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Geschäftsmodelle für das E-Business

Geschäftsmodelle für das E-Business
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernhard Kerschbaum
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5679-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5679-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5679-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kerschbaum, Bernhard April 2002: Geschäftsmodelle für das E-Business, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertschöpfungsarchitektur, Value Proposition, Werttreiber, Business Models, Erlösmodell

Diplomarbeit von Bernhard Kerschbaum

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung von Geschäftsmodellen für das E-Business. Der diskutierte Inhalt umfasst drei relevante Fragestellungen:

Was ist ein Geschäftsmodell?

Wie lassen sich Geschäftsmodelle im E-Business klassifizieren?

Nach welchen Kriterien sind Geschäftsmodelle zu evaluieren?

Der Begriff des Geschäftsmodells findet in Literatur und Praxis vermehrte Verwendung, ohne dass ein allgemein gültiges Begriffsverständnis vorliegt. Daher werden zu Beginn der Arbeit verschiedene Definitionen dargestellt, und es wird gezeigt, dass sich daraus drei generische Elemente eines Geschäftsmodells ableiten lassen. In der Folge wird unter einem Geschäftsmodell ein Beschreibungsrahmen verstanden, der auf abstrakter Ebene durch die Spezifikation der Elemente Value Proposition, Architektur der Wertschöpfung und Erlöserzielung die Geschäftstätigkeiten darstellt. Die Konzeption „Geschäftsmodell“ wird als neue, ergänzende Analyseeinheit eingeführt und ihre strategische Relevanz aufgezeigt.

Zur Orientierung im „Dschungel“ der im E-Business beobachtbaren Geschäftsmodelle ist es hilfreich, verschiedene Klassifikations- und Systematisierungsansätze heranzuziehen. Unterscheidungen sind hinsichtlich der beteiligten Geschäftspartner, des Leistungsangebots, des überbetrieblichen Integrationsgrads, des Innovationsgrads, der Koordinationsmechanismen und des verfolgten Erlösmodells möglich. Diese schematischen Einteilungen nach idealtypischen Geschäftsmodellen sollen helfen, aktuelle Trends wie z.B. die Entwicklung hin zu hybriden und multifunktionalen Modellen zu verstehen.

Zuletzt bleibt die Frage zu klären, was tragfähige und erfolgreiche Geschäftsmodelle sind. Zur Lösung dieser Frage werden in der Arbeit relevante Werttreiber für das E-Business identifiziert und vorgestellt. Mit Hilfe verschiedener Werttreiber kann das Geschäftsmodelldesign und der operative Erfolg beurteilt werden. In zwei Fallstudien erfolgt eine Anwendung der erarbeiteten Werttreiber auf umgesetzte Geschäftsmodelle. Es werden die Geschäftsmodelle der Lycos Europe N.V. und der OnVista AG untersucht, da diese aktuelle Entwicklungen und verschiedene Portalstrategien aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

ZUSAMMENFASSUNG I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT 1
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 2
1.3 ABGRENZUNG DES THEMAS 3
1.4 E-BUSINESS UND E-COMMERCE 4
2. GESCHÄFTSMODELL ALS ANALYSEEINHEIT 6
2.1 INTERNET-ÖKONOMIE ALS ENABLER NEUER GESCHÄFTSMODELLE 6
2.2 GESCHÄFTSMODELLKONZEPTION UND TRADITIONELLE ANALYSEEINHEITEN 8
2.3 GESCHÄFTSMODELLE: STATE OF THE ART 9
2.3.1 Ursprung und Begriff 10
2.3.2 Definitionen des Geschäftsmodells 11
2.3.3 Identifikation generischer Bestandteile 13
2.3.3.1 Value Proposition 14
2.3.3.2 Architektur der Wertschöpfung 15
2.3.3.3 Erlösmodell 17
3. KLASSIFIKATIONSANSÄTZE VON GESCHÄFTSMODELLEN 20
3.1 GESCHÄFTSPARTNER IM E-BUSINESS 20
3.2 INNOVATIONS- UND INTEGRATIONSGRAD GEMÄß TIMMERS 21
3.2.1 Klassische Geschäftsmodelle 22
3.2.2 Innovative Geschäftsmodelle 24
3.3 4C-NET-BUSINESS-MODEL VON WIRTZ 25
3.3.1 Geschäftsmodell Content 26
3.3.2 Geschäftsmodell Commerce 28
3.3.3 Geschäftsmodell Context 30
3.3.4 Geschäftsmodell Connection 31
3.4 BUSINESS WEBS NACH TAPSCOTT 32
3.4.1 B-Web Agora 33
3.4.2 B-Web Aggregation 34
3.4.3 B-Web Wertschöpfungskette 35
3.4.4 B-Web Allianz 35
3.4.5 B-Web Distributionsnetz 36
3.5 TAXONOMIE VON GESCHÄFTSMODELLEN NACH RAPPA 37
3.6 KRITIK AN DEN KLASSIFIKATIONSVERSUCHEN 39
3.6.1 Trend zu hybriden Geschäftsmodellen 39
3.6.2 Geschäftsmodell - Fast Moving Target 42
4. EVALUATION VON GESCHÄFTSMODELLEN 43
4.1 PROBLEMATIK DER ERFOLGSBEWERTUNG 43
4.2 BEWERTUNG DES GESCHÄFTSMODELLDESIGNS 44
4.2.1 Efficiency 44
4.2.2 Complementarities 45
4.2.3 Lock-In 45
4.2.4 Novelty 47
4.3 OPERATIVE ERFOLGSMESSUNG 48
4.3.1 E-Werttreiber nach Wirtz 48
4.3.2 Multiplikatormethode 50
4.3.3 Discounted-Cash-Flow 52
5. FALLSTUDIEN VON REALISIERTEN GESCHÄFTSMODELLEN 55
5.1 DAS GESCHÄFTSMODELL DER ONVISTA AG 55
5.1.1 Unternehmensprofil 55
5.1.2 Geschäftsmodelldesign 55
5.1.2.1 Value Proposition 55
5.1.2.2 Architektur der Wertschöpfung 56
5.1.2.3 Erlösmodell 56
5.1.2.4 Evaluation 57
5.1.3 Klassifikation des Geschäftsmodells 60
5.1.4 Operativer Erfolg 62
5.2 DAS GESCHÄFTSMODELL DER LYCOS EUROPE N.V. 62
5.2.1 Unternehmensprofil 62
5.2.2 Geschäftsmodelldesign 63
5.2.2.1 Value Proposition 63
5.2.2.2 Architektur der Wertschöpfung 63
5.2.2.3 Erlösmodell 64
5.2.2.4 Evaluation 66
5.2.3 Klassifikation des Geschäftsmodells 67
5.2.4 Operativer Erfolg 69
6. FAZIT 71
LITERATURVERZEICHNIS 72
ANHANG 81
ERKLÄRUNG 82
Zusammenfassung I
Erklärung II

Automatisiert erstellter Textauszug:

Finanzwirtschaftliche Daten der Yahoo! Inc. liegen ausschließlich in aggregierter Form vor und werden nicht für jedes nationale Portal separat ausgewiesen. 55 Der Indikator Unique Visitors erfasst die Anzahl der Besucher, die eine Webseite innerhalb eines Monats aufgerufen haben. Dabei wird jeder Besucher nur einmal gezählt (Wirtz/Becker 2002b, 142). 56 Die Nutzungsintensität bezeichnet die Anzahl der verschiedenen aufgerufenen Seiten pro Besucher. 57 Die Kennzahlen wurden kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet. 58 Der Umsatz der Lycos Europe N.V. von 12,60 Mio. € bezieht sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2001. Aus diesem Grund wurde zur Berechnung der Cap/Sales-Ratio ein mit dem Faktor zwei multiplizierter Umsatz für das ganze Kalenderjahr angenommen. 59 Jupiter MMXI (2002, o.S.), Schmidt (2002, 29), WEB.DE AG (2002a, 1ff.; 2002b, o.S.), o.V. (2002b, 24). [...]

Das Erlösmodell von Lycos umfasst verschiedene Erlösquellen, und somit erfolgt eine mehrfache Zuordnung gemäß der Einteilung nach Rappa zu Brokerage Model, Advertising Model und Utility Model. Da im Bereich Lycos Shopping neben festen Gebühren eine umsatzabhängige prozentuale Beteiligung anfällt, kann dieser der Definition einer Virtual Mall nach Rappa dem Brokerage Model zugeordnet werden. Die Bereiche Suche, Inhalt und Community finanzieren sich bisher im Rahmen des Subscription Model durch Werbung. Das Utility Model kommt im Bereich des Internetzugangs zum Tragen. Lycos agiert als InternetService-Provider und der Nutzer zahlt für die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung . 5.2.4 Operativer Erfolg Zum Abschluss dieser Fallstudie wird im Rahmen eines Peer-Group-Vergleichs das Portal LYCOS.DE mit den Mitbewerbern WEB.DE und YAHOO.DE verglichen. Tabelle 14 gibt einen Überblick über relevante operative und finanzwirtschaftliche Erfolgsgrößen. [...]

Die Geschäftsbereiche Inhalt, Suche, Shopping und Internetzugang sind Business-toConsumer-Modelle. Das Unternehmen Lycos tritt als Bereitsteller von Produkten und Dienstleistungen für private Nutzer des Geschäftsmodells auf. Im Bereich Community fingiert Lycos als Bereitsteller einer Consumer-to-Consumer-Plattform, auf der die Nutzer einander begegnen und miteinander kommunizieren können. In geringem Ausmaß ist Lycos in dem Segment Business-to-Business tätig. Hierzu ist das Lizenzgeschäft zu zählen, das Technologie und Produktnutzung an interessierte Unternehmen verkauft. Das Portal Lycos findet sich in den Modellen E-Mall, Info-Brokerage und Virtual Communities der Klassifikation nach Timmers wieder. Das integrierte Shopping-Portal von Lycos kann als das „elektronische Dach“ einer E-Mall angesehen werden, unter dem verschiedene Anbieter nebeneinander ihre Waren anbieten können. Mit seinem Angebot an verschiedenen Suchmaschinen und Katalogsuchen findet sich Lycos im innovativen InfoBrokerage wieder. Auch die verschiedenen virtuellen Communities von Lycos zählen zu den innovativen Modellen im Schema nach Timmers. Lycos ist als multifunktionales Internetportal in allen vier Bereichen des 4C-Net-Business Model von Wirtz aktiv. Dies ist bereits in der Darstellung des Geschäftsmodells in Abbildung 25 deutlich geworden. Lycos hat als uni-funktionales Geschäftsmodell begonnen, das sich auf den Bereich Context mit dem Suchmaschinengeschäft konzentriert hat. Mit dem Ziel, das führende Internetportal in Europa zu werden, begann die Expansion in die anderen drei Bereiche Content, Commerce und Connection (Lycos Europe 2002b, 3). In der Systematik nach Tapscott ist Lycos dem Business-Web-Typ Aggregation zuzuordnen. Im Bereich Suche z.B. besteht die Aggregationsleistung von Lycos darin, Informationen zu sammeln, aufzubereiten und sie bei Bedarf dem Nutzer anzubieten. Das Agieren von Lycos im Bereich Shopping kann mit Einschränkung auch als Aggregieren verstanden werden. Lycos trifft eine Auswahl von Herstellern, bzw. Verkäufern, die ihre Produkte auf der einheitlichen Verkaufsplattform von Lycos anbieten dürfen und gewährleistet weiterhin im Rahmen von Lycos Quality Partners einheitliche Qualität und Kundenservice zum Vorteil der Kunden. [...]

Arbeit zitieren:
Kerschbaum, Bernhard April 2002: Geschäftsmodelle für das E-Business, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertschöpfungsarchitektur, Value Proposition, Werttreiber, Business Models, Erlösmodell

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