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Gestaltungsansätze für systemwirtschaftliche Strukturen und Prozesse

Aufgezeigt am Beispiel eines mittelständischen Baubetriebs

Gestaltungsansätze für systemwirtschaftliche Strukturen und Prozesse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Chmela
  • Abgabedatum: Januar 1998
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1444-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1444-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1444-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Chmela, Alexander Januar 1998: Gestaltungsansätze für systemwirtschaftliche Strukturen und Prozesse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Baubetrieb, Bauunternehmen

Diplomarbeit von Alexander Chmela

Problemstellung:

"Die deutsche Bauwirtschaft hat den Tiefpunkt der konjunkturellen Entwicklung noch nicht erreicht". Dies prognostiziert der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) anhand der für die Branche maßgeblichen Indikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge. So charakterisieren Schlagzeilen über Umsatzrückgänge, sinkende Auftragseingänge bzw. -bestände und den Verfall der Preise aufgrund von Verdrängungswettbewerb und Überkapazitäten (vgl. Abbildung 1), die derzeitige Situation des Baugewerbes in Deutschland.

Die Folgen: allein 1996 wurden etwa 2.600 Baufirmen insolvent, was zu einer Freisetzung von ca. 75.000 Personen führte, die zusammen mit den sonstigen Entlassungen den angespannten Arbeitsmarkt in dieser Branche mit insgesamt 140.000 Arbeitslosen belastete. Damit waren im Vergleich zum Vorjahr 7,7 Prozent weniger Mitarbeiter am Bau beschäftigt. Als Folge des rückgängigen Auftragsbestandes sank der Auslastungsgrad der Maschinen im letzten Jahr auf 58 Prozent (1995: 60 Prozent).

Und auch dieses Jahr wird nicht mit einer Entspannung der kritischen Geschäftslage gerechnet. Andauernde Auftragsrückgänge und weiter fallende Preise, sowohl im Tief- als auch im Hochbau, werden zahlreichen Baufirmen, besonders im Mittelstand, das "Überleben" erschweren. Rund 52 Prozent der Unternehmen des westdeutschen Baugewerbes rechnen damit, daß wegen der schlechten Konjunktur und "ungelösten Strukturanpassungsproblemen" ein weiterer Stellenabbau um etwa fünf Prozent stattfinden wird. Abbildung 2 zeigt die erwarteten Entwicklungen in der Baubranche für den Gesamtmarkt und für die einzelnen Marktsegmente im Vergleich zu 1996. Demnach ist für 1997 mit einem Gesamtrückgang der Bauinvestitionen um 2,5 Prozent zu rechnen.

Im Osten wird dieser Einschätzung nach der Wert doppelt so tief sinken wie für westdeutsche Baubetriebe. Dabei fällt neben den in allen Bereichen negativen Tendenzen, vor allem die Zahl für den "notleidenden Wirtschaftsbau" in Ostdeutschland auf. Nach der Prognose des ZDB werden dort die Investitionen um weitere sechs Prozent sinken, nachdem schon 1996 das gewerbliche Bauvolumen im Mittel um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückging.

"Die Flaute im Wirtschaftsbau", zum großen Teil durch zu geringe Erweiterungsinvestitionen der Industrieunternehmen ausgelöst, war auch in der westdeutschen Bauindustrie zu spüren, insgesamt schwächte sich hier aber der Abwärtstrend ab. Zwar haben die Baufirmen weiterhin mit sinkenden Preisen im gewerblichen Bau zu kämpfen, das Genehmigungsvolumen bei Fabrik- und Werkstattgebäuden stieg jedoch 1996 um knapp drei Prozent. Dies deutet auf eine Stabilisierung in diesem Marktsegment - zumindest in Westdeutschland - hin.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1. Darstellung der Situation der Bauwirtschaft 1
1.2. Wahl der übergeordneten Perspektive 4
1.3. Vorgehen der Arbeit 5
2. Analyse 6
2.1. Einführung in die Besonderheiten der Baubranche 6
2.1.1. Allgemeine Charakteristika und Anforderungen des Bauwesens 6
2.1.2. Spezielle Merkmale des Industriebaus 7
2.2. Analyse der Systemumwelt / des Kräftefeldes der Baufirma mittels des Wirtschaftsglobusses 8
2.2.1. Der Einfluß des Staates durch Gesetze und Verordnungen, und seine Rolle als Kunde des Bauunternehmens 9
2.2.1.1. Einfluß des Staates durch Gesetze und Verordnungen 9
2.2.1.2. Der Staat als Kunde der Baufirma 11
2.2.2. Lieferanten 13
2.2.3. Konkurrenzumwelt 15
2.2.4. Architekt 16
2.2.4.1. Der Bedeutungswandel des Architekten / der Architektur im Industriebau 16
2.2.4.2. Die Schnittstelle Baufirma - Architekt 17
2.2.5. Kunde / Bauherr 18
2.2.6. Subunternehmer 20
2.3. Aktivitäten-Netzwerk-Analyse (ANA) des Ist-Standardablaufs / der sequentiellen Prozesse eines Industriebauprojektes anhand des 5-Faktoren-Modells 22
2.3.1. Input / Output 23
2.3.1.1. Informationsflußanalyse 23
2.3.1.2. Materialflußanalyse 27
2.3.2. Personal 28
2.3.3. Organisation 32
2.3.4. Technik 34
2.3.4.1. Baumaschinen 34
2.3.4.2. EDV 35
2.4. Darstellung der ermittelten Probleme in den Beziehungen zu der Systemumwelt und des Ist-Ablaufes bei Bauprojekten 35
2.4.1. Input 36
2.4.1.1. Lieferantenstruktur 36
2.4.1.2. Baustoffe 37
2.4.2. Personal 37
2.4.3. Organisation 40
2.4.4. Technik 42
2.4.4.1. Baumaschinen 42
2.4.4.2. EDV 44
2.4.5. Output 45
2.4.5.1. Schnittstelle Architekt - Bauunternehmen 46
2.4.5.2. Schnittstelle Bauherr - Architekt 47
2.4.5.3. Marketing 49
2.4.6. Ergebnisse der empirischen Untersuchung bei Baufirmen und Architekten 50
3. Gestaltung 55
3.1. Ein falsches Wirtschaftlichkeitsverständnis als Ursache suboptimaler Abläufe und Strukturen 55
3.2. Gestaltungsansätze zur Verbesserung der Systemwirtschaftlichkeit 56
3.2.1. Input 56
3.2.1.1. Lieferantenstruktur 56
3.2.1.2. Baustoffe 59
3.2.1.2.1. Neue Baumaterialien und -systeme 59
3.2.1.2.2. Alternative bzw. Recyclingbaustoffe 61
3.2.1.2.3. Simultaneous Engineering 62
3.2.2. Personal 62
3.2.2.1. Personalbeschaffung 63
3.2.2.2. Personalentwicklung 64
3.2.2.2.1. Weiter- und Fortbildung 65
3.2.2.2.2. Motivationsstrategien 66
3.2.2.2.2.1. Motivation durch Förderung 68
3.2.2.2.2.2. Motivation durch kulturelle Führung 69
3.2.2.2.2.3. Motivation durch Leistungslohn 70
3.2.2.3. Organisation des Personalmanagements 70
3.2.3. Organisation 71
3.2.3.1. Notwendigkeit von Qualitätsmanagementsystemen im Bauwesen 72
3.2.3.2. Voraussetzungen, Ziele und Vorteile eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9000 ff 73
3.2.3.3. Projektmanagement als Werkzeug des Qualitätsmanagements 77
3.2.4. Technik 79
3.2.4.1. Baumaschinen 79
3.2.4.1.1. Deutsche vs. japanische FuE-Strategien 79
3.2.4.1.2. Beispiele japanischer Entwicklungen 80
3.2.4.1.3. Entwicklungen in Deutschland 81
3.2.4.2. EDV 83
3.2.5. Output 84
3.2.5.1. Systemgeschäft 85
3.2.5.2. Marketing 87
4. Zusammenfassung 91
5. Fazit und Ausblick 93
Anhang: Fragebogen der empirischen Untersuchung VIII
Literaturverzeichnis X

Arbeit zitieren:
Chmela, Alexander Januar 1998: Gestaltungsansätze für systemwirtschaftliche Strukturen und Prozesse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Baubetrieb, Bauunternehmen

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