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Geschäftsmodelle im Electronic Commerce

Grundlagen, Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren aktueller Geschäfts- und Marktmodelle

Geschäftsmodelle im Electronic Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manuel Koubek
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 112 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5323-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5323-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5323-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Koubek, Manuel September 2001: Geschäftsmodelle im Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Analyse

Diplomarbeit von Manuel Koubek

Einleitung:

Das Internet entwickelt sich neben den klassischen Medien wie Print, TV und Hörfunk zum vierten großen global verfügbaren Massenmedium. Zahlreiche Unternehmen haben bereits die weitreichenden Potentiale erkannt, die das Medium Internet bietet und sind mit unterschiedlichen Ansätzen und Modellen im Internet mehr oder minder erfolgreich tätig. Die Digitalisierung bietet Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, im Rahmen des Reengineering-Ansatzes die internen Prozesse zu optimieren, sondern zudem die Chance neue Wege zur Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozesse zu gehen. Das Internet ließ in den vergangenen Jahren völlig neue Produkte und Märkte entstehen, die die traditionellen Beziehungen zwischen Kunden und Unternehmen neu definieren. Durch das umfassende Potential des Mediums Internet werden traditionelle Geschäftsmodelle und Handelsstrukturen ergänzt oder substituiert. Das Internet erhält somit in der Informationstechnologie der Unternehmen einen wichtigen strategischen Charakter.

Die vorliegende Diplomarbeit bietet einen Überblick über Electronic Commerce und eine Darstellung der innovativen und zukunftsorientierten Geschäftsmodelle im Internet. Hierbei werden insbesondere endkundenorientierte Modelle betrachtet; Modelle also, die sich eher im Bereich Business to Consumer finden. Demjenigen, der sich eher für innovative Geschäftsmodelle zwischen Unternehmen interessiert sei an dieser Stelle „Business Models for Electronic Markets“ von Paul Timmers empfohlen.

Ich möchte mit dieser Diplomarbeit einen Überblick geben über die rasante Entstehungsgeschichte von World Wide Web (WWW) und Electronic Commerce (EC). Was steht hinter den verschiedenen Geschäftsmodellen? Welches sind die Erfolgsfaktoren in diesem jungen und spannenden Bereich des Handels und wohin geht die Entwicklung gerade nach der Konsolidierung des neuen Marktes im Jahr 2001?

Gang der Untersuchung:

Zunächst erfolgt eine Übersicht der Grundlagen von Electronic Commerce sowie eine Übersicht und Klassifizierung der beteiligten Parteien und Prozesse. Nach der Betrachtung der Rahmenbedingungen der Geschäftsmodelle im Electronic Commerce erfolgt im Hauptteil der Arbeit eine Darstellung der Geschäftsmodelle. Hier wird jedes Geschäftsmodell, begleitet von erfolgreichen, aber auch gescheiterten Praxisbeispielen, dargestellt und charakterisiert. Die Klassifizierung der Geschäftsmodelle ermöglicht eine differenzierte Betrachtung des Themas Electronic Commerce sowie einen direkten Vergleich der Ansätze, Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Modelle.

Die vorgenommene Einteilung und Klassifizierung der Geschäftsmodelle kann nicht als vollständig und definitiv verstanden werden, da permanent neue Geschäftsmodelle entstehen bzw. bestehende an Bedeutung verlieren. Anschließend und rückschließend auf die verschiedenen Geschäftsmodelle folgt eine Darstellung der Kriterien, die erfolgreichen Geschäftsmodellen zugrunde liegen. Es darf nicht vergessen werden, dass Electronic Commerce eine sehr junge Art und Weise ist, Geschäfte zu betreiben und bei allen Chancen, die sich dadurch bieten auch eine Vielzahl von Risiken auf die Unternehmen warten, die sich in diesem Bereich versuchen. Im Anschluss an die Erfolgsfaktoren folgt ein Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen, die sich aus dem zuvor Erörtertem ergeben.

Die Diplomarbeit kann aufgrund der ungemeinen Dynamik des Themas nicht als abschließend verstanden werden. Vielmehr soll sie den momentanen Stand zum Zeitpunkt des Verfassens wiederspiegeln und einen interessanten Überblick über das Thema Electronic Commerce bieten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abkürzungsverzeichnis 5
1. Zielsetzung 6
2. Entstehung des Electronic Commerce 8
2.1 Das Internet 8
2.2 Das World Wide Web 10
2.3 Ursprünge des Electronic Commerce 11
3. Electronic Commerce und Geschäftmodelle 12
3.1 Definition von Electronic Commerce 12
3.2 Definition von Geschäftmodell 14
3.3 Klassifikationen 14
3.3.1 Akteure und Rollen beim Internet Handel 15
3.3.1.1 Business-to-Consumer 15
3.3.1.2 Consumer-to-Business 16
3.3.1.3 Business-to-Business 17
3.3.1.4 Business-to-Administration 18
3.3.1.5 Consumer-to-Consumer 18
3.3.1.6 Administration-to-Consumer 19
3.3.1.7 Administration-to-Administration 20
3.3.2 Phasen der Handelstransaktion 21
3.3.3 Transaktionsvolumen 22
4. Rahmenbedingungen im Electronic Commerce 24
4.1 Regulatorische Rahmenbedingungen 24
4.1.1 Verträge im Internet 24
4.1.2 Das Signaturgesetz 26
4.1.3 Notenbanken 29
4.1.4 Zoll und Steuern 30
4.2 Technologische Rahmenbedingungen 31
4.2.1 Vernetzung 31
4.2.2 Interaktivität 32
4.2.3 Supply Chain Management 32
4.2.4 Standardisierung 33
4.3 Ökonomische Rahmenbedingung 35
4.3.1 Chancen 35
4.3.2 Risiken 36
4.4 Electronic Commerce und die Statistik 38
4.4.1 Demographie und Nutzerverhalten 39
4.4.2 Electronic Commerce in Deutschland 42
5. Darstellung der Geschäftsmodelle 45
5.1 Online-Shop 45
5.2 Broker-Modelle 47
5.2.1 Orderabwicklung 47
5.2.2 Online-Mall 48
5.2.3 Marktplätze 49
5.2.4 Online-Auktionen 50
5.2.5 Co-Shopping 52
5.2.6 Preisvergleich 53
5.2.7 Request a Quote 54
5.3 Marketingmodelle 55
5.3.1 Generelle Portale 56
5.3.2 Spezialisierte Portale 57
5.3.3 Affiliate Modelle 58
5.3.4 Bonusprogramme 59
5.3.5 Kostenlos und Schnäppchen 61
5.4 Informationsmodelle 62
5.4.1 Online Magazine 62
5.4.2 Meinungswebsites 63
5.5 Gebühren-Modelle 64
5.5.1 News-Dienste 64
5.5.2 Kommerzielle Datenbanken 65
5.5.3 Pornografie 66
5.5.4 Spiele 67
5.6 Virtuelle Communities 68
6. Kriterien erfolgreicherGeschäftsmodelle 70
6.1 Reichweite 70
6.1.1 Werbung 70
6.1.2 Affiliate Marketing 72
6.2 Kundenbindung 74
6.2.1 Content - Inhalt 75
6.2.2 One-to-One-Marketing 76
6.2.3 Community 79
6.3 Anpassung des Marketing Mix 81
6.4 Anpassung der Wertschöpfungskette 84
6.5 Kooperationen 86
6.6 Geeignete Produkte und Dienstleistungen 87
6.7 Angebot der technischen Standards 88
6.7.1 Logistik 88
6.7.2 Zahlungssysteme 90
6.7.2.1 0190er-Nummern 91
6.7.2.2 Kreditkartenzahlung und SSL-Verschlüsselung 91
6.7.2.3 Lastschriftverfahren 92
6.7.2.4 CyberCash 92
6.7.2.5 SET 94
6.7.2.6 Smart Cards 95
6.7.2.7 Guthabenkarten 97
6.7.2.8 Elektronisches Geld - DigiCash 98
6.7.2.9 Billing-Verfahren 98
6.7.2.10 Paybox 99
7. Folgerungen und Ausblick 101
Literaturverzeichnis 104
Linksammlung 108
Erklärung gemäß §31 Abs.5 RaPO 110

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Modell von generellen Portalen ist das Bündeln und Kanalisieren von Besucherströmen. Eine sehr hohe Abrufhäufigkeit ist das Maß aller Dinge. Und diese ist nur über eine starke Marke mit entsprechender Bekanntheit zu erreichen, was wiederum sehr hohe Werbeaufwendungen erfordert. Hauptvertreter dieses Online-Geschäftsmodells sind Suchmaschinen wie Yahoo!, Excite und Bertelsmanns Lycos, E-Mail-Dienste wie Hotmail bzw. MSN und GMX oder auch Internet Service Provider wie AOL und T-Online. Sie bieten zwar den Internet Zugang nicht vollkommen kostenlos an, subventionieren ihn aber sehr stark und finanzieren sich in erster Regel durch Werbe- und Mieteinnahmen. Diese Unternehmen decken mit dem Zugang zum WWW, der Möglichkeit zu kommunizieren oder der Möglichkeit Informationen zu finden die Grundbedürfnisse der Internet-Nutzer ab. Daher war es das Anliegen dieser Unternehmen in den ersten Jahren des Internet-Booms durch das Anbieten eines wichtigen und kostenlosen Services möglichst viel Verkehr und Besucherzahlen auf die Website zu ziehen und dadurch quasi zum Ausgangspunkt des Nutzers im Internet zu werden. Erreicht wurde dies meist durch riesige Werbeausgaben, manchmal aber auch durch sehr effektives Viral Marketing24 wie im Fall von Hotmail. Viele der erfolgreichen Betreiber von generellen Portalen gehören zu den Internet-Pionieren, da es in den ersten Jahren des Internets für die “Early Mover“ einfacher war, hohe Zuwachsraten zu erreichen, als dies heute der Fall ist. Die GMX AG, der erfolgreichste deutsche E-Mail-Dienst, war 1996 einer der ersten Anbieter auf dem deutschen Markt und zählte Anfang 2001 über 6 Millionen Mitglieder. Alle mit genauen und selbst abgegebenen Profilangaben wohlgemerkt. Eine Zahl, die heute selbst mit riesigem Werbeaufwand kaum mehr zu erreichen ist. Haupteinnahmequelle ist bzw. war in den ersten Jahren des Internet-Booms das Verkaufen dieser Besucher- und Nutzerzahlen in Form von Werbeschaltungen. Mittlerweile findet bzw. fand bei allen generellen Portalen eine Wandlung zu sogenannten All-in-One-Anbietern statt. Alle großen Portal-Betreiber erweitern ihre Kern-Leistung um ein vielfältiges Zusatzangebot mehr oder weniger kostenpflichtiger Services. Das Stichwort heißt Value Added Services, also das Angebot von zusätzlichen nützlichen und teilweise auch kostenpflichtigen Services für die Nutzer. Angetrieben wird dieser Prozess in erster Linie durch die Notwendigkeit zur Erschließung neuer Einnahmequellen, da generelle Portale sich lange Zeit nur durch Werbeeinnahmen finanziert haben, was in Zeiten einer Rezession in der Internet-Branche, wie wir sie 2001 erleben, fatale Folgen haben kann. [...]

Alle Unternehmen, die dieses Geschäftsmodell verfolgen, sind mit speziellen Produkt- und Dienstleistungskategorien auch im B2B-Bereich tätig. Allen Broker-Modellen ist gemein, das der Erfolg des betreibenden Unternehmens von der Reichweite und den erreichten Teilnehmerzahlen abhängt. Man spricht hier auch vom sog. Marktplatz-Paradoxon: Je dominanter ein Marktplatz ist, desto mehr Einnahmequellen kann er erschließen, aber solange mehrere Marktplätze versuchen, eine dominante Position zu erreichen, bleiben lukrative Einnahmen unwahrscheinlich.23 Um Anbietern einen Anreiz zu bieten an dem entsprechenden Geschäftsmodell teilzunehmen, und dafür in Form von Provisionen oder Gebühren zu bezahlen, müssen Makler-Modelle eine große Reichweite erlangen. Umso erfolgreicher das Geschäftsmodell von Nachfragern angenommen wird und um so größer die Teilnahme ist, um so höher sind auch die Gewinnaussichten der teilnehmenden Anbieter und deren Bereitschaft für die Teilnahme zu bezahlen. Viele dieser Unternehmen haben in der Anfangsphase den Grossteil ihres Venture-Kapitals in den Aufbau einer eigenen Marke und Werbeaktivitäten investiert, ohne den erwünschten Erfolg zu erreichen. Um die notwendigen Teilnehmerzahlen zu erreichen und genügend Aktivitäten zu erzeugen geht der Trend bei diesen Modelle im Moment in Richtung Kooperationen mit reichweitenstarken Marketing-Modellen. Diese lassen sich die Aufnahme in ihr Angebot jedoch teuer bezahlen 5.3 Marketingmodelle [...]

Dieses Modell entstand, wie die meisten, in den USA und ist eines der jüngsten Geschäftsmodelle im Bereich der Maklermodelle. Im Mittelpunkt steht auch hier die abnehmende Transparenz des Online-Marktes und der zunehmende Aufwand bei der Suche nach dem passenden Anbieter. Ziel ist es jedoch dem Interessenten den passenden Anbieter aus der On- und Offline-Welt zu vermitteln. Man kann sich dieses Modell als Weiterentwicklung des elektronischen Branchenbuchs vorstellen. Wenn beispielsweise jemand auf der Suche nach einem Dachdecker in seiner Gegend ist, so muss er nicht mehr die gelben Seiten zur Hand nehmen, verschiedene Anbieter anrufen und seine Anfrage wiederholen, sondern spezifiziert diese Anfrage nur einmalig in einem Online-Formular. Die Anfrage wird daraufhin an alle passenden Anbieter in der Datenbank des Betreiberunternehmens weitergeleitet. Diese wiederum entscheiden, ob sie das nachgefragte Produkt oder die Dienstleistung in der Art und Weise anbieten können und ob sie darauf hin ein Angebot abgeben möchten. Diese Angebote, mit den entsprechenden Kontaktinformationen, werden dem Nachfrager übermittelt. Dieser kann sich in Ruhe das beste Angebot aussuchen und mit dem Anbieter in Kontakt treten. Haupteinnahmequelle bei diesem Modell sind Subscription-Fees, also Gebühren für die Aufnahme in die Datenbank, der teilnehmenden Unternehmen oder Transaktionsgebühren bzw. Provisionen. Der Erfolg dieses Geschäftsmodells bleibt abzuwarten, da bislang keines der Unternehmen ausreichend Umsatz generiert, um in absehbarer Zeit den Break-Even zu erreichen. Die führenden Betreiber-Unternehmen in Deutschland sind Mondus, Yellout oder auch die Mercateo AG, die jedoch im letzten Jahr von der E.On AG übernommen und in deren eigenen OnlineService integriert wurde. [...]

Arbeit zitieren:
Koubek, Manuel September 2001: Geschäftsmodelle im Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Analyse

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