hatte, dass es, auf die PR bezogen, zu einem evolutionären Rückschritt in die Phase ‘Propaganda’ kam.
Nach dem 2. Weltkrieg erfuhr, neben oder besser gesagt, wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs, auch die Public Relations langsam wieder einen Aufschwung bzw. einen Neuanfang. Im Jahre 1945 etablierten sich langsam wieder Pressestellen in wirtschaftlichen und politischen Sektoren. Vor allem Verbände, Kammern und öffentliche Stellen leisteten in der Bildung von Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit Pionierarbeit. Anfang der 50er Jahre wurde auch der Wunsch nach professioneller Ausbildung im Sektor Öffentlichkeitsarbeit laut, sodass 1960 die ersten PR Vorlesungen in der Universität Wien angeboten wurden. In den 80er Jahren wurden an den Universitäten Salzburg, Wien und Klagenfurt die ersten PRStudienschwerpunkte eingerichtet und erste Arbeiten im Bezug auf die Public Relations verfasst.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836642620
Arbeit zitieren:
Schlager, Patrick Mai 2009: Getting Started in Public Relations: Die ersten drei Berufsjahre, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit, Berufsstudie, Berufseinstieg, Qualifikationsprofil



