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Die Gersthoferstraße: Umgestaltung in einen Erlebnisraum zur Sicherung der Standortqualität als Einkaufsstraße

City-Marketing in Wien - Umgestaltung einer Geschäftsstraße in einen Erlebnisraum

Die Gersthoferstraße: Umgestaltung in einen Erlebnisraum zur Sicherung der Standortqualität als Einkaufsstraße
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Caroline Steiner
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 550,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9023-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9023-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9023-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Steiner, Caroline April 2005: Die Gersthoferstraße: Umgestaltung in einen Erlebnisraum zur Sicherung der Standortqualität als Einkaufsstraße, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stadtplanung, Stadtmarketing, Standortmarketing, Verkehrsplanung, Stadtentwicklung

Diplomarbeit von Caroline Steiner

Problemstellung:

City-Marketing hat eine gestaltende und integrative Aufgabe um die Anziehungskraft von Stadtgebieten für Bewohner, Touristen, Beschäftigte und Unternehmer zu erhöhen. Damit wird City-Marketing zu einem Instrument, das die Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung, den Bürgern und den kommerziellen Anbietern verbessert. Der Spielraum der Aktivitäten reicht von der Neugestaltung und Verkehrsberuhigung einzelner Straßenzüge bis zu einer Neupositionierung ganzer Städte.

Damit geht City-Marketing über die von politischer Seite praktizierte Vorgangsweise, den Standort Stadt durch infrastrukturelle oder steuerliche Anreize für ansiedlungswillige Unternehmer attraktiv zu machen, hinaus.

Auch die von manchen Kommunalpolitikern und Event-Managern organisierten Stadtfeste, die oft mit City-Marketing verwechselt werden, werden dem Begriff City-Marketing nicht gerecht. Diese seltenen Ereignisse erhöhen wohl kurzfristig die Besucherfrequenz, haben aber langfristig keine Auswirkungen auf eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Umsätze der Geschäfte.

Touristische Stadtwerbung reicht oft auch nicht aus um Städte attraktiver zu machen, da diese einen rein kommunikativen Aspekt haben und das Produkt Stadt selbst nicht verbessern.

City-Marketing richtet sich an eine größere Zielgruppe. Das Stadtbild und Image einer Stadt wird nicht mehr allein durch einzelne Institutionen, wie beispielsweise Tourismusorganisationen bestimmt. Vielmehr entsteht das Produkt Stadt sowohl durch bauliche Veränderungen, deren Wegbereiter die politischen Akteure sind, als auch durch das organisierte Zusammenwirken aller lokalen Akteure.

Viele Städte sind einem gesellschaftlichen und sozialen Wandel unterworfen. Durch den Strukturwandel bei den Anbietern, der zu einer Verdrängung von Einzelhändlern zugunsten großflächiger Verkaufseinrichtungen geführt hat, ist es auch zu einem Abwandern kaufkraftstarker Schichten gekommen. Bei einem fehlenden City-Marketing kommt es zu einem Preisverfall auf den Immobilienmärkten. Kaufkraftstarke Schichten wandern in andere Stadtviertel ab, was wieder zu einem stärkeren Ausfall von Steuereinnahmen als vielfach angenommen und einem weiteren Verfall ganzer Stadtteile führt.

Auch das immer stärkere Verkehrsaufkommen und die Parkplatznot führen zu immer stärkeren Einbußen bei den Geschäftsleuten.

Die Diplomarbeit zeigt an einem Fallbeispiel die Vorgangsweise bei der Erstellung eines City-Marketing-Konzepts für eine relativ kleine Einkaufsstraße in einem Vorort von Wien.

Ausgangspunkt sind die Probleme, die sich typischerweise für diese Art von Geschäftsstraßen stellen. Ein hohes Verkehrsaufkommen mit den nachteiligen Folgen für Unternehmer und Bewohner. Fehlende Initiativen auf politischer Seite und Einzelhändler, die der wachsenden Konkurrenz großflächiger Einkaufsstätten und dem Wandel im Konsumentenverhalten zu wenig Alternativen entgegen setzen können.

Das erarbeitete City-Marketing bietet keine vorgefertigten Rezepte an sondern orientiert sich immer an den lokalen Gegebenheiten. So wurden bei der Erstellung des Konzeptes sowohl Architektur und städtebauliche Besonderheiten wie auch Erscheinungsbild, Angebot und werblicher Auftritt der Geschäfte berücksichtigt. Ein genau so wichtiger Einflussfaktor sind die Bevölkerungsstruktur und deren Einkaufsverhalten. Diese Größen bestimmen die Ausgangslage für die erstellten Veränderungsvorschläge.

Es wurden Umfragen bei den Geschäftsleuten und den Bewohnern durchgeführt. Durch die Fragebögen und deren Auswertungen sind die Vorschläge für die Umgestaltung nachvollziehbar. Die Ergebnisse sind übersichtlich mit Grafiken und Erläuterungen dargestellt. Auch die Beobachtungen im Rahmen eines Mystery Shoppings sind die die Arbeit eingeflossen.

Die Diplomarbeit ist ein praktischer Leitfaden für die Einführung eines City-Marketings, das von kleineren Geschäftsstraßen ohne kostenintensive Einschaltung einer Beratungsagentur selbst durchgeführt werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 9
2. Einleitung 10
3. Definition und Ziele des City-Marketings 11
4. Abgrenzung des Begriffes City-Marketing 13
4.1 STADTENTWICKLUNGSPLANUNG 13
4.2 STADTMARKETING 13
4.3 CITY-MANAGEMENT 14
4.4 STANDORT-MARKETING 15
4.5 STADTWERBUNG 15
5. Ablaufprozess des City-Marketing 15
5.1 INITIALISIERUNG 17
5.2 SITUATIONSANALYSE 17
5.2.1 DIE KAUFKRAFT 18
5.2.2 DIE EINZELHANDELSRELEVANTE KAUFKRAFT 18
5.2.3 DIE KAUFKRAFTKENNZIFFER 19
5.2.4 DIE UMSATZKENNZIFFER 19
5.2.5 DIE ZENTRALITÄTSKENNZIFFER 19
5.2.6 DAS EINZUGSGEBIET 19
5.3 PHILOSOPHIE UND ZIELBESTIMMUNG 20
5.3.1 DIE CORPORATE IDENTITY 21
5.4 STRATEGIE UND MAßNAHMENPLANUNG 22
5.4.1 PRODUKTPOLITIK 22
5.4.2 DISTRIBUTIONSPOLITIK 24
5.4.3 PREIS- UND KONTRAHIERUNGSPOLITIK 24
5.4.4 KOMMUNIKATIONSPOLITIK 24
5.5 UMSETZUNG UND KONTROLLE 25
6. Beteiligte Akteure und ihre Rollen 26
7. Erfolgsfaktoren 28
7.1 FAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE UMSETZUNG DES CITY-MARKETING-KONZEPTES 28
7.1.1 PROFESSIONELLE PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG 28
7.1.2 HANDLUNGSORIENTIERUNG 28
7.1.3 AUFBAU EINER DATENBASIS 29
7.1.4 MITWIRKUNGSBEREITSCHAFT KOMMUNALER AKTEURE 29
7.1.5 EXISTENZ VON PROMOTOREN 29
7.1.6 EINBEZIEHUNG DER INTERESSEN UND AKTEURE ALLER ZIELGRUPPEN 30
7.1.7 FINANZIELLE ABSICHERUNG DES CITY-MARKETINGS 30
7.1.8 ORGANISATORISCHE ABSICHERUNG DES CITY-MARKETINGS 32
7.1.9 EINSATZ DER INSTRUMENTE DER KOMMUNIKATIONSPOLITIK 33
7.2 FAKTOREN FÜR DEN ERFOLG IM HANDELSBEREICH 33
8. Theoretischer Bezugsrahmen 34
8.1 EINSTELLUNGSÄNDERUNG DER KONSUMENTEN 34
8.1.1 PREISBEWUSSTSEIN 35
8.1.2 LUXUSKONSUM 36
8.1.3 ONLINE SHOPPING 36
8.1.4 ERLEBNISKAUF 39
8.1.5 MASS CUSTOMIZATION 40
8.1.6 ONE-STOP-SHOPPING 41
8.1.7 UMWELTBEWUßTSEIN 41
8.1.8 SERVICEBEWUSSTSEIN 41
8.1.9 DIE NEUEN SENIOREN 42
8.1.10 DIE JUGENDSZENE 44
8.1.11 KUNDENORIENTIERUNG 45
8.2 ENTWICKLUNGEN UND TRENDS IM EINZELHANDEL 46
8.2.1 KLASSISCHE ANGEBOTSFORMEN 46
8.2.2 NEUERE ANGEBOTSFORMEN 48
8.2.3 GOING DIRECT 49
8.2.4 DISCOUNTORIENTIERUNG 50
8.2.5 WACHSENDER FILIALISIERUNGSGRAD 50
8.2.6 EINKAUFSWELTEN UND ERLEBNISKONSUM 51
8.2.7 CONVENIENCE 52
8.2.8 ONLINE SHOPS 52
9. Verkehrsanalyse 53
9.1 PRIVATER UND ÖFFENTLICHER VERKEHR 54
9.2 FUßGÄNGERVERKEHR 56
9.2.1 QUERUNGSHILFEN 56
9.3 STÄDTEBAULICHE MAßNAHMEN 59
10. Empirischer Teil 61
10.1 BEFRAGUNG DER HANDELSBETRIEBE 61
10.1.1 DIE ZIELGRUPPE 61
10.1.2 DIE METHODIK DER BEFRAGUNG 61
10.1.3 DAS ZIEL DER BEFRAGUNG 62
10.1.4 ERGEBNIS DER BEFRAGUNG 63
10.1.5 DIE VERKEHRS- UND PARKPLATZSITUATION 78
10.2 BEFRAGUNG DER BEVÖLKERUNG 79
10.2.1 DIE ZIELGRUPPE 79
10.2.2 DIE DEMOGRAPHISCHEN DATEN VON WÄHRING 79
10.2.3 DIE METHODIK DER BEFRAGUNG 80
10.2.4 DAS ZIEL DER BEFRAGUNG 80
10.2.5 DIE ABGRENZUNG DES EINZUGSGEBIETES 81
10.2.6 DER PLAN DES EINZUGSGEBIETES 82
10.2.7 ERGEBNIS DER BEFRAGUNG 82
10.3 DIE LOKALEN AKTEURE UND IHRE ROLLEN 87
10.3.1 DIE GESCHÄFTSLEUTE GERSTHOFS 87
10.3.2 DIE BEWOHNER GERSTHOFES 88
10.3.3 DIE POLITISCHEN AKTEURE 89
10.3.4 DIE MEDIEN 90
10.3.5 DIE VEREINE 90
10.3.6 DIE OBLEUTE 91
10.4 MAßNAHMEN UND VORSCHLÄGE 91
10.5 EMPFEHLUNGEN ZUR EINBINDUNG LOKALER AKTEURE 92
10.5.1 INITIIERUNG EINES INFORMATIONS- UND DISKUSSIONSPROZESSES 92
10.5.2 GEWINNUNG VON PROMOTOREN 92
10.6 EMPFEHLUNGEN FÜR MAßNAHMEN AUF POLITISCHER EBENE 93
10.6.1 ERHÖHUNG DES LEISTUNGSANGEBOTES IM BEZIRK 93
10.6.2 AKTIVE BETRIEBSANSIEDLUNGSPOLITIK 93
10.7 EMPFEHLUNGEN FÜR DIE WIRTSCHAFTSTREIBENDEN 93
10.7.1 AUFBAU EINER CORPORATE IDENTITY 94
10.7.2 KUNDENBINDUNGSMAßNAHMEN 95
10.7.3 GEMEINSCHAFTLICHE UND INDIVIDUELLE MAßNAHMEN 98
11. Verkehrskonzept 100
11.1 PRIVATER UND ÖFFENTLICHER VERKEHR 100
11.2 FUßGÄNGERVERKEHR 102
11.3 STÄDTEBAULICHE MAßNAHMEN 103
12. Schlusswort 104
13. Literaturverzeichnis 105
14. Internetadressen 112
15. Anhang 114
Der Zusatz "City-Marketing in Wien - Umgestaltung einer Geschäftsstraße in einen Erlebnisraum" ist eine Erläuterung zum Titel.

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es wurde eine Abgrenzung des Einzugsgebietes nach der geographischen Entfernung zur Gersthoferstraße vorgenommen, wobei auf die Erreichbarkeit und die Konkurrenz durch umliegende Geschäftsstraßen Bezug genommen wurde. Berücksichtigt wurde dabei auch, dass es sich bei der Gersthoferstraße um eine kleinere Geschäftsstraßen handelt, wo Güter des kurz- bis mittelfristigen Bedarfes erworben werden und das Angebot nicht zu umfangreich ist. Mit der Eingrenzung durch die Erfahrungswertmethode wo um den geplanten Standort ungefähr 10 Gehminuten eingerechnet werden, wobei eine Gehminute ungefähr 80 Meter beträgt, wurde das Gebiet umfasst. Das ist die ungefähre Entfernung, die der Konsument, abhängig von der Art des Gutes und dem vorhandenen Mitbewerb zu überwinden bereit sind. Damit grenzt sich das Einzugsgebiet auf die Gebiete, die zu Fuß noch gut erreichbar sind, ein. Auch wurde das Einzugsgebiet nicht zu eng definiert, sondern auf Teile des Bezirkes ausgedehnt, die den Standort durch die gute Verkehrsanbindung auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen können, wie beispielsweise Pötzleinsdorf und wo auch kein Nahversorger in unmittelbarer Nähe ist. Zur weiteren Eingrenzung des Gebietes wurde die telefonische Erhebung eingesetzt und der Kreis der Befragten Personen so lange erweitert, bis keine Person davon mehr im Einzugsgebiet war. [...]

Welche Aktivitäten werden von den Unternehmen gesetzt um ihren potentiellen Kundenkreis anzusprechen. Daraus können Rückschlüsse auf zukünftige Aktivitäten gezogen werden. 40% setzen keine Aktivitäten – aus teils unterschiedlichen Gründen. Genannt wurden als Grund die Branche, die von den Kunden bedarfsorientiert in Anspruch genommen wird und daher durch Werbung auch nicht mehr Kunden ansprechen kann. Zum anderen Teil hatten sich die Befragten auch noch nicht mit dieser Thematik auseinander gesetzt. 40% versuchen durch Werbung Kunden zu gewinnen. Durch Inserate in Tageszeitungen oder lokalen Medien, wie der Bezirkszeitung werden Kunden angesprochen. Auch das Internet wird manchmal für Werbeauftritte genützt. Die Auslagengestaltung wurde von 30% der Befragten als wesentliches Gestaltungselement zur Kundengewinnung angesehen. Mit einer ständig neu gestalteten Auslage und einer attraktiven Präsentation der Produkte soll die Aufmerksamkeit der Kunden gewonnen werden. 20% setzen gezielt auf eingehende fachliche Beratung der Kunden. 10% veranstalten Christkindl- und Flohmärkte um mehr Präsenz zu gewinnen. [...]

10.1.4.10.2 Die Schwächen der Unternehmen Immerhin waren 40% der Befragten überzeugt keine Schwächen im eigenen Unternehmen zu haben. 20% sehen sich als zu wenig kundenorientiert. Diese Gruppe war der Meinung, dass sie zu wenig kundenfreundlichen Öffnungszeiten haben. Einige Betriebe haben tatsächlich am Abend oder während der Mittagszeit nicht offen. 20% sehen ihren großen Sortimentsumfang als Schwäche. Damit können sie sich zwar auf die unterschiedlichsten Wünsche der Kunden einstellen, haben durch die hohen Lagerbestände auch zu hohe Lagerkosten zu verzeichnen. 20% beklagen ein zu kleines Auftragsvolumen. Sie sind dadurch gezwungen viele Aufträge anzunehmen und haben damit eine ungünstigere Kosten-ErtragsSituation als Unternehmen mit wenigen großen Aufträgen. 10% sehen in ihrer geringen Unternehmensgröße einen Nachteil. Damit sind sie weniger wettbewerbsfähig als große Unternehmen und haben auch keine Expansionsmöglichkeit. 10% sehen eine Schwäche in ihrer Kundenstruktur. Ihre Stammkunden sind ältere Menschen. Damit sehen sie die Gefahr, dass ihre Kunden wegsterben können. [...]

Arbeit zitieren:
Steiner, Caroline April 2005: Die Gersthoferstraße: Umgestaltung in einen Erlebnisraum zur Sicherung der Standortqualität als Einkaufsstraße, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stadtplanung, Stadtmarketing, Standortmarketing, Verkehrsplanung, Stadtentwicklung

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