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Die Gestaltungsproblematik der Unternehmensnachfolge im personengeprägten Mittelstand

Die Gestaltungsproblematik der Unternehmensnachfolge im personengeprägten Mittelstand
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Weißenfeld
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 199 Seiten
  • Dateigröße: 10,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7729-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7729-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7729-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weißenfeld, Frank Oktober 2003: Die Gestaltungsproblematik der Unternehmensnachfolge im personengeprägten Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Steuerrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Planung, Finanzierung

Diplomarbeit von Frank Weißenfeld

Zusammenfassung:

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge ist insbesondere im personengeprägtem Mittelstand eine stets aktuelle Herausforderung und keineswegs auf die Erbsituation der Nachkriegsgeneration begrenzt.

Sie ist ein oft verdrängtes Problem des Mittelstandes, obwohl sie zu den größten unternehmerischen Herausforderungen zählt. Betriebswirtschaftliche und erbschaft- sowie ertragsteuerrechtliche Bedingungen sind ebenso zu berücksichtigen wie das zivilrechtlich codifizierte Erbrecht und das Gesellschaftsrecht. Verschärft wird die Situation durch Interdepedenzen zwischen den einzelnen Problemfeldern. Letztlich muss die Unternehmensnachfolge finanziert werden, die im Zusammenhang mit der Kreditvergabe an KMU restriktiver werdenden Vorschriften nach Basel II verschärfen die Chancen für eine fremdfinanzierte Übernahmefinanzierung.

Die vorliegende Diplomarbeit trägt diesem „Magischen Viereck“ der Unternehmensnachfolge und seiner Wechselwirkungen Rechnung:

Im ersten Teil der Arbeit erfolgt die Darstellung der betriebswirtschaftlichen Problemebene. Hier wird die Unternehmensnachfolge als Planungsprozess dargestellt, ebenso erfolgt die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Varianten der Unternehmensnachfolge unter Darstellung der Wechselwirkungen mit der Situation der Unternehmerfamilie (Stichworte Altersversorgung des Unternehmers, Wahrung des Familienfriedens bei mehreren Abkömmlingen).

Der zweite Teil der Arbeit stellt ausführlich die zivilrechtlichen Probleme der Unternehmensnachfolge dar. Neben dem Pflichtteilsrecht und der vorweggenommenen Erbfolge werden auch die Besonderheiten bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen nach dem Gesellschaftsrecht, getrennt zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften, erörtert. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei der Gleichklang zwischen den einzelnen testamentarischen Regelungen der Gesellschafter und dem Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft, der hauptsächlich zwischen 4 unterschiedliche Nachfolgeklauseln differenziert.

Der dritte Teil der Arbeit widmet sich ausführlich dem Steuerrecht. Zunächst werden die allgemeinen erbschaftsteuerrechtlichen und ertragsteuerrechtlichen Vorschriften erörtert. Im weiteren werden die in der Praxis am häufigsten durchgeführten Nachfolgeregelungen hinsichtlich der genannten steuerrechtlichen Auswirkungen vorgestellt. Auch in diesem Teil wird zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften differenziert.

Der vierte und abschließende Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung der Unternehmensnachfolge. Auch eine familieninterne Nachfolge löst i. d. R. ein Finanzierungsbedarf aus, der aus Eigenmitteln nicht zu bestreiten ist (Altersvorsorge des weichenden Unternehmens, Abfindungsansprüche weichender Erben, Pflichtteilsrecht, Erbschaftsteuer, Umstrukturierungsmaßnahmen). Der erforderliche Fremdkapitalbedarf kann typischer Weise aus Krediten der Hausbank befriedigt werden. Das Kreditvergabeverhalten der Banken wird wegen Basel II jedoch zunehmend restriktiver; Kredite werden direkt abgelehnt oder nur zu entsprechend hohen Zinsen zur Verfügung gestellt. Neben strategischen Überlegungen, die KMU im Hinblick auf Basel II zwingend anstrengen müssen, werden alternative Finanzierungsquellen aufgezeigt sowie die Möglichkeit der Inanspruchnahme öffentlicher Förderprogramme für die Unternehmensübernahme.

Bestandteil der Diplomarbeit sind weiterhin Anhänge, die über Berechnungsbeispiele die angesprochene Problematik verdeutlichen oder weiterführende Daten, Ursachen und Zusammenhänge aufzeigen, wie beispielsweise im Zusammenhang mit der geringen Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Unternehmensnachfolge als Herausforderung 1
2. Grundlagen der Unternehmensnachfolge 4
2.1 Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen 4
2.2 Makroökonomische Bedeutung der Unternehmensnachfolge 7
2.3 Strategische Planung der Unternehmensnachfolge 12
2.3.1 Determinanten der Nachfolgeregelung 12
2.3.2 Personenorientierte Entscheidungskriterien 22
2.3.3 Unternehmensorientierte Entscheidungskriterien 26
3. Zivilrechtliche Rahmenbedingungen der Unternehmensnachfolge 32
3.1 Grundzüge des Erbrechts 32
3.2 Vererbung von Gesellschafteranteilen 48
3.3 Vorweggenommene Erbfolge und Schenkung 60
4. Steuerrechtliche Rahmenbedingungen der Unternehmensnachfolge 68
4.1 Erbschaft- und Schenkungsteuer 68
4.2 Einkommensteuer 85
4.3 Verhältnis von Erbschaft- und Schenkungsteuer zur Einkommensteuer 97
5. Gestaltungsvarianten der Unternehmensübergabe unter Berücksichtigung ihrer steuerlichen Auswirkungen 102
5.1 Entgeltliche Übertragung 102
5.1.1 Übertragung gegen Einmalzahlung 104
5.1.2 Übertragung gegen wiederkehrende Zahlungen 108
5.2 Vorweggenommene Erbfolge 114
5.2.1 Unentgeltliche Übertragung 116
5.2.2 Übertragung gegen Abstands- und Ausgleichszahlungen 119
6. Finanzierung der Unternehmensnachfolge 124
6.1 Finanzierungsbedarf, Unternehmensbewertung, Fremdfinanzierung 124
6.2 Kreditfinanzierung unter Beachtung der Vergabekonditionen nach Basel II und Finanzierungsalternativen 140
6.3 Öffentliche Förderprogramme 150
7. Resümee 158
Anhang 1 Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen 161
Anhang 2 Nachfolgefälle in deutschen Familieunternehmen. Neuberechnungen 2002 164
Anhang 3 Gesetzliche Erbfolge und Pflichtteilsrecht 166
Anhang 4 Berechnung von Pflichtteilsansprüchen 168
Anhang 5 Beispiel für das Scheitern von Abfindungsregelungen und Ratenzahlungsvereinbarungen im Gesellschaftervertrag aufgrund des Pflichteilsrechts 172
Literaturverzeichnis 174

Arbeit zitieren:
Weißenfeld, Frank Oktober 2003: Die Gestaltungsproblematik der Unternehmensnachfolge im personengeprägten Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Steuerrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Planung, Finanzierung

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