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Geschäftskonzepterstellung für einen Gastronomiebetrieb

Geschäftskonzepterstellung für einen Gastronomiebetrieb
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Astrid Buzin
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 145 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 69
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0184-9
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0184-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Buzin, Astrid Januar 2004: Geschäftskonzepterstellung für einen Gastronomiebetrieb, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gaststättengewerbe, Unternehmensgründung, Geschäftsplan, Businessplan, Existenzgründung

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Diplomarbeit von Astrid Buzin

Einleitung:

Die aktuelle Arbeitsmarktsituation in der Bundesrepublik Deutschland mit ca. 4,6 Mio. Arbeitslosen verlangt eine Umstrukturierung des derzeitigen Arbeitsmarktes und die Frage nach der Zukunft der Arbeitplatzsituation gibt momentan Anlass zu einer Vielzahl von Diskussionsrunden. Selbst auf der Weltmesse „Expo 2000“ wurde dieses Thema auf separaten Ausstellungsflächen in den Blickpunkt der Besucher gestellt. Allein das verdeutlicht, dass „Arbeit“ eines der Schlüsselwörter unserer Gesellschaft zur Zeit der Jahrtausendwende geworden ist.

Der Förderung der beruflichen Selbstständigkeit wird gegenwärtig eine wachsende Aufmerksamkeit zuteil. Dies zeigt sich z. B. an politischen Aktionen und Forderungen der Parteien, die aufgrund der langanhaltenden Arbeitsmarktkrise wiederholt die Stärkung des Arbeitsmarktes durch Förderung der beruflichen Selbstständigkeit fordern. Die Bundesregierung legt den Schwerpunkt ihrer Wirtschaftpolitik auf die Förderung des Mittelstandes, der eine große gesamtwirtschaftliche Bedeutung besitzt.

Denn eigenständige Unternehmer des Mittelstandes erbringen mehr als die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung und sind Arbeitgeber für 70 % aller Beschäftigten hierzulande. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, unterstützt der Staat die Gründung neuer Unternehmen v. a. durch finanzielle Beihilfen und zinsgünstige Kredite. Darunter seien das Sondervermögen des ERP genannt, sowie die Angebote der KfW Mittelstandsbank .

Die Umsetzung des Hartz-Konzepts zum Abbau der Arbeitslosigkeit schafft eine Grundlage für die erfolgreiche Realisierung neuer Geschäftsideen zur Existenzsicherung. Damit wird Arbeitslosen die Möglichkeit gegeben, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Ich-AG zu gründen. Vorher Erwerbslosen wird drei Jahre lang ein Zuschuss zur Sozialversicherung gezahlt, der in der Startphase der Existenzgründung einen finanziellen Ausgleich schaffen soll. Zudem profitiert die Ich-AG von einer geringen Steuerbelastung und einer vereinfachten Buchführung.

Die neuen Regeln für Minijobs sind für Arbeitnehmer aufgrund der höher gesetzten Bemessungsgrenze für Sozialversicherungsabgaben attraktiver gestaltet worden und erleichtern zugleich Arbeitgebern die Einstellung von geringfügig beschäftigtem Personal. Seit dem 01. April 2003 muss der Arbeitgeber bei einer Lohnzahlung von bis zu 400 Euro pro Monat eine 25 %ige Sozialversicherungspauschale abführen.

Weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie das Bereitstellen eines Meister-Bafögs laut Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzt (AFBG) fördern die Selbstständigkeit.

Fortbildungen oder die Absolvierung eines Meisterlehrganges sind oft Voraussetzung für die Existenzgründung in handwerklichen Berufen oder im Gesundheits- und Pflegebereich. Vielen Gründern fehlt es an der Finanzierungsgrundlage für Lebensunterhalt und Lehrgangsgebühren. Seit dem 01. Januar 2002 wird mit dem Meister-Bafög die Existenzgründungsförderung nicht nur im handwerklichen Gewerbe unterstützt, sondern auch im Dienstleistungsgewerbe.

Die gesellschaftliche Eigenaktivität und damit der Schritt in die Selbstständigkeit werden gefördert und aus ihnen können sich neue berufliche Perspektiven entwickeln.

Diese Aspekte als Chance begreifend und der persönliche Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit gaben der Verfasserin der vorliegenden Arbeit Anlass und Anregung das Thema „Geschäftskonzepterstellung für einen Gastronomiebetrieb“ als Grundlage einer Existenzgründung zu wählen.

Die Erstellung eines konkreten Geschäftskonzeptes beinhaltet die Untersuchung verschiedener Themenbereiche. Daher wird im Laufe der Arbeit auf folgende Gebiete intensiv eingegangen:

Ausführungen zur geplanten Geschäftsidee, Qualifikation eines Existenzgründers, Standort, Gründungsformalien, innerbetriebliche Struktur, Marketing und Finanzierung/Kosten.

Die einzelnen Themenbereiche werden der Geschäftsidee entsprechend standort- sowie branchenspezifisch mit aktuellem Zahlenmaterial fundiert.

Da es sich in diesem Fall um ein Geschäftskonzept eines Cafés im gastronomischen Dienstleistungsgewerbe handelt, wird es notwendig sein, Datenmaterial aus dem Gastronomiesektor zu analysieren, aber darüber hinaus auch Primärdaten für den gewählten Standort neu zu erheben.

Das Geschäftskonzept, auch Businessplan genannt, ist die methodische Umsetzung der vorangestellten Geschäftsidee. Im Konzept wird dargelegt, wie die Idee erfolgreich realisiert werden kann. Ein gut ausgearbeiteter Businessplan kann als Grundlage einer Existenzgründung die Erfolgschancen dieser erhöhen, da sich der Gründer durch die theoretische Erarbeitung intensiv mit möglichen Risiken und Chancen der Geschäftsidee auseinander gesetzt hat.

Der Gastronomiebetrieb - als Einzelhandelsunternehmen - übernimmt die Verteilungsaufgabe der produzierten Güter und ist dem >Tertiären Bereich< oder auch >Dienstleistungs-Sektor< der Volkswirtschaft zuzuordnen. In wirtschaftspolitischen Diskussionen werden oft Inhalt und Bedeutung des Dienstleistungsbegriffes diskutiert. Seit mehreren Jahrzehnten befinden wir uns auf dem Weg von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft. Dienstleistungen machen den einzigen überproportional wachsenden Wirtschaftssektor aus, in dem inzwischen die Mehrzahl aller Arbeitnehmer beschäftigt wird.

Problemstellung:

Ausgehend von der Café-Geschäftsidee wird versucht, in den folgenden Kapiteln ein realisierbares Geschäftskonzept zu erstellen. Es gilt zu eruieren, ob die Unternehmensidee vom Markt aufgenommen wird, ökonomisch tragfähig ist und sie in welcher Weise vom Existenzgründer umgesetzt werden kann.

Aus dem Grund werden in den folgenden Ausführungen die persönlichen Voraussetzungen des Existenzgründers, die Standortwahl, Gründungsformalitäten usw. näher betrachtet und bezogen auf die Geschäftsidee des Gastronomiebetriebes analysiert und bewertet, wobei eine positive oder negative Bewertung keinen Gründungserfolg garantieren kann.

Der Businessplan soll ein praktisch umsetzbares Beispiel für ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen mit Zukunftsaussichten werden. Daher sind persönliche Befragungen im Marketingbereich sowie genaueste Marktanalyse unabdingbar, worauf in den Kapiteln Standortwahl und Marketing eingegangen wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Abgrenzung des Themas 3
1.3 Begriffsbestimmung 3
1.4 Vorgehensweise bei der Bearbeitung des Themas 5
2. Geschäftsidee 6
2.1 Entwicklungsprozess einer Geschäftsidee 6
2.1.1 Übernahme fremder Geschäftsideen 6
2.1.2 Einsatz kreativer Methoden 7
2.1.3 Gesellschaftliche Veränderungen als Grundlage neuer Ideen 8
2.2 Pictures Café 11
2.2.1 Vorstellung der Geschäftsidee 11
2.2.2 Trends, die für Pictures Café von Bedeutung sind 11
2.2.3 Schlussfolgerung für die Geschäftsidee Pictures Café 12
2.3 Leistungsprogramm und Angebot eines Gastronomieunternehmens 14
2.3.1 Betriebstypen und -artenabhängiges Dienstleistungsangebot 14
2.3.2 Dienstleistungsangebot von Pictures Café 15
3. Persönliche und fachliche Voraussetzungen eines Existenzgründers 17
3.1 Exkurs: Menschliche Bedürfnisse als Grundlage der Arbeitsplatzwahl 17
3.2 Voraussetzung für einen Existenzgründer im Gastronomiegewerbe 18
4. Standortwahl 24
4.1 Faktoren, welche die Standortwahl beeinflussen 24
4.1.1 Überlegungen zur Standortentscheidung 24
4.1.2 Marktbezogene Einflussfaktoren 25
4.1.3 Betriebswirtschaftliche Einflussfaktoren 27
4.1.4 Infrastrukturelle Faktoren 28
4.1.5 Rechtliche Einflussfaktoren 28
4.2 Standortanalyse für das Pictures Café 29
4.2.1 Kurzbeschreibung der Stadt Potsdam 29
4.2.2 Infrastruktur 30
4.2.3 Marktbezogene Faktoren 31
4.2.4 Betriebswirtschaftliche Betrachtung 33
5. Gründungsformalitäten 35
5.1 Wahl der Rechtsform 35
5.1.1 Überlegungen zur Rechtsformwahl 35
5.1.2 Einzelunternehmen 36
5.1.3 Personengesellschaften 38
5.1.4 Kapitalgesellschaften 38
5.1.5 Schlussfolgerung zur Wahl der Unternehmensform für das Pictures Café 39
5.3 Behördengänge 40
5.4 Firmenversicherung 42
6. Innerbetriebliche Struktur 43
6.1 Grundfragen der Personalwirtschaft 43
6.2 Personalplanung für Pictures Café 44
6.2.1 Bedeutung des Personals in der Gastronomie 44
6.2.2 Personalbedarfsermittlung 44
6.2.3 Organisation 45
6.2.4 Personalbeschaffung 47
6.3 Kontrolle innerbetrieblicher Abläufe 49
6.3.1 Betriebliches Rechnungswesen 49
6.3.2 Kontrolle nicht monetärer Unternehmensmerkmale 50
6.3.3 Betriebliches Rechungswesen im Pictures Café 51
7. Marketing 53
7.1 Bedeutung und Notwendigkeit 53
7.2 Marktforschung 54
7.2.1 Primär- und Sekundärmarktforschung 54
7.2.2 Erstellung eines Interviewleitfadens 54
7.2.3 Vorgehensweise und Auswertung 57
7.2.4 Evaluation der Befragung für die Geschäftsidee Pictures Café 60
7.3 Situationsanalyse 61
7.3.1 Potenzialanalyse 61
7.3.2 Marktanalyse 62
7.3.3 Nachfrageanalyse 65
7.3.4 Konkurrenzanalyse 67
7.4 Strategieumsetzung für Pictures Café 73
7.4.1 Festlegung der Dienstleistungsstrategie 73
7.4.2 Produktpolitik 74
7.4.3 Preispolitik 75
7.4.4 Distributionspolitik 76
7.4.5 Kommunikationspolitik 77
8. Wirtschaftliche Planung 81
8.1 Investitionsplanung 81
8.2 Gewinn- und Verlustrechnung 82
8.3 Liquiditätsplanung 84
8.4 Kapitalbedarf/Finanzierung 86
8.5 Monatliche Betriebskosten 87
9. Zusammenfassung 88
Literaturverzeichnis 90
Sonstige Quellen 94
Anlagen 97
Eidesstattliche Erklärung 128

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Abgrenzung des Themas 3
1.3 Begriffsbestimmung 3
1.4 Vorgehensweise bei der Bearbeitung des Themas 5
2. Geschäftsidee 6
2.1 Entwicklungsprozess einer Geschäftsidee 6
2.1.1 Übernahme fremder Geschäftsideen 6
2.1.2 Einsatz kreativer Methoden 7
2.1.3 Gesellschaftliche Veränderungen als Grundlage neuer Ideen 8
2.2 Pictures Café 11
2.2.1 Vorstellung der Geschäftsidee 11
2.2.2 Trends, die für Pictures Café von Bedeutung sind 11
2.2.3 Schlussfolgerung für die Geschäftsidee Pictures Café 12
2.3 Leistungsprogramm und Angebot eines Gastronomieunternehmens 14
2.3.1 Betriebstypen und -artenabhängiges Dienstleistungsangebot 14
2.3.2 Dienstleistungsangebot von Pictures Café 15
3. Persönliche und fachliche Voraussetzungen eines Existenzgründers 17
3.1 Exkurs: Menschliche Bedürfnisse als Grundlage der Arbeitsplatzwahl 17
3.2 Voraussetzung für einen Existenzgründer im Gastronomiegewerbe 18
4. Standortwahl 24
4.1 Faktoren, welche die Standortwahl beeinflussen 24
4.1.1 Überlegungen zur Standortentscheidung 24
4.1.2 Marktbezogene Einflussfaktoren 25
4.1.3 Betriebswirtschaftliche Einflussfaktoren 27
4.1.4 Infrastrukturelle Faktoren 28
4.1.5 Rechtliche Einflussfaktoren 28
4.2 Standortanalyse für das Pictures Café 29
4.2.1 Kurzbeschreibung der Stadt Potsdam 29
4.2.2 Infrastruktur 30
4.2.3 Marktbezogene Faktoren 31
4.2.4 Betriebswirtschaftliche Betrachtung 33
5. Gründungsformalitäten 35
5.1 Wahl der Rechtsform 35
5.1.1 Überlegungen zur Rechtsformwahl 35
5.1.2 Einzelunternehmen 36
5.1.3 Personengesellschaften 38
5.1.4 Kapitalgesellschaften 38
5.1.5 Schlussfolgerung zur Wahl der Unternehmensform für das Pictures Café 39
5.3 Behördengänge 40
5.4 Firmenversicherung 42
6. Innerbetriebliche Struktur 43
6.1 Grundfragen der Personalwirtschaft 43
6.2 Personalplanung für Pictures Café 44
6.2.1 Bedeutung des Personals in der Gastronomie 44
6.2.2 Personalbedarfsermittlung 44
6.2.3 Organisation 45
6.2.4 Personalbeschaffung 47
6.3 Kontrolle innerbetrieblicher Abläufe 49
6.3.1 Betriebliches Rechnungswesen 49
6.3.2 Kontrolle nicht monetärer Unternehmensmerkmale 50
6.3.3 Betriebliches Rechungswesen im Pictures Café 51
7. Marketing 53
7.1 Bedeutung und Notwendigkeit 53
7.2 Marktforschung 54
7.2.1 Primär- und Sekundärmarktforschung 54
7.2.2 Erstellung eines Interviewleitfadens 54
7.2.3 Vorgehensweise und Auswertung 57
7.2.4 Evaluation der Befragung für die Geschäftsidee Pictures Café 60
7.3 Situationsanalyse 61
7.3.1 Potenzialanalyse 61
7.3.2 Marktanalyse 62
7.3.3 Nachfrageanalyse 65
7.3.4 Konkurrenzanalyse 67
7.4 Strategieumsetzung für Pictures Café 73
7.4.1 Festlegung der Dienstleistungsstrategie 73
7.4.2 Produktpolitik 74
7.4.3 Preispolitik 75
7.4.4 Distributionspolitik 76
7.4.5 Kommunikationspolitik 77
8. Wirtschaftliche Planung 81
8.1 Investitionsplanung 81
8.2 Gewinn- und Verlustrechnung 82
8.3 Liquiditätsplanung 84
8.4 Kapitalbedarf/Finanzierung 86
8.5 Monatliche Betriebskosten 87
9. Zusammenfassung 88
Literaturverzeichnis 90
Sonstige Quellen 94
Anlagen 97
Eidesstattliche Erklärung 128

Textprobe:

Kapitel 2.3.2, Dienstleistungsangebot von Pictures Café: Pictures Café als ein systemorientierter Gastronomiebetrieb hat ein übersichtliches Angebot mit guter und gleichbleibender Qualität zu angemessenen Preisen.

Den Schwerpunkt bildet bei Pictures Café die gesundheitsorientierte Küche, wobei das Speisenangebot nicht so umfangreich sein wird wie in einem Restaurant. Verschiedene Kuchen und kleine Snackangebote bilden das Grundsortiment des Menüplans. Die Getränkekarte bietet eher ein tieferes (z. B verschiedene Kaffeesorten) als ein breiteres (verschiedene Getränke) Angebot.

Pictures Café wird neben dem sonst gleichbleibenden Produktangebot, dem Kunden eine Abwechslung in kultureller Unterhaltungsform offerieren. Passend zu den im 6-Wochenrhythmus stattfindenden Fotografie-, Gemälde- und Bilderausstellungen werden begleitende Kulturabende veranstaltet. Außerdem wird das Speisen- und Getränkeangebot themengerecht ergänzt. Die Attraktivität des Cafés wird durch zusätzliche Serviceleistungen wie z. B. Bring-Dienst (Home-Service), Bereitstellung von Verpackung zum Mitnehmen der Waren (Take-Away) oder kleinen Zusatzgeschenken für das Überschreiten einer Bestellsumme (Give-Aways) erhöht.

Im Café soll die zeit- und personalsparende Counter-Bedienung praktiziert werden, da hier der Gast seine Auswahl bestellt, bezahlt und meistens auch sofort mitnimmt. Dieser einmalige Personalkontakt reicht aus, um den Kunden nur für kurze Zeit aus seinem Anonymitätsdasein herauszuziehen und ein individuelles Verkaufsgespräch zu führen. Der Identitätsverlust des Kunden ist demzufolge bei einem systemorientierten Betriebstyp mit Counter-Bedienung ohne kontaktintensive Tischbedienung nicht in Gefahr.

Im Rahmen des Leistungsangebots soll Pictures Cafés Personal ein Alleinstellungsmerkmal bilden, denn auch in der Systemgastronomie hat jeder Kunde mindestens ein Mal Kontakt mit dem Personal und daher ist die einkaufsbeeinflussende Kommunikation mit dem Kunden durch das Personal nicht zu unterschätzen. Für Pictures Café werden in der immer noch nicht überall praktizierenden kundenfreundlichen Bedienung sowie dem nachfrageorientierten Beschwerdemanagement, Erfolgschancen gesehen.

Eine falsche Grundeinstellung, mangelnde fachliche Ausbildung und Soziale Kompetenz sowie unzureichende Arbeitsmotivation des Personals sind Ursachen einer nicht kundenorientierten Dienstleistung.

Durch eine sorgfältige Personalauswahl und das Handeln nach Unternehmensgrundsätzen wird erreicht, dass das Personal kundenorientiert bedient, Spaß an der Arbeit hat, und mit dazu beiträgt, eine verkaufsfördernde Atmosphäre zu schaffen.

Die eigene Überzeugung von den Produkten, die Verantwortung, die jeder Mitarbeiter übertragen bekommt und die Einbeziehung ins Unternehmensgeschehen sind dabei für das Personal hochmotivierend. Die Mitarbeiter verstehen sich nicht in erster Linie als Verkäufer sondern als Dienstleister, um Kundenwünsche zu befriedigen.

Um die persönliche Voraussetzung einer Arbeitskraft für eine spezielle Tätigkeit beurteilen zu können, soll zuerst auf die Bedeutung der Arbeit zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse näher eingegangen werden. Heute dient die Arbeit und der damit ausgeübte Beruf der materiellen sowie immateriellen Bedürfnisbefriedigung. Die Arbeit ist dabei Mittel zum Zweck und ermöglicht jedem das Maß an Befriedigung, das er benötigt.

Die von dem amerikanischen Psychologen A. H. Maslow entwickelte Bedürfnispyramide spiegelt die verschiedenen Bedürfnisse wider. Folglich kann die Bedeutung der Arbeit bzw. des Arbeitsplatzes mit den verschiedenen fundamentalen menschlichen Neigungen erklärt werden, wobei die Bedürfnisorientierung die Wahl des Berufsbildes mitbestimmt, da individuelle Wünsche und Neigungen die Eignung einer Arbeitskraft, deren Grad der Zufriedenheit und die zu erbringende Leistung am Arbeitsplatz beeinflussen. Die menschlichen Bedürfnisse nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit spielen eine große Rolle bei Existenzgründern, denn sie sind für den Aufbau einer selbstständigen Existenz die zwei wesentlichsten Antriebskräfte.

Dennoch sollte der Wunsch nach Selbstverwirklichung auch realistisch mit den persönlichen Ressourcen (Qualifikationen) abgestimmt werden. Eine kritische Selbstprüfung bezüglich der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen ist hier maßgeblich.

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Arbeit zitieren:
Buzin, Astrid Januar 2004: Geschäftskonzepterstellung für einen Gastronomiebetrieb, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gaststättengewerbe, Unternehmensgründung, Geschäftsplan, Businessplan, Existenzgründung

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