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Geschäftsmodelle von Online-Diensten

Geschäftsmodelle von Online-Diensten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: David Roland
  • Abgabedatum: Juni 1999
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 782,0 KB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1834-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1834-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1834-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Roland, David Juni 1999: Geschäftsmodelle von Online-Diensten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, AOL, Branchenanalyse, Internet, Portal

Diplomarbeit von David Roland

Zusammenfassung:

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Geschäftsmodelle für Online-Dienste zu untersuchen. Es wurden definitorische Grundlagen dargelegt sowie die Entwicklung von Online-Diensten aufgezeigt. Ferner fand eine Untersuchung von Systematisierungsansätzen für Geschäftsmodelle in den neuen Medien statt sowie eine weitergehende Analyse eines ausgewählten Geschäftsmodells. Aufgrund der Branchenstrukturanalyse von Porter wurden Kriterien zur Bewertung von Geschäftsmodellen herausgearbeitet und auf die Branchen der Netzinfrastrukturen bzw. Navigationshilfen angewandt.

Die getroffenen Erkenntnisse dieser Arbeit sind jedoch unter dem bereits geäußerten Vorbehalt zu betrachten, daß die Validität in hohem Maße davon abhängig ist, inwieweit sich die Rahmenbedingungen der jungen Branchen zukünftig entwickeln und gestalten werden.

Die vorangegangene Analyse hat gezeigt, daß eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäftsmodellen von Online-Diensten existiert. Die Ausprägungen sowie die wirtschaftlichen Zielsetzungen von Online-Diensten differieren jedoch z.T. sehr stark. Unternehmen verlagern teilweise die Geschäftsaktivitäten auf neue Medien. Ein Großteil der Firmen nutzt dabei Online-Dienste als zusätzlichen Marketing- und Absatzkanal. In den verschiedenen Marktsegmenten von Online-Diensten sind durch Abschlüsse von Allianzen und Aufkäufe von Unternehmen zunehmende Verknüpfungen von Wertkettenaktivitäten zwischen Unternehmen mit unterschiedlichen Kernkompetenzen zu beobachten. Global ausgerichtete Online-Dienste können nur eingeschränkt von einem einzelnen Unternehmen betrieben werden. Um regionale Präferenzen sowie markt- und rechtsspezifische Aspekte zu berücksichtigen, sind häufig Kooperationsstrategien und Erweiterungen der Unternehmensaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette erforderlich.

Die Nutzerzahlen, insbesondere des Internet, sind progressiv steigend. Statistiken und Analysen elektronischer Märkte weisen auf ein bisher nicht erschlossenes großes Kundenpotential für Online-Dienste hin. Proprietäre Online-Dienste verlagern aus diesem Grund zunehmend ihre Geschäftsaktivitäten auf das Internet. Um private Endkunden zur kostenpflichtigen Inanspruchnahme von Dienstleistungsangeboten zu motivieren, sind Zusatzleistungen zu den Kernprodukten zu erbringen. Den Kunden müssen im Vergleich zu möglichen Substitutionsangeboten auf klassischen Absatzmärkten Kosten-, Qualitäts- und Nutzenvorteile eingeräumt werden. Allgemein ist daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, daß ein zentraler Erfolgsfaktor von Geschäftsbeziehungen zu privaten Endkunden auf elektronischen Märkten darin liegt, diesen ein gegenüber konventionellen Absatzkanälen erheblich höheres Bequemlichkeits- und Nutzenniveau zu schaffen.

Entsprechend ist anzunehmen, daß die Akzeptanz durch Kunden und damit der wirtschaftliche Erfolg von neuen Geschäftsmodellen in elektronischen Märkten aufgrund der fortschreitenden Entwicklung und Lösung zentraler Problemfelder wie Datenschutz, Transaktionssicherheit, Zahlungsmechanismen und Rechtsgrundlagen zunehmen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I
II. Verzeichnis themenrelevanter Abkürzungen III
III. Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen 3
2.1 Definitionen und begriffliche Abgrenzungen 3
2.2 Entwicklung von Online-Diensten 5
2.2.1 Historische Entwicklung 5
2.2.2 Marktentwicklung 7
2.3 Bedeutung von Online-Diensten für die Unternehmen 8
2.4 Anforderungen an Geschäftsmodelle von Online-Diensten 10
3. Systematisierungsansätze für Geschäftsmodelle von Online-Diensten 13
3.1 Kriterien zur Systematisierung von Geschäftsmodellen 13
3.1.1 Modell nach Andersen Consulting 13
3.1.2 Modell nach Kilius/Mueller-Oerlinghausen 17
3.1.3 Modell nach Hess/Schumann 21
3.1.4 Zusammenfassung der Systematisierungskriterien 23
3.2 Analyse des Geschäftsmodells nach Hess/Schumann 25
3.2.1 Abgrenzung des verwendeten theoretischen Ansatzes 25
3.2.2 Netzinfrastruktur 26
3.2.3 Originäre Inhalte 28
3.2.4 E-Commerce 29
3.2.5 Navigationshilfen 33
3.2.6 Produktergänzung 35
3.2.7 Aggregatoren 37
4. Bewertung der Geschäftsmodelle 39
4.1 Vorgehensweise 39
4.2 Netzinfrastrukturen 46
4.2.1 Gefahr des Markteintritts 46
4.2.2 Grad der Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern 50
4.2.3 Bedrohung durch Ersatzprodukte 55
4.2.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten und Abnehmer 58
4.2.5 Zusammenfassung der Wettbewerbskriterien für die Branche der Anbieter von Netzinfrastrukturen 59
4.2.6 Entwicklung der Anbieterlandschaft 61
4.3 Navigationshilfen 64
4.3.1 Gefahr des Markteintritts 64
4.3.2 Grad der Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern 68
4.3.3 Bedrohung durch Ersatzprodukte 70
4.3.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten und Abnehmer 72
4.3.5 Zusammenfassung der Wettbewerbskriterien für die Branche der Anbieter von Navigationshilfen 73
5. Zusammenfassung 74
IV. Literaturverzeichnis V

Automatisiert erstellter Textauszug:

stützt sich dabei auf eine starke Marke. Als Beispiel für einen Premium Content Provider, der eine Markenstrategie verfolgt, führen Kilius / Mueller-Oerlinghausen das Online-Angebot der Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“ an. Dieses Segment der Aggregatoren kann sich jedoch auch an den Massenmarkt richten. Beispiele hierfür sind die frei nutzbaren OnlineAngebote verschiedener Tageszeitungen. Content Aggregators sammeln Inhalte zu bestimmten Themengebieten, bereiten sie auf und stellen sie den Interessenten zur Verfügung. Das Ziel dieser Aggregatoren liegt nach Kilius / Mueller-Oerlinghausen in der Maximierung des Share of Mind7. Den dritten Geschäftsansatz für Aggregatoren bilden Transaction Aggregators. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Geschäftsansätzen werden dabei keine Informationen, sondern Transaktionen gebündelt. Die Aufgabe dieser Aggregatoren besteht im Aufbau eines umfassenden Anbieterstamms für ein Produktsegment und dem daran anschließenden Vertrieb dieser Produkte. Sie werden somit als virtuelle Händler tätig. Das Geschäftsmodell der Makler baut nach Kilius / Mueller-Oerlinghausen auf der Kategorie der Bereitsteller der Infrastruktur auf. Die Infrastruktur bildet generell die Grundlage zur Realisierung der folgenden Geschäftsmodelle. Unter Maklern werden in diesem Zusammenhang Unternehmen verstanden, die als Mittler die Angebote der Anbieter und die Nachfragewünsche der Abnehmer zur Deckung bringen. Kilius / MuellerOerlinghausen unterscheiden zwischen drei Arten von Maklern. Die klassischen Makler bilden das erste Segment. Die Dienstleistung dieser Unternehmen besteht in der direkten Vermittlung zwischen potentiellen Anbietern und Abnehmern. Ziel ist es, Angebot und Nachfrage möglichst effizient zusammenzubringen. Das zweite Segment bilden sogenannte Gateways. Diese bieten im Gegensatz zu den klassischen Maklern nur eine Orientierung, indem verschiedene Inhalte übersichtlich aufbereitet und dem Abnehmer zur Verfü- [...]

von Inhalten. Hierzu zählen Informations-, Bildungs-, Kommunikationsund Transaktionsdienste. Community Organiser fassen verschiedene Dienste nach bestimmten Interessengruppen zusammen. Die Fokussierung auf eine spezifische Interessengruppe und die Distribution von Inhalten in Kooperation mit kommerziellen Anbietern und Erstellern von Inhalten bilden die wichtigsten Merkmale der Community Organiser. Teilweise verschwimmen hier die Grenzen zu den Online Netzwerken, da z.B. AOL als Betreiber eines Online-Netzwerkes zusätzlich spezifische Interessen in verschiedenen, thematisch unterteilten Channels zusammenfaßt. Einen weiteren wichtigen Bereich von Community Organiser bilden Kommunikations- und Transaktionsdienste. Die angebotenen Dienstleistungen von Interaktiven Studios reichen von der Konzeption multimedialer Inhalte bis zu deren technischer Realisierung. Die Unternehmen dieser Branche greifen dabei auf digitale Studiotechnologie zurück. Interaktive Studios nehmen eine zunehmend wichtigere Stellung für Unternehmen in den Bereichen Online-Netzwerke und Community Organiser ein. Das Hauptgeschäft besteht in der Entwicklung digitaler, qualitativ hochwertiger Inhalte. Durch die technische Aufbereitung des Inhaltes soll dem Kunden ein Mehrnutzen generiert werden. Die vierte strategische Rolle von Unternehmen in den neuen Medien nehmen laut Andersen Consulting Agenturen ein. Die Kernkompetenz von Agenturen liegt im rechtlichen Bereich von Online-Diensten. Sie stellen eine Mittlerposition zwischen Inhalteanbietern und -abnehmern dar. Zu den Aufgaben von Agenturen zählen Verhandlungen über Verkauf, Rechte, Vertragsinhalte und Tantiemen sowie der Schutz der Copyrights. Digitale Güter können ohne Qualitätsverlust reproduziert und vervielfältigt werden. Der Schutz des geistigen Eigentums an erstellten digitalen Gütern stellt somit ein großes Problem dar, welches nur durch neue technologische Entwicklungen gelöst werden kann. Das Hauptgeschäft von Anbietern von Plattformen besteht im Transport und der technischen Lieferunterstützung von digitalen Inhalten und Produkten. Langfristig gesehen wird sich laut Andersen Consulting der Ge- [...]

werden durch diese Konvergenz der Industrien nachhaltig verändert. Medienfremde Unternehmen drängen auf den Markt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich der Inhaltegenerierung. Inhalte gelten als wichtigstes Gut in den neuen Medien [BrSe97, 54f.]. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und zielgruppenspezifischen Inhalten ist stark zunehmend. Die funktionalen Schichten Inhalte und Infrastruktur lassen sich auf einer niedrigeren Abstraktionsebene in jeweils drei Kompetenzgruppen untergliedern, die auf den für den Endverbraucher geschaffenen Wert verweisen [BrSe97, 54f.]: Kompetenzen im Bereich Inhalte • • Schaffen von Inhalten (z.B. Autoren, Agenturen, Schriftsteller), Präsentation und Bündelung von Inhalten (z.B. Digitalisierung des Inhaltes, Festlegen des Layouts), • Schaffung von Märkten (z.B. Programmentwicklung, -planung und Distribution der Produkte und Dienstleistungen, anschließender Kundenservice, Virtual Communities). Kompetenzen im Bereich Infrastruktur • Leitungen / Rundfunkbetrieb (z.B. physischer Transport der Daten, Betrieb von Hardware), • Lieferungsunterstützung (z.B. Zugang zum Internet, Betrieb von Server-Plattformen), • Entwicklung von Schnittstellen und Serversystemen (z.B. Entwicklung von Abfrageskripten). [...]

Arbeit zitieren:
Roland, David Juni 1999: Geschäftsmodelle von Online-Diensten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, AOL, Branchenanalyse, Internet, Portal

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