Geschäftsmodelle im interaktiven Fernsehen am Beispiel der Multimedia Home Platform
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Oliver Urschel
- Abgabedatum: Juni 2003
- Umfang: 117 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7344-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7344-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7344-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Urschel, Oliver Juni 2003: Geschäftsmodelle im interaktiven Fernsehen am Beispiel der Multimedia Home Platform, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fernsehwerbung, Video on Demand, Diffusion, Fernsehen in Deutschland
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Diplomarbeit von Oliver Urschel
Zusammenfassung:
Die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen auch aus dem Free-TV-Angebot findet langsam Verbreitung, und es werden bereits erste Geräte angeboten, die den Standard „Multimedia Home Platform“ (MHP) für interaktive Zusatzdienste unterstützen.
Ziel der Diplomarbeit ist es, verschiedene geschäftliche Aktivitäten im interaktiven Fernsehen zu entwickeln und auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin zu untersuchen. Dabei wird beispielhaft von einer Realisierung der Aktivitäten auf Basis der MHP ausgegangen.
Nach der Einleitung beschäftigt sich das zweite Kapitel mit Besonderheiten des deutschen Fernsehmarkts und den Finanzierungsbeziehungen der Marktteilnehmer.
Das dritte Kapitel geht auf relevante technische Aspekte von Digital Video Broadcasting (DVB) und MHP ein. Dabei wird insbesondere auch auf Unterschiede zwischen Set-Top-Box und Personal Computer als mögliches Empfangsgerät hingewiesen.
Notwendige Bedingung für den Erfolg einzelner Aktivitäten ist, dass sich MHP zunächst als technischer Standard durchsetzt. Daher wird im vierten Kapitel auf Basis der Diffusionstheorie untersucht, ob ein solcher Erfolg für MHP möglich ist.
Im fünften Kapitel werden schließlich folgende geschäftliche Aktivitäten im interaktiven Fernsehen auf ihr Erfolgspotential hin untersucht: Werbung im interaktiven Fernsehen, kostenpflichtige Zusatzinformationen im interaktiven Fernsehen, Sendungen mit Zuschauerbeteiligung, Pay-TV und Video-on-Demand-Angebote sowie Home-Shopping im interaktiven Fernsehen.
Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf der technischen Machbarkeit, der Beurteilung der Aktivität aus Sicht der Anbieter, relevanten gesetzlichen Regelungen, sowie dem Nutzen des Angebots aus Perspektive der Konsumenten.
Im letzten Kapitel werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und Ansatzpunkte für zukünftige Untersuchungen aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsübersicht | III | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Abbildungsverzeichnis | VIII | |
| Abkürzungsverzeichnis | IX | |
| 1. | Einleitung | 12 |
| 2. | Die Fernsehlandschaft in Deutschland | 14 |
| 2.1 | Der Fernsehmarkt und seine vor- und nachgelagerten Märkte | 14 |
| 2.1.1 | Die Programmveranstalter | 15 |
| 2.1.2 | Die Produktion und der Handel mit Inhalten für das Fernsehen | 16 |
| 2.1.2.1 | Film- und Fernsehproduzenten | 16 |
| 2.1.2.2 | Lizenzhändler und Rechteverwerter | 17 |
| 2.1.3 | Die Werbeindustrie | 17 |
| 2.1.4 | Infrastrukturanbieter | 18 |
| 2.1.5 | Gerätehersteller | 19 |
| 2.2 | Möglichkeiten zur Finanzierung von Rundfunk | 19 |
| 2.2.1 | Gebührenfinanzierung | 19 |
| 2.2.2 | Finanzierung über Werbung | 20 |
| 2.2.3 | Finanzierung mittels direkter Zahlungen der Zuschauer an die Programmveranstalter (Pay-TV). | 21 |
| 2.2.4 | Andere Finanzierungsmöglichkeiten der Programmveranstalter | 22 |
| 2.2.4.1 | Teleshopping | 22 |
| 2.2.4.2 | Licensing und Merchandising | 23 |
| 2.2.4.3 | Sendungen mit Zuschauerbeteiligung unter Verwendung von Premiumrufnummern | 23 |
| 2.2.5 | Zusammenfassende Betrachtung | 24 |
| 3. | Systemkomponenten des interaktiven Fernsehens | 26 |
| 3.1 | Das europäische DVB-Projekt | 26 |
| 3.2 | Systemkomponenten zur Datenübertragung | 27 |
| 3.2.1 | Transportmediumunabhängige Festlegungen des DVB-Standards | 27 |
| 3.2.2 | Terrestrische Übertragung | 28 |
| 3.2.3 | Breitbandkabel | 29 |
| 3.2.4 | Satelliten | 31 |
| 3.3 | Empfängertechnik | 32 |
| 3.3.1 | Softwareplattform MHP | 32 |
| 3.3.2 | Hardwareplattformen | 35 |
| 3.3.2.1 | Set-Top-Box bzw. DVB-taugliches Fernsehgerät | 35 |
| 3.3.2.2 | Multimedia-PC mit DVB-Receiverkarte | 37 |
| 3.3.2.3 | Vergleich der spezifischen Eigenschaften von Set-Top-Boxen und PCs | 37 |
| 4. | Die Diffusion des digitalen, interaktiven Fernsehens | 41 |
| 4.1 | Das digitale interaktive Fernsehen als Systemgut | 41 |
| 4.2 | Nutzenbewertung von Netzeffektgütern und das „Henne-Ei-Problem“ | 42 |
| 4.3 | Das „Kritsche-Masse-Phänomen“ und der „Tornado“ | 44 |
| 4.4 | Möglichkeiten zum Erreichen der kritischen Masse | 46 |
| 4.4.1 | Die Rolle der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten | 47 |
| 4.4.2 | Die Rolle von Standards | 48 |
| 4.4.3 | Möglichkeit einer einfachen Migration zur neuen Technologie | 51 |
| 4.4.4 | Subventionierung von Endgeräten | 52 |
| 4.4.5 | Senkung der Kosten durch geringe Komplexität | 52 |
| 4.5 | Zusammenfassende Bewertung | 53 |
| 5. | Geschäftliche Aktivitäten im iDTV | 55 |
| 5.1 | Vorgehensweise bei der Bewertung | 55 |
| 5.2 | Werbung im interaktiven Fernsehen | 57 |
| 5.2.1 | Ausgangssituation | 57 |
| 5.2.2 | Neue Möglichkeiten für Fernsehwerbung durch iDTV | 58 |
| 5.2.2.1 | Individualisierte Werbung | 58 |
| 5.2.2.2 | Der interaktive Werbespot | 61 |
| 5.2.2.3 | Individualsponsoring | 62 |
| 5.2.3 | Exkurs - Die Bedrohung der Werbung durch digitale Videorecorder | 64 |
| 5.2.4 | Zusammenfassende Bewertung | 65 |
| 5.3 | Kostenpflichtige Zusatzinformationen im interaktiven Fernsehen | 65 |
| 5.3.1 | Ausgangssituation | 65 |
| 5.3.2 | Gestaltung eines kostenpflichtigen Informationsdienstes auf MHP | 67 |
| 5.3.3 | Zusammenfassende Betrachtung | 67 |
| 5.4 | Sendungen mit Zuschauerbeteiligung | 68 |
| 5.4.1 | Ausgangssituation | 68 |
| 5.4.2 | Zuschauerbeteiligung im digitalen interaktiven Fernsehen | 70 |
| 5.4.2.1 | Allgemeine Bemerkungen zur Umsetzung im iDTV | 70 |
| 5.4.2.2 | Teilnahme an Abstimmungen | 70 |
| 5.4.2.3 | Call-In-Shows (Diskussion, Service, Quiz) | 71 |
| 5.4.2.4 | Interaktive Video-Game-Shows | 74 |
| 5.4.3 | Zusammenfassende Betrachtung | 77 |
| 5.5 | Pay-TV und Video-on-Demand | 77 |
| 5.5.1 | Begriffsbestimmung | 77 |
| 5.5.2 | Der Status Quo im deutschen Pay-TV | 78 |
| 5.5.3 | Entwicklung von Video-on-Demand-Diensten im iDTV | 78 |
| 5.5.3.1 | edeutung von Video-on-Demand-Diensten für das iDTV | 78 |
| 5.5.3.2 | Inhalte im Video-on-Demand | 79 |
| 5.5.3.3 | Technische Realisierung von Video-on-Demand-Diensten | 80 |
| 5.5.4 | Zusammenfassende Bewertung | 86 |
| 5.6 | Home-Shopping im interaktiven Fernsehen | 87 |
| 5.6.1 | Begriffsbestimmungen | 87 |
| 5.6.2 | Ausgangssituation | 88 |
| 5.6.3 | Modelle des Home-Shopping im interaktiven Fernsehen | 89 |
| 5.6.3.1 | Teleshopping im interaktiven Fernsehen | 90 |
| 5.6.3.2 | Elektronische Warenkataloge im interaktiven Fernsehen | 93 |
| 5.6.4 | Zusammenfassung | 95 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 97 |
| Quellenverzeichnis | C | |
| Versicherung | CXVI | |
| Lebenslauf | CXVII |
Bei der Teilnahme an Abstimmungen mit dem Telefoncomputersystem TED beziehungsweise T-Vote-Call findet lediglich eine Mensch-Maschine-Kommunikation statt. Der Zuschauer greift nicht direkt in den Verlauf der Sendung ein. Daher kann das bisherige Verfahren, eine dem gewünschten Votum entsprechende Telefonnummer anzurufen, sehr einfach durch eine MHP-Anwendung mit einer grafischen Benutzerschnittstelle ersetzt werden. Die Abstimmung kann dann durch Auswahl aus einer Liste, oder durch Drücken einer farblich markierten Taste auf der Fernbedienung geschehen. Technisch kann dies auf verschiedenen Wegen gelöst werden. Zum einen kann das Votum als Datenpaket über den Rückkanal übermittelt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Beschränkung des TED-Systems auf 20 Auswahlmöglichkeiten entfällt. Außerdem könnten hier neben dem Votum zusätzlich demographische Daten übertragen werden, wobei aber der Datenschutz gewährleistet sein muss. Eine andere Möglichkeit wäre, das TED-System weiter zu nutzen. In diesem Fall wählt das in den Receiver integrierte Modem automatisch die der Auswahl entsprechende [...]
Die vorgestellten Formen der Zuschauerbeteiligung sind unterschiedlich gut geeignet, auf Basis der Multimedia Home Platform implementiert zu werden. Ausschlaggebend ist dabei, ob der Zuschauer mit einem Computer (Mensch-Maschine) oder mit einer Person (Mensch-Mensch) auf der Seite des Programmveranstalters interagiert. Da die derzeitigen MHP-Endgeräte keine Telefonie vorsehen, ist es technisch nicht möglich, im Bereich der Sprachübertragung das Telefon durch eine MHPAnwendung zu ersetzen. Die einzig praktikable Möglichkeit ist einen Chat einzurichten, der als MHP-Anwendung realisiert wird88. Gegenüber dem Telefon ist aber eine Implementation auf Basis von MHP überall dort von Vorteil, wo der Zuschauer mit einem Computer auf der Seite des Programmanbieters kommuniziert, also ein Mensch-Maschine-Dialog stattfindet. [...]
5.2.4 Zusammenfassende Bewertung Fernsehwerbung in ihrer derzeitigen Form leidet unter Streuverlusten und dem Zapping-Phänomen. Da Fernsehwerbung sowohl bei den Sendern als auch bei Werbetreibenden einen hohen finanziellen Stellenwert hat, ist das Interesse, hier Verbesserungen durchzuführen, sehr groß. Hierzu bietet das interaktive digitale Fernsehen drei mögliche Ansatzpunkte, welche auch beliebig kombiniert eingesetzt werden können. Dies sind die Individualisierung der Fernsehwerbung durch Parallelausstrahlung zielgruppenspezifischer Werbeblöcke, die Erweiterung linearer Werbespots um interaktive Elemente und das Individualsponsoring, welches sich allerdings nur im Rahmen kostenpflichtiger Angebote empfiehlt. Alle Konzepte sind mit moderaten Mehrkosten verbunden und bieten, im Vergleich zur herkömmlichen Fernsehwerbung, erheblichen Mehrwert für alle Beteiligten. Daher kann die Hypothese aufgestellt werden, dass die vorgestellten Möglichkeiten des interaktiven Fernsehens bei flächendeckender Verfügbarkeit der neuen Technik schnell genutzt werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473440
Arbeit zitieren:
Urschel, Oliver Juni 2003: Geschäftsmodelle im interaktiven Fernsehen am Beispiel der Multimedia Home Platform, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Fernsehwerbung, Video on Demand, Diffusion, Fernsehen in Deutschland



