Gestaltung und Steuerung von Harmonie zwischen Hersteller- und Handelssystemen bei vertikalen Kooperationskonzepten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin vom Stein
- Abgabedatum: April 1995
- Umfang: 133 Seiten
- Dateigröße: 12,4 MB
- Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0262-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0262-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0262-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: vom Stein, Martin April 1995: Gestaltung und Steuerung von Harmonie zwischen Hersteller- und Handelssystemen bei vertikalen Kooperationskonzepten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte:
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Martin vom Stein
Problemstellung:
Um im horizontalen Verdrängungswettbewerb zu bestehen und der zunehmenden Machtkonzentration im Handel zu begegnen, hat die Industrie bereits frühzeitig erkannt, dass sie den Handel stärker in ihre Marktbearbeitungspolitik einbeziehen muss, um die Planbarkeit des Absatzes und die Ausrichtung des Marketing-Mixes an den Kundenbedürfnissen sicherzustellen. Ausgehend von der individuellen Betreuung von Handelskunden (Key-Accounts) durch den Hersteller sind daraus im Laufe der Zeit vor allem in der Lebensmittelbranche neben den „klassischen“ Kontraktformen im vertikalen Marketing (z.B. Vertriebsbindungen, Franchising etc.) vermehrte Bestrebungen zu symmetrischen, vernetzten Kooperationssystemen unter Beibehaltung der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbständigkeit der Partner entstanden. Auch der Handel ist mittlerweile durch seine anhaltend schlechte Ertragslage dazu bereit, an umfangreichen Konzepten der Zusammenarbeit über mehrere Stufen der Wertschöpfungskette zu partizipieren. Diese intensiven Kooperationsbemühungen implizieren allerdings eine verstärkte Interaktion von hersteller- und handelsseitigem Personal - teilweise in übergeordneten Teams -, so dass die harmonische Koexistenz in solchen vertikalen Beziehungsgefügen durch zahlreiche interne und externe Stargrößen bzw. die Austragung von Konflikten beeinträchtigt wird. Zu Konflikten kommt es insbesondere durch die notwendige Entwicklung einer eigenständigen und andersartigen Struktur für die Kooperation, weil mit den gegebenen Organisationsstrukturen der beteiligten Unternehmen die Ziele eines größeren Aktionsradius, höherer Flexibilität und der gleichzeitigen Konsensbildung gar nicht erreicht werden können.
Zwar bieten vor allem aus der interdisziplinären Forschung hervorgegangene wissenschaftliche Ansätze äußerst detaillierte Modelle über den Ausgang konfliktärer Verhandlungssituationen an (z.B. die Spieltheorie), jedoch erfassen diese kaum die Problematik der Steuerung des Verhaltens zur Harmonisierung der Konkurrenzbeziehung, sobald sich zwei Parteien definitiv für eine kooperative Strategie entscheiden.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Problem der Gestaltung und Steuerung von Harmonie in vertikalen Kooperationskonzepten zwischen Hersteller- und Handelssystemen indem sie versucht, die Einflussfaktoren, die Zielfelder sowie die verfügbaren Instrumente der Harmonisierung in solchen Partnerschaften herauszuarbeiten. Dabei werden zunächst in den Kapiteln eins bis drei die theoretischen Grundlagen geschaffen, bevor im vierten Kapitel anhand empirischer Daten diese Erkenntnisse in praxisrelevanten Partnering-Modellen überprüft werden. Zum Abschluss der Arbeit erfolgt im fünften Kapitel eine kritische Analyse der gewonnenen Erkenntnisse ebenso wie ein Ausblick der Entwicklung des Harmoniebildungsprozesses in partnerschaftlichen Systemen zwischen Hersteller- und Handelsunternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | x | |
| Ausnahmeliste | XII | |
| Abbildungsverzeichnis | XVI | |
| Verzeichnis der Anlagen im Anhang | XVII | |
| Einführung | 1 | |
| Erstes Kapitel: Die Grundbegriffe im vertikalen Beziehungssystem von Handels- und Herstellerkooperationen | 3 | |
| A. | Die Harmonie als Basisdeterminante funktionierender Beziehungen im vertikalen Absatzkanal | 3 |
| I. | Der Begriff Harmonie | 3 |
| Il. | Der Konflikt als Bestimmungsfaktor der Harmonie | 4 |
| III. | Harmonie und Konflikt als Gestaltungsfaktoren sozialer Interdependenz | 5 |
| IV. | Beziehungsmanagement zur Steuerung von Konflikt und Harmonie | 6 |
| B. | Handels- und Herstellersysteme im Absatzkanal | 7 |
| I. | Definition des Systems | 7 |
| II. | Die Basisfunktionen von Hersteller- und Handelssystemen | 8 |
| C. | Vertikale Kooperationsformen zwischen Handels- und Herstellersystemen | 8 |
| I. | Definition vertikaler Kooperationen | 8 |
| Il. | Die Zielfelder vertikaler Kooperationen | 9 |
| III. | Partnerpolitik als Basisstrategie bei vertikalen Kooperationskonzepten zwischen symmetrischen Handels- und Herstellersystemen | 12 |
| Zweites Kapitel: Die Rahmenbedingungen der Harmonie in vertikalen Kooperationskonzepten | 14 | |
| A. | Externe Marktdaten und Konsumentenverhalten als Störgrößen im Harmoniebildungsprozeß | 14 |
| I. | Entwicklungstendenzen in der Industrie | 14 |
| II. | Entwicklungstendenzen im Handel | 15 |
| Ill. | Entwicklungstendenzen im Konsumentenverhalten | 16 |
| B. | Die interorganisationalen Einflußfaktoren der Harmonie in vertikalen Kooperationssystemen | 17 |
| I. | Die strukturellen Einflußfaktoren | 17 |
| 1. | Die Komplexität der Grundstruktur des Kooperationssystems | 17 |
| a) | Die Unternehmensphilosophie und -politik als Störfelder der Harmonie | 17 |
| b) | Die Ein- und Austrittsbarrieren der Kooperationssysteme | 18 |
| c) | Die Stabilität des Beziehungssystems | 18 |
| 2. | Die Machtverhältnisse zwischen den Kooperationspartnern | 19 |
| 3. | Die Heterogenität der Zielvorstellungen | 19 |
| II. | Die personellen Einflußfalktoren | 20 |
| 1. | Die Anzahl der Verhandlungspartner | 20 |
| 2. | Die persönlichen Kontakte | 21 |
| III. | Die situativen Einflußfaktoren | 22 |
| 1. | Die Macht- und Konfliktstärke | 22 |
| 2. | Die Formen der Interaktion als aktive Gegensteuerungsinstrumente .. | 22 |
| a) | Die Kommunikation | 22 |
| b) | Die Koordination | 23 |
| c) | Die Konflikthandhabung | 23 |
| d) | Die Beeinflussungsmaßnahmen | 23 |
| C. | Das Interaktions-Kooperations-Modell zur Abbildung aller Einflußfaktoren auf das Harmoniegleichgewicht | 24 |
| I. | Die Modellvariablen | 24 |
| II. | Die Zielgrößen | 24 |
| III. | Das Modell | 25 |
| Drittes Kapitel: Die Gestaltung und Steuerung von Harmonie in vertikalen Partnering-Konzepten zwischen symmetrischen Handels- und Herstellersystemen durch Beziehungsmanagement | 26 | |
| A. | Die Gestaltungsfaktoren unterschiedlicher Harmoniezustände | 26 |
| I. | Die Konfliktursachen als Störungen des Harmoniegleichgewichtes | 26 |
| 1. | Die Konfliktursachen im Endverbraucher-Marketing | 26 |
| 2. | Die Konfliktbedingungen im Bereich der Warenwirtschaft | 27 |
| 3. | Die Konfliktursachen im Bereich der Informationswirtschaft | 27 |
| 4. | Die Konfliktbedingungen im Verhältnis zwischen Handel und Hersteller | 28 |
| II. | Die Typologisierung unterschiedlicher Harmoniezustände | 29 |
| 1. | Die Voraussetzungen für ein latentes Harmoniegleichgewicht | 29 |
| 2. | Die Wahrnehmung der Konflikte als Voraussetzung für die Beurteilung des Harmoniegleichgewichtes | 30 |
| 3 | Die Voraussetzungen für ein manifestes Harmoniegleichgewicht | 30 |
| 4. | Die Konfliktphasen als Übergangsphasen zwischen latenten und manifesten Harmoniezuständen | 31 |
| B. | Die Gestaltung von Harmonie bei unterschiedlichen Kooperationszielen | 32 |
| I | Die Erzeugung von Synergieeffekten bei der Marktbearbeitung als Ausdruck der Harmonisierung | 32 |
| 1. | Synergien im Bereich Endverbraucher-Marketing | 33 |
| 2. | Synergien im Bereich Warenwirtschaft | 33 |
| 3. | Synergien im Bereich Informationswirtschaft | 33 |
| 4. | Praxisbeispiele | 34 |
| II. | Die Erhöhung der Beziehungssicherheit | 35 |
| 1. | Die Kontinuität der Geschäftsbeziehungen | 35 |
| 2. | Die Minderung des Interaktionsrisikos | 35 |
| 3. | Die Unabhängigkeit der Kooperationspartner | 36 |
| III. | Die Steigerung der Interaktionseffektivität | 36 |
| 1. | Die Optimierung der Verhandlungsdauer | 36 |
| 2. | Die Optimierung der Bindung von Human Resources | 37 |
| 3. | Die Verkürzung der Reaktionszeiten. | 37 |
| IV. | Die Steigerung der Verhandlungserfolge | 37 |
| 1. | Die Optimierung ökonomischer Anreize | 37 |
| 2. | Die Angleichung subjektiver Leitbilder | 38 |
| 3. | Die Erhöhung des Innovationspotentials | 39 |
| C. | Die Maßnahmen des Beziehungsmanagement zur Steuerung der Harmonie | 39 |
| I. | Die Basisfunktionen der Instrumente des Beziehungsmanagement | 39 |
| II. | Die Maßnahmen zur Entwicklung der Harmonie | 40 |
| 1. | Die Steuerung der Harmonie durch den Kooperationsstil | 40 |
| a) | Die Art der Kooperation | 40 |
| b) | Die Intensität der Kooperation | 41 |
| 2. | Die Harmoniesteuerung durch die Form der Organisation | 41 |
| a) | Die Entscheidungsstruktur | 41 |
| b) | Die Führung durch das Management | 42 |
| c) | Der persönliche Kontakt der Interaktionspartner | 42 |
| d) | Die Hilfsinstrumente zur Institutionalisierung des Beziehungsmanagement | 43 |
| III. | Die Maßnahmen zur Beeinflussung der Harmonie durch Konflikthandhabung | 45 |
| 1. | Die Phasen des Konfliktmanagement | 45 |
| 2. | Die Aktivitätsgrade der Konflikthandhabung | 46 |
| 3. | Die Instrumente des Konfliktmanagement | 47 |
| a) | Die zusätzlichen Anreize | 47 |
| b) | Die Einwirkung auf die Konfliktdeterminanten | 48 |
| c) | Die Problemlösung | 49 |
| d) | Die unbeschränkte Problemlösung | 49 |
| 4. | Die Wirkungskontrolle | 50 |
| IV. | Die präventiven Maßnahmen zur Harmoniesicherung | 50 |
| 1. | Der Kommunikationsstil als Harmonisierungsinstrument | 50 |
| a) | Die Sachlichkeit der Kommunikation | 51 |
| b) | Die Offenheit der Kommunikation | 52 |
| c) | Die Inhalte der Kommunikation | 52 |
| 2. | Die Argumentationsform als Steuerungsinstrument der Harmonie | 53 |
| a) | Die strategische Verhandlungsplanung | 53 |
| b) | Die Identifikation mit dem Partner | 53 |
| c) | Der Führungsstil | 54 |
| Viertes Kapitel: Die Steuerung der Harmonie mittels der Instrumente des Beziehungsmanagement in unterschiedlichen Kooperationskonzepten der Praxis | 56 | |
| A. | Die Harmonisierungsbestrebungen im Key-Account-Management als Grundform der Kooperation | 56 |
| I. | Die Konfliktträchtigkeit im Key-Account-Management | 57 |
| 1. | Die organisationsstrukturbedingten Konfliktfelder | 57 |
| 2. | Die konfliktäre Zielorientierung zwischen Handel und Hersteller | 58 |
| 3. | Das Konfliktfeld des Endverbrauchermarketing | 58 |
| 4. | Die Harmoniebeeinträchtigung im Bereich der Waren- und Informationswirtschaft | 59 |
| II. | Die Harmonieziele im Key-Account-Management | 59 |
| III. | Die Instrumente der Harmonisierung im Key-Account-Management | 60 |
| 1. | Die Entwicklungsmaßnahmen der Harmoniesteuerung | 60 |
| a) | Die Harmonisierung durch den Key-Accounter | 60 |
| b) | Die persönlichen Beziehungen | 61 |
| 2. | Die finanziellen Anreize als konfliktlösende Maßnahme der Harmoniesteuerung | 61 |
| 3. | Die Kommunikation als präventive Maßnahme der Harmoniesteuerung | 62 |
| 4. | Die Harinoniesteuerung durch die Kooperationsfelder | 62 |
| a) | Die Sachleistungen | 62 |
| b) | Der Vertriebsservice und die Logistik | 63 |
| B. | Die Berücksichtigung der Harmoniekomponente im herstellerseitigen Trade Marketing | 64 |
| I. | Die Störungen der Harmonie im Trade Marketing | 64 |
| 1. | Die Konfliktfelder im Bereich der Herstellerorganisation | 64 |
| 2. | Die Harmoniestörungen bei den Serviceleistungen | 65 |
| 3. | Die Problembereiche in den Kooperationsfeldem | 65 |
| II. | Die Harmonieziele im Trade Marketing | 66 |
| III. | Die Instrumente der Harmonie im Trade Marketing | 67 |
| 1. | Die Harmoniesteuerung durch die Kooperationsfelder | 67 |
| 2. | Die Harmoniesteuerung durch Beziehungsmanagement im Trade Marketing | 67 |
| C. | Die Harmonisierung durch handelsseitiges Reverse Marketing | 69 |
| I. | Die Konfliktfelder des Reverse Marketing | 69 |
| II. | Die Harmonisierungsziele des Reverse Marketing | 70 |
| III. | Die Instrumente der Harmonie im Reverse Marketing | 70 |
| D. | Der Harmonisierungsprozeß im Category Management | 72 |
| I. | Die Voraussetzungen und Zielfelder des Category Management | 72 |
| II. | Die Harmoniestörungen im Category Management | 73 |
| 1. | Der Problembereich der Informationspolitik | 73 |
| 2. | Die Funktionsverteilungskonflikte | 74 |
| 3. | Der Problembereich der operativen Abläufe | 75 |
| III. | Die Maßnahmen der Harmoniesteuerung im Category Management | 76 |
| 1. | Die Harmoniesteuerung durch die Kooperationsfelder | 76 |
| 2. | Der Einsatz des Beziehungsmanagement im Category Management . | 78 |
| E. | Das Modell des Efficient Consumer Response (ECR) als Harmonieform unter indirekter Einbeziehung der Endverbraucher | 80 |
| I. | Die Ziel- und Konfliktfelder der Kooperation im ECR | 80 |
| 1. | Die Entwicklung einer neuen Untemehmenskultur | 80 |
| 2. | Die Optimierung der Wertschöpfung | 80 |
| II. | Die Maßnahmen der 1-larmoniesteuerung im ECR | 81 |
| 1. | Die Harmoniesteuerung durch die Kooperationsfelder | 81 |
| 2. | Das Beziehungsmanagement im ECR | 83 |
| Fünftes Kapitel: Kritische Bewertung und Zusammenfassung der wichtigsten Bestimmungsfaktoren der Harmonie in praxisrelevanten Kooperationskonzepten | 85 | |
| A. | Die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit der Harmonie in Partnering-Konzepten aus Sicht der Triade Hersteller-Handel-Konsument | 85 |
| I. | Die Herstellerperspektive | 85 |
| II. | Die Handelsperspektive | 86 |
| III. | Die Konsumentenperspektive | 86 |
| B. | Die Bewertung der Zukunftschancen und -risiken bei der Optimierung der Harmonie in Partnering-Konzepten | 87 |
| C. | Die Kritik am Harmoniekonzept als Zielgröße in Systempartnerschaften | 88 |
| Anhang | 90 | |
| Literaturverzeichnis | 102 | |
| Verzeichnis der Gesprächspartner | 112 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 113 |
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832402624
Arbeit zitieren:
vom Stein, Martin April 1995: Gestaltung und Steuerung von Harmonie zwischen Hersteller- und Handelssystemen bei vertikalen Kooperationskonzepten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:



